Samstag, 11. Juli 2015

Auch in Portugal werden weiterhin Stierkämpfe im Fernsehen live übertragen




von Philip de Málaga



Beim spanischen Nachbarn Rekordeinschaltquote um Mitternacht!
Bis zu 21 Prozent!
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In Portugal erfreut sich vor allem das rejoneo grosser Beliebtheit. So werden nicht selten die abendlichen corridas de rejones vom Campo Pequeno in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon live vom staatlichen Fernsehsender RTP 1 übertragen. Und zwar mitten in der Nacht. Das festejo taurino begann um 0:30 Uhr und dauerte fast drei Stunden. Manchmal erreichte der Sender eine Einschaltquote von 21 Prozent! Durchschnittlich verfolgten zwischen 13 und 15 Prozent die toros. Also mehr als 700.000 Zuschauer und dieses, nach Mitternacht!

Rejoneo in Lissabon ist populär (Foto: mundotoro)
Im letzten Jahr wurden in Portugal sechs festejos taurinos live übertragen welche insgesamt von über drei Millionen Zuschauern verfolgt wurden. Weitere Übertragungen sind geplant. Der portugiesische Nachbar denkt gar nicht daran die Live-rejoneos einzustellen!

Freitag, 10. Juli 2015

Links oder rechts: Anhänger von Stierkämpfen gibt es in beiden politischen Richtungen



von Ursula Herzog
und Philip de Málaga



Die Politisierung der toros scheint vollkommen ungerechtfertigt.
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Im letzten Beitrag von SfA (Kurioses aus Pamplona: Die linke BILDU leitet einen Stierkampf) ging es darum, dass der Bürgermeister von Pamplona, der links orientierten Partei Bildu als presidente eine corrida de toros leitete. Allgemein wird gerne pauschaliert das die politisch rechte Seite für die toros sei und die Linken eher gegen die tauromaquia tendieren. Dabei sollte man und kann dieses auch nicht einfach so im Raum stehen lassen. Die Mediengruppe Vocento berichtet laut einer Umfrage, dass sich von der spanischen Arbeiterpartei PSOE 43 Prozent definitiv nicht gegen die toros aussprechen.

Eigentlich begann die Politisierung in Katalonien, als der antitaurinismo versuchte, und sogar mit Erfolg, die corridas zu verbieten. Erst dann reagierten die taurinos und jetzt ist es zu einem politischen Thema verdammt worden. 

Zum Thema links oder rechts entdeckte Ursula Herzog auf der französischen Seite Torofiesta folgenden Kommentar zu diesem Thema:


Frei übersetzt aus dem Französischen von Ursula Herzog

Wenn man die Meinung widerlegen will, dass die Anhänger der toros zur rechten Seite gehören und deren Gegner links stehen, dann wäre es gut bestimmte Politiker, deren Gedächtnis so kurzzeitig wie ihre Ideen ist, daran zu erinnern, dass die toros zwei Hörner haben, nämlich eines auf jeder Seite, so wie es Francisco Cano zeigt….

Man achte auf den Hinweis der kommunistischen Partei!

Donnerstag, 9. Juli 2015

Kurioses aus Pamplona: Die linke BILDU leitet Stierkampf





von Philip de Málaga


Wenn offensichtliche antitaurinos eine corrida leiten ...
... und sogar die puerta grande öffnen!
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Spätestens seit dem Debakel mit der plaza de toros in San Sebastián kennt am auch in der Szene taurino die Partei Bildu, ein sozialistisch orientiertes baskisches Wahlbündnis, welches 2011 die politische Ebene bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Baskenland betrat. Nichts ungewöhnliches. Aber im politischen Interesse stand unter anderem auch die abolición de los toros. Also ein verbot der Stierkämpfe. Auch das ist nichts Neues, tendieren die linken Seiten grundsätzlich gegen die mundo de los toros. Obwohl sich auch in deren Reihen aficionados finden. 

Und nun feiert Nordspanien sein San Fermín in Pamplona, was jedes Jahr weltweites Interesse erweckt. Die wohl berühmteste feria del toro auf diesem Planeten. Sogar Nichtkennern ist sie bekannt. In der mit mehr als 19.000 Zuschauern gefüllten plaza de toros, also fast ausverkauft hasta la bandera konnte der Besucher in den tendidos im palco presidencial etwas Erstaunliches beobachten:

Joseba Asirón Simón von der linken Partei Bildu leitet eine corrida de toros
(Foto: mundotoro)
Bei dem presidente der corrida de toros mit den matadores de toros Juan José Padilla, Pepe Moral und López Simón handelte es sich um den neuen Bürgermeister der Stadt Pamplona, Don Joseba Asirón Sáez. Spitzenkandidat der Bildu, einer Partei, welche die toros abschaffen will. Wie geht so etwas? 

