Mittwoch, 27. November 2013

Stiere in der Welt des Films

Auch für die Welt des Cinemas ist die mundo de los toros durchaus interessant
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von Colin Ernst (1. Teil)
& Philip de Málaga (2. Teil)


Meinen ersten Film mit Stieren sah ich mit circa acht Jahren, im Weihnachtsprogramm in Deutschland. Ja, Sie haben richtig gelesen, in Deutschland. Ich kann mich nicht an den Titel erinnern, aber einiges ist mir im Gedächtnis geblieben. Ein kleiner Junge zieht einen Stier auf und macht sich am Ende auf, in die Hauptstadt Mexico, um den toroGitano“ vor dem torero zu retten. Wenn ich mich recht erinnere, erweist sich „Gitano“ als so tapfer, das er ein indultado erreicht (Da sind viele Tränen geflossen…). Viel später sah ich eine Dokumentation über El Cordobés, Manuel Benitez

Was sind die bekanntesten oder bedeutendsten Filme rund um toros und toreros? Dies wurden anlässlich der Aktionswoche des Films in der plaza de los toros von Madrid, in Las Ventas einige Menschen gefragt, die alle eng mit dem mundo de los toros verbunden sind. Aficionados, banderilleros, ganaderos und toreros. Viele nannten „Currito de la Cruz“ als Film, der ihnen am meisten bedeutete. Dieser Film hat schon den jungen Manuel Benitez animiert, torero zu werden. Es gibt mehrere Versionen, die von 1948, mit der faena von Pepín Martin Vazquez ist wohl die beste, da dessen toreo im Film, beinahe perfekt zu nennen ist. 

Auch „Juncal“ und „Tarde de Toros“ wurden als besonders sehenswert genannt. Mich und auch viele der Befragten hat der im Februar erschienene, mit zahlreichen Goyas ausgezeichnete Film „Blancanieves“, beeindruckt. Eine Zeitreise in die frühen zwanziger Jahre. Ein stummer, schwarz-weiß Streifen, der keine Worte braucht. So perfekt sind die verschiedenen Szenen eingefangen, die Persönlichkeiten dermaßen original. Der apoderado, der empresario, bis hin zum verzückten Zuschauer, erzählt er das Märchen von Schneewittchen, welches bei den sieben Zwergentoreros landet und dann torera wird…einfach wunderschön.


Ein schlichter Hammer dürfte die 3 D Produktion encierro sein, der als Dokumentarfilm über den Stierlauf in Pamplona berichtet, mit tollem Bildmaterial und berufenen Kommentatoren. Gewiss kein Film für Liebhaber der schönen Künste. 

Am 29. November strahlt TV2, der spanische Sender, um 22:15h eine Neuauflage zu Ehren des Phänomens El Cordobés aus. Der Titel „No llevaste luto por mi“. Begründet ist der Titel auf den bekannten Ausspruch des matador de toros zu seiner Schwester : “Ich kaufe Dir ein Haus oder Du wirst Trauer tragen“, der schon Leitmotiv im Buch über Manuel Benitez "El Cordobés" von Larry Collins und Dominique Lapierre war. Der Film, mit Zeichentrickelementen, authentischem Material, Zeitzeugen und dem Protagonisten selbst, ist eine Homage an den Mann, der wie kein anderer dazu beigetragen hat Spanien und die Kultur des Stierkampfes in aller Welt bekannt zu machen. Im nächsten Jahr feiert der maestro seine fünfzigstes Jubiläum, seine „boda de oro“ (seine goldenen Hochzeit), dem Jahr seiner confirmación in Las Ventas.

Über kaum ein Comeback würde sich die afición mehr freuen 
wie über die des maestros Joselito aus Madrid
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von Philip de Málaga


Erstaunlich dass bei soviel Dramaturgie der Stierkampf beim Film nie so den Durchbruch schaffte. Das liegt wohl auch daran, dass mit dem Medium Film eine sehr breite Masse angesprochen wird, und mit der Welt der Stiere eben wohl nicht der angestrebte Gewinn zu finden sei. Hollywood & Co. trauten sich an dieses Thema nicht ran. Doch ein kleiner mexikanischer Junge namens Leonardo schaffte es 1956 in dem Film „Roter Staub“ tausende von jungen Zuschauern zum Weinen zu bringen, als sein Stier Gitanillo begnadigt worden ist. Und in Spanien? Ein paar Billigproduktionen, oft mit Coplaeinlagen vermischt, für den eigenen Markt – das war es eigentlich auch schon. 




