Sonntag, 3. März 2013

Begegnung mit den toros (2. Teil)

Und dann ist die ganze Arbeit vielleicht umsonst?
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von Colin Ernst

Auch heute zieht es mich früh zur Plaza de toros, ob Padilla wieder da ist? Nein ist er nicht, aber alle novilleros sind mit ihren Trainern zugange.
Novilleros, die mit der capa üben.
Ich komme mit zwei Jungs ins Gespräch, novilleros aus Frankreich, die keiner escuela taurino angehören und durch Spanien reisen, auf der Suche nach "Oportunidad", einer Chance. Die Zeiten sind schlecht, für novilleros, besonders wenn sie keinen apoderado im Nacken haben.

Der symbolisierte toro, dabei versucht der Mensch zu fühlen
was einen toro bewegt.
Mit Hand und Fuss, schilldern sie mir, wie sie herkamen und wo es hingehen soll. Ihr Geld, für dieses Abenteuer, haben sie sich in einer Eisenfabrik verdient. Nun reisen sie durchs Land, besuchen alle plazas, versuchen mit trainieren, wo man sie lässt. Auch bei den Züchtern wollen sie anklopfen, bieten ihre Mitarbeit an, um dort wenigstens mal mit einer Kuh trainieren zu können. Später hat Javier ein Treffen im Norden Spaniens, mit den "Stierspringern", wo er eine Gruppe verstärken kann. Wie es weitergeht, wissen beide nicht. Morgen geht es nach Sevilla und von dort aufs Land. Ich wünsche beiden viel Glück, aber ohne apoderado wird das schwer, zumal ihr Level nicht besonders hoch ist, was das toreo angeht... 

Diese espadas sind aus Holz aber die
richtigen kosten ziemlich viel Geld
Das gleiche beklagt auch der Mann, der jeden Tag die Tore der Plaza de toros in Sanlúcar öffnet. Er hat viele kommen und gehen sehen, sein Gesicht wird traurig, wenn er zu den toreros hinsieht. Einer von ihnen, ein matador de toros, der hatte in der letzten Saison nicht mehr als drei oder vier corridas. Und dafür trainiert man von klein an? Alternativa... und dann - keiner ruft an, um ihn zu einer corrida zu verpflichten... Er zeigt auf einen der novilleros, der am Sonntag vor den toros stehen wird. Die Familie hat einen Obst/Gemüsegarten, wo der Junge jeden Tag arbeitet, um sich das Geld zu verdienen. Denn torero sein, ist ein teurer Spass. Der Eintritt in eine "escuela taurina", eine Schule für angehende toreros kostet viel Geld. Je nach Fabrikant kostet alleine schon die capa,  200 Euros und 150 Euros muss man für eine muleta hinlegen. Und ein guter espada kostet um die 500 Euros und mehr. Eine traje corto, oder gar ein traje de luces, geht richtig ins Geld. Dann muss man novillos, Jungstiere, kaufen, um mit ihnen zu trainieren und diese auch zu töten. Und das alles, ist nicht zu machen, ohne Geld im Rücken.

Der Angriff des toros wird vorbereitet
Es macht nachdenklich, angesichts des Eifers, mit dem hier trainiert wird. Und noch eines beklagt der Mann, mit dem Schlüssel zum coso, die Misere in der sich die ganaderías (Züchter) befinden. Viele werden ihre eigentlich wertvollen Stiere und Kühe zum Metzger bringen müssen, denn der Markt ist am Boden, zumindest für die ganaderías, die nicht so gefragt sind.

Der Hund beisst sich in den Schwanz, die novilleros haben kein Geld um sich Stiere zu leisten, die plazas und deren empresarios, sparen wo sie können, also muss man sehr viel Geld mitbringen, wenn man torero werden will.