Ähnlich wie in Andalusien, seit Jahrzehnten in sozialistischer Hand, wie auch deren Hauptstadt Sevilla, werden dort die toros von der linken Seite gefördert und unterstützt. Liegt vor allem, dass selbst die linken Politiker diese Thematik nicht berühren wollen, sind die toros in Andalusien einfach zu populär. Nicht anders verhält es sich in Pamplona. Ein San Fermín ohne toros, ohne encierros ist einfach nicht vorstellbar. 

Jeden morgen um 8:00 Uhr live im Fernsehen
Seit Hemingway gehört es sogar zur Berichterstattung der weltweiten Presse. Das Interesse ist gross. Beim encierro ist das nationale Fernsehen TVE live dabei und die Nachrichten berichten darüber den ganzen Tag. Kein Barbesuch, ohne mindestens einmal in den Fernseher zu schauen, wie das heutige encierro gelaufen ist. Das gehört zum spanischen Alltag.

Fast ausverkauft: Über 19.000 Zuschauer! (Foto: mundotoro)
Und vor dem vollen aforo mit einem fast no hay billetes schwang der linke presidente dass weisse pañuelo so oft, dass für den matador de toros López Simón mit tres orejas sogar die puerta grande öffnete. Geöffnet von der Bildu.


Er überzeugte und öffnete in Pamplona die erste puerta grande(Foto: mundotoro)
Wie sagte schon der französische Philosoph Francis Wolff dazu, die toros sollten nicht dazu verwendet werden politisiert zu werden. Sevilla und Pamplona haben es vorgemacht wie es geht. Oder anders formuliert, in taurinischen Hochburgen trauen sich die eher links orientierten Parteien das Thema der toros nicht anzupacken, um es nicht mit einem möglichen Wählerpotential zu verderben.

Viva San Fermín!

Mittwoch, 8. Juli 2015

Das betrogene Gedächtnis

In Barcelona gab es mehr toros als auf der ganzen Welt!
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von José Carlos Arévalo


Übertragen aus dem Spanischen von Dr. Andreas Krumbein

Ohne die anderen, ländlicheren Stierspiele zu berücksichtigen, sind in Barcelona Stierkämpfe seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Fest umbaute Stierkampfarenen, die eigens für die Ausführung den Kampfes gedacht waren, wurden erst später gebaut. Ihre Ausbreitung erfolgte von Süden nach Norden, so wie der Stierkampf selbst. Die erste Stierkampfarena von Barcelona, die der Barceloneta, wurde im Jahre 1834 errichtet. Offensichtlich tat dies ein Katalane, der Architekt Josep Fonsere i Domenech. Es war eine Arena von Bedeutung. Hier wurde zum ersten Male Musik gespielt, zu einer faena des berühmten matadores Lagartijo; später verbreitete sich dieser Brauch in ganz Spanien.

Das erste Mal das ein Paso Doble bei einer faena in Spanien ertönt:
 Beim matador de toros Largatijo in Barcelona

Der picador Agujetas
Und hier wurde der letzte picador der Romantik verabschiedet, und das schon in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, Agujetas, ein picador aus Tarragona, der in Madrid bei einer corrida zur Feier der ersten Hochzeit König Alfonsos XII. sein Debut gab. Diese Stierkampfarena, die plaza de toros de El Torín de la Barceloneta, die alle großen Stierkämpfer des 19. Jahrhunderts versammelte, machte zunächst der plaza de toros Las Arenas, gebaut im Jahre 1900 von Augusto Font Carreras, den Weg frei, die sich bald, im Jahre 1914, der plaza de toros del Sport unterordnete, auf der man im Jahre 1916 die plaza de toros La Monumental hochzog. Der Bauträger, Pedro Milá, vermietete sie an Pedro Balañá Ende der 20er Jahre und schließlich verkaufte seine Witwe die Arena Anfang der 40er.

Mit den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts nahmen die mexikanischen matadores die Gewohnheit an, eine erfolgreiche Stierkampfsaison von Barcelona aus zu beginnen; nur Gaona und Arruza starteten von Madrid aus. Und seit jeher wurde die katalanische Plaza Monumental von vielen großen matadores als ein Glücksbringer angesehen: Domingo Ortega, Manolete, Julio Aparicio, Joaquín Bernadó, Chamaco und José Tomás sind Hauptakteure in der Gunst der Stierkampfbegeisterten von Barcelona. Nur der matador Bombita, der in Barcelona heiratete und dort starb, hatte ein schlechtes Verhältnis zur Stierkampfpassion in der Hauptstadt der Grafschaft von Barcelona. Darüber hinaus hatte er paradoxerweise so viele Anhänger, dass diese Schiffe charterten, um ihn in Mallorca zu sehen, oder Züge nach Castellón oder Valencia.