Adrian Brody als Manolete
Nur der spanische Regisseur Pedro Almodóvar (geb. 1951) wagte den Sprung mit der Thematik des Stierkampfs auf die internationale Bühne. Und mit Erfolg: „Matador“ aus dem Jahre 1986 mit Antonio Banderas. 2002 gab es sogar einen Oskar für den vielgerühmten Film „Sprich mit ihr“, wo eine Stierkämpferin im Zentrum des Geschehens steht. Dann war wieder Stille. Und erst jetzt wird die internationale Filmgemeinde gleich mit zwei Stierkampfproduktionen überfallen: Im November 2008 wurde in den Vereinigten Staaten der Dokumentarspielfilm „The matador“ mit einem „echten“ Matador de toros, dem populären David Fandila „El Fandi“ aufgeführt. 

Schon im letzten Jahr wurde in verschiedenen Ländern der Spielfilm Manolete aufgeführt. Oscarpreisträger Adrian Brody verkörpert hier den legendären matador de toros Manuel Laureano Rodríguez Sánchez, bekannt unter dem Künstlernamen Manolete, welcher 1947 auf tragische Weise von dem Miura-Stier Islero in Linares getötet worden ist. An seiner Seite stellt die spanische Schauspielerin Penélope Cruz seine große Liebe, die Schauspielerin Lupe Sino dar.



Mittlerweile ist der Film in verschiedenen Ländern aufgeführt worden. Die Filmkritik zu dem Streifen Manolete finden Sie in der SfA-Reportage Manolete - Blut und Leidenschaft



Bester Kurzfilm des Jahres?

Ganz aktuell: In Belgien ist die zwölf Minuten lange Dokumentation Aparición als bester  Kurzfilm des Jahres für den Goya nominiert worden. Hier wird die reaparición des matadores de toros José Tomás in Valencia nach seiner beinahe tödlichen Verletzung in Aguacalientes dargestellt. Das Besondere an dem Streifen ist, dass sich die Kamera vor allem auf das Publikum in den tendidos konzentriert und deren Reaktionen einfängt. Man kann erkennen wie sie mit dem torero mitleiden, sich erschrecken, sich erfreuen und wie der duende die tendidos erreicht. Es ist übrigens nicht das erste Mal, das Aparición nominiert worden ist. Schon bei den bei anderen Filmfestspielen wie in Frankreich, Italien, Deutschland und in der Tschechischen Republik befand sich diese Dokumentation unter den Anwärtern. Und eine Prämie hat er schon bekommen: Als bester Film des Festivals de Lago.

Hier ein Ausschnitt aus Aparición:



Dienstag, 26. November 2013

Frankreich: Antitaurinos werden immer aggressiver (Nachtrag)




von Ursula Herzog


 Und trotzdem konnten die antitaurinos das festival taurino nicht verhindern
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Nach der Intervention der Gendarmerie konnte die fiesta campera mit einigen Minuten Verspätung beginnen. Ein Dutzend antitaurinos hatte auf den Sitzreihen Platz genommen. Sie wurden von den Ordnungskräften entfernt.
Frankreich und die toros, das gehört zusammen. (Foto: Romain Tastet)
Juan Leal (Foto: mundotoro)
Während der ganzen Veranstaltung hörten die Schreie und Beleidigungen von außerhalb der plaza de toros nicht auf. Bürgermeister aus zahlreichen Gemeinden, die auf der Präsidententribüne Platz genommen hatten, trugen Schärpen mit den Nationalfarben Frankreichs. Alle toreros widmeten ihnen ihre Stiere. Der matador de toros Juan Leal sagte in seiner dedicación: „ Solange es Menschen wie Sie an der Spitze unserer Gemeinden geben wird, so lange wird die fiesta de los toros geschützt sein.“

Die aficionados erlebten eine interessante „matinée de toros".

Bald wieder Stiere in Ondara



von Philip de Málaga
(Fotos: Ajuntament D`Ondara)


Mit einer Subvention der Europäischen Union restauriert die Gemeinde Ondara in der Region Valencia ihre wahrlich historische plaza de toros
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Sie wird als ein levantinisches Schmuckstück, als eine joya levantina bezeichnet. Die plaza de toros der 7.000 Seelen-Gemeinde Ondara in der Provinz von Alicante. Voraussichtlich ist sie ursprünglich etwa um das 17. bzw. 18. Jahrhundert entstanden. Darauf weisst vor allem jene optische Tatsache hin, dass diese einzigartige plaza im Mudéjar-Stil (1) gehalten ist. Mehrmals hat diese plaza de toros gelitten, wurde aber stets immer wieder renoviert. Die heutige Form erhielt sie vor allem durch die Restaurierung im Jahr 1901. Eine weitere Renovation dieser plaza erfolgte 56 Jahre später, also im Jahr 1957.


Nun sind weitere 56 Jahre vergangen und die Stadtväter fanden es an der Zeit dieses historische Patrimonial wieder einmal auf Vordermann zu bringen. Mit dieser Sanierung würde man nicht nur ein historisches patrimonio erhalten, denn die Achtung der alten Mudéjar-Strukturen sei eine Grundvorraussetzung, sondern man würde auch Arbeitsplätze schaffen: Zehn Arbeiter, acht Maler, sieben Personen für die Promotion von diesem Projekt, zwei Techniker, ein Direktor, ein Verwaltungsfachangestellter sowie ein Architekt. Insgesamt dreissig Personen. Die Restaurierung wird mit etwa einem Jahr kalkuliert. 

