Samstag, 9. März 2013

El País geht in die Offensive




von Philip de Málaga


Die größte spanische Tageszeitung berichtet nun täglich von den toros
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Sie ist nicht nur die grösste Tageszeitung Spaniens sondern auch international die wohl renommierteste auf der iberischen Halbinsel. EL PAÍS versteht sich als ein linksliberales Medium und tendiert eher zur PSOE als zur PP. Daher wäre eine antitaurinische Gesinnung naheliegend. Aber ohne Frage, kulturell gesehen ist sie in Spanien das wohl anspruchsvollste Blatt mit intellektuellen Einflüssen. Und gerade da gibt es ein Thema dass an den Intellektuellen des Landes nicht vorbei kommt. Die mundo de los toros. Einer der profiliertesten Schreiber dieses Blattes, Mario Vargas Llosa ist geradezu ein Vollblut-aficionado. Und trotz der sozialistischen Einflüsse gelang es EL PAIS ziemlich neutral, sprich informativ über die tauromaquia zu berichten. Beide Seiten kamen zu Wort. Trotzdem kam das protaurinische Gedankengut stets mehr zur Geltung. Fand einfach mehr Interesse bei den Lesern.

Und nun geht Spaniens größte Tageszeitung in die Offensive und berichtet täglich von der mundo de los toros. Nicht in der Zeitung sondern online wurde das Portal LA LIDIA geschaffen. Angeführt wird das Team von Antonio Lorca, dem Stierkampfexperten von EL PAÍS. Begleitet wird er von den aficionados de toros Rosa Jiménez Cano, Quino Petit und Paz Domingo.

"El mundo de los toros analysiert mit den Augen der Journalisten von EL PAÍS mit aller Ernsthaftigkeit, mit hohem Anspruch und der nötigen Sensibilität die Kunst, die eine der vielschichtigsten Momente des Lebens in der Geschichte darstellt."

Und das erste Thema mit dem sie sich beschäftigten ist, man kann es schon beinahe erahnen, interessieren uns die toros oder nicht? Ist es lediglich ein Schauspiel, nur ein Spektakel oder Kultur? Sein oder Nichtsein, dass ist hier die Frage.

Freitag, 8. März 2013

Lamborghini und die Stiere

Ein grosser Irrtum, nicht bei allen Modellen handelt es sich um toros
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von Philip de Málaga
Die meisten, die den Namen Lamborghini hören, denken dass sich hinter den Modellen die Namen von bekannten toros verbergen. Doch dem ist nicht so.

LAMBORGHINI MIURA: 
Bei Miura handelt es sich um eine ganadería. Aber nicht irgendeine. Von dieser Stierzucht kommen die grössten und auch gefährlichsten Exemplare, die die meisten toreros auf dem Gewissen haben. Es war der erste Lamborghini mit einem taurinischen Namen.

1947: Der toro Islero tötet Manolete
LAMBORGHINI ISLERO: 
Islero war ein toro der ganadería Miura, der dem berühmten matador de  toros Manuel Rodriguez "Manolete" am Donnerstag den 28. August 1947 in Linares tödliche cornadas zufügte.

LAMBORGHINI ESPADA: 
Bei der espada handelt es sich um den Degen, den der matador benutzt um zur estocada anzusetzen mit dem Ziel den res zu töten.

LAMBORGHINI JARAMA: 
Mit diesem Namen wird die bekannten Rennstrecke bei Madrid mit den populäres festejos taurinos und den encierros in der Zone des Flusses Jarama verbunden.

LAMBORGHINI MURCIÉLAGO: 
Bei Murciélago (Fledermaus) handelt es sich um einen weiteren toro der ganadería Miura, der 1878 unter dem matador de toros Largatijo 24 estocada-Versuchen standhielt, und man ihm deswegen ein indulto gewährte.

LAMBORGHINI URRACO: 
Bei Urraco (Elster) handelt es sich um schwarz-weisse toros die der Färbung einer Elster entsprechen.

LAMBORGHINI DIABLO: 
Diablo (Teufel) war ein toro der ganadería Duque de Veragua, der am 11. Juli 1869 in Madrid dem matador El Chocorro gegenüberstand und wegen seinem aggressiven Verhalten den taurinos noch lange in Erinnerung geblieben ist.

LAMBORGHINI GALLARDO: 
Bei Gallardo handelt es sich um eine Stierrasse die aus der Kreuzung von andalusischen toros, und toros aus der Region Navarra entstanden ist.

LAMBORGHINI JALPA: 
Hinter dem Namen Jalpa verbirgt sich die mexikanische ganadería Santa María de Xapla aus Mexiko.