Juan Luis Rodríguez: "Ich habe die Illusion verloren!"
Nur zwei corridas im letzten Jahr.
(Foto: mundotoro)
Ins Bild passt auch der Rücktritt von Juan Luis Rodríguez (alternativa 2009), der heute im Stierkampfmagazin Aplausos seinen Rücktritt angekündigt hat. Er kann es sich einfach nicht mehr leisten ein torero zu sein! Er muss seine Familie unterstützen, also regelmäßig Geld nach Hause bringen. Kein Geld mehr für aufwendiges Training, Lichteranzug etc. - und leider wird er nicht der letzte sein, der aufgeben wird.

Es wäre wünschenswert, wenn sich auch ausserhalb der spanischen Grenzen aficionados finden, die novilleros oder überhaupt toreros finanziell unterstützen würden. In Spanien gibt es peñas taurinas, so genannte Vereine die sich für die tauromaquia begeistern, und versuchen hier und da einen torero zu unterstützen. Darum ist es so wichtig dem restlichen Europa zu vermitteln, warum die toros in Spanien zum Kulturgut deklariert werden.

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SIEHE AUCH:
Begegnung mit den toros (1. Teil)

Samstag, 2. März 2013

Schüler interessieren sich für die toros!




von Philip de Málaga


5.000 Schüler füllen die Ränge in Olivenza (Badajoz)
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Schüler der Unter- und Mittelstufe füllen die tendidos in Olivenza
(Foto: mundotoro)
Julián López "El Juli"
(Foto: mundotoro)
Man ist geneigt festzustellen, dass die toros eigentlich nur noch ein Erbe der vergangenen Tage seien und dementsprechend sich nur noch ältere Leute dafür interessieren. Doch in dieser Woche hat man in der Extremadura das Gegenteil bewiesen. 5.000 Schüler der Unter- und Mittelstufe aus verschiedenen Schulen in Olivenza und Badajoz füllten die tendidos des cosos von Olivenza, während einer der ersten ferias taurinas in Spanien. Zwölf Schüler aus zwei escuelas taurinas demonstrierten ihr Können. Begleitet wurden ihre Auftritte durch den matador de toros Julián López "El Juli", der den jungen Leuten über Lautsprecher erklärte, was gerade im ruedo stattfand. Mehr noch, er erklärte nicht nur das Handeln der toreros sondern auch zu vermitteln warum die Tiere so reagieren. Er versuchte dem jungen Publikum den Umgang mit den toros zu vermitteln und die Schüler in den tendidos zeigten sich sehr fasziniert von dem was sie zu sehen und zu hören bekamen.
5.000 Schüler verfolgen gespannt das Geschehen im ruedo
(Foto: mundotoro)
In den spanischen Medien spricht man von einem grossen Erfolg und einem tollen Ambiente bei der Veranstaltung, welche vom Rathaus in Olivenza sowie dem Kreistag in Badajos gefördert worden sind. Julián López war am Ende der Veranstaltung emotional ziemlich ergriffen: "5.000 Kinder so nah am toreo zu sehen, ist einfach nur wunderbar. Heute verlasse ich die Plaza de toros besonders glücklich und ergriffen."
Der matador de toros Julián López "El Juli"
im Kreise seiner neuen Verehrer
(Foto: mundotoro)

Begegnung mit den toros (1. Teil)

Auf den Spuren der Toreros
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von Colin Ernst

Pünktlich um zehn Uhr morgens, öffnen sich die Tore des "Coso del Pinar" - der Plaza de toros in Sanlúcar de BarramedaIm Gänsemarsch traben die novilleros und die matadores in die Arena, denn vor dem toreo de salón, steht das Joggen und anderes Aufwärmtraining an.

An fünf Tagen der Woche ist geöffnet und es finden sich toreros aus allen Teilen des Landes ein. Diese Woche steht unter einem besonderen Stern, der novillada, eine corrida de beneficencia zu Gunsten Behinderter in Sanlúcar, am 3. März, um 17 Uhr.

