Da wäre die in
Utrecht angesiedelte niederländische
CAS International mit immerhin 14.000 Mitgliedern. Nicht nur in Spanien sind sie aktiv, unter ihrer Präsidentin
Patricia Gómez vor allem auch in Kolumbien mit 23 Unter-Organisationen welche gegen die
toros operieren. In den letzten fünf Jahren sind 1,4 Millionen Euro geflossen, um Aktivitäten gegen die
tauromaquia zu organisieren. Laut der
La Economía del Toro investiert
CAS jedes Jahr in Spanien 25.000 Euro in Veranstaltungen
antitaurinos, 4.000 Euro in Demonstrationen und 60.000 Euro in Kampagnen der Kommunikation
antitaurina. Allein im Jahr 2013 flossen 228.000 Euro in Aktivitäten um ein Verbot der
tauromaquia zu erreichen bzw. Kampagnen gegen die mundo de los toros in Bewegung zu setzen. Die Transaktionen wurde bisher über drei Bankinstitute abgewickelt: Von den niederländischen Kreditinstituten
Tiriodes Bank und
ING Direct sowie der belgischen
KBC Bank.
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| Hier fliessen die Gelder nach Spanien |
Ebenfalls auffallend stark involviert in der Arbeit gegen die
arte und
cultura taurina ist die
Fondation Franz Weber (kurz
FFW). Im Gegensatz zur
CAS hat sich dieses Fondation im Allgemeinen auf den Schutz von mehreren Bereichen konzentriert. Im Sektor Tierschutz ist die Forderung nach der
abolición de los toros einer unter zehn Kampagnen. Bekannt wurde im Sektor
antitaurino diese Organisation vor allem durch ihren Schauprozess unter dem angeblichen Hintergrund der Vereinten Tiernationen (
United Animal Nations, um einen fälschlichen Vergleich zu den Vereinten Nationen zu transmittieren), und ihrem Schreiben an die katholische Kirche, mit dem Hinweis, dass die päpstliche Bulle aus dem Jahr 1567 angeblich immer noch Gültigkeit habe (
Warum die katholische Kirche den Stierkampf nicht verbietet), ein Tatbestand, welcher definitiv nicht der katholisch-juristischen Wahrheit entspricht. Welcher Geldfluss allerdings die
FFW für den Kampf gegen die
tauromaquia einsetzt ist weitgehend unbekannt.
Auch in Katalonien gibt es eine antitaurinische Plattform mit dem Namen
PROU. Sie setzte sie sich vor allem für ein Verbot des
corridas in
Barcelona ein und ist der Initiator der Unterschriftenliste mit immerhin 180.000 Unterschriften. Und der Einsatz schien erfolgreich, denn auf politischer Ebene konnte in der Tat ein Verbot der gerade mal sieben
corridas in
Barcelona erwirkt werden. Denn die
festejos populares gibt es weiterhin. Nur auch hier, obwohl sie mit anderen Organisationen wie
Galicia Mellor Sen Touradas,
Bullfighting Free Europe und anderen kooperiert, laut
La Economía del Toro ist bei den Finanzen nicht ein Minimum an Transparenz zu erkennen.
Spontan ist auf dem Logo nicht zu erkennen, ob es hier Pro oder Contra ist. Auf europäischer Ebene versucht es die von
Caroline Waggershauser gegründete
Torolobby. Ihr Ziel ist klar definiert: Sie wollen die Europäische Union dazu bringen sich für ein europaweites Verbot für Stierkämpfe einzusetzen. Nach dem völlig gescheiterten Versuch 2007 mit einer Schriftlichen Erklärung, welche bei 73 Prozent der Abgeordneten keine Zustimmung fand, geht man es jetzt eine Idee professioneller an. Ganz nach dem Motto, haben die
taurinos eine Lobby bilden wir eben auch eine Lobby mit prominenten Gesichtern unter den Unterstützern. Man beauftragten sie Experten im EU-Recht, die Kanzlei
Alber & Geiger, um die Angelegenheiten der
Torolobby vor allem bei der EU zu vertreten. Für diesen Einsatz erhält die Kanzlei jährlich 300.000 Euro.
PETA ist wohl mit an die drei Millionen Unterstützern die grösste Tierrechtsorganisation. Aber in Sachen
abolición de los toros auffallend untätig. Ausser ihrer jährlichen Demonstration der Halbnackten beim
San Fermín, und das natürlich nur aus werbemässigen Motiven, schaut ja schliesslich in diesen Tagen die ganze Welt nach
Pamplona, ist sie wenig aktiv. Ein wenig Halbwahrheiten auf ihren Webseiten und das war es schon. Obwohl man versucht, zum Beispiel die Berichterstattung in den anderen Ländern zu boykottieren, was
SfA ja im Falle
PETA Deutschland schon zu spüren bekam (
SfA:
Mehr Rechtssicherheit für die mundo de los toros). Aber Gelder in Richtung Spanien um sie gegen die
tauromaquia einzusetzen, fliessen hier nicht viel.
Fazit: Um die
mundo de los toros in Verruf zu bringen, die
taurinos zu kriminalisieren, kurz, um eine
abolición de los toros zu erreichen fliesst reichlich Kapital. Hauptsächlich aus dem Ausland. Dass dabei auch letztendlich der spanische Steuerzahler, auch europaweit, teilweise dafür aufkommen muss, nimmt man gerne in Kauf und verschweigt es selbstredend. Und wir sprechen hier von den Kosten der Gegenwart! Bleibt die Frage und was geschieht danach?
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würde für Europa ein teurer Spass werden!"
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Was ist wenn es zur Verwirklichung der Vision eines Verbotes der
toros in Europa kommen sollte? Da entsteht erst einmal bei den Finanzämtern der Regionen
taurinos ein grosses Loch. Wer übernimmt Verantwortung für diese und andere Kosten, wie die vielen neuen Arbeitslosen (weit über 100.000), die
ganaderías, die ökologischen Landschaften usw.? Auffallend ist hierbei, dass weder die spanischen noch europäischen Politiker und schon gar nicht die
antitaurinos nur annähernd eine Idee haben, wie man mit einer solchen Situation umzugehen habe.
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Quellennachweis:
Mediengruppe VOCENTO, September 2015