LAMBORGHINI REVENTÓN: 
Reventón war ein toro der ganadería Don Rodriguez, der den mexikanischen novillero Felix Guzmán am 30. Mai 1943 in der plaza de toros El Toreo (Mexiko Stadt) eine tödliche cornada zufügte. Doch der novillero liess sich nicht in die Krankenstation bringen um noch vorher im ruedo seinen novillo zu töten. Drei Tage später, am 2. Juni 1943 erlag er seiner cornada.

LAMBORGHINI VENENO: 
Veneno war ein toro der ganadería Moreno Santamaría der die Karriere des jungen Talentes Hipólito am 2. August 1914 beendete. Siehe: Ein toro für drei Millionen Euro?

Zu erwähnen sei noch, nicht alle Namen der Lamborghini beziehen sich auf die tauromaquia, wie zum Beispiel Countach.

Die Provinz Jaén erklärt die toros zum Kulturgut




von Philip de Málaga


Ohne Gegenstimme zum Kulturerbe deklariert
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Palacio Provincial in Linares (Jaén)
Nach den Provinzen Almería, Badajoz, Huelva, Palencia und Zamora hat nun die Diputación Provincial de Jaén (Kreistag) für die Provinz Jaén die fiesta de toros, also alle Veranstaltungen mit den toros zum regionalen Kulturgut erklärt. Dazu gehören in erster Linie die festejos taurinos, aber auch andere Traditionen wie die encierros. Der Antrag wurde von der Partido Popular eingereicht, und obwohl der Präsident Don Francisco Reyes Martínez dem sozialistischen Lager angehört, wurde der Antrag in dieser Woche im Palacio Provincial mit absoluter Mehrheit angenommen, bei zwei Enthaltungen und nicht einer einzigen Gegenstimme.

Donnerstag, 7. März 2013

Ein toro für drei Millionen Euro?

Lamborghini nennt sein letztes Modell Veneno, doch dieser brachte nicht viel Glück
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von Philip de Málaga

Auch beim Automobilsalon in Genf ist die tauromaquia vertreten. Firmenchef Stephan Winkelmann stellte den neuen Lamborghini vor, von dem nur drei Stück produziert werden sollen. Mit 750 PS erreicht er 355 Stundenkilometer, eine geballte Kraft eines toros, nachdem dieses Model benannt worden ist. Veneno (Gift) der ganadería Moreno Santamaría der dem novillero José Sánchez Rodriguez gegenüberstand. Besagter matador war Anfang des letzten Jahrhunderts ein angesagter Kindertorero. Mit nur 12 Jahren begann er in einer cuadrilla aus Sevilla. Schnell avancierte er im Mai 1912 zum novillero und stand nur ein Jahr später, im Mai 1913, gleich sechzehn becerros gegenüber und man bescheinigte ihm einer der toreros más alegre zu sein, ein torero mit der erfrischendsten Art beim toreo und er legte sich den Künstlernamen Hipólito zu.

Der Ort des Geschehens am 2. August 1914
Sanlúcar de Barrameda
Am 2. August 1914 begegnet Hipólito in der plaza de toros von Sanlúcar de Barrameda dem toro Veneno. Es war der zweite toro des Nachmittags und schon bei einer der ersten lances mit der capa erwischte er mit seinen Hörnern den 19-jährigen torero und fügte ihm eine schlimme cornada im Gesicht zu. Mit einem Horn drang der toro in den linken Backenbereich ein um dann aus dem rechten Auge wieder herauszukommen, welches auch komplett zerstört worden ist.

Der erfolgreiche Weg des jungen matadores aus San Bernado (Sevilla) schien beendet. Trotzdem versuchte er es ein Jahr später aber erst 1921 stellten sich wieder die ersten Erfolge, vor allem in Madrid ein. Am 15. August desselben Jahres nahm er zur Überraschung vieler in Sanlúcar de Barrameda die alternativa. Doch so richtig gelang es ihm nicht mehr an seine alten Zeiten anzuknüpfen und auch die Reisen nach Mexiko und Venezuela brachten ihm nicht den gewünschten Durchbruch und so beendete er 1927 seine Karriere als matador de toros  und wurde hier und da in andalusischen plaza de toros lediglich nur noch als peón gesehen.

