Donnerstag, 25. September 2014

Udo Jürgens und der Matador




mit Udo Jürgens

Der 1934 in Klagenfurt geborene Sänger, Pianist und Komponist Udo Jürgens hat sich in einem Song ebenfalls der mundo de los toros gestellt. Schon 1968 komponierte und veröffentlichte er Matador, in welchem er zum einen über den Jubel des Publikums in den tendidos spricht und zum anderen über die Angstgefühle eines toreros. Er versucht dabei jene angstvollen Emotionen darzustellen, jene mögliche Gefahr, dass der toro den matador mit cornadas in den Sand des ruedos befördert oder gar töten könnte. Aber letztendlich ermutigt er den torero seiner Aufgabe als matador nachzugehen. Wer so über die toros singt, muss auch etwas für diese Welt empfinden. Den Text dazu schrieb Walter Brandin.




Matador,
heute stellst du dir vor, wie das ist.
Geht es wieder gut?
Matador,
und dann siehst du vor dir, schon den sterbenden Stier,
im Blut.

Welch ein Tag!
Horch' das Toben der Mengen!
Die wie wild nur noch deinen Namen schrei'n.
Schau empor,
zu den jubelnden Rängen!
Das Idol deiner Stadt wirst du sein!

Matador!
Stell' es dir vor!
Matador!
Dieses Gefühl!
Aber dann bleibe kühl, ganz kühl!

Matador,
aber stell' dir auch vor, wie das ist,
wenn man unterliegt!
Matador,
das verzweifelte Tier tauscht die Rolle mit dir
und siegt.

Welch ein Tag!
Keine Hand wird sich regen.
Nur ein Schrei,
dann wird's dunkel um dich her.
Und du greifst
in den Sand nach dem Degen.
Doch der Tod
sagt du brauchst ihn nicht mehr!

Matador!
Stell' es dir vor!
Matador!
Dieses Gefühl!
Aber dann bleibe kühl, ganz kühl!

Matador,
die Fiesta beginnt und ich red' in den Wind,
drum' geh'.
Matador...

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Quellennachweis:
www.udojuergens.de

Mittwoch, 24. September 2014

Dolce & Gabbana und die Stiere





von Philip de Málaga


Die mundo de los toros in der Fashion Week von Milan
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Das sich die Modewelt für die optischen Details der toros interessiert ist nichts Neues. Armani war unter den Grossen wohl der Erste. Und zwar gleich mit einer richtigen traje für eine corrida goyesca in der Real Maestranza de Ronda für den matador de toros Cayetano. Mittlerweile sind es zahlreiche Modeschöpfer die ihre neusten Kreationen der mundo de los toros widmen und zwar nicht nur für toreros. Und so zierten die Laufstege der Welt taurinische Motive, meistens angeknüpft an die Grundidee der traje de luces


Diesmal waren es Dolce & Gabbana die mit ihrer Frühlings-Sommer Kollektion für 2015 bei der Fashion Week in Milan an die toros erinnerten. Beim Internetportal Aplausos schreibt man davon, dass hier erneut ein Zeichen der Ästhetik in Verbindung mit der tauromaquia gesetzt worden ist.

Montag, 22. September 2014

Ist Morantes Plan aufgegangen?

Wurde von Seiten Morantes wirklich genug getan
um die Kunst der Tauromachie einen Schub nach vorne zu geben?
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von Philip de Málaga


Was diese temporada von den bisherigen unterschied, war das marketingtechnische Auftreten von bekannten maestros wie El Juli, Talavante, Juan José Padilla und vor allem Morante de la Puebla

El Juli, Talavante, Padilla und Morante de la Puebla (Fotos: mundotoro)
Besonders die letzte figura hat beschlossen dieses Jahr mit seiner Tour 2014 "El Arte no tiene miedo" (Die Kunst kennt keine Angst) einen besonderen Punkt in der tauromaquia der Gegenwart zu setzen. Ist ihm das gelungen? Konnte er auch die Augen der anderen taurinos öffnen und begeistern? Jene aficionados welche noch nicht zu den Morantistas zählen?