Eloy Hilario
Auch ich war pünktlich vor Ort, um mir ein Bild zu machen. Einen novillero kenne ich noch vom Vorjahr, Eloy HilarioIch kann sehen, das er Fortschritte gemacht hat, vor allem mit der muleta. Im Vorjahr fiel er mir besonders beim Training mit den banderillas auf und ich dachte, das dies sein "Fachgebiet" sei. Nun steht er in wenigen Tagen in der plaza seines pueblos, und man merkt die Anspannung. Ruben Franco, Fernando Gonzales , Sergio Salas, Alejandro Jurado und Juan de Castillo, sind die weiteren Mitstreiter von Eloy. Ich will ihn nicht stören, vor dem großen Tag, später werden wir ein Schwätzchen halten.

Álvaro Sanlúcar
Ein anderer alter Bekannter ist Álvaro Sanlúcar, der 2011 Auszeichnungen erhielt und als hoffnungsvolles Talent gilt. Er fiel mir durch sehr elegante capa- und muletaarbeit auf. 2012 hatte er recht gute Ergebnisse und alles was er braucht, sind mehr corridas. Auch er ist besser geworden, man merkt das harte Training.

Diego Jiménez, M. Soto, Antonio Jose Blanco, toreros aus Sanlúcar, sind jeden Tag präsent, stehen dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Verfügung. Wer das Training verfolgt, kann lernen. Warum hält man die muleta so und nicht anders, in welchem Moment kann man eine veronica machen, und wann nicht. Wie schwingt man die capa im quite, wie wenn der toro auf einem zugaloppiert. Handhaltung, Drehungen des Handgelenks, Drehungen der Hüften, mit welchem Bein steht man, wann, richtig...? Ich verfolge die Anweisungen mit großem Interesse, denn so kann ich mir noch besser ein Bild machen, von dem was Sonntag umgesetzt wird, oder auch nicht.

Mein erster Tag, auf Spuren der toreros, hielt noch eine Überaschung für mich bereit: Juan José Padilla, der maestro aus Jerez de la Frontera, grade zurück aus Südamerika, kam zum Training! Normalerweise trainiert er nicht oft in der Öffentlichkeit  Heute machte er die Ausnahme, ein Kindergarten hatte sich angesagt. Man muss sagen, er ist sehr Kinderlieb, hat Geduld mit den Zwergen. Die Kleinen hatten sich alle auf den estribo gesetzt, und mit Klatschen und "Padilla, Padilla" Rufen, den maestro animiert, sich zu ihnen zu setzen. Einigen hat er ein paar pases mit der muleta gemacht, "torero, torero", piepsen die Minis. 
Der matador der toros Juan José Padilla (rechts mit der Augenklappe)
Nachdem der offizielle Teil vorbei ist, kann ich endlich das Training, des "Piraten" verfolgen, eine Lehrstunde. Sein Knie, welches in Mexico einen Hornstoss abbekam, ist mit einer Neoprembandage geschützt, ich kann keine Behinderung erkennen. Die nächsten Tage wird er im campo trainieren, um sich auf die Saison vorzubereiten.

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ÜBER DIE AUTORIN
COLIN ERNST

1963 in Düsseldorf geboren verschlug es die gelernte Reitlehrerin nach Menorca





Taurinische Biographie

1999 Besuch ihrer ersten corrida in Palma de Mallorca.

"Eines Tages entdeckte ich die Anzeige einer corrida in Palma de Mallorca, also ab aufs Schiff und nix wie hin. Alles war sehr neu und aufregend und als Reiter zog es mich zuerst in den patio de Caballos. Dann sass ich im Tendido 3. Reihe unten, mit der besten Aussicht. Mich beeindruckte damals vor allem wie der toro aus dem toril schoss (atemberaubend schön mit seiner Kraft), auf den matador zu, und dann das Pferd umwarf. Sofort rannte ich wieder zum patio de caballos, um dem armen Pferd zu helfen. Die Helfer und der picador nahmen gerade den peto (Schutzdecke) ab und siehe da, außer dem Schrecken hatte das Pferd keine Verletzungen. Man erklärte mir alles, rund ums Pferd und so verpasste ich fast meine erste corrida."