Barcelona 1951: Und man sagt, da habe es keine afición taurina gegeben!
Die katalanische afición, die Stierkampfbegeisterung, war immer eine ganz eigene; von alters her strebte sie danach, neue Werte zu fördern. Vielleicht war der matador Dámaso González der letzte, für den elf aufeinanderfolgende Jungstierkämpfe veranstaltet wurden. Die aficionados der La Monumental taten sich durch ihre Vielseitigkeit hervor. Zusammengesetzt aus Katalanen und Emigranten, die aus unterschiedlichen Regionen eingewandert waren, zeigte sich das Publikum der Monumental als antidogmatische Gemeinschaft, die der klassischen Stierkampfkunst ebenso anhing wie jenen matadores, die mit Althergebrachtem brachen. Durch nichts liess sie sich in ihrem Urteil beeinflussen, weder von der Kritik, noch von dem fast heiligen Ansehen der Kult-matadores. Und in Barcelona hörte und hört man das echteste Olé, das in einer plaza de toros erschallen kann.

Ich lebte Ende der sechziger Jahre in Barcelona. Und ich wurde dort Zeuge einer abnormen Situation. Es gab viele corridas, manchmal zwei pro Woche, und man verzeichnete sehr hohe Besucherzahlen in der Arena. Jedoch konnte man am darauffolgenden Tag kaum etwas von dem, was sich ereignet hatte, in den Zeitungen lesen. Damals dachte ich, dass dieses Schweigen der Medien am Ende die Abkehr von Teilen der katalanischen Gesellschaft von den corridas de toros befördern werde. Und so war es. Gleichwohl hat die neue Geschäftsführung, nachdem Pedro Balañá Espinós verstorben war, dieser Entwicklung Schützenhilfe geleistet. Im Durcheinander der Touristenwelle jener Zeiten, sank die Qualität der für die Monumental verpflichteten Akteure, die einstmals auf höchstem Niveau gewesen war, in der gleichen Weise wie die Preise stiegen, mit Freuden bezahlt von einem ausländischen Publikum. Deswegen sind Katalanen sowie aus den süd-spanischen Provinzen Eingewanderte und soeben Eingetroffene weggelaufen.

Später erfolgte der eigentliche Gnadenstoss durch das Verbot der transportablen plaza de toros, die leicht auf- und abgebaut werden können, ein Verbot, das die Stierkampfprofis Kataloniens kaputtgemacht hat, banderilleros, picadores und Schwertburschen, deren Anzahl ebenso gross ist, wie die derjenigen Bevölkerungsanteile in Madrid und Sevilla, die sich dort für die Stiere interessieren. Das Medienschweigen, das zu Gleichgültigkeit geführt hat, tat den Rest. Zum Schluss blieb nur die Erinnerung, eingeschlossen in Zeitungsarchive, in denen keiner nachschlägt, die tausendundeins Stierkampfzeitschriften, die in Barcelona herausgegeben wurden, unter ihnen Fiesta Brava, eine der besten des 20. Jahrhunderts, und Bücher, die keiner liest, Bücher über Geschichten und die Geschichte der fiesta in Katalonien und über wie viele tausend aficionados, konvertiert in Taufbewerber für die Stierkampfkunst, die sich wohl daran erinnern, was Barcelona war, die Stadt der drei plazas, und an ihren Fürsprecher, das Tarragona von Moyita.

Der matador de toros José Tomás bei seinem letzten Auftritt in Barcelona
Alle glaubten, auch ich, dass die Explosion von José Tomás den Fluss in sein Bett zurückwerfen würde. Aber seine Triumphe, die die Rückkehr der aficionados von früher und das Hinzukommen anderer, sehr neuer auslösten, ereigneten sich in einem anderen Barcelona, keiner offenen Stadt mehr, sondern einer, die auf sich selbst bezogen ist, keiner europäischen mehr und auch keiner katalanischen, sondern einer katalanistischen. In der nur die nationalistische Sprache gesprochen wird, angesichts der mehrheitlichen Gleichgültigkeit, oder Machtlosigkeit, der Bevölkerung.

Wen interessiert es, zum Beispiel, sich daran zu erinnern, dass es in den 20er Jahren mehr als 125 Flamenco-Bühnen in Barcelona gab?
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Wer will wissen, 
dass in Barcelona während des 20. Jahrhunderts 
an Zahl und Qualität mehr corridas de toros gefeiert wurden 
als im Rest der Städte auf der Welt? 
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Wer ist bereit, die afición von katalanischen Politikern, Schriftstellern und Künstlern von Gestern und Heute anzuerkennen? Selbstverständlich nicht die Nationalisten, die sich hinter dem Vorwand des Tierschutzes verschanzt haben, die in den Stieren ein spanisches Fest sehen und die es nicht wollen oder denen es nicht behagt, sich daran zu erinnern, dass es katalanisch ist seit dem Mittelalter.