Um dieses Ziel zu erreichen sollte man in erster Linie auch so viel wie möglichen Besuchern in den tendidos die Möglichkeit geben, diese in seiner Art doch einzigartige Kunst selbst bewerten zu können. Und wirft man dann einmal einen Blick auf die Anzahl der 27 festejos, darf durch aus nach gefragt werden, ob das ausreichend sei, um für die Kunst genügend neue aficionados des morantismo begeistern zu können. Ein grosses Fragezeichen bei der Beantwortung dieser Frage scheint durchaus gerechtfertigt. 

Gewiss, da stand vor einer jeden plaza de toros wo Morante antrat jener schwarze Autobus der für ihn und seine Tour 2014 warb. Sicherlich gab es innen drin einige wertvolle Objekte wie besondere traje de luces zu sehen, auch ein Video auf einer grösseren Leinwand. aber das Alpha und Omega war es sicherlich nicht. Und wenn die Leistung im ruedo patzte noch weniger.

Also wenn schon nicht im Rund einer plaza, gegenüber eines schwierigen toros, dann eben ausserhalb. So schien das Konzept in seiner Grundfunktion zu sein. Geprägt von extravaganten Auftritten eines Boheme in seiner pursten Form erlangt er zwar die seichte Presse, aber irgendwie entfernte er sich damit auch von der lidia selbst. Gleich einem Schachzug gegen die tauromaquia, denn was hilft es für etwas zu werben, was man erst gar nicht zu sehen bekommt? Von seiner Laune, einen toro gleich zu Beginn zu töten, weil dieser ihm so gar nicht liegt, brauchen wir erst gar nicht reden. 

Keine Frage, die No hay billetes gab es genug, und es gelang dem maestro auch hier und dort zu triumphieren, wie in Valencia, Bilbao, Málaga oder Ronda. Und genau da fand sich die sensible Problematik. Man möchte etwas sehen, hat aber kaum eine Chance an entradas heranzukommen. Die übrigens sich im Falle José Tomás nicht anders darstellt, nur wirbelt jener nicht mit solch einer Werbetrommel.

Mit einer Erfolgsquote von 63 Prozent liegt er im Ranking der o. g. figuras an letzter Stelle (El Juli: 170 %,  Juan José Padilla: 139 %, Talavante: 121 %, Spitzenreiter dürfte wohl El Fandi mit 215 % sein).

Aber Kunst muss und darf sich nicht unbedingt als Massenware verstehen. Nicht jeder bringt das emotionale Gefühl auf ihn als die Persönlichkeit im Rund zu sehen, wie viele meinen, dass er sich so am liebsten darstellen würde. Einige sogar halten ihn lediglich nur für einen payaso, einen Clown. Aber wer genau hinschaut erkennt etwas Anderes. Im ruedo begegnet ein Mensch einem Tier. Morante einem toro. Emotional gesteuert und Technik begegnen hier auf offne ehrliche Weise dem puren Instinkt der Natur. Ein Mensch mit eigenen Gefühlen, mit differenzierten Emotionen, eben genau jener Anziehungskraft eines Künstlers, der als Mensch es schafft den duende in die tendidos zu bringen, wenn seine Laune den Umgang mit dem toro es zulässt. Genau jene Freiheit welche die Künstler bei der Documenta in Kassel geniessen und ausspielen. Und so gelangen wir in das zeitgenössische Zeitalter. Willkommen in der Gegenwart, ein Ausspruch der einen jeden antitaurino erzittern lässt.

