Mittwoch, 26. April 2017

Mit Rilke in Ronda





von Gregor Ziolkowski


Rilke konnte sich durchaus entzünden am Stierkampf
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Am letzten Sonntag Vormittag lief im Deutschlandfunk die Reportage "Mit Rilke in Ronda". Rilke, Ronda und der Stierkampf, irgendwie scheinen diese Namen zusammenzugehören, und trotzdem hat der in Prag geborene österreichische Schriftsteller nie eine corrida de toros zu sehen bekommen. Diese Reportage von Gregor Ziolkowski handelt von Rainer Maria Rilkes Reise in das andalusische Ronda im Dezember 1912. Obwohl Rilke nie einen Stierkampf gesehen hat, findet sich die mundo de los toros im Zentrum von dieser Radiodokumentation wieder. Ohne Frage ein Grund, die SfA-Leser auf diese Sendung hinzuweisen.
Das Rilke-Denkmal vor dem Hotel Reina Victoria in Ronda
In der gewiss sehr stimmungsvollen Reportage heißt es unter anderem: "Und gibt diesen weiten Blick frei auf eine aufregend zerklüftete Berglandschaft. Das Rilke-Denkmal im Rücken, fällt es nicht schwer, den in sich gekehrten Dichter in seinem hellen Dreiteiler regelrecht vor sich zu sehen, an diesem Ort für Übungen in mondän-geistiger Versenkung". Jeder der einmal Ronda besuchen konnte kam in diesen Rausch des beeindruckenden Ausblicks.
Der weite Blick auf die zerklüftete Berglandschaft von Ronda
Und trotz aller berauschender Weitsicht geht es hier um die Stiere: "Jenseits aller ideologischen Erwägungen gilt wohl für Ronda, dass es auch in einer andalusischen Stadt mit 36.000 Einwohnern heutzutage nicht ganz einfach ist, eine Arena für 6.000 Zuschauer zu füllen". In der Tat ist die Anreise für aficionados de toros dort stets mit einem gewissen Mühsal verbunden. Hinzu steht die Real Maestranza de Ronda im Konkurrenzkampf mit viel grösseren Plaza de Toros, für weit mehr als 10.000 Personen, in Sevilla, Málaga, Granada und Córdoba (alle in Andalusien und leichter zu erreichen). Und so finden dort im Jahr lediglich zur Feria von Ronda, Anfang September drei festejos taurinos statt. Eine novillada oder certamen de las escuela taurinas, wo sich die besten Schüler der andalusischen Stierkampfschulen präsentieren, ein rejoneo zu Pferde und eben eine corrida de toros, die berühmte corrida goyesca, welche zu den abschliessenden Höhepunkten der temporada taurina in Spanien gehört. Jedes Jahr ist sie mit einem no hay billetes schon Wochen vorher ausverkauft, und die Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft gibt sich dort ein Stelldichein. 
Volles Haus zum Goya-Stierkampf im September
Hier zu lesen: Andalusisches Refugium: Mit Rilke in Ronda (Deutschlandfunk)

Hier zu hören: Mit Rilke in Ronda (Deutschlandradio / Mediathek)
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Siehe auch:

Sonntag, 23. April 2017

Nimes 2017: Juan Bautista




von Ursula Herzog


Der Torero Juan Bautista allein in Nîmes
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Am Donnerstag wurde im Rathaus von Nîmes offiziell das am 4. Juni geplante encerrona von Juan Bautista angekündigt. Juan Bautista wird gegen  sechs Stiere aus sechs verschiedenen ganaderías antreten. Für dieses Ereignis hat der Modeschöpfer und Kunsthistoriker Christian Lacroix, der ebenfalls aus Arles stammt, das Plakat und den traje de luces, den Bautista tragen wird, entworfen.

Mitten im Winter am 28. Februar 1999 hatte die Karriere von Juan Bautista in Nîmes begonnen. Das indulto von Tanguisto aus der ganaderías Yerbabuena hatte Aufsehen erregt. An diesem Tag wurde aus dem kleinen JalabertJuan Bautista“. Vier Monate später öffnete ihm Madrid die puerta grande. Neben Arles, seiner Geburtsstadt, war Nîmes die Stadt seiner größten Triumphe. Bautista hat in 33 paseos, zwei davon als novillero,  51 orejas und drei rabos geschnitten und hat 11 Mal die porte des Consuls geöffnet (die letzten vier Male in Folge).
 
2015 haben Juan Bautista (Jean-Baptiste Jalabert) und seine Schwester Lola Jalabert gemeinsam mit Alain Lartigue die Leitung der Arena von Arles übernommen.