Seit 1999 aficionado de toros.

Besonders geschätzte toreros
  • Morante de la Puebla
  • Enrique Ponce 
  • Juan José Padilla
  • Román (novillero)
  • José Garrido (novillero)
Bevorzugte ganaderías
  • Victorinos
  • Miura
Lieblingsbücher

... oder du wirst Trauer tragen von Dominique Lapierre und Larry Collins 

"Schuld ist El Cordobes! Meine Mutter, aficionada solange ich denken kann, wünschte sich vor 30 Jahren das Buch "... oder du wirst Trauer tragen", welches eine Biographie über das Leben des matador de toros El Cordobés. Als Leseratte, konnte ich nicht umhin, es auch zu lesen, ... und nochmals und nochmals zu lesen. Der Virus begann im fernen Deutschland zu brodeln und als ich vor gut 15 Jahren nach Spanien umsiedelte, dachte ich, das ich nun mein Wissen um die tauromaquia vertiefen könnte. Weit gefehlt, denn ich landete auf einer Insel, wo es keine afición gibt. Keine Taurozeitschriften, keine Plaza de toros, keine Stiere ... bis ich 1999 nach Palma de Mallorca kam."

Die Klassiker von Ernest Hemingway
Die Stiere von Parral von Marguerite Steen
Joselito ... el verdadero von José Miguel Arroyo 
De frente y por derecho von Manuel Díaz El Cordobés

Leitmotiv

"Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters!

Begegnung mit den toros (2. Teil)

Freitag, 1. März 2013

Mallorca sagt "Nein" zum Antitaurinismo




von Philip de Málaga


Auf der Insel der Deutschen wird es weiterhin toros geben
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Auf der Baleareninsel Mallorca gibt es eine auffallend große Plaza de toros. Das Coliseo Balear aus dem Jahr 1929 hat Platz für 14.425 Zuschauer. Ein coso welches auch gerne von vielen Deutschen aufgesucht wird. Aber nicht unbedingt der toros wegen. Eher weil dort Thomas Gottschalk seine Sommerausgabe von Wetten dass ... moderierte. Und überhaupt, es gibt einige Deutsche die würden die mundo de los toros am liebsten aus Europa verbannen. Auch auf Mallorca. Aber, man mag es kaum glauben, auf der Baleareninsel leben auch Spanier, die das ein wenig anders sehen.

In dieser Woche wurde im Rathaus von Palma de Mallorca über einen Antrag abgestimmt, die Balearenmetropole zur antitaurinischen Stadt zu deklarieren. Das Ergebnis fiel eindeutig aus. 60 Prozent der Stadträte lehnten den Antrag ab, 38 Prozent stimmten dafür. Die toros bleiben also den Balearen erhalten. Da konnten auch die lautstarken Proteste der antitaurinos während der Abstimmung nichts mehr daran ändern.
Antitaurinos versuchen lautstark die Abstimmung zu beeinflussen.
(Foto: mundotoro)

Streik der Toreros

von Philip de Málaga

Banderilleros, Picadores und Mozos wollen oder sollen streiken
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Unión Nacional de Picadores y Banderilleros
Im Vorfeld zur Erklärung der toros zum nationalen Kulturerbe haben die UNPBE, die Unión Nacional de Picadores y Banderilleros sowie die Asociación Sindical de Mozos de Espadas (die Gewerkschaften der picadores, banderilleros und der mozos de espada) beschlossen, verschiedene corridas in Valencia, Sevilla und Madrid zu boykottieren um ihren Interessen mehr Nachdruck zu verleihen. Dabei handelt es sich in erster Linie um die arbeitsrechtlichen Beziehungen zwischen den empresarios und den cuadrillas. Diese wollen die Verantwortung der Arbeitsbedingungen auf die jeweiligen Chefs der cuadrillas übertragen. Das sei in keinem Fall zu akzeptieren, weil damit die minimalen Rechte der Arbeitnehmer, wozu die Gehälter wie aber auch die Pflichten gehören, nicht mehr garantiert seien.