Um das alles auch finanzieren zu können reichte das Rathaus bei der Landesregierung von Valencia Anfang Juli diesen Jahres einen Antrag ein, die Restaurierung dieser plaza zu finanzieren. Finanziert werden soll die Summe von 564.000 Euro. Die Stadt selbst beteiligt sich mit 59.000 Euro. Die Generalitat von Valencia reichte diesen Antrag an die Europäische Union weiter und wie es den Anschein hat, wurde dieser Antrag von der EU genehmigt. Wie man den aktuellen Medien entnehmen kann, scheint das Rathaus schon über die entsprechende Subvention zu verfügen und so wurde angekündigt, dass man mit der Sanierung noch in diesem Jahr beginnen möchte.


Die joya levantina ist die einzige plaza de toros zwischen den Metropolen Valencia (100 km) und Alicante (85 km). Sie verfügt über eine capacidad von 4.500 espectadores. Ondara liegt gerade mal acht Kilometer von dem touristischen Dénia entfernt und so ist es geplant, dass es ab 2015 dort wieder regelmässig festejos taurinos geben soll. Ein weiteres Ziel ist es, nach Beendigung dieser Sanierungsarbeiten das levantinische Schmuckstück zum lokalen patrimonio cultural deklarieren zu lassen.

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Anmerkung:
(1) Bei Mudéjares handelt es sich um Muslime die während der Reconquista, also der Wiedereroberungen durch die katholischen Christen, diesen neuen Herrschaften zwar untergeben waren, aber ihre Religion weiterhin ausführen konnten. Daher finden sich heute noch zahlreiche Bauwerke, wo sich deren Baustile widerspiegeln.

Montag, 25. November 2013

Kurioses von den französischen Nachbarn




von Ursula Herzog


Nîmes: Geldstrafen wegen Verleumdung in der anticorrida-Szene
Wenn sich die antitaurinos untereinander bekriegen
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Drei militante Vertreter von CRAC wurden am Freitag im Strafgericht von Nîmes wegen Verleumdung und ein weiterer wegen öffentlicher Beleidigung verurteilt.


Das Opfer: Claire Starozinski von L'Alliance anticorrida.

Die militanten antitaurinos hatten auf ihrer Facebookseite die Präsidentin der L'Alliance anticorrida Claire Starozinski überzogen kritisiert, indem sie ihr vorgeworfen hatten, die Aktionen der anderen für sich zu beanspruchen. Sie habe die Arbeit anderer gestohlen.


Der Schaden wurde vom Gericht mit 1,- Euro angesetzt. Jean-Luc Bernard, Ghislaine Lecocq, Blanche Mencacci und Sabine Messager von der Organisation CRAC wurden zu Geldstrafen von 100,- Euro verurteilt. Sie müssen außerdem für den erlittenen Schaden über 1,- Euro an Claire Starozinski von L'Alliance anticorrida aufkommen. 

Sonntag, 24. November 2013

Frankreich: Antitaurinos werden immer aggressiver




von Philip de Málaga


Antitaurinos versuchten toreros daran zu hindern zum festejo zu gelangen
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Juan Bautista (Foto: mundotoro)
Die Situation in Frankreich scheint sich anzuspannen. Weil der antitaurinismo auf fast allen Ebenen verloren hat greifen sie immer mehr zu gewalttätigeren Methoden. Der matador de toros Juan Bautista wurde mit seiner cuadrilla bei einem Frühstück, von militanten antitaurinos gezwungen nicht den Weg zu einer fiesta campera anzutreten. Die Aggressivität jener antitaurinos war laut Zeugenberichten erschreckend. Schliesslich musste die Gendarmerie eingreifen, um den toreros zu ermöglichen sich zu dem festejo taurino zu begeben.

Da macht man sich schon mal Gedanken, wie weit werden die antitauristas in Zukunft aggressiv, illegal wie kriminell vorpreschen um ihren eigenen Interessen zu vertreten? Die Frage scheint nicht ganz ungerechtfertigt. Wenn man auf einem demokratischen Weg nichts erreichen kann, sind dann solche Vorgehensweisen gerechtfertigt? Möchten diverse antitaurinos die Demokratie in eine Anarchie verwandeln? Dabei spielen sie sich selbst als die Herren der Tiere auf. Sagen was andere Mitmenschen zu tun haben.