Wenn Morante die tendidos verzaubert (Fotos: mundotoro)
Jüngst wurde ich von einem aficionado angesprochen, welcher die Meinung vertrat, dass, wenn man im öffentlichen Fernsehen mehr corridas mit matadores de toros wie Morante de la PueblaJosé Tomás oder überhaupt den dominierenden figuras zu sehen bekäme, würde die afición a los toros um ein einiges wachsen. Nicht immer nur diese langweiligen novilladas sin picadores der escuelas taurinas. Die seien zwar nicht unbedingt langweilig, bringen aber keine taurinisch interessierte Neulinge vor den Bildschirm.

Morantes Kampagne war mit Sicherheit erfolgreich. Man kann es trotzdem sehen wie man will. Es gab seine Höhepunkte aber auch einiges an Langeweile. Die Morantistas sind begeistert, und zu recht hatte er in diesem Jahr auch seine Höhepunkte. Er ist eben ihr Morante. Und das kann und wird keiner so schnell ändern können, oder gar wollen.

Mittwoch, 10. September 2014

Das erste Mal (8. Teil)

HINWEIS: Die blau-kursiven spanischen Fach-Begriffe
sind mit dem deutschsprachigen Lexikon des Stierkampfs verlinkt.

Wer das erste Mal einen Stierkampf besucht sollte gewisse Punkte bedenken

8. Teil: Das erste Drittel und die quites
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von Philip de Málaga


(Foto: Dr. Andreas Krumbein)


Nachdem der toro nun aufgefordert worden ist den picador anzugreifen, und dementsprechend das Pferd attackiert hat liegt es nun an dem matador den toro wieder vom picador wegzuführen. Dieses Manöver nennt man eine quite. Das Worte quite kommt von quitar, weglocken, beseitigen. Dabei soll der matador jedoch den toro nicht nur vom picador wegführen sondern es mit eleganten Manövern verbinden. Für viele aficionados eines der wichtigsten Teile einer corrida, weil man vor allem daran die bravura des entsprechenden toros erkennen kann, und es sich auch erahnen lässt, in welchem konditionellem wie mutigen Zustand sich der matador befindet.

Verónica

Bei den quites gibt es mehrere Manöver. Mit dem ersten, der verónica ist der vertraute SfA-Leser schon im 6. Kapitel (Der Auftritt des Matadores und die Verónica) konfrontiert worden, wo der matador den toro das erste Mal empfängt.

Media verónica

Besonders elegant ist es dann, wenn diese Serie der verónicas mit einer media verónica beendet wird. Dabei stellt sich der matador vor den toro, lässt die capa aber nicht elegant durchschwingen, sondern bleibt frontal stehen, bricht diesen Vorgang ab, und schwingt die capa in dem Moment wo der Stier den matador passiert, elegant hinter den Rücken, womit er den toro ins Leere laufen lässt.

Der matador de toros Morante de la Puebla ein maestro der media verónica.
(Foto: mundotoro)
Chicuelina

(Foto: mundotoro)



Ein weiteres sehr populäres Manöver für die aficionados ist die chicuelina. Dabei erwartet der matador mit ausgebreiteter capa den Angriff des toros entgegengesetzt dreht sich um sich selbst und wickelt die capa um sich, während der Stier passiert und ins Leere läuft. Benannt wurde dieses Manöver nach dem matador de toros Manuel Jiménez "Chicuelo" (1902 bis 1967). Unten im Video sieht man den maestro José Tomás mit einer Serie von chicuelinas




Rebolera

Beendet werden solche Serien von chicuelinas in der Regel mit einer rebolera. Dabei schwingt der matador die capa lediglich mit einer Hand seitlich um seinen Körper, um auch hier den toro ins Leere laufen zu lasen.

(Foto: mundotoro)
Farol

Als nächstes Manöver findet sich die farol. Die Beschreibungen zu diesem Manöver variieren. In der tauromaquia des matadores de toros  Rafael Guerra "Guerrita" (1862 bis 1941) wird der farol wie folgt beschrieben: "Der toro wird wie bei einer verónica empfangen. Nähert er sich jedoch dem torero reisst dieser die capa über die Schulter und schwingt sie über den Kopf."