Das, was man im Parlament Kataloniens "demokratisch" begangen hat, ist ein unglaublicher Akt des Kultur-Terrorismus. Mit welchem Recht hält eine Mehrheit eine Minderheit - wenn es so ist, dass es sich um eine Minderheit handelt - davon ab, derjenigen Freizeitbeschäftigung zu frönen, die ihr gefällt? Wie, im Namen welcher Prinzipien, kann man Kunst verbieten, selbst wenn es sich um die umstrittene Kunst des Stierkämpfens und -tötens, des toreo, handelt?

In der Monumental von Barcelona für 19.582 Zuschauer gibt es keine toros mehr.
Wenn dies das "vielfältige Spanien" ist, das Zapatero vorschlägt und das Montilla in Katalonien in die Tat umsetzt, steige ich aus.

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Quellennachweis:

La memoria traicionada, aus 6 toros 6,  Semanario de Actualidad Taurina, No 840, 
3. August 2010, Seite 3: Rubrik: La opinión del director

Dienstag, 7. Juli 2015

Pamplona, die Stiere, der Heilige und das Fernsehen




von Philip de Málaga


Das bekannte Stierfest in Pamplona hat begonnen
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Zur Eröffnung der bekannte fiesta San Fermín in dem nördlichen Pamplona konnte man unter anderem folgende Prozession beobachten, wo der heilige Schutzpatron mit einem Gewand aus der mundo de los toros gekleidet ist: Kirche und toros, allergische Zusammensetzung für einen jeden antitaurino und der logische Zusammenhalt eines jeden taurinos.

Der Heilige San Fermin mit dem Umhang einer capa (Foto: mundotoro)

LIVE IM ÖFFENTLICHEN FERNSEHEN

Die encierros, also das Treiben der toros durch die Strassen durch die Innenstadt von Pamplona von den corrales zur plaza de toros wird jeden morgen live vom TVE 1 ab 7:15 Uhr bis 8:30 Uhr live übertragen.

Ein Torero in New York






von Philip de Málaga


Der Torero El Juli tritt zum Marathon in New York an
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Dass das toreo vom Ansatz her nicht mit dem Sport zu vergleichen ist, ist weitgehend bekannt. Aber das toreros über sportliche Konditionen verfügen müssen, um einem toro gegenüberzutreten wird als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Ihn wird eine gewisse Gewandtheit und Beweglichkeit abverlangt, in Verbindung mit Geschwindigkeit und einem Sprungvermögen wie zum Beispiel über die barrera.

Es gibt ja auch toreros, welcher neben ihrer Beschäftigung als torero auch anderen sportlichen Aktivitäten nachgehen. Wie zum Beispiel der maestro El Fandi dem Fussball oder der diestro Morante de la Puebla dem Boxsport.

Und nun ist es der zur Zeit sowieso populäre matador de toros Julián López "El Juli" der im sportlichen Bereich von sich Reden lässt. Oder besser gesagt, er lässt es gleich nieder schreiben. So berichtet das Fittnesmagazin für Männer Men`s Health davon, dass El Juli beim nächsten Marathon in New York am 1. November antreten wird.



Gesponsert von dem Uhrenhersteller TAG Heuer und unterstützt von dem Gewinner aus dem Jahr 1995, Martín Fiz Martín tritt er die 42,195 Kilometer an. Begleitet von 42.000 weiteren Läufern. Er selbst sieht diese Herausforderung wie folgt: "Was wirklich zählt ist nicht was sie tun, sondern dass sie es unter dem Druck tun, das Beste zu geben, sogar mehr zu geben. Als torero riskierst du dein Leben, und du tust es vor einem grossen Publikum, welches dich auf besondere Weise motiviert und dir jenen bestimmten Druck auferlegt. Das ist ein sehr wichtiger psychologischer Faktor. Dank meines Lebens weiss ich es mit solchen Situationen umzugehen und die Umstände zu meistern. Das Herz muss den Körper überwinden." Und er fährt fort: "Der psychische Faktor bei so einem Lauf ist derselbe wie beim toreo. ... Denn genauso wie dort kann man mit den selben Problemen kämpfen: Die Beine versagen, man bekommt Angst, das Publikum ist gegen einen ... Aber ich will einen gleichmässigen Rhythmus und den Puls stabil halten sowie eine gute Atemtechnik durchführen"

Sein Trainer Martín Fiz Martín sieht es gelassen. Das Schwierigste wird das Training sein. Kommt erst einmal der entscheidende Tag, der 1. November wird alles wie von selber laufen. Allein schon die Teilnahme sei eine Prämie, und es werde mit Sicherheit eine tolle Erfahrung für den torero.