Eins dürfte wohl klar sein. Denn dem puren antitaurinismo geht es wohl kaum um die toros. Sie sind mit Sicherheit auch nicht daran interessiert die Rasse des toro bravos am Leben zu erhalten. Für das Überleben dieser einzigartigen Rasse der Stiere haben sie bis heute noch keinen einzigen Cent investiert. Nicht mal Pläne gibt es dazu. Das einzige Ziel was sie haben ist es, die mundo de los toros aus der Welt zu radieren und damit auch die Existens des toros de lidia.

Gute Nachrichten aus Frankreich



von Ursula Herzog
& Philip de Málaga


Erfreuliche Zahlen der novilladas sin picadores beim französischem Nachbarn
Man sollte die mundo de los toros ruhig etwas langzeitiger betrachten
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Wie die französische Wochenzeitschrift Semana Grande in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Zahl der novilladas sin picadores in den letzten zwanzig Jahren um 260 Prozent zugenommen. Eine wohl beeindruckende Statistik. Fanden im Jahr 1993 in den französischen plaza de toros gerade mal 12 festejos sin picadores statt, so waren es in diesem Jahr 2013, in 36 plazas, darunter auch in der bekannten Arénes de Nîmes stolze 43 novilladas sin picadores

Jeder torero träumt davon in der Arènes de Nîmes zu triumphieren

Über eine andere Sichtweise

Vielleicht sollte man mal wirklich beginnen die Statistiken etwas langzeitiger zu betrachten bzw. zu bewerten und nicht nur die letzten fünf Jahre. Zum Beispiel, zu Zeiten Ernest Hemingways, so in den 30ger sprich 40ger Jahren, wo seine Besteller "Fiesta" und "Tod am Nachmittag" erschienen sind, da denkt ein jeder an Pamplona und schliesst daraus, das war die grosse Zeit der toros. War sie es zumindest statistisch gesehen wirklich? Ein Trugschluss. Denn in den 30ger Jahren zählte man in Spanien gerade um die 200 corridas de toros und derzeit finden an die 1.000 corridas de toros statt. Man kann sagen immerhin 400 Prozent mehr. Auch zu Zeiten der grossen wie bekannten matadores de toros wie Manolete, Antonio Ordoñez, Luis Miguel Dominguín oder eines Antonio Bienvenida, und hier reden wir von dem zweiten Drittel des letzten Jahrhunderts, die Zahl der corridas von damals war ebenfalls weit davon entfernt, wo wir uns heute befinden. 

Samstag, 23. November 2013

Enrique Ponce: 10 Fragen 10




mit Enrique Ponce
(Fotos: mundotoro)


Der matador de toros aus der Region von Valencia gilt für die meisten aficionados als der maestro der maestros. Kaum ein matador versteht es dermassen das Meiste aus besonders schwierigen toros rauszuholen. Während andere toreros schon längst kapituliert hätten, fängt Enrique Ponce überhaupt erst an, nicht nur den toro zu dominieren, sondern ihn auch zum Mittelpunkt der faena zu machen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Kaum ein matador gelangen so zahlreiche indultos wie Ponce. Mit der Zahl 41 führt er beeindruckend das escalafón der indultos an. In diesem Jahr bestritt er in Spanien 39 festejos mit 83 reses wobei er 50 orejas und einen rabo als Auszeichnung erhielt. Im August sein einziger indulto in diesem Jahr. In der plaza de toros von Tomelloso (Kastilien-La Mancha) mit einem toro der ganadería San Mateo.  Derzeit triumphiert er in Amerika. Nun stellte sich Enrique Ponce den 10 Fragen 10 des Portals mundotoro:


1. Wie würdest Du am besten die derzeitige Krise geradebiegen?

Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und durch die Zustimmung aller politischen Parteien.

2. Dein Lieblingsrezept?

Die Paella meines Vaters.


3. Dein Traum-cartel?

Mein Onkel Rafaelillo, mein Grossvater Victoriano Valencia und ich.

4. Bist Du ein Freak von etwas?

Nein von nichts.


5. Was stört Dich am meisten?

Undankbarkeit, Falschheit und Ungerechtigkeit.

6. Welche Zeichentrickfilme gefallen Dir am besten?

Der rosarote Panther



7. Ein Bekenntnis?

Ich bin verliebt in meine Frau und meine Töchter.

8. Was scheint Dir lächerlich?

Etwas vorzutäuschen.


9. Wie rufen sie Dich?

Enrique.

10. Was hat Dir selbst in dieser temporada gefehlt?

Ich hätte zu Beginn die toros gleich mit der ersten estocada töten sollen, so habe ich zahlreiche zweite orejas verloren.