Luis Miguel Calvo (Foto: mundotoro)
Diese Offensive kommt für einige jedoch überraschend. Selbst für eine Gewerkschaft. Luis Miguel Calvo, banderillero und Präsident der Asociación Sindical de Profesionales Taurinos Independientes verkündete noch am Abend, dass dieser Aufruf zum Streik weder mit ihnen abgesprochen sei, noch dass sie davon in Kenntnis gesetzt worden wären. Sie seien sehr enttäuscht, dass die UNPBE sie in ihre Entscheidung nicht einbezogen hätte und so eigenmächtig vorgegangen sei. So könne man nicht gemeinsam die Zukunftspläne der tauromaquia gestalten. Es muss der Zeitpunkt kommen wo wir alle gemeinsam am Tisch sitzen und auch gemeinsam Entscheidungen treffen.

Simon Casas (Foto: mundotoro)
Auch auf Seiten der empresarios löst diese Vorgehensweise eine gewisse Irritation aus. Der empresario von Nimes, Don Simon Casas stellt ernüchternd fest, dass dieses Vorgehen zu einem ungünstigen Zeitpunkt käme und den ganzen Sektor betreffen würde. Und darum sei es unausweichlich dafür auch gemeinsam eine Lösung zu finden.

Betroffen sind davon bis jetzt die corridas in Valencia am 16., 17., 18. und 19. März. In Sevilla am 31. März. Sowie weitere festejos in Sevilla und Madrid.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Wenn Toreros helfen

von Philip den Málaga


In Granada wurde gestern der Benefizstierkampf für Granadown vorgestellt
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Auch das gibt es in der mundo de los toros. Matadores und ihre cuadrillas, apoderados und die empresarios, sowie die Angestellten einer plaza de toros stellen ihren Sold für einen wohltätigen Zweck zur Verfügung. Gestern wurde offiziell in der andalusischen Stadt Granada die 17. corrida de benificiencia Granadown angekündigt. Unter der Schirmherrschaft des maestros Enrique Ponce und des Lokal-matador David Fandila "El Fandi" findet am 23. März in der Monumental de Frascuelo ein Benefiz-Stierkampf statt. Die matadores de toros Enrique Ponce, Juan José Padilla, Manuel Díaz "El Cordobés", David Fandila "El Fandi" und der novillero José Ángel Fuentes werden sicherlich für gefüllte tendidos sorgen. Die Einnahmen der knapp 15.000 Zuschauer werden der Asociación Síndrome Down, der Gesellschaft für das Down-Syndrom gespendet.
Präsentation des cartels mit dem matador de toros David Fandila "El Fandi"
(Foto: mundotoro)
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Siehe auch:


Dienstag, 26. Februar 2013

Und sie sagen keiner geht mehr zu den Stierkämpfen! (2. Teil)





von Philip de Málaga


Wenn der Flughafen zur puerta grande wird. Der matador der toros Morante de la Puebla wird in Sevilla nach seiner triumphalen Amerikareise empfangen.
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Kein Kommentar!

Die Politik macht Ernst!





von Philip de Málaga



Auf dem Weg zum Kulturerbe
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Politik und taurinos auf dem Weg die tauromaquia zu fördern. (Foto: mundotoro)
Minister Wert und der matador El Juli
(Foto: mundotoro)
Gestern traf zum ersten Mal seit 1998 wieder die Comisión Consultativa Nacional de Asuntos Taurinos, der nationale Beratungsaussschuss in Sachen Stierkampf zusammen. Unter der Leitung des Ministers für Erziehung, Kultur und Sport Don José Ignacio Wert trafen sich am letzten Montag im Februar 2013 die verantwortlichen Repräsentanten des Innenministeriums, der Ministerien für Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Finanzwesen, dem Arbeitsministerium, des Sozialversicherungswesens, sowie Vertreter der autonomen Regionen Spaniens und der Komunalverbände. Auch die mundo de los toros wurde vertreten durch die Verantwortlichen der Union de Toreros, der Asociación Nacional de Organizadores de Espectáculos Taurinos, den Veranstaltern, der Federación Internacional de Escuelas de Tauromaquia, also der Stierkampfschulen, verschiedener Vereinigungen der ganaderías, veterinarios, und die Organisationen die sich für die aficionados und die abonados einsetzen.