Das „anspruchsvolle“ Video über diese corrida de toros mit Juan Bautista verbindet den Stierkampf mit dem antiken Nîmes:

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Der matador de toros Juan Bautista wurde am 11. Juli 1981 in Arles als Sohn des empresarios der Arénes in Arles und rejoneador Luc Jalabert geboren. Seine alternativa hatte er am 11. September 1999 in Nîmes mit dem padrino Juan Antonio Ruiz "Espartaco" und dem testigo César Rincón, wobei er ein oreja und ovación erhielt.

Auch in Spanien war Juan Bautista im letzten Jahr recht erfolgreich. Im SfA Ranking Top Matadores de Toros 2016 in den Plaza de Toros in allen Kategorien belegte der Franzose Platz 6, und lag damit vor figuras wie Roca Rey (9), Enrique Ponce (10) einem El Juli (16) oder vor seinem Landsmann Sebastián Castilla (22).

Donnerstag, 20. April 2017

Sevilla: Ein Stier wird geehrt




von Philip de Málaga


Anlässlich des begnadigen Stiers Cobradiezmos
wurde in La Maestranza eine Ehrenplakette angebracht
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Anlässlich des indultos, der Begnadigung des toros Cobradiezmos von der ganadería Victorino Martín am 13. April 2016 in der Real Maestranza de Sevilla, wurde im corral der Plaza de Toros eine grosse Kachel angebracht, welche auf diese historische corrida de toros hinweist. Der 567 Kilo schwere toro wurde nach der lidia von Manuel Escribano begnadigt. 
In Gegenwart des matador de toros Manuel Escribano und seiner cuadrilla, des presidente José Luque Teruel, welcher das orangene pañuelo anzeigte, sowie des Vorsitzenden der Bruderschaft der Maestranza, Javier Benjumea, wurde die Gedenktafel enthüllt. 
Der begnadigte Stier Cobradiezmos
Sie wurde platziert neben den anderen zwei Tafeln, wo man den ebenfalls in Sevilla begnadigten Stieren gedachte: Der toro Laborioso von der ganadería Marqués de Albaserrada welcher am 12. Oktober 1965 vom maestro José María Manzanares begnadigt worden ist und der novillo Arrojado von der ganadería Nuñez del Cuvillo welcher am 30. April 2011 gegen den novillero Rafael Astola antrat.

Freitag, 14. April 2017

Viernes Santo - Karfreitag

Was der Karfreitag mit der Tauromachie zu tun hat
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von Philip de Málaga


Der Viernes Santo, der Karfreitag ist in Spanien der einzige Feiertag wo während der laufenden temporada taurina keine festejos taurinos veranstaltet werden. Und trotzdem gibt es eine Verbindung zwischen der tauromaquia und dem Karfreitag.
"Veronika reicht Jesus das Schwer" von Gebhard Fugel, 1907,
Kirche Sankt Joseph in München.
(Das Gemälde wurde im 2. Weltkrieg zerstört)
Auf dem Kreuzweg begegnet Jesus der Veronika. Eine erste Erwähnung findet diese Begegnung in den Evangelien von Markus (5, 25-34) und Matthäus (9, 20-22), jedoch wird dort kein Name genannt. Erst um 425 wird im apokryphen Evangelium, der Acta pilati des Nikodemus in Kapitel VII ein Name erwähnt: 
Und ein Weib mit dem Namen Bernike schrie von weitem und sagte:
Ich litt am Blutfluss und berührte den Saum seines Gewandes,
und der Blutfluss, der zwölf Jahre angedauert hatte, hörte auf.
In der lateinischen Übersetzung findet sich der Name Veronika wieder. Dabei handelt es sich um eine Kombination der beiden lateinischen Wörter vera (= wahr) und ikon (= Bild), welches zusammengesetzt Veronika ergab. Gemeint ist die wahrhaftige Abbildung vom Kopf Jesus auf dem Schweisstuch.
Veronika reicht Jesus das Schweisstuch. (Erzdiözese Wien)
Dieses wahre Bild entstand laut christlicher Überlieferung bei der Begegnung zwischen Jesus und Veronika auf seinem Leidensweg zum Kreuz. Dort reichte Veronika dem leidtragenden Jesus ein Sudarium (Schweisstuch), damit er seinen Schweiss und das von der Dornenkrone laufende Blut abwischen konnte. Während diesem Vorgang, soll sich auf wunderbare Art und Weise das Gesicht von Jesus auf dem Tuch eingeprägt haben. So ist es als das Tuch, Leinen oder Schleier der Veronika in die christliche Geschichte eingegangen.
Auch bei der Osterpressionen der Semana Santa in Spanien, wie hier in Cuenca,
findet sich das Motiv von Jesus und Verónica.
Der hier abgebildete Thron ist am Morgen des Freitag zu sehen.
Der Übergang zur mundo de los toros findet sich in den künstlerischen Darstellungen wieder, wie eben jene Veronika dieses Tuch in der Hand gehalten und geführt haben könnte. 
Verschiedene Darstellungen wie die Veronika das Schweisstuch hält.
Und genauso wie die Heilige Veronika das Sudarium in der Hand hält, führt ein torero seine capa, wenn er das wohl bekannteste Manöver ausführt. Eben die verónica, welcher ein jeder matador zu Beginn verwendet, um den toro auf die capa zu fixieren.