Freitag, 22. November 2013

Torero wurde für Tierquälerei verurteilt




von Colin Ernst


Aber nicht für seine Arbeit mit den Stieren bei einer corrida de toros
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(Foto: mundotoro)
Der torero José Antonio Canales Ribera wurde dieser Tage zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt. Der erschreckende Vorwurf, Misshandlung eines Pferdes im Februar diesen Jahres. Man hatte sein Reitpferd mit Wunden, oberhalb der Nase vorgefunden. Diese wurden verursacht, durch den massiven Gebrauch der „Serretas vivas“. Jene sind in Spanien sehr verbreitet, da man hier in der Mehrzahl Hengste reitet, die mitunter außer Kontrolle geraten können. In ihrer Schärfe durchaus mit einer schmalen Kandare, mit Zügeln an den langen Anzügen zu vergleichen. Eine Meisterhand weiß sie zu gebrauchen, für alle anderen Reiter gilt der Spruch: „Ein Rasiermesser in der Hand eines Affen!“ Nun hat Canales sein Pferd wissentlich mit „scharfen Waffen“ geritten, denn schon letztes Jahr ist dieses Pferd außer Kontrolle geraten und hat einen Unfall verursacht, bei dem der torero zu Schaden kam. So die Aussage des Anwaltes des torero. Gut, ich kann das vermutlich geschehene nachvollziehen, was aber keine Entschuldigung sein soll. 

Was ist passiert? Das Tier, mit einem Gewicht von 450 Kilo, gerät außer Kontrolle und du hast nur diese Zügel, die an dieser „Nasenbremse“ hängen, um Schlimmeres zu verhindern, wie z. B. das es auf die Straße läuft. Das dies nicht ohne Blessuren auf der mit wenig Haut und Fell überzogenen Pferdenase abgeht, dürfte klar sein. Hätte das Pferd ein Gebiss getragen hätte es Prellungen im Maul und Blutungen davon getragen, mit bloßem Halfter ist ein nervöses Pferd nicht zu halten – Reiteralltag! 
1. Serrita viva, wirkt nur auf dem Nasenrücken, 2. Kandare, wirkt im Maul und die Kette unter dem Kinn
Was mir zu denken gibt: Wer hat das angezeigt? Ein sachverständiger Reiter, oder ein antitaurino? Wenn es ein Kenner war, ist es bedenklich und ich rate dem torero dringend, sich ein anderes Pferd zu suchen, oder Unterricht zu nehmen. Oder das Reiten aufzugeben… War es ein antitaurino, hat er die Situation gewinnbringend ausgenutzt. Immerhin wurde die Nachricht sogar in der Sendung „Sálvame“ publik gemacht und selbstredend in den spanischen Tageszeitungen wie in der prensa rosa. Hat diese Handlung ein unwissender Tierfreund angezeigt, hat er meinen Segen. Er weiß nichts über Pferde und sieht bloß eine blutende Wunde. Schlimm genug! Das es sich ausgerechnet um das Pferd eines „Prominenten“ gehandelt hat, dürfte für ihn keine Rolle gespielt haben. So aber wird ein Szenario hochgespielt, wie man es tagtäglich in irgendeinem Reitbetrieb antreffen kann.
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Reiten ist eine Kunst und nicht jeder Reiter ist ein Künstler.

Colin Ernst
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Anmerkung :
Die Anklage wurde vom Observatorium für Justiz und Verteidigung der Tierwelt in die Wege geleitet und eingereicht. Sie selbst sehen das Urteil aus Andalusien als einen Sieg an. Es sei schliesslich wohl dass erste Mal in der Geschichte, dass ein torero wegen Tierquälerei verurteilt worden ist. Das es dabei so gar nicht um die toros ging verschweigt diese Organisation gewissenhaft. 

Donnerstag, 21. November 2013

Universitäten setzen sich für die Tauromachie ein




von Philip de Málaga


Es entstand ein neues Netzwerk, 
welches die mundo de los toros analysieren und diagnostizieren soll
um den toros akademischen Rückenwind zu geben
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In Madrid entstand ein neues Netzwerk mit dem Namen RUTDIT (Akademisches Arbeitsausschuss-Netzwerk zur Analyse und die Diagnose des taurinischen Sektors). Umgesetzt wird es vor allem von der Akademie der Künste und Kultur für die Tauromachie. Das Ziel ist klar vorgeschrieben, man will das soziale Image der taurinischen Industrie mit akademischen Rückenwind stärken.

Immerhin beteiligen sich zahlreiche Universitäten an diesem Projekt: Die Professoren kommen aus Madrid gleich zwei Mal vertreten, Sevilla, Salamanca, Murcia, León, Almería, Extremadura und sogar auch aus Mexiko, aus Aguascalientes. Auch führende Personen aus dem Tourismussektor werden in dieses Projekt integriert.
Wenn Professoren, Akademiker an einem Tisch sitzen um die mundo de los toros zu fördern.
(Foto: mundotoro)
So entstand in der plaza de los toros in spanischen Hauptstadt, im Saal Cossío von Las Ventas ein Plan zum Schutz und zur Förderung der tauromaquia bei dem vier Punkte im Vordergrund standen:
  1. Einen Kommunikationskanal einzurichten, bei dem die aktuelle Analysen und Diagnosen über die mundo de los toros ausgetauscht werden können und sollten.
  2. Einen Arbeitsplan zu entwickeln um eine Akademie der tauromaquia zu schaffen, bei der es in erster Linie darum geht Probleme in der mundo de los toros zu erkennen und entsprechende Lösungsvorschläge anzubringen.
  3. Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden um den nationalen Plan die tauromaquia als Kulturerbe zu fördern.
  4. Entwerfen eines globalen Aktions- und Kommunikationsplans für die Förderung und Verbreitung der kulturellen, ökologischen und ökonomischen Aspekte der fiesta de los toros.
Man kann erkennen, wieder ein weiterer kleiner Triumph der tauromaquia. Nachdem die toros nicht nur auf gesellschaftlicher, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Ebene immer mehr an Fuss gewinnen, haben sie nun auch auf dem akademischen Bereich punkten können.