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SIEHE AUCH
Lamborghini und die Stiere

José Tomás tritt nicht in Aguacalientes an




von Philip de Málaga


Der spanische Startorero wird wohl doch nicht in Mexiko antreten
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Der spanische matador de toros José Tomás
(Foto: Mauricio Berho, mundotoro)
Europäische aficionados haben sich schon Gedanken darüber gemacht, wie man im April eine Reise, nein eher eine Wallfahrt zum mexikanischen Aguacalientes organisieren könnte um ihren matador de toros José Tomás zu sehen, der dort vor drei Jahren beinahe an einer cornada gestorben wäre. 600.000 Euros verlangt der torero aus Galapagar (Madrid) um die 16.000 Plätze in den tendidos der plaza de toros zu füllen. Eine geradezu astronomische Summe, denn schliesslich wollen die anderen beiden matadores "Zotoluco" sowie Diego Silveti und letztendlich die empresa auch ein wenig dabei verdienen. Nun wird die afición wieder einen Blick nach Spanien werfen. Die größte plaza de toros von Europa, Las Ventas in Madrid wie auch Málaga und andere cosos der ersten categoría haben Interesse bekundet.

Mittwoch, 6. März 2013

29 Jahre ohne Paquirri

von Philip de Málaga


Gestern wäre Paquirri 65 Jahre geworden

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Paquirri
(Foto: mundotoro)
Er ist wohl jene letzte grosse Persönlichkeit der tauromaquia, welche den toros zum Opfer gefallen ist. Am 24. September 1984 starb der matador de toros Francisco Rivera Pérez "Paquirri" an den Folgen einer cornada in Pozoblanco (in der Provinz Córdoba in Andalusien). Hier einige Stimmen grosser toreros:

Niño de la Capea
(Foto: mundotoro)
"Er war eine Persönlichkeit mit viel Charakter. Er hatte klare Vorstellungen und war ein unglaublicher Freund. Er lebte nur dafür torero zu sein. Es ist wirklich bedauernswert, dass er uns verlassen hat ohne seine Leben weiterzuführen.

Am Anfang dachten alle, dass dieser torero über kein Charisma verfüge, doch mit der Zeit, Schritt für Schritt hat er alle Herzen gewinnen können.

Sein Tod war die schlimmste Nachricht die mich jemals erreicht hat. Ich habe viel geweint und ich habe die gemeinsamen Tage passieren lassen. Er war mein grosses Idol und hat mir gezeigt stolz auf meinen Beruf zu sein. Seine Ehrlichkeit und sein beispielhaftes Verhalten waren für mein Leben geradezu lebenswichtig und auf diese Wurzeln basierend erlebte ich die besten Jahre meines Lebens."

Damaso González
(Foto: mundotoro)
"Er war ein Sklave seines Berufes und seiner afición. Auf alles hat er sich gewissenhaft vorbereitet. Dieser Beruf verlangt eine professionelle Leidenschaft die nicht alle in der Lage sind zu erfüllen. Er hat sich zwei oder drei Monate auf das Land zurückgezogen um den Rest der Welt zu vergessen. Am Ende erreichte er genau das, wo er hin wollte: Ein bedeutender torero zu sein! Er wurde bekannt und erreichte genau jenen Ruhm denn er gesucht hatte.

Und alles erreichte er mit einem ungeheuren Einfühlungsvermögen welches er in der Lage war zu vermitteln. Wenn der toro nicht angriff ging er in den Angriff über.

Aber für mich war er am besten mit der espada. Er war wohl der matador der am besten töten konnte!

Sein Tod machte mich sprachlos. Es war einfach nur unglaublich. Ein torero und ein Freund sind gegangen. Ich benötigte vier Tage um mich davon zu erholen."

El Soro
(Foto: mundotoro)
"Ich habe ihn in Sanlúcar kennen gelernt. Ich war noch ein novillero und er ein heiliger matador de toros. Aus dieser Begegnung ist eine intensive Freundschaft entstanden. Viele Jahre später, 1982 sind wir das erste Mal gemeinsam aufgetreten. Das war in Valencia, meine zweite corrida de toros neben Niño de la Capea. 

Er war sehr introvertiert und bescheiden. 

Im ruedo ging er keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. 

In allem was er tat war er ziemlich professionell, vom Anfang bis zum Ende. Wenn der Tag 24 Stunden zählt so hat er 26 Stunden gearbeitet. Echtheit und Strenge prägten seinen Weg. Er kämpfte für seine Leute, seine Familie und verzichtete auf einige Dinge um seinem Beruf nachgehen zu können.



Dienstag, 5. März 2013

Begegnung mit den toros (4. Teil)

Fällt die Begegnung mit den toros ins Wasser?
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von Colin Ernst 

Freitag

Schon vor dem Wochenende werden die Wetterberichte verfolgt. Wie wird das Wetter am Sonntag wohl sein? Die Voraussagen sind nicht die Besten, eine neue Regenfront nähert sich bedenklich der Region Cádiz ...