Die Erfindung von diesem Manöver mit dem toro wird dem matador de toros Joaquín Rodriguez "Costillares" (1746 - 1799) zugeschrieben. Als Mitbegründer der tauromaquia begann er die capa so zu halten, wie auf einigen Abbildungen der Heiligen Verónica. Die Namensgebung ist jedoch erst später vom matador de toros Pepe Hillo (1754 -1801) erfolgt und wurde als verónica im Buch Tauromaquia o Arte de Torear erwähnt, welches 1796 im andalusischen Cádiz veröffentlicht worden ist.

Der torero Manuel Domínguez, die Heilige Veronika
und der 
torero Morante de la Puebla 

Donnerstag, 6. April 2017

Warum eigentlich?

Warum eigentlich berichten die deutschen Medien
dermassen einseitig über den Stierkampf?
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von Philip de Málaga


Wenn der FC Bayern München gegen SV Butzendorf mit 0:4 im eigenen Stadium verliert freuen sich gewiss zahlreiche Personen und viele finden es gar gut. Aber in den Medien wird doch dann mal hinterfragt, was ist da genau passiert und wie konnte es dazu kommen.

Wenn die CDU in der nächsten Bundestagswahl unter die Zwanzig-Prozent-Hürde fällt beginnt man doch gleich nach der Schliessung der Wahllokale mit der Analyse und die Presse versucht zu erklären was und warum dieses so geschehen konnte.


Genauso aus Kriegsgebieten. Da werden doch nicht nur die leidenden Familien gezeigt und die Leichenname oder Verwundeten gezählt, sondern man wird auch mit reichlich Hintergrundwissen versorgt.


Nicht aber beim Stierkampf. 


Wenn es um die mundo de los toros geht, wenn man im deutschsprachigen Bereich über die tauromaquia berichtet, scheint die deutsche Medienlandschaft eigentlich nur eins zu interessieren: Ist wieder ein torero schwer verletzt oder auch getötet worden? Oder sie fragen geradezu sarkastisch nach, ob diesmal der Stier gewonnen hat? Da scheint eine Schadenfreude zu entstehen, die man der Leserschaft oder am Bildschirm vermitteln möchte und spricht vom historischen Untergang einer spanischen Tradition.


Sogar mit einem Video werden online die Nachrichten aus der grössten Plaza de Toros von Spanien begleitet. Doch statt ein wenig zu erklären wird von "Bestrafung", "Aufspiessung" und "Durchbohrung" eines Menschen berichtet. Immerhin, irgendein Blatt spricht von einem torero, der ein Anfänger gewesen sei. Das war es aber auch schon, statt mehr auf diese Thematik einzugehen. Dass es sich hierbei um eine novillada gehalten hat, wird dem Leser vorenthalten, bzw., der Unterschied zwischen einer corrida de toros und einer corrida de novillos wird dem Leser einfach nicht mitgeteilt. Vielleicht auch deswegen, weil es die Redakteure selber nicht wissen. 

Leider wird auch der Tathergang fast garnicht oder auch falsch beschrieben:

Auszug aus dem Münchner Merkur vom 6. April 2017
Mitten im Kampf? Tatsache war jedoch, der 23-jährige novillero Dani García Navarrete kam zum Ende seiner faena und trat an, um den jungen Stier mit einer estocada zu töten. Dieser Augenblick wird auch momento de la verdad, der Augenblick der Wahrheit, genannt, weil es der erste Moment ist, wo sich der torero ungeschützt zwischen die Hörner des Stieres begeben muss, um den espada zwischen den Schulterblättern einzufügen. Und genau in diesem Moment, wenn der torero den Degen einführen möchte erwischt ihn der novillo mit den Hörnern. 
Dani García Navarrete setzt zum Todesstoss an. Nur wenige Sekunden später erwischt ihn der novillo.
Auch wurde der verletzte torero als einen Publikumsliebling bezeichnet. Wie sie dazu gekommen sind, ist rätselhaft, denn von Dani García Navarrete war es sein Debüt in Las Ventas von Madrid. Die meisten Zuschauer kannten ihn kaum. Und in den letzten fünfzehn Monaten stand er gerade lediglich sieben Mal im ruedo einer plaza de toros