Wenn sich in Deutschland die aficionados treffen

Eine Reportage über die Begegnung mit deutschen aficionados
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von Colin Ernst
(Fotos: mundotoro, Tauromaquia.deSfA)

Ein Klassiker in der Literatur taurino
Treffen in Deutschland mit aficionados. Meinen alljährlichen Besuch in Deutschland dieses Mal mit aficionados alemanes, mit einem Abend in stimmiger Runde verbinden. Natürlich drehte sich alles um toros und toreros. Jeder meiner aficionado-Freunde hatte in den vergangenen Monaten andere Eindrücke gesammelt, Fragen angehäuft und Erkenntnisse gewonnen. Man muss voraus schicken, das diese Freunde der mundo de los toros keine Internetfreaks sind, wenig Spanisch sprechen und kaum Gelegenheit haben corridas zu sehen. Um so dankbarer sind sie, in dieser Seite von „Stierkampf für Alle“, kurz SfA (von Philip de Málaga) oder auf meiner Seite Toros y Toreros, Beiträge, Reportagen und Hinweise in deutscher Sprache zu finden.

Viele Interessen gingen ins Detail, wie zum Beispiel die Frage, wo der Unterschied einer estocada volapie und einer estocada recibiendo liegt. Ich habe mich bemüht, mittels Handtuch und Spazierstock, das Ganze anschaulich vor zu führen. Auch der Unterschied zwischen einer veronica und einer media veronica oder chicuelinas wurde gefordert. Ich werde wohl nicht umhin kommen, mich in einer escuela taurina einzuschreiben. Aber wir alle haben eines gemein, nämlich das wir durch das Buch über El CordobésOder Du wirst Trauer tragen…“ von Larry Collins und Dominique Lapierre, aus dem Jahr 1967, zum Stierkampf gekommen sind.

Joselito in jungen Jahren
Um so interessanter war es, zusammen eine corrida auf DVD anzusehen, wo auch „Unser Held“ einer der Protagonisten war. Eine Benefizveranstaltung in Las Ventas am 5. April 1986, mit den matadores de toros Antoñete, Palomo Linares, El Cordobés, und Joselito als novillero. Einige waren überrascht über die Kapazität, die Antoñete an den Tag legte, andere kommentierten das Geschehen im callejón und den burlarderos, jeder hatte von dieser corrida gehört oder gelesen, aber keiner hatte sie gesehen. Dank dieser DVD entlarvten wir auch den jungen espontáneo – kein geringerer als Manuel Diaz „El Cordobés“, war beim Auftritt von Manuel Benitez „El Cordobés“ ins ruedo gesprungen. Was auch immer der Junge sich dabei gedacht hat, welche Versprechungen ihm für diesen heroischen Akt gemacht wurden, sein Ziel, torero zu werden, hat er dadurch nicht erreicht. In seinem Buch (De frente y por derecho) berichtet Manuel Díaz darüber, man hatte ihm zehn novilladas und eine Million Peseten für diesen Sprung in die plaza versprochen. El Cordobés soll sehr verärgert gewesen sein und sein nicht legitimer Sohn, wurde von der Guardia Civil abgeführt. Es war mehr als interessant, die verschiedenen Stiere zu sehen, die, wenn auch handverlesen, nicht alle glänzen konnten. Antoñete Chenel konnte sich den sobrero, den überzähligen toro sichern, zum Unmut von El Cordobés und erntete vor seinem Publikum von Madrid zwei Trophäen. El Cordobés, betrat die plaza und die Menschen hielt es kaum auf den Sitzbänken, die ersten Olé-Rufe erntete er mit der capa, leider erlaubte der toro keine Sternstunde, aber man merkte, daß das Publikum ihn immer noch liebt. Der Veteran in der Runde, Antoñete, brillierte mit seinem sobrero, aber die Überraschung war der damals noch als novillero auftretende siebzehnjährige Joselito. Für uns Zuschauer der Vergangenheit, ganz klar zu erkennen, dass dieser junge Mann etwas Besonderes war. An diesem tarde hat er all die alten Meister „in den Sack gesteckt“, wie man in Deutschland sagen würde. Sein Stier war von den maestros abgelehnt worden, aber dieser Joselito verstand sich umso besser mit ihm. Seine Arbeit mit der capa ließ sich durchaus mit der Morantes vergleichen, sicher und elegant. Mit der muleta übertrumpfte er an diesem Tag alle anwesenden figuras. Faenas largas, redondos, temple und fesselnd für das Publikum, in der plaza sowie vor dem Fernseher.