Samstag 

Am Nachmittag hört man erste Donnerschläge, aber noch fällt kein Tropfen, hoffendlich bleibt es so. Freunde sind extra aus Deutschland angereist, für die novillada in Sanlúcar, an diesem Sonntag und für das Festival gegen den Krebs, in Córdoba am kommenden Sonntag.

Auf der Plaza Cabildo sitzen wir bei pescaíto frito und Manzanilla zusammen, alles dreht sich um den bevorstehenden Stierkampf. Welcher der jungen Aspiranten wird wohl mit seinen Stier so gut arbeiten, das man ihm orejas (Ohren, eine Auszeichnung für eine besonders gute faena), zuspricht. Immer wieder, besorgte Blicke gen Himmel - Hält das Wetter?

Wenn man zu einer corrida geht, an dem toreros teilnehmen, die man persönlich kennt, sind ganz andere Gefühle im Spiel, als wenn man zu einem festejo taurino geht, dessen Akteure man nur durch Presse und TV kennt. Man macht sich Sorgen, ob die jungen toreros nervös sind, wie wird der Stier sein, auf den unser Freund trifft. War die Vorbereitung ausreichend, was soll er machen, wenn der Stier einer ist, der gar nicht angreift, oder gar einen Sehfehler hat .... unsere Gespräche drehen sich im Kreis. Auch wir bereiten uns vor, Kameras werden mit frischen Filmen bestückt, die weißen Taschentücher werden sorgsam verstaut. Regencapes zur Vorsicht in die Jacken gesteckt. Und das allerwichtigste, die Eintrittskarten bereitgelegt. Die Stiere sollen am frühen Sonntagmorgen angeliefert werden, und wir wollen natürlich dabei sein.

Sonntag

Es ist neun Uhr, bewölkt, leichter, ablandiger Wind, wir machen uns auf den Weg. Kurz bevor wir die plaza erreichen, fallen die ersten Tropfen - aus fröhlichen Gesichtern werden besorgte. Eine halbe Stunde später regnet es richtig und wir beginnen sprichwörtlich zu beten. Mit anderen aficionados, toreros, Helfern und den novilleros stehen wir im Eingangsbereich der Arena und warten. Besorgt schauen alle immer wieder in das geschmückte Rondell, die ersten großen Wasserpfützen bilden sich.... - wenn es jetzt aufhört.... Aber es hört nicht auf, der Sandboden verwandelt sich in eine große Pfütze. Die ersten schütteln die Köpfe. Nein, es wird nicht gehen, selbst wenn der Regen jetzt nachgibt. Der Boden wird für Tier und Mensch zu einer rutschigen Schlammkule werden und das ist zu gefährlich.

11:30 Uhr, Carmelo, der empresario der plaza sagt die corrida ab! Abgesagt wegen Regens (Suspendido por lluvia). Alle haben lange Gesichter, die Helfer, die novilleros, der Stierzüchter und die Stierkampfbegeisterten. Einzig die Stiere wird es freuen, es geht zurück auf ihre Finca. Angesichts der bedenklichen Wetterlage hatte man diese, anstatt abzuladen, auf dem Transporter belassen, um sie nicht unnötig aufzuregen. Sehr umsichtig, denn grade das Verladen ist immer ein stressiger Moment für die sensiblen Tiere. So aber stehen sie ganz ruhig auf dem Transporter, kein Gebrüll, kein Getrampel, wenn ich es nicht wüsste, würde ich keine Stiere dort vermuten, so ruhig sind sie. Nun besteigt der Fahrer den Wagen und macht sich, langsam fahrend, auf den Rückweg.

Der Plazabetreiber wird sich nun mit den toreros und allen Beteidigten besprechen (hoffendlich auch mit dem Wettergott), wann man die corrida neu ausrichten kann. Alles muss ja nun noch einmal neu organisiert werden. Er will versuchen, am kommenden Samstag oder Sonntag, alle erneut zusammen zu bekommen, um den Zuschauern, den Bedürftigen, dem Züchter und den novilleros, das zu bieten, was er versprochen hat - Ein festejo beneficiado zu Gunsten Behinderter - Einen Stierkampf in Sanlúcar de Barrameda!

Wir stehen nun buchstäblich im Regen, also machen wir das Beste daraus. Ab ins Auto und nach El Puerto de Santamaria, in die Stierkampfkneipe Sol y Sombra, Rabo de Toro essen (den besten in der Kante) und besprechen, was man so mit der Woche anfängt, bis es zur nächsten, eingeplanten corrida geht - nächsten Samstag in Córdoba. Auch dies ist eine Benefizveranstaltung, aber mit einem "Cartelazo" wie man es selten sieht: Mit den maestros Enrique Ponce, Juan Padilla, Finito de Cordoba, David Mora, Manuel Diaz"El Cordobés", dem rejoneador Diego Ventura und dem novillero aus Córdoba "Largatijo". Sieben toros, sieben toreros und hoffendlich kein Tropfen Regen.