Zwar war der novillo auffallend schwer, wog aber nur 460 Kilo und nicht 500, wie in den deutschen Medien informiert wird. Aber er war klein, wie eben ein novillo und hatte nicht die Größe eines ausgewachsenen 500-Kilo-toros

Mit anderen Worten, die verantwortlichen Journalisten waren weder dort, noch haben sie entsprechend recherchiert. Und das erleben wir beim Thema Stierkampf im deutschsprachigen Bereich immer wieder. Besonders bedauerlich, denn gerade bei dieser doch sehr sensiblen Thematik, sollte man seine Hausaufgaben machen, statt mit falschen und einseitigen Informationen um sich zu schmeissen. Warum fragen sich die Redakteure nicht einmal, weshalb an die siebzig Millionen Menschen weltweit sich für die tauromaquia begeistern? Warum schaut die ganze Welt im Juli nach Pamplona

Bei so wenig Feingefühl, bei kaum Recherche und bei so zahlreichen Verstössen gegen den Pressekodex sollten die deutschen Schreiber doch vom Thema der toros besser Abstand nehmen. 

Und so stellt sich die Frage, warum tun sie es dann? Wahrscheinlich vertreten sie zum einen den Standpunkt auf der "richtigen" Seite zu stehen, und zum anderen mit solchen Artikeln mehr Leser zu gewinnen. Nur dürfen sie dabei nicht in Anspruch nehmen, der Wahrheit nahe zu sein. Ist es nicht besser gar nicht zu schreiben als Unwahrheiten oder gar Lügen zu verbreiten?

Im Mai letzte Jahres setzte sich ein ganzes Team der BILD-Zeitung zusammen um der afición de toros 54 Fragen zusammenzustellen, die sich, laut der Redakteure die Anhänger von Stierkämpfen gefallen lassen müssen. Allein an den Fragen ist zu erkennen, dass die Journalisten sich nicht mal annähernd mit diesem Thema auseinander gesetzt haben. Trotzdem reagierte SfA mit 54 Antworten, welche die BILD Redakteure akzeptieren sollten! Ein Beitrag der bis jetzt schon über 8.000 Mal gelesen worden ist, zudem noch mit zahlreichen positiven Reaktionen.

Es ist einfach nur bedauerlich, wie die deutschsprachigen Medien, vollkommen unverständlich mit einer doch auch sehr intellektuellen Liga in Spanien umgehen. Die spanische Politikerin Esperanza Aguirre sagte mal dazu: "Natürlich haben diejenigen die gegen die fiesta sind nicht mehr das intellektuelle Niveau wie vor einem Jahrhundert, wie zum Beispiel ein Joaquín CostaAzorínMaetzuUnamuno oder Giner de los Ríos. Jetzt finden sich die Intellektuellen auf der anderen Seite wieder!" Und sie fügt hinzu: "Wir leben in einem freien Land und kein taurino zwingt niemanden in die plazas zu gehen!" Und genauso zwingt keiner die deutsche Presse etwas über das Thema Stierkampf zu schreiben.

Paul Ingendaay
Wer einen Blick in die Berichte der verschiedenen Tageszeitungen wirft, wird nur ein Blatt finden, welches auffallend demokratisch, sensibel und auch sachlich mit diesem Thema umgeht. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Obwohl sie ebenfalls ziemlich kommentarlos das Video zu Dani García Navarrete online eingestellt hat, verstand es Ihr Kulturkorrespondent Paul Ingendaay dieses Thema recht professionell anzugehen. Wie kaum ein anderer deutscher Journalist der Gegenwart, tauchte er nicht nur in das spanische Leben vollkommen ein, sondern verstand es die kulturellen Abläufe mit der Tradition zu verknüpften und es den Nichtkennern zu vermitteln. Er ist weder Pro noch Contra, für ihn gehört es zu Spanien und seine Artikel reflektieren die Passion für die Stiere wieder. Jene Leidenschaft, von der die meisten Deutschen keine Ahnung haben. 
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"Wenn die Deutschen über Stierkampf reden,
dann kommt es mir so vor,
alle reden mit,
aber keiner weiss Bescheid!"