Cayetano Rivera Ordoñez
Eine andere corrida, die wir uns ansahen, wie man sieht, wir machten Überstunden, war die confirmación von Cayetano Rivera OrdoñezLas Ventas rappel voll. Alles was Rang und Namen hatte, war anwesend, apoderados, empresarios, ganaderostoreros, alle wollten den zweiten Sohn von Paquirri sehen. Die toros hatten nicht so viel Klasse, aber seine estocadas. Sein padrino, kein anderer als Morante de la Puebla. Dieser war nicht wirklich glücklich mit seinem Part. Als testigo, also als Zeuge, war José María Manzanares, und letztendlich auch der Gewinner der Partie. Drei „pavo reales“, Pfauen, jeder wollte triumphieren. Eine sehr interessante corrida. Es hat Spaß gemacht, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Enrique Ponce
Jeder von uns hatte seinen persönlichen Favoriten, jeder hat seinen persönlichen escalafón, seine eigenen Rangliste der matadores de toros. Interessanterweise kam man überein, das Enrique Ponce weiterhin das Mass der tauromaquia ist. Das Morante de la Puebla die Mengen verzaubern kann, aber wenige sind bereit, das Risiko einzugehen, eine teure corrida zu besuchen, nur um eine media veronica von ihm zu sehen. Für eine gute faena würden alle das letzte Hemd geben.

Als Aufsteiger wurden Miguel Angel Perera, Antonio Ferrera und Manuel Escribano ausgemacht. Für Überraschung sorgte das auffallende Interesse für Caro Gil und Paulita. Bei den novilleros standen José Garrido und Román vorne. Für Unverständnis sorgten verschiedene Entscheidungen der presidentes, die in gewissen Fällen dem Wunsch des Publikums nicht nachkamen. Auch sprachen wir über ganaderías, wo immer noch ein Defizit an Information über diese herrscht. Aber das Interesse wächst, denn man hat verstanden, das die toros eben dazu gehören. Auch möchte man mehr über die alten figuras wissen, um Unterschiede auszumachen. Fazit einer Runde mit deutschen aficionados, es gibt viel zu tun, für SfA und Toros y Toreros, denn in deutscher Sprache existieren fast keine Informationen.

Mittwoch, 20. November 2013

Joselito, alle würden ihn gerne wieder sehen

Über kaum ein Comeback würde sich die afición mehr freuen 
wie über die des maestros Joselito aus Madrid
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von Philip de Málaga

Seit vier Jahren ist der matador de toros José Miguel Arroyo Delgado, bekannt unter dem Namen Joselito bei einem tentadero in der überdachten plaza de toros von Moralzarzal (Madrid) wieder öffentlich angetreten. Am letzten Sonntag wurde der Ex-matador schon beim paseillo mit einem frenetischen wie emotionalen Applaus von den mehr als 1.500 Zuschauern begrüsst. Das Publikum in den tendidos war begeistert was es zu sehen bekam. Der maestro hatte nichts an seiner Klasse verloren. Schon gleich bei seiner becerra zeigte er zu Beginn was er vollkommen beherrscht, den Umgang mit der capa. Allein schon seine erste verónica beförderte den duende in die tendidos. Auch mit der muleta verstand er es zu überzeugen. Joselito zu sehen, das ist einfach arte de torear und mit Sicherheit war und ist er einer der besten estoqueadores.


Der maestro ist bescheiden. Den Weg in die Öffentlichkeit hat er fast meistens gemieden. Eine vuelta al ruedo hat er grundsätzlich abgelehnt, wenn ihm die orejas verweigert worden sind, obwohl das Publikum ihn mit einer starken ovación dazu aufforderte. Das war Joselito. Bescheiden, ehrlich, einfach nur die pure wie klassische arte de torear.

Für mich war er der Beginn meines taurinischen Interesse. Als ich ihn in August 1987 in der Malagueta von Málaga das erste Mal sah, berauschte er 14.000 Zuschauer. Damals hatte ich eigentlich gar nicht verstanden, was dort im ruedo geschah, aber es faszinierte mich zu sehen, wie ein torero mit seinem Mut nach einer voltereta und den bedrohlichen Angriffen durch die Hörner, als er auf dem Boden lag, sich wieder dem toro gegenüberstellte. Mehr noch, er wirkte ruhig, konzentriert und trotz dieses für mich damals sehr Aufsehen erregenden Unfalls dominierte er, beherrschte er die Situation und kontrollierte den toro. Und so begann ich mich dem Thema der tauromaquia zu nähern. 