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SIEHE AUCH:
Begegnung mit den toros (1. Teil)
Begegnung mit den toros (2. Teil)
Begegnung mit den toros (3. Teil)

Montag, 4. März 2013

Die Jugend und die Stiere




von Philip de Málaga


75 junge Menschen besuchen Enrique Ponce
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La juventud con los toros. Die Jugend mit den Stieren. (Foto: mundotoro)
Wer sich traute durfte selbst mal die muleta führen.
(Foto: mundotoro)
Am letzten Samstag besuchten 75 junge Menschen der Vereinigung Tendido Joven aus Valencia den matador de toros Enrique Ponce auf seiner Finca in Jaén. An zwei becerras und einem novillo zeigte er der interessierten Jugend die Kunst des toreo. Und wer den Mut aufbrachte, selbst so einem res gegenüber zu stehen, wurde von dem maestro einfühlungsvoll an die Materie näher gebracht. Im Anschluss fand eine Gesprächsrunde statt, wo Enrique Ponce all die Fragen der Jugendlichen beantwortete und am Ende zeigte er ihnen seine Finca und den Raum mit den Trophäen, wo unter anderem die ausgestopften Köpfe namenhafter toros zu sehen waren.

Begegnung mit den toros (3. Teil)

Wenn man für Wohltätigkeit sein Leben aufs Spiel setzt
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von Colin Ernst 


Wie soll ich den heutigen Trainingstag in Sanlúcar beschreiben...? Morgens wecken einen die Kanarienvögel der Nachbarn mit ihrem Gesang, meinen Weg zur Plaza de toros begleitet das Geklapper der zahlreichen Störche, auf den Dächern von Sanlúcar de Barrameda.

Noch scheint die Sonne, aber schon beim Ankommen, bemerke ich die Spannung. Der empresario (also der Veranstalter und Mieter der plaza), dreht seine Runde, von einem tendido zum anderen, von dem patio de caballos in den toril, die puerta grande klemmt. Es ist Regen angesagt, für Samstag, den Tag vor der corrida.
Das Üben der estocada
Im sombra, auf der Schattenseite, muss neuer Sand ins Rund der Arena geschafft werden. Hier und da fehlt ein Nagel..., der Mann ist schwer beschäftigt, alles auf Vordermann zu bringen, für das festejo. Es ist ein festejo zu Gunsten kranker Menschen, obendrein "nur" mit novillos, - ob das reicht, um die Ränge zu füllen?

Fast alle, die hier regelmäßig trainieren, haben einen Block mit Eintrittskarten und so kommen die Sanluqueños vorbei und kaufen ihnen die Karten direkt ab. Auch ich hab mir schon meine entrada besorgt, beim alten Mann, der die Schlüssel zur plaza hütet.

Zwischen 10 und 15 Euros kosten sie, also erschwinglich (die, für Cordobas festejo gegen Krebs, kosten das drei-bis vierfache). Viele toreros kämpfen gratis, in corridas de benificencia zu Gunsten von Behinderten und Kranken, und somit habe ich zwei entradas für einen guten Zweck erstanden, das freut doppelt. Was das für den empresario bedeutet, werde ich bald erfahren, denn er hat mir ein Interview versprochen.

Auch die novilleros, die am Sonntag hier ihr Leben riskieren, wollen mit mir sprechen, sie können jeden Zuspruch und jede Hilfe brauchen. Heute waren sie auch wieder drei Stunden hier, um ohne große Pausen die muleta- oder die capaarbeit zu üben. Einige klagen über Schmerzen in den Handgelenken, anderen sieht man den Schmerz bei den Dehnungsübungen an. Es freut mich, so junge Menschen, engagiert und ernsthaft zu sehen, emsig schwingen sie ihre capas.

Das Üben mit der muleta
Die "alte Garde", von toreros, banderilleros, die schon Jahre hier gemeinsam trainieren, sind entspannter, man frotzelt über den Clássico von gestern: Madrid : Barca - auch hier spaltet sich die spanische Seele - catalan ist beinahe ein Schimpfwort, im tiefen Andalusien. Barca Fans leiden heute morgen...

Dann kommt der matador de toros Padilla. Heute steht Fitnesstraining an, auch er hat am Wochenende einen Kampf, in Olivenza. Ein cartelazo, wie man sagt, wenn drei Spitzentoreos auftreten. El Juli, Perrera und Padilla.