Aber von einem kann man ausgehen. Viele aficionados wollen schon mitbekommen wie einer der führenden maestros der tauromaquia beim berühmten Marathon in New York abschneidet. Der Druck kommt wohl eher von aussen, als vom Strassenrand, wo die Läufer angetrieben und motiviert werden. Und auch dort stehen aficionados vom New York City Club Taurino.

Welchen Werbeeffekt dieser Auftritt der tauromaquia selber bringen wird steht auf einem anderen Papier geschrieben. Aber der Charisma eines El Juli wird schon seinen Teil dazu beitragen.

Suerte maestro!

Montag, 6. Juli 2015

Dann lerne es!




von Francis Wolff

Der französische Philosoph Francis Wolff war im Jahr 2010 darüber erstaunt, das die tauromaquia eher zu einem politischen als zu einem ethischen Thema polarisiert wurde. Und zeigte sich vor allem über die Politisierung höchst erstaunt. Schliesslich gäbe es genug ethische, historische, kulturelle, humanistische und ökologische Motive die fiesta de los toros zu verteidigen. Das gerade die taurinos sich deswegen so in Schweigen hüllten erstaunte ihn um so mehr. Sein Slogan: 

"Wenn dir die corridas de toros gefallen? Dann lerne es sie zu verteidigen!"

"Wenn dir die corridas de toros nicht gefallen?
Dann lerne es sie zu verstehen!"

"Der toro bravo steht als Inbegriff für die Tapferkeit. Es entspricht dem Zustand seiner Natur sich frei zu bewegen, frei auf dem Land zu leben, seine bravura zu zeigen, und um diese Freiheit zu kämpfen, um sie zu verteidigen. Und genau das macht er am Ende bei einer lidia im coso taurino."


Sonntag, 5. Juli 2015

Denken wie ein Torero

Über die Intelligenz eines Toreros
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von Philip de Málaga


Torear bedeutet nicht einfach nur den Mut aufzubringen sich einem animal, im Falle der tauromaquia, einem toro gegenüberzustellen, der einem sogar den Tod, la muerte bringen könnte. Hinter der Tat des toreo verbirgt sich die einzigartige Form der Intelligenz seine überlegende Geisteshaltung darzustellen. Die Griechen haben dafür gleich mehrere Begriffe: Arglist, Schlauheit, Raffinesse, Pfiffigkeit und Klugheit.

Beim toreo präsentiert sich der lebende Körper eines menschlichen Wesens einem wilden und gefährlichem Tier, welches die direkte Möglichkeit hat diesen Körper zu erwischen, mit den Hörnern zu ergreifen um ihn bis zum Tode hin zu verletzen. Die einzige Möglichkeit, welche dem torero bleibt, ist diesen Vorsatz zu verhindern, und den toro mit einem engaño, wie muleta oder capa zu täuschen, um die Laufbahn des toros in andere Bahnen zu lenken. Scharfsinn und Kühnheit sind dazu notwendig, dieses Manöver anzugehen um es auszuführen. Das ein animal einem Tuch folgt und nicht das lebenden Wesen direkt angreift, darauf muss es zu Beginn hinausgehen. Einer der Gründe, warum man auf den ganaderías den toros nicht zu Fuss begegnen darf.


Torear besteht vor allen Dingen darin, den toro zu gewissen Bewegungsabläufen zu verführen, ihn dazu zu bringen, so zu reagieren, dass es für den torero zum Vorteil gereicht. Das erfordert eine strategische Intelligenz des Menschen gegenüber dem animalischen Instinkt. Und so kommt es, dass erst die Erfahrung über viele Jahre hinweg, den matador mit den grundlegenden Verhaltensweisen der Tiere vertraut macht. Und er in der Lage sein könnte zu erahnen, bzw. vorauszusagen, warum der toro so agieren könnte.



Wie schon im letzten Beitrag angesprochen, der wahre taurino muss in der Lage sein, sich in den toro hineinzuversetzen. Erahnen, was er vorhaben könnte. Der torero selbst ist näher am Geschehen dran, kann den Atem des enemigos spüren und fühlen. Er bekommt als erster mit, wenn er ansatzweise versucht die Richtung zu ändern oder sich anders zu bewegen beginnt als erwartet. Je nach Erfahrung und Intelligenz kann dann der matador reagieren und seine maestría in jeder Phase der lidia unter Beweis stellen. 

Und am Ende der faena muss der matador den toro genau dort platzieren, wo er ihn am besten mit dem estoque töten kann. Ein Platz, der nicht selten vom toro nicht gerne angenommen wird. Er wird dazu gezwungen, dort in Stellung zu gehen um die estocada zu empfangen, welche ihm den schnellen Tod bringen soll. 