Und wir alle erinnern uns an den historischen tarde in Las Ventas am 2. Mai 1996. Als unico espada ist er dort bei einer corrida goyesca vor über 24.000 Zuschauern angetreten und das spanische stattliche Fernsehen hat es live übertragen. Millionen haben es zuhause oder in den Bars mitverfolgt. Die beste estocada des Jahrhunderts gab es zu sehen. Trotz erstem pinchazo sass der zweite Ansatz perfekt, nach drei Sekunden fiel der toro um und war auf der Stelle tot. Einige der wenigen Male, dass ein torero in Madrid eine Auszeichnung erhält, wenn er nicht mit der ersten estocada tötet. Und was er mit der capa vorführte, da könnte sogar Morante de la Puebla neidisch werden. Sechs orejas und die puerta grande. In den Medien war es selbstverständlich ein Thema.

Joselito, jeder aficionado würde ihn gerne wieder im ruedo sehen. Besonders und gerade in Kombination mit dem derzeit populärem matador de toros Morante de la Puebla. Und dem maestro gefiel es, wieder so begehrt zu werden. So verkündete er auf der Internetplattform Burladero: "Es freut mich, dass man so über mich denkt und sich wünscht dass ich zurückkehre. Aber ich möchte auch dass alle wissen, dass ich mich in meinem jetzigen Zustand sehr wohl fühle. Trotzdem hat es mir in Moralzarzal sehr gut gefallen und erinnerte mich an die Zeit vor dreissig Jahren als ich als junger Spund in der escuela taurina war und uns die grossen maestros lehrten mit den toros umzugehen.

Die afición muss also noch warten, und ob Joselito überhaupt wiederkehren wird, kann man wohl eher bezweifeln. Schliesslich ist er ja auch als ganadero tätig. Aber doch toll zu sehen, wie der maestro immer noch in so guter Form ist. Na ja, hoffen können wir ja noch immer.

Dienstag, 19. November 2013

Brandstiftung, die neue Methode der Gegner von Stierkämpfen




von Philip de Málaga


Nach Peru nun auch in Frankreich
Über die kriminelle Vorgehensweise der antitaurinos
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Die hölzerne plaza de toros dem Jahr 1930
Antitaurinos greifen zu immer mehr kriminelleren Methoden, weil sie ihre eigenen Interessen kaum durchsetzen können. Nachdem radikale antitauristas Ende letzten Oktobers in der peruanischen Hauptstadt Lima versuchten die plaza de toros in Brand zu setzen, folgten nun europäische Gleichgesinnte diesem Beispiel und versuchten in der Nacht zu Montag die plaza de toros von Rion-des-Landes im Département Landes geradezu abzufackeln. Man entdeckte als Brandursache Benzinkanister, Strohballen und Gasflaschen, zu dessen Explosion es nicht kommen konnte, weil die Feuerwehr gegen 2:30 Uhr noch rechtzeitig eingreifen konnte. Beschädigt durch den Brand wurden zwei Türen der obere Bereich einiger tendidos. Die plaza de toros ist aus Holz konstruiert und Gott sei Dank hat es in den letzten Tagen geregnet und das Holz war noch ein wenig feucht. Sonst wäre es zu einer wahren Katastrophe gekommen.
Die Schäden in den oberen tendidos. (Foto: Sudouest)
Die Polizei spricht hier von einem kriminellen Delikt welches antitaurinischen Aktivisten zugeordnet wird und hat dementsprechend die Ermittlung in die Wege geleitet. Diese Vorgehensweise der antitauristas bestätigt einmal mehr, warum das Gesetz, das sich Gegner der toros den plaza de toros nicht mehr als auf 400 Meter Distanz nähern dürfen gerechtfertigt scheint. Man kann gespannt sein, zu welchen weiteren kriminellen wie illegalen Methoden der antitaurismo greifen wird.

Joël Goyheneix
Trotz und gerade wegen des Brandanschlages, so verkündete der empörte Bürgermeister Joël Goyheneix findet am nächsten Wochenende auf jeden Fall in der plaza de toros ein festival taurino statt mit den matadores de toros Juan Bautista, César Jiménez, Juan Leal und den novilleros Francisco José Espada und Clemente. "Solche Attentate gegen die plaza de toros und gegen die afición können man in keinem Falle akzeptieren oder hinnehmen", so der Bürgermeister.

Schon am 24. August diesen Jahres gab es in dieser Arena eine illegale Demonstration von antitaurinos, bei dem es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen ist. Die tauromaquia ist zu einem Kulturgut deklariert worden, so wird es in Frankreich langsam Zeit, auch darüber nachdenken zu müssen, wie man dieses Gut schützen kann. Spanien wird sicherlich vor einer ähnlichen Herausforderung stehen.