Überhaupt Olivenza, anderes cartel kündigt Manzanares, Morante und Talavante an - ich kann gar nicht sagen, welche corrida mich mehr reizt. (Beide!!!) Aber ich habe Karten für Sanlúcar und seine novilleros und ich bin gespannt, wie sie das Gelernte umsetzen.


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SIEHE AUCH:

Sonntag, 3. März 2013

Begegnung mit den toros (2. Teil)

Und dann ist die ganze Arbeit vielleicht umsonst?
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von Colin Ernst

Auch heute zieht es mich früh zur Plaza de toros, ob Padilla wieder da ist? Nein ist er nicht, aber alle novilleros sind mit ihren Trainern zugange.
Novilleros, die mit der capa üben.
Ich komme mit zwei Jungs ins Gespräch, novilleros aus Frankreich, die keiner escuela taurino angehören und durch Spanien reisen, auf der Suche nach "Oportunidad", einer Chance. Die Zeiten sind schlecht, für novilleros, besonders wenn sie keinen apoderado im Nacken haben.

Der symbolisierte toro, dabei versucht der Mensch zu fühlen
was einen toro bewegt.
Mit Hand und Fuss, schilldern sie mir, wie sie herkamen und wo es hingehen soll. Ihr Geld, für dieses Abenteuer, haben sie sich in einer Eisenfabrik verdient. Nun reisen sie durchs Land, besuchen alle plazas, versuchen mit trainieren, wo man sie lässt. Auch bei den Züchtern wollen sie anklopfen, bieten ihre Mitarbeit an, um dort wenigstens mal mit einer Kuh trainieren zu können. Später hat Javier ein Treffen im Norden Spaniens, mit den "Stierspringern", wo er eine Gruppe verstärken kann. Wie es weitergeht, wissen beide nicht. Morgen geht es nach Sevilla und von dort aufs Land. Ich wünsche beiden viel Glück, aber ohne apoderado wird das schwer, zumal ihr Level nicht besonders hoch ist, was das toreo angeht... 

Diese espadas sind aus Holz aber die
richtigen kosten ziemlich viel Geld
Das gleiche beklagt auch der Mann, der jeden Tag die Tore der Plaza de toros in Sanlúcar öffnet. Er hat viele kommen und gehen sehen, sein Gesicht wird traurig, wenn er zu den toreros hinsieht. Einer von ihnen, ein matador de toros, der hatte in der letzten Saison nicht mehr als drei oder vier corridas. Und dafür trainiert man von klein an? Alternativa... und dann - keiner ruft an, um ihn zu einer corrida zu verpflichten... Er zeigt auf einen der novilleros, der am Sonntag vor den toros stehen wird. Die Familie hat einen Obst/Gemüsegarten, wo der Junge jeden Tag arbeitet, um sich das Geld zu verdienen. Denn torero sein, ist ein teurer Spass. Der Eintritt in eine "escuela taurina", eine Schule für angehende toreros kostet viel Geld. Je nach Fabrikant kostet alleine schon die capa,  200 Euros und 150 Euros muss man für eine muleta hinlegen. Und ein guter espada kostet um die 500 Euros und mehr. Eine traje corto, oder gar ein traje de luces, geht richtig ins Geld. Dann muss man novillos, Jungstiere, kaufen, um mit ihnen zu trainieren und diese auch zu töten. Und das alles, ist nicht zu machen, ohne Geld im Rücken.

Der Angriff des toros wird vorbereitet
Es macht nachdenklich, angesichts des Eifers, mit dem hier trainiert wird. Und noch eines beklagt der Mann, mit dem Schlüssel zum coso, die Misere in der sich die ganaderías (Züchter) befinden. Viele werden ihre eigentlich wertvollen Stiere und Kühe zum Metzger bringen müssen, denn der Markt ist am Boden, zumindest für die ganaderías, die nicht so gefragt sind.

Der Hund beisst sich in den Schwanz, die novilleros haben kein Geld um sich Stiere zu leisten, die plazas und deren empresarios, sparen wo sie können, also muss man sehr viel Geld mitbringen, wenn man torero werden will.

Juan Luis Rodríguez: "Ich habe die Illusion verloren!"
Nur zwei corridas im letzten Jahr.
(Foto: mundotoro)
Ins Bild passt auch der Rücktritt von Juan Luis Rodríguez (alternativa 2009), der heute im Stierkampfmagazin Aplausos seinen Rücktritt angekündigt hat. Er kann es sich einfach nicht mehr leisten ein torero zu sein! Er muss seine Familie unterstützen, also regelmäßig Geld nach Hause bringen. Kein Geld mehr für aufwendiges Training, Lichteranzug etc. - und leider wird er nicht der letzte sein, der aufgeben wird.