Gaonera

Eine andere Form den toro zu empfangen nennt sich gaonera. Dabei hält der matador die capa mit beiden Händen hinter seinem Rücken und lässt dann den angreifenden toro jeweils unter einem Arm durch die capa passieren. Erfinder dieser Figur ist der Mexikaner Rudolfo Gaona (1888 bis 1975).


Larga natural por alto

Ein Manöver bei dem der matador die capa lediglich mit einer Hand um sich führt. Im Gegensatz zur rebolera wird diese Figur in die Länge gezogen, damit der toro der capa für weitere Manöver weiterhin folgen kann.


Navarra

Bei der navarra handelt es sich um eine Variante der verónica, wobei der matador de toros dem Stier, meist mit geschlossenen Beinen, frontal begegnet, aber bei der Ausführung des Manövers die Haltung beibehält, also sich nicht seitlich zum toro positioniert, während dieser passiert.

Francisco Luis Espla bei der Durchführung einer navarra.

Die letzte quite wird in der Regel stets von jenem matador ausgeführt, der gegen den nächsten toro antritt.

Gewiss gibt es noch weitere Manöver die mit der capa als quite durchgeführt werden können. Den Phantasien der matadores sind da kaum Grenzen gesetzt. 

In einer plaza de toros der ersten categoría sollte ein toro den picador drei Mal angreifen. In den zweiten und dritten categorías zwei Mal. Jedoch hat der matador jedes Mal die Möglichkeit ein weiteres Eingreifen des picadores zu verhindern, um den toro nicht zu sehr zu verletzten, damit gewährleistet werden kann eine gute faena durchzuführen. Die Aufforderung zum Abbruch geschieht dadurch,  dass der matador die montera in die Hand nimmt und Richtung palco presidencial zeigt. Vorausgesetzt der presidente stimmt diesem zu, zeigt er das weisse pañuelo.

Kurioses am Rande:

Damals gingen die Kinder singend Hand in Hand durch die Strassen. Dieses Zusammengehen nannte man alimón. Und eben diesem Verhalten gibt es ein Manöver mit der capa, welches jeweils an beiden Enden von einem matador geführt wurde. Diese Vorgehensweise nennt man torear alimón:

(Foto: mundotoro)

Fortsetzung folgt

© Philip de Málaga
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Die Serie für Neueinsteiger bei SfA:

3. Teil: Der Präsident

Demnächst:

9. Teil: Das zweite Drittel und die Banderilleros



Mittwoch, 3. September 2014

England und Frankreich stellen gemeinsam in Spanien aus




von Ursula Herzog


André Viard und Andrew Moore zeigen den toro im campo und in der plaza
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Zur Zeit gibt es in der spanischen Hauptstadt Madrid eine Ausstellung von Fotos von Andrew Moore aus Großbritannien und André Viard aus Frankreich. 

Andrew Moore und André Viard
Andrew Moore ist Vizepräsident des CTL (Club Taurino of London) und der ehemalige matador André Viard, Herausgeber der Zeitschriften „Tierras Taurinas“ (in Spanisch) und „Terres Taurines“ in französischer Sprache. 

Der Titel der Ausstellung ist “El toro en el campo y el toro en la plaza”. André Viard zeigt 16 Fotos von kämpfenden Stieren “en el campo”, Andrew Moore 23 Fotos von Stieren im ruedo einer plaza de toros


Ort der Ausstellung ist das Centro Hispano Americano.



Montag, 25. August 2014

José Tomás Puerta grande in Málaga


No hay billetes, die Malagueta wieder ausverkauft hasta la bandera.


Es war längst an der Zeit, das der matador de toros José Tomás in der Malagueta auftrat. In einem mano a mano trat er mit dem wohl besten rejoneador Pablo Hermoso de Mendoza an. Und wenn der maestro Tomás antritt sind die tendidos gefüllt. Man erwartet grosse Leistung. Taurinische Leidenschaft.