Christian Q. aus Südafrika 
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In der Tat scheint es in deutschsprachigen Ländern so zu sein, das nicht wenige sich für die mundo de los toros interessieren, aber zum einen nicht wissen, wo sie sich entsprechend informieren können und zum anderen trauen sie sich nicht darüber öffentlich zu sprechen. SfA versucht schon lange, seit Juli 2009, auf neutralem Weg dagegen zu wirken, und wie wir von SfA darüber denken kann kann man bei der Idee von SfA nachlesen:
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"Wir von SfA wollen keinen von der Tauromachie überzeugen,
diese Entscheidung muss ein jeder für sich selbst treffen.
Unser einziges Ziel ist es zu informieren, darzustellen,
was wirklich in der mundo de los toros geschieht 
und versuchen zu erklären,
warum sich weltweit an die 70 Millionen Menschen
für die Welt der Stiere, 
und zwar aus allen Gesellschaftsschichten, interessieren!"
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Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und STIERKAMPF für ALLE wird im kommenden Jahr mit einem neuen Portal beginnen, um gerade diese Gruppe der Interessierten anzusprechen. 

Mittwoch, 29. März 2017

Hollywood und die Stiere




von Philip de Málaga


Hollywood ist eigentlich nicht gegen die Stiere
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Es dürfte wohl eines der grössten Ärgernisse des sector antitaurinos sein, dass sich so viele Persönlichkeiten nicht gegen die mundo de los toros aussprechen. Auch Organisationen stehen hinter der mundo taurino, wie zum Beispiel der Verband der Architekten in Spanien. So auch Hollywood. Die grösste Filmindustrie der Welt denkt gar nicht daran sich gegen die Tradition der toros zu wenden. Im Gegenteil, viele Stars stehen dazu und einige pflegen auf pBeziehungen zu toreros.

Rita Hayworth
Rita Hayworth und Orson Welles
Rita Hayworth
Sophia Loren
Liz Taylor
Marilyn Monroe
Dani Swanson
Ava Gardener
Stan Laurel und Oliver Hardy (Film: Der Stierkämpfer)
Adrian Brody (Film: Manolete)
Gina Lollobrigida
Rudolf Valentino (Film: Blut und Sand)
James Dean
Tyrone Power (Film: König der Toreros)

Donnerstag, 23. März 2017

Der erste russische Torero: Wladimir Wladimirowitsch Putin




von Philip de Málaga


Der Ministerpräsident von Russland 
wird Torero in einem finnischen Trickfilm
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Wladimir Putin, bald ein torero?
Wie das finnische Nachrichtenportal yle berichtet, bereitet die 53-jährige Regisseurin Katariina Lillqvist, welche sich in ihrem Land einen Namen mit Animationsfilmen, vor allem mit politischen Elementen versehen, machen konnte, ein neues Projekt vor. Dort wird einer der Puppen als der russische Präsident Wladimir Putin dargestellt, welcher in die Rolle eines toreros schlüpft. Der Titel des Films lautet: Der letzte matador

Die Idee dazu entstammt kurioserweise aus dem eher von antitaurinos dominierten Katalonien. Bei einer Reise im Oktober letzten Jahres gaben lokale spanische Künstler, in einer Region wo die corridas de toros verboten worden sind, den Anstoss dazu. Trotz Verbot hat das Verfassungsgericht von Spanien dieses für nichtig erklärt, und so sind die toros wieder zum viel diskutierten Thema in Katalonien katapultiert worden. Nicht weniger Interesse die Debatte über die doch unterschiedlichen Meinungen über die Haltung der Spanier zu den Luxusvillen in Spanien von russischen Bürgern. Und genau hier setzte man zur Brücke zwischen der mundo de los toros und dem russischen Präsidenten an.
Bald läuft ein russischer torero über die finnischen Bildschirme
Katariina Lillqvist
"Derzeit sind wir dabei eine Putin-Puppe kreieren. Diese soll einen traje de luces eines toreros tragen, welche ihm allerdings viel zu gross ist", lächelt Katariina Lillqvist und fügt hinzu, "es ist jedoch ein sehr interessantes und unterhaltsames Projekt. Es unterscheidet grundsätzlich von dem, was ich bisher gemacht habe."

Das Projekt selbst wird von der finnischen Kulturstiftung gefördert. Und neben dem Film soll es zusätzlich auch als Comics veröffentlicht werden.

SfA fällt dazu nur ein, dass es immerhin seit Bestehen dieser Seite 14.000 Besucher aus Russland verzeichnen konnte.