Es wäre wünschenswert, wenn sich auch ausserhalb der spanischen Grenzen aficionados finden, die novilleros oder überhaupt toreros finanziell unterstützen würden. In Spanien gibt es peñas taurinas, so genannte Vereine die sich für die tauromaquia begeistern, und versuchen hier und da einen torero zu unterstützen. Darum ist es so wichtig dem restlichen Europa zu vermitteln, warum die toros in Spanien zum Kulturgut deklariert werden.

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SIEHE AUCH:
Begegnung mit den toros (1. Teil)

Samstag, 2. März 2013

Schüler interessieren sich für die toros!




von Philip de Málaga


5.000 Schüler füllen die Ränge in Olivenza (Badajoz)
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Schüler der Unter- und Mittelstufe füllen die tendidos in Olivenza
(Foto: mundotoro)
Julián López "El Juli"
(Foto: mundotoro)
Man ist geneigt festzustellen, dass die toros eigentlich nur noch ein Erbe der vergangenen Tage seien und dementsprechend sich nur noch ältere Leute dafür interessieren. Doch in dieser Woche hat man in der Extremadura das Gegenteil bewiesen. 5.000 Schüler der Unter- und Mittelstufe aus verschiedenen Schulen in Olivenza und Badajoz füllten die tendidos des cosos von Olivenza, während einer der ersten ferias taurinas in Spanien. Zwölf Schüler aus zwei escuelas taurinas demonstrierten ihr Können. Begleitet wurden ihre Auftritte durch den matador de toros Julián López "El Juli", der den jungen Leuten über Lautsprecher erklärte, was gerade im ruedo stattfand. Mehr noch, er erklärte nicht nur das Handeln der toreros sondern auch zu vermitteln warum die Tiere so reagieren. Er versuchte dem jungen Publikum den Umgang mit den toros zu vermitteln und die Schüler in den tendidos zeigten sich sehr fasziniert von dem was sie zu sehen und zu hören bekamen.
5.000 Schüler verfolgen gespannt das Geschehen im ruedo
(Foto: mundotoro)
In den spanischen Medien spricht man von einem grossen Erfolg und einem tollen Ambiente bei der Veranstaltung, welche vom Rathaus in Olivenza sowie dem Kreistag in Badajos gefördert worden sind. Julián López war am Ende der Veranstaltung emotional ziemlich ergriffen: "5.000 Kinder so nah am toreo zu sehen, ist einfach nur wunderbar. Heute verlasse ich die Plaza de toros besonders glücklich und ergriffen."
Der matador de toros Julián López "El Juli"
im Kreise seiner neuen Verehrer
(Foto: mundotoro)

Begegnung mit den toros (1. Teil)

Auf den Spuren der Toreros
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von Colin Ernst

Pünktlich um zehn Uhr morgens, öffnen sich die Tore des "Coso del Pinar" - der Plaza de toros in Sanlúcar de Barrameda. Im Gänsemarsch traben die novilleros und die matadores in die Arena, denn vor dem toreo de salón, steht das Joggen und anderes Aufwärmtraining an.

An fünf Tagen der Woche ist geöffnet und es finden sich toreros aus allen Teilen des Landes ein. Diese Woche steht unter einem besonderen Stern, der novillada, eine corrida de beneficencia zu Gunsten Behinderter in Sanlúcar, am 3. März, um 17 Uhr.

Eloy Hilario
Auch ich war pünktlich vor Ort, um mir ein Bild zu machen. Einen novillero kenne ich noch vom Vorjahr, Eloy Hilario. Ich kann sehen, das er Fortschritte gemacht hat, vor allem mit der muleta. Im Vorjahr fiel er mir besonders beim Training mit den banderillas auf und ich dachte, das dies sein "Fachgebiet" sei. Nun steht er in wenigen Tagen in der plaza seines pueblos, und man merkt die Anspannung. Ruben Franco, Fernando Gonzales , Sergio Salas, Alejandro Jurado und Juan de Castillo, sind die weiteren Mitstreiter von Eloy. Ich will ihn nicht stören, vor dem großen Tag, später werden wir ein Schwätzchen halten.

Álvaro Sanlúcar
Ein anderer alter Bekannter ist Álvaro Sanlúcar, der 2011 Auszeichnungen erhielt und als hoffnungsvolles Talent gilt. Er fiel mir durch sehr elegante capa- und muletaarbeit auf. 2012 hatte er recht gute Ergebnisse und alles was er braucht, sind mehr corridas. Auch er ist besser geworden, man merkt das harte Training.