Sich einem toro gegenüberzustellen ist nicht nur eine Begegnung zwischen Leben und Tod. Und es ist auch kein Vergnügen mit anzusehen, wenn der torero nicht über die entsprechende Intelligenz taurino verfügt. Ist er nicht in der Lage, während der lidia den toro kennenzulernen, wird sein Auftritt zu einer Farce degradiert.

Irgendwie erinnert dieses an den chinesischen General Sunzi der mal gesagt hat: Kennst du deinen Feind brauchst du den Ausgang von tausend Schlachten nicht zu fürchten. Bei den toros verhält es sich nicht anders. Aber der matador hat nicht viel Zeit. Wenn der toro das ruedo betritt bleiben ihm zwei tercios und Momente der faena. Auch der Titel eines maestros will sich verdient werden.


Und nur ganz wenigen maestros, wie dem matador de toros Enrique Ponce gelingt es, erst im dritten tercio die wahren Eigenschaften des toros zu erkennen, aufzuzeigen und in die tendidos zu übertragen.

Samstag, 4. Juli 2015

Denken wie ein Stier

Über das Verständnis der Tiere
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von Philip de Málaga



Wenn man in das Thema über Tierliebe ein wenig tiefer eintaucht, stellt sich unweigerlich die Frage, wo diese beginnt und wo endet sie. Mit seinem Haustier vom selben Teller speisen, sie unter seine Bett-Decke lassen, sie durch zementierte Strassen führen, ist es das, was die Tiere wirklich wollen? Ist es das, was wir als artgerecht definieren können: Ist die Humanisierung das menschliche Ziel des Zusammenlebens mit der Tierwelt? Tiere werden nicht selten zu Begleitungen erzogen, um mit ihnen zusammenzuleben oder als Arbeitstiere. Auch für den Sportbereich.

Im ruedo einer plaza de toros verhält es sich ein wenig anders. Dort begegnen wir etwas Einzigartigem. Das Tier, den toro, ein animalisches Wesen in seiner Individualität. Etwas was wir nicht kennen. Wir noch nicht wissen können, wie es sich verhalten wird. Versuchen es kennenzulernen, zu denken wie er. Zu erahnen, welche Gefahr dort dem torero entgegentreten wird. Diese Begegnung, diese Konfrontation mit dem Unbekannten, ist einer der besonderen Vergnügen, welchem den aficionado in den Bann der Leidenschaft, der afición taurina zieht.

Das toril öffnet sich und der toro betritt das Geschehen. Man sieht ihn, man beobachtet ihn, man analysiert ihn, man versucht sein Verhalten zu entschlüsseln und für die meisten Zuschauer in den tendidos und sogar den professionellen matador selbst das erste Mal, das er jenes anrasende Wesen zu Gesicht bekommt.

Da betritt der toro das ruedo ein neues Terrain mit neuen Gefahren.
(Foto: Dr. Andreas Krumbein)
Zwar verfügen die toreros über gewisse Erfahrungswerte, auch einige aficionados. Trotzdem begegnen auch sie etwas Neuem. Etwas Unbekannten. Genauso wie der toro selbst. Auch er betritt ein ihm unbekanntes Terrain, in welchem er sich bedroht fühlt, auch weil die barrera ihm keinen Fluchtweg zulässt. Und noch etwas ist neu für ihn. Bei der klassischen lidia a pie begegnet er in der Regel das erste Mal einem Menschen zu Fuss, der auf ihn wie eine Bedrohung wirkt. Vor allem das, was sich bewegt, wie capa und muleta, bis er erkennt, dass es nur vorgetäuschte Gefahren sind.

Und während das animal so durch das ruedo prescht stellen sich dem Beobachter viele Fragen. Je erfahrender der Betrachter um so schwieriger wird jene Beantwortung. Warum positioniert sich der toro vorwiegend an dieser Stelle? Was reizt ihn hier, warum fühlt er gerade dort sich sicherer? Warum hält er welchen Abstand zu den toreros ein? Warum greift er eigentlich erneut an, obwohl seine vorherigen Angriffe ergebnislos, eventuell sogar schmerzvoll waren? Was sieht ein toro, was nimmt er wahr und worauf fixiert er sich besonders? Was lässt er ausser acht? Wo setzt er Prioritäten?