In einem kurzen Satz formuliert, 
die Politik sitzt mit den taurinos an einem Tisch 
um die  Zukunft der tauromaquia in die Wege zu leiten. 

Die Zielrichtung war eindeutig vorgegeben: La aprobación del futuro Plan Nacional de Fomento y Protección de la Tauromaquia. Die Zustimmung für den zukünftigen nationalen Plan zur Förderung und Protektion der tauromaquia. Dabei soll vor allem die Zusammenarbeit der Politiker mit den taurinos in Spanien gefördert und stabilisiert werden. Der Dialog stehe hierbei an vorderster Stelle. Das Ministerium für Kultur hat klar Stellung bezogen, denn die tauromaquia soll voll und ganz in Ihren Arbeits- und Wirkungskreis involviert werden. Abschliessend wurde festgelegt, dass dieser Beratungsausschuss zu einer permanenten Einrichtung werden soll.


Montag, 25. Februar 2013

Und sie sagen keiner geht mehr zu den Stierkämpfen!





von Philip de Málaga




Die erste feria taurina in Spanien erfreut sich grossen Andrangs
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Kein Relikt aus alten Zeiten!
Wartende Menschen vor der Plaza der toros in Valencia im Februar 2013
(Foto: mundotoro)

Genau heute hat der Vorverkauf für Einzelkarten für die erste grosse feria taurina von Spanien in Valencia begonnen. Schon um zehn Uhr bildete sich eine Schlange die um die ganze Plaza de toros führte. Im cartel gedachte man gleich zwei Persönlichkeiten. Dem matador de toros Manolete der im August 1947 In Linares (Andalusien) von einem toro der ganadería Miura getötet worden ist, und dem bekannten Stierkampffotografen Cano.

Und da behauptet man in den ausländischen Medien, die Spanier hätten das Interesse an den toros verloren. Die Frage scheint nicht ungerechtfertigt, wie viel weiss Europa eigentlich über Spanien?


Wenn Fussballer zum Torero werden





von Philip de Málaga


Foto: mundotoro
Mit einer veronica krönt ein spanischer Fussballspieler den eindeutigen Sieg im britischen Finale des Ligapokals. Swansea gewinnt im Wembley-Stadion gegen Bradford mit 5:0. Um diesen Sieg zu feiern schwingt Chico Flores, ein wichtiges Standbein der walisischen Verteidigung, vor über 82.000 Zuschauern die capa. Olé! 

Die Symbolkraft der spanischen tauromaquia auf englischem Boden.

Samstag, 23. Februar 2013

Die goldene Medaille der Schönen Künste für Ángel Peralta





von Philip de Málaga

Ángel Peralta Pineda
Er ist wohl unter den caballeros der caballero! Don Ángel Peralta Pineda. Geboren 1925 in dem sevillanischen Dorf Puebla del Río begann er seine Karriere als rejoneador mit 19 Jahren in der plaza de toros von La Pañoleta. Drei Jahre später präsentierte er sich in Madrid und aus ihm wurde wohl einer der besten rejoneadores des letzten Jahrhunderts. Mehr noch, er repräsentierte die spanische Kultur der toros und caballos wie kein anderer auch im Ausland. So hielt er unter anderem 1960 am Institut für hispanische Kultur in Berlin einen Vortag über "Ich, das Pferd und der Stier". Als gut berittener caballero verstand er es auch sich im britischen Imperium zu repräsentieren. Für seine Leistung wurde er nun in Spanien mit der Goldenen Medaille für schöne Künste ausgezeichnet. Und wie es seinem Charakter und seiner Erziehung entspricht, mit grosser Bescheidenheit hat er diese angenommen: "Wahrscheinlich gibt es viel mehr toreros oder rejoneadores die diese Auszeichnung mehr verdient haben als ich. Ich werde sie aber mit sehr viel Freude entgegennehmen."