Dem ersten toro von Tomás fehlte es an fuerza. Bei der zweiten verónica verlor er sogar den capote. Seine quites führte er mit viel temple aus. In der faena agierte der toro mit erhobenen Kopf und mehr als drei pases waren dem maestro nicht möglich. Und trotz estocada entera aus den tendidos kam lediglich ein silencio.

Aber ein José Tomás wäre kein maestro könnte er seine Leistung nicht steigern und vor allem die toros es zu lassen. Und so war es bei seinem zweiten Stier. Er dominierte mit den verónicas. Zwei kurze puyazos folgten und die quites waren an Eleganz nicht zu übertreffen.

Den  zweiten toro widmete er dem Publikum. Und dann kam sein temple wo er den embrujo in die tendidos übertrug. Die faena perfekt. Temple, die naturales ein Traum, und mit seinen muletazos verstand er es den toro zu dominieren. Toro und torero waren eins. Nach der estocada fiel der toro an der banda. Flamencogesänge in den tendidos und ein oreja für den maestro.


Und dann kam die Gloria. Ein toro castaño mit stolzen 596 Kilo, welche Tomás mit herrlichen verónicas empfing. Mit einem solchen toro mit embestida und transmisión gelang es dem maestro zu zaubern. Besonders die naturales überzeugten, tief geführt, mit temple welche die Emotionen erneut in die tendidos führte. Muletazos largos zeigten Dominanz und eine intensive faena. Alles so perfekt, das eine media estocada ausreichte dos orejas zu bekommen. Und so öffnete sich die puerta grande einem José Tomás. Ein  Moment auf den die afición von Málaga gewartet hat.

Samstag, 23. August 2014

Málaga ausverkauft


Morante de la Puebla kommt und die tendidos in Málaga füllen sich

Picasso hat das ruedo verlassen und Morante kam. Eigentlich war es ein schwieriger Stier. Ein toro protestado. Aber der matador de toros Morante de la Puebla zeigte sich als ein wahrhaftiger torero. Es war Morantes Tag. Mit der capa, die faena alles schien zu gelingen. Morante zeigte temple und gestaltete den toro inválido zur nobleza. Die Emotionen erreichten die tendidos. Mit seinen muletazos liess er das Publikum träumen. Das Parfüm eines Morantes, so betitelte das Magazin Aplausos seine Leistung. Den toro empfing er mit klassischen verónicas und beschloss mit einer chicuelina. Überhaupt, mit beiden toros und torero eine Einheit von templanza. Gerechtfertigt das oreja, trotz media estocada und descabello, bei seinem zweiten toro, obwohl auch dieser toro vom Publikum abgelehnt wurde. Und in den tendidos forderte man das zweite. Und das beweist das Morante den Titel maestro alles andere als verdient hat. Beim ersten gab es nur ein silencio.



Es war der tarde eines Morantes aber auch die anderen matadores konnten überzeugen. Da war ein Manzanares, der widmete seinen letzten toro Morante


Er spielte mit den Distanzen zum toro. Es gelangen ihm wunderbare muletazos largos und seine naturales waren sehenswert. Er versuchte den toro recibiendo zu töten aber zwei weitere media estocadas verhinderten den Triumph  eines orejas.

Aber bei seinem ersten toro war das Glück auf seiner Seite. Ein astifino brachte den maestro dazu zu zaubern. Auf jeder Seite liess er den Stier passieren, die muleta beherrschte er wie kaum ein anderer, vor allem die Eleganz auf der linken Seite. Ein estoconazo brachte ihm das wohlverdiente oreja.



Weniger Glück hatte der maestro Enrique Ponce. Auch er hatte als ersten toro einen astifino. Er folgte zwar der muleta aber nicht den Aufforderungen des matadores. Aber seine Arbeit wurde mit einer ovación belohnt. Der zweite toro betrat mit viel fuerza das ruedo und Ponce gelang es eine klassische faena zu präsentieren. Mit einer schwachen estocada, einem pinchazo verlor er seine premio.