Mit den Augen des Stieres
Den toro zu beobachten und ihn zu verstehen ist eine der fundamentalen Aufgaben der toreros und aficionados. Eine Art animalische Verhaltensforschung die in ihrer Darbietung und Ausführung einmalig ist. Und die Grundvorraussetzung für einen toro bravo, dem es gelingt im Zusammenspiel mit dem matador den duende oder ähnliche Emotionen in die tendidos oder den callejón zu tragen, ist seine psychische wie physische Kondition. Und dies wiederum ist das Ergebnis seiner Zucht, seines bisherigen Lebens auf den weiträumigen dehesas der ganaderías. Und es unterstreicht wie schwierig es für einen ganadero ist, einen erfolgreichen toro für die corrida zu züchten.

Was auch immer im Rund einer plaza de toros geschieht, der französische Philosoph Francis Wolff sieht es eindeutig: "Wir sind weit davon entfernt, dabei eine perverse Freude zu empfinden!" Wie in einem runden Klassenzimmer lernen wir dabei stetig mehr über Verhalten und Umgang. Wenn wir in der Lage sind, animalische Verhaltensweisen richtig zu analysieren und zu deuten, dann können wir diesen Weg der neu erworbenen Erkenntnisse auch auf Menschen übertragen. Zumindest mehr Feingefühl dafür zu entwickeln.

Freitag, 3. Juli 2015

Stierkampf und die Kinder

Wenn die Welt der Stiere anfängt die Kleinen zu begeistern
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von Philip de Málaga


Das jüngste Thema am Pro & Contra Himmel über die mundo de los toros: Der Kinderschutz! Nachdem der antitaurinismo eigentlich auf allen politischen, sozialen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen nicht so richtig punkten konnte hat man sich einem neuen zugewandt. Den Kindern. Kinderschutz heisst das neue antitaurinische Schlagwort. Eigentlich eher erstaunlich, denn gerade die Kinder gehörten auch schon immer zu den toros dazu. Ob in der Familie der taurinos oder in den tendidos. Für Juan Manuel Albendea, Repräsentant der konservativen Partido Popular, seien die toros eine kulturelle Disziplin des spanischen Volkes, eine der wichtigsten Schätze der Nation, Quelle für zahlreiche Inspirationen vieler Künstler, dessen Werte schon zur Kindheit vermittelt werden sollten. 

Aber irgendwie schienen sie zu klein, auch unerfahren, um ernsthaft mit diskutieren zu können. Da war Begeisterung oder eben keine. So einfach war das. Und somit waren sie auch für die antitaurinos kein Thema, keine Stimme, welche sich gegen die toros richten liess.

Doch spätestens seit der Liveübertragung im öffentlichen Fernsehen vor zwei Wochen einer corrida de beneficencia mit bis zu vier Millionen Zuschauern, auch zahlreichen Kindern, ist es für viele antitaurinos wieder ein Thema geworden. Aber warum jetzt? Schon seit Jahrzehnten werden auf verschiedenen Kanälen zu kinderfreundlichstenen Zeiten, meistens Mittags, Stierkampfmagazine wie Tendido Cero oder Toros para Todos ausgestrahlt und keiner hat etwas dazu gesagt. Das Alterslimit beim Fernsehen für die toros liegt übrigens bei sieben Jahren.

Toros im Fernsehen ab sieben Jahren
Damit sei das Thema Fernsehen geklärt, und auch für die Fernsehanstalten kein Thema mehr. Solange die Einschaltquoten stimmen und es sich um ein anerkanntes spanisches Kulturgut handele, welches sogar durch den Staat geschützt sei, sei nichts dagegen zu sagen. 

Die Frage scheint nicht ganz ungerechtfertigt, wovor will man eigentlich die Kinder schützen? Vor dem Tod der toros? Dem öffentlichen Tötungsvorgang selber? Dann sollte man auch den Schulbesuch von Schlachthäusern verbieten. Oder das man Tiere züchtet, damit sie in einer plaza de toros sterben? Über das Leiden der toros im ruedo? Mit Sicherheit kann man solche Argumente nicht als überzeugend anbringen, sind es sogar antitaurinos selbst die nüchtern feststellen, dass es definitiv nicht der Sadismus sei, also eine mögliche Freude am Leiden der Tiere, welche die afición zu den festejos taurinos treibt, wie zum Beispiel der Schriftsteller Rafael Sánchez Ferlosio geschrieben hatte.

Kinder in den tendidos
Und viele Tiere werden nun mal gezüchtet um getötet zu werden. Das ist einfach eine Tatsache. Bei der corrida verhält es sich lediglich eine Idee anders. So schreibt Lorenz Rollhäuser: „Der toro wird aus kulturellen Motiven gehalten, um auf bestimmte Weise getötet zu werden, d. h. er wird nicht getötet, um verzehrt zu werden, sondern getötet und zudem verzehrt. Das macht den Stierkampf angreifbar.