Galopando, galopando
por los ruedos de la vida,
llevo las riendas prendidas
en las cinturas del mundo.
Es como vivir soñando
en el sueño preferido
y despertar al mugido
de un toro redondel
y al encontrarse con él,
seguir el juego dormido.

Ángel Peralta

Das Pferd, der Stier und die Poesie, die grossen Leidenschaften eines Ángel Peraltas, jemand der in diesem Jahr mit der goldenen Medaille der Schönen Künste in Spanien ausgezeichnet worden ist. Und da sage man die toros seien keine Kunst oder nicht einmal eine Kultur.
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Siehe auch: 

Freitag, 22. Februar 2013

Wenn die Toreros ins Gefängnis gehen





von Philip de Málaga

Viele antitaurinos würden die toreros genau da am liebsten sehen: Im Gefängnis. Und diesmal sind sie sogar wirklich dort hin gekommen. Aber freiwillig. Der matador de toros Dávila Miura, der Ex-torero Rafael Torres und einige  banderilleros besuchten das Gefängnis in Sevilla um den Inhaftierten die tauromaquia näher zu bringen. Nach einer erklärenden Einführung durch den Club de Aficionados Prácticos hatten die Inhaftierten die Möglichkeit sich beim toreo de salon zu üben. Das Interesse sei auffallend gross gewesen und die Fernsehübertragungen der toros erfreuen sich auch dort grosser Beliebtheit. Der Club de Aficionados Prácticos hat es sich zum Ziel gemacht die tauromaquia genau dort hin zu bringen wo es besonders schwer ist, wie zum Beispiel im Gefängnis, um dort dann ein gewisses Interesse zu wecken, bzw ein Gefühl für die toros auf verständliche Weise zu vermitteln.
Foto: mundotoro.com

Donnerstag, 21. Februar 2013

Im Spanienforum gibt es keine oder kaum noch toros mehr

Ab heute wird das führende Forum über Spanien, das Spanienforum nicht mehr mit aktuellen Neuigkeiten aus der mundo de los toros versorgt. Die täglich verbalen Angriffe einzelner antitaurinos machten eine Bericherstattung unmöglich. Seit Übernahmenahme des Andalusienforums, wo sich die afición noch austauschen konnte, wurden die aficionados schlimmsten verbalen Repressalien ausgesetzt. Vor allem meine Person versuchte man in allen Bereichen zu diskreditieren, nur weil ich mich als aficionado de toros bekannte. Und da die Moderation diesen Bereich nicht in den Griff bekam, bzw. vielleicht auch nicht bekommen wollte, denn der Administrator wie der Moderator verstehen sich als Gegner der toros, wurde die Berichterstattung in den TAURONEWS ab heute eingestellt.
In Spanien gewinnen die toros auf allen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Ebenen. Das Spanienforum hat sich entschieden darüber nicht informiert zu werden. 
Somit werde ich die TAURONEWS auf dieses Portal STIERKAMPF für ALLE verlagern um weiterhin aus der mundo de los toros zu berichten. Gemischt mit den anderen Beiträgen soll hier versucht werden auch dem Nichtkundigen zu vermitteln, warum in Spanien die toros in diesem Jahr zum Kulturerbe erklärt werden.



Mittwoch, 13. Februar 2013

Nur 12 Prozent sind dagegen!

Die toros auf dem Weg zum Kulturerbe
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von Philip de Málaga


Gestern gegen 21 Uhr wurde das Ergebnis der Abstimmung im spanischen Parlament ob die toros zum nationalen Kulturerbe erklärt werden sollen bekannt gegeben. Das Resultat fiel ziemlich eindeutig aus:

Was auffällt nur zwölf Prozent stimmten dagegen! Woraus man im Umkehrschluss daraus schliessen kann, dass 88 Prozent des Congreso de los Diputados dementsprechend nichts dagegen einzuwenden hatten.

