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Sonntag, 21. Juni 2015

Animalistischer Terrorismus




von Philip de Málaga


Gegner von Stierkämpfen greifen immer wieder zu kriminellen Mitteln
Besonders beim französischen Nachbarn
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Der Buchstabe „T“ kann für Tierschutz stehen, aber auch für Terrorismus. Und wie SfA schon an mehreren Stellen betonte, Tierschutz ist und bleibt wichtig. Verbindet man aber diese beiden "T"-Worte kommt man auf antitaurinischen Terrorismus. Besonders im Nachbarland Frankreich kann man Aktivisten beobachten, welche sich ausserhalb demokratischer Werte bewegen. So agieren französische antitaurinos nicht selten mit illegalen Mitteln um gegen die mundo de los toros nicht nur zu demonstrieren, sondern ein europaweites Verbot zu erwirken. Dabei scheinen ihnen mittlerweile alle Mittel recht. Gewaltsames Erstürmen einer plaza de toros, angekettete Besetzung eines ruedos um ein festejos taurino zu verhindern, die Aussenfassaden von plazas wurden erklommen um Plakate illegal anzubringen, da wurden aficionados mit roter Farbe bespritzt und die Liste nimmt kein Ende. Beschimpfungen und der Hang zur Kriminalisierung der taurinos gehören da eher zu den kleinen Delikten.

Jüngster Gewaltakt des antitaurinismo zeigte sich in der vergangenen Woche in der südfranzösischen Kleinstadt Céret. Dort zündeten antitaurinos den Wagen der Frau des Bürgermeisters an, weil dieser die fiesta de los toros unterstützt. Das Observatorium für cultura taurina verurteilte diese Tat: "Nur weil sie im letzten Jahr mit ihren Demonstrationen nichts erreichen konnten, gehen sie diese neuen inakzeptablen Wege!" Weiter heisst es, "solche Vorgehensweisen kultivieren und animieren zu einem animalistischen Terrorismus."

Das französische Innenministerium wird entsprechend reagieren, und alle Aktivitäten der antitaurinos diesbezüglich, also gegen die mundo de los toros verbieten, gegebenenfalls diesem mit Polizeieinsatz und Justiz entgegentreten. Denn diese Form von Vandalismus, Zerstörung und aggressiven Vorgehensweisen, wie auch schon in Arles, Nîmes oder Palaves, gefährden dritte, gar unbeteiligte Personen, überhaupt das öffentliche Leben, welches es zu schützen gilt.

In San Sebastián,  wo die toros nun wieder zugelassen sind (SfA hat davon berichtet: Die Stierkämpfe kommen wieder nach San Sebastían zurück), also eine Niederlage für den antitaurinismo, werden sich die Behörden entsprechend auf eventuelle Aktivitäten vorbereiten.

Man kann das Thema der toros sehen wie man will, auch diskutieren, auf politischer Ebene debattieren und sogar demokratische Entscheidungen dafür oder dagegen bewirken. Aber kriminelle Vorgehensweisen sind in jeder Hinsicht zu verurteilen. Auch von den antitaurinos! Aber die antitaurinischen Webportale verurteilen so etwas nicht. Die Verantwortlichen werden nicht selten wie Helden gefeiert, obwohl sie durch das Rechtssystem als schuldig erklärt worden sind.

Selbst Beleidigungen und Beschimpfungen gehören nicht in eine demokratische wie zivile Welt. Da geben Organisationen 300.000 Euro für Rechtsanwälte aus, um auf demokratischen Wege etwas zu erreichen, wie eine abolición de los toros und dann sind es die Gegner selbst, welche die Demokratie mit Füssen treten.