Diego Jiménez, M. Soto, Antonio Jose Blanco, toreros aus Sanlúcar, sind jeden Tag präsent, stehen dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Verfügung. Wer das Training verfolgt, kann lernen. Warum hält man die muleta so und nicht anders, in welchem Moment kann man eine veronica machen, und wann nicht. Wie schwingt man die capa im quite, wie wenn der toro auf einem zugaloppiert. Handhaltung, Drehungen des Handgelenks, Drehungen der Hüften, mit welchem Bein steht man, wann, richtig...? Ich verfolge die Anweisungen mit großem Interesse, denn so kann ich mir noch besser ein Bild machen, von dem was Sonntag umgesetzt wird, oder auch nicht.

Mein erster Tag, auf Spuren der toreros, hielt noch eine Überaschung für mich bereit: Juan José Padilla, der maestro aus Jerez de la Frontera, grade zurück aus Südamerika, kam zum Training! Normalerweise trainiert er nicht oft in der Öffentlichkeit  Heute machte er die Ausnahme, ein Kindergarten hatte sich angesagt. Man muss sagen, er ist sehr Kinderlieb, hat Geduld mit den Zwergen. Die Kleinen hatten sich alle auf den estribo gesetzt, und mit Klatschen und "Padilla, Padilla" Rufen, den maestro animiert, sich zu ihnen zu setzen. Einigen hat er ein paar pases mit der muleta gemacht, "torero, torero", piepsen die Minis. 
Der matador der toros Juan José Padilla (rechts mit der Augenklappe)
Nachdem der offizielle Teil vorbei ist, kann ich endlich das Training, des "Piraten" verfolgen, eine Lehrstunde. Sein Knie, welches in Mexico einen Hornstoss abbekam, ist mit einer Neoprembandage geschützt, ich kann keine Behinderung erkennen. Die nächsten Tage wird er im campo trainieren, um sich auf die Saison vorzubereiten.

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ÜBER DIE AUTORIN
COLIN ERNST

1963 in Düsseldorf geboren verschlug es die gelernte Reitlehrerin nach Menorca. 





Taurinische Biographie

1999 Besuch ihrer ersten corrida in Palma de Mallorca.

"Eines Tages entdeckte ich die Anzeige einer corrida in Palma de Mallorca, also ab aufs Schiff und nix wie hin. Alles war sehr neu und aufregend und als Reiter zog es mich zuerst in den patio de Caballos. Dann sass ich im Tendido 3. Reihe unten, mit der besten Aussicht. Mich beeindruckte damals vor allem wie der toro aus dem toril schoss (atemberaubend schön mit seiner Kraft), auf den matador zu, und dann das Pferd umwarf. Sofort rannte ich wieder zum patio de caballos, um dem armen Pferd zu helfen. Die Helfer und der picador nahmen gerade den peto (Schutzdecke) ab und siehe da, außer dem Schrecken hatte das Pferd keine Verletzungen. Man erklärte mir alles, rund ums Pferd und so verpasste ich fast meine erste corrida."

Seit 1999 aficionado de toros.

Besonders geschätzte toreros
  • Morante de la Puebla
  • Enrique Ponce 
  • Juan José Padilla
  • Román (novillero)
  • José Garrido (novillero)
Bevorzugte ganaderías
  • Victorinos
  • Miura
Lieblingsbücher

... oder du wirst Trauer tragen von Dominique Lapierre und Larry Collins 

"Schuld ist El Cordobes! Meine Mutter, aficionada solange ich denken kann, wünschte sich vor 30 Jahren das Buch "... oder du wirst Trauer tragen", welches eine Biographie über das Leben des matador de toros El Cordobés. Als Leseratte, konnte ich nicht umhin, es auch zu lesen, ... und nochmals und nochmals zu lesen. Der Virus begann im fernen Deutschland zu brodeln und als ich vor gut 15 Jahren nach Spanien umsiedelte, dachte ich, das ich nun mein Wissen um die tauromaquia vertiefen könnte. Weit gefehlt, denn ich landete auf einer Insel, wo es keine afición gibt. Keine Taurozeitschriften, keine Plaza de toros, keine Stiere ... bis ich 1999 nach Palma de Mallorca kam."

Die Klassiker von Ernest Hemingway
Die Stiere von Parral von Marguerite Steen
Joselito ... el verdadero von José Miguel Arroyo 
De frente y por derecho von Manuel Díaz El Cordobés

Leitmotiv

"Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters!

Begegnung mit den toros (2. Teil)