Selbst die Sozialisten, die sich ihrer Stimme enthielten wetterten nicht gegen die tauromaquia. José Andrés Torres Mora verkündete, dass es in den Reihen der Sozialisten aficionados geben würde, aber auch diejenigen die noch nie eine corrida gesehen haben. Er fügt hinzu, dass die toros selbstverständlich geschützt werden müssen, aber die schon gegebenen Gesetze völlig ausreichen würden. 

Die Stimmenthaltung war ein geschickter Schachzug der PSOE. Hätten sie nämlich abgestimmt, wäre die Anzahl der Ja-Stimmen um weitere Prozent nach oben gestiegen. Mit großer Wahrscheinlichkeit hätte man sogar die 70 Prozenthürde genommen. Hinzu kommt der Tatbestand, das taurinische Hochburgen wie Andalusien und seine Hauptstadt Sevilla von sozialistischen Politikern angeführt werden, und die es sich nicht gerade mit den Wählern verderben wollen.

Freitag, 25. Januar 2013

Ist Frankreich spanischer als die Spanier

Frankreich ist in Sachen tauromaquia einfach zwei Jahre oder mehr vorraus!
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von Philip de Málaga


Wer einen Blick in das französische Nachbarland wirft kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Wenn man die letzten sechs Monate zurückschaut, haben die Franzosen den Spaniern in Sachen der tauromaquia doch sehr eindrucksvoll vorgemacht wie es geht. Da entsteht der Eindruck, als ob sich die Kopentenz für die toros von der Iberischen Halbinsel zur Grande Nation verlagert.


Es began vor fast zwei Jahren. 

Ausgerechnet an einem Karfreitag im Jahr 2011 wurden in Frankreich die Illusionen der antitaurinos ans Kreuz getragen, indem die Regierung die mundo de los toros zum immateriellen Kulturerbe erklärte. Dann kehrte ein wenig Ruhe ein, während die Gegner der toros alles versuchten weitere Niederlagen zu verhindern. 

Doch dann kam am 16. September 2012, der große Tag in Nimes. Der spanische matador de toros José Tomás versetzte die afición in einen Rausch. Aber nicht nur sie, auch die französische Regierung fühlte sich nun bestätigt und angeregt. 

In der Zwischenzeit verkündete am 20. September 2012 die Zeitschrift Midi Libre, dass 42 Prozent der Franzosen die toros als Tradition sehr wohl akzeptieren. Dabei auffallend, die Mehrheit ist auch nicht mehr dagegen.


Nur einen Tag später am 21. September 2012 wurde von dem gallischen obersten Tribunal dem antitaurinismo mitgeteilt, dass die tauromaquia sehr wohl mit der französischen Verfassung harmonisieren würde. Da gäbe es überhaupt keine Zweifel!

Und um den Standpunkt der französischen Regierung keinen Zweifel zu lassen, setzt man noch einen oben drauf. Am vergangen Dienstag den 22. Januar 2013 fällt man im Innenministerium einen Entschluss welcher die antitauristas wohl in eine Schockstarre versetzt haben muss. Denn mit sofortiger Wirkung ist es von nun an den Gegnern der toros absolut verboten, weder an den puertas noch im Umfeld der 47 französischen Plaza de toros irgendwelche antitaurinischen Aktivitäten zu veranlassen. Mehr noch, die jeweiligen Provinzen und Rathäuser sind verpflichtet die Anweisungen aus der französischen Hauptstadt umzusetzen.

Und in Spanien?

Da kann man nur neidisch über die Pyrenäen schauen. Spanien ist noch nicht einmal dort angekommen wo die Franzosen schon am Karfreitag im Jahre 2011 waren. Es liegt klar auf der Hand, in Sachen Kopentenz und Umsetzung haben die französischen Nachbarn die Nase einfach um zwei Jahre vorne. Mindestens!

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Siehe auch: