________________________________________________________________
von Ursula Herzog
Im französischen St. Sever findet zur Zeit die 31. Woche statt, die den Stieren und deren Kultur gewidmet ist.
Im Vorland der Gascogne findet in der Zeit vom 4. – 11. November die Woche der tauromaquia statt. Ausstellungen, Konferenzen, Filme, die traditionelle novillada sin picadores am 11. November. Und in diesem Jahr in der alten Abtei von Saint Sever, welche seit 1998 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO "Jacobusweg in Frankreich" ist, die Ausstellung „Tauromachies universelles“ von André Viard in Zusammenarbeit mit der „Fédération des Sociétés Taurines de France“. Dieser Ausstellungsort wurde bewusst gewählt.
Die Ausstellung ist konzipiert als eine Art von Kaleidoskop. Sie zeigt Dutzende von Fotos oder Reproduktionen von prähistorischen oder antiken Fresken und mittelalterliche Ikonographen auf 83 großen schwarzen Tafeln, die so arrangiert sind, dass sie den Betrachter durch die Jahrhunderte hindurch zu einem Stier in Lebensgröße führen. Es ist ein sehr pädagogischer Weg, auf dem Geschichte erzählt wird….. Es ist die Geschichte des Menschen, der seit der prähistorischen Zeit sich dem toro, einem Tier, welches in ganz Europa geheiligt war, entgegen stellt.
André Viard ist tauristischer Schriftsteller, alter matador und Präsident des „Observatoire National des Cultures Taurines“. Er zeigt in St. Sever zum ersten Mal diese Ausstellung, die sich mit der Beziehung zwischen dem Menschen und dem wilden Stier beschäftigt.
Der Zweck der Ausstellung ist zu zeigen, dass es den Kampf zwischen Mensch und Stier seit 23.000 Jahren in allen Kulturen rund um das Mittelmeer gibt:
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung gedacht und soll auch weiterhin in Gebäuden von kultureller Bedeutung gezeigt werden.
_____________________________________________________
Siehe auch:
In französischer Sprache: Inauguration du Musste Itinérant des Cultures Taurines