Es war also nie so richtig ein Thema. Die Stiere und die Kinder. Im deutschsprachigen Raum wurde es das erste Mal im Andalusienforum (heute von dem Spanienforum übernommen) erwähnt, als ich den Beitrag Kinder und Stierkampf - Wann und wie soll man die Kinder der Welt der Stiere näher bringen einstellte.

Ursprünglich im August 2008 im Andalusienforum erschienen
Über 5.000 Leser und 44 Kommentare waren die Reaktion. Und es zeigte auf, so richtig verstand man nicht mit diesem Thema umzugehen. Wo sollten die Grenzen der Sensibilität angesetzt werden. Von der erziehungstechnischen Motivation ganz abgesehen. Da wurde es unter anderem als verantwortungslos den Eltern vorgeworfen, ihre Kinder zu einem festejo taurino mitzunehmen. Mehr noch, das Sorgerecht sollte ihnen entzogen werden. Usw.

Also, kommen wir zurück zur Fragestellung: Was will man mit dem Kinderschutz bezüglich der mundo de los toros erreichen? Vielleicht bald McDonalds weltweit verbieten, Block House schliessen, weil sich die Kleinen an den für den Tod gezüchtetem Fleisch erfreuen? Weil es schmeckt?

Ist es ein Vorstoss gegen die Gewalt? Wo beginnt diese? Was ist mit den zum Teil höchst brutalen Computerspielen, wo menschlich anmutende Wesen massenweise hingerichtet werden? Welche Rolle spielt dabei die Filmindustrie? Nicht wenige Filme wo nicht gerade wenig gemordet wird. Kaum eine Initiative dagegen. Eigentlich gar nichts.

Aber bei den toros wird es zum Hauptthema hochkriminalisiert. Die unschuldigen Kleinen müssen vor diesem bösen Thema geschützt werden, damit sie selbst nicht zu so unmenschlichen, gar kriminellen Gestalten werden. Dabei gibt es nicht einmal eine Studie, welche eine solche Unterstellung darstellen, gar beweisen kann. Im Gegenteil, entschliesst sich ein junger Mensch seine berufliche Laufbahn als ein torero in einer escuela taurina zu beginnen, wird er vorerst informiert, geradezu vor die Tatsache gestellt, von Drogen, Alkohol oder anderen gar kriminellen Eigenarten Abstand zu halten. Das gehöre nicht zum Ehrenkodex eines toreros. Im Gegenteil sogar, es sind Beispiele bekannt, wo junge Leute wegen den toros vor einer kriminellen Laufbahn abgehalten worden sind. So der matador de toros und jetzige Leiter der escuela taurina von Madrid,  Joselito:  Ich wäre im Gefängnis oder tot!

Und wie verhält es sich mit den Kindern welche in die mundo de los toros hineingeboren werden? Wie die Söhne und Töchter von toreros. Die Kinder die im Umfeld der toros auf den ganaderías der weiträumigen dehesas gross werden. Was ist mit dem Nachwuchs der afición? Sollen für sie gesetzliche Verbote erstellt werden?

Tatsache ist, es gibt auch junge Menschen, die sich für das toreo interessieren. Noch grösser wird das Interesse, wenn man ihnen erklärt wie es funktioniert, wie man sich als torero zu bewegen hat und über das Verhältnis zum toro bravo informiert wird.

Wenn toreros in der Öffentlichkeit zeigen wie man die capa schwingt
Abschliessend, sei erwähnt, man versucht den jungen Interessierten stets die Liebe zum toro zu vermitteln, den respektvollen Umgang. Ein toro sei keine wilde Bestie oder ein böses Wesen, welches es zu killen gibt. Wie sagte mal der matador de toros Francisco Rivera Ordoñez "Paquirri": "Ich liebe den toro, für die Arbeit mit ihm im ruedo ich bereit bin alles zu geben, bis hin mein Leben zu riskieren". Ein entscheidender Unterschied, welchen einige nicht bereit sind verstehen zu können oder zu wollen.

Wie man das Thema sich auch betrachten mag, es ist pure Polemik. Ein weiterer Verzweiflungsakt erfolgloser antitaurinos, welcher schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt ist.  Denn in Sachen Gewalt, krimineller Erziehung usw, bevor man die toros abschafft. muss sich sich wohl vorerst einmal viel wichtigeren Dingen zuwenden. Emotionen die Aggressionen, Hass und andere unkontrollierbare Gefühlsausbrüche in den Herzen und Seelen produzieren, etwas, was man beim toreo nicht vorfindet.
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Quellennachweise:

Rafael Sánchez Ferlosio, Leserbrief in EL PAÍS vom 25.06.1985
Toros, Toreros, Kapitel: Tierschützer, Lorenz Rollhäuser, Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbeck, 1990
Kinder und Stierkampf, Philip im Andalusienforum vom 13.08.2008