Freitag, 22. August 2014

Keine orejas bei der Picassiana


Wieder geht es in der Malagueta leer aus

Ein Klassiker wurde wieder einmal deklassiert. Die knapp 9.000 Zuschauer in den tendidos wurden wieder einmal enttäuscht. Allen voran der maestro Javier Conde, der die corrida picassiana eröffnete. Seine faena führte er fast ausschliesslich mit derechazos aus von denen sich auch einige sehen liessen. Die Katastrophe endete in einer media estocada und sieben descabellos und ein aviso. Die Antwort aus den tendidos war eindeutig: Silencio. Sein  zweiter toro betrat mit fuerza das ruedo doch Conde konnte mit ihm nichts anfangen. Und als er erneut den descabello benötigte waren pitos die Antwort des Publikums.

Salvador Vega begann seine Arbeit gut. Obwohl der toro inválido erschien empfing ihn der maestro gut mit der capa. Mit der muleta gelangen ihm schöne Manöver doch nach der dritten Serie liess der toro ab und folgte nicht mehr den Aufforderungen des toreros. Die faena wurde zur Unmöglichkeit deklariert. Es war für Vega einfach unmöglich zu glänzen aber das Publikum bewertete seinen Einsatz mit einer ovación. Seinen zweiten toro mit fast sechs Jahren empfing er mit verónicas auf rodillas. Und das war es auch schon. Der toro hielt den Kopf trotz picador recht hoch und es war unmöglich für den matador eine kunstvolle faena zu präsentieren. Palmas.

Ein wenig Licht gab es trotzdem in der Malagueta. Der Sohn des empresarios der plaza de toros von Benalmádena Saúl Jiménez Fortes gelang es ein wenig Emotionen in die tendidos zu übertragen. Seine faena war geprägt von suavidad. Mit temple kam er dem taurinischen Erfolg sehr nahe. Drei naturales liessen die Herzen der Zuschauer in Leidenschaft ziehen. Leider versagte er mit der ersten estocada doch der zweite estoconazo brachte die Euphorie in die tendidos und man forderte ein oreja, dem der presidente nicht zustimmte, weil, die erste estocada nicht sass. Vuelta al ruedo, das Mindeste was dem maestro man gewähren konnte.


Der zweite toro gestaltete sich etwas schwieriger. Ein toro duro. Aber Fortes gab alles und versuchte seiner Rolle als Lokalmatador gerecht zu werden. Besonders bei der faena wollte ihm die transmision nicht so richtig gelingen. Aber die voluntad war zu erkennen. So bekam man einige gute derechazos zu sehen. Aber dieser Einsatz war es nicht wert ein oreja zu bekommen, obwohl dieses vom Publikum gefordert wurde.


Na ja, und jetzt schauen alle auf den die heissen Tage. Heute Morante und morgen José Tomás.

Noch etwas war auffallend, die toreros trugen diesmal keine an Picassos ähnliche Kunstwerke an trajes.

Donnerstag, 21. August 2014

Picasso in der Malagueta


Zur corrida picassiana in der südspanischen Metropole Málaga präsentiert sich der Meister Pablo Picasso selbst. Dreissig Mitarbeiter waren eine lange Nacht beschäftigt die plaza de toros die Malagueta dementsprechend vorzubereiten. Der Künstler Loren aus Málaga hat sie erstellt und ist für die Ausführung verantwortlich.








Und es versteht sich von selbst das matadores de toros aus Málaga diese Picasso gewidmete corrida bestreiten. Es sind die maestros Javier Conde, Salvador Vega und Saúl Jiménez Fortes. Ob wir Javier Conde wieder mal mit einer weissen muleta sehen werden, dass dürfte eine Überraschung bleiben.


Javier Conde mit einer muleta blanca