Donnerstag, 16. Mai 2013

Nachruf: Patricia McCormick


Wenn eine matadora die Herzen erobert
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von Dominik Sachsenheimer 

Am 26. März verstarb Patricia McCormick im Alter von 83 Jahren in Del Rio, Texas, eine Ikone in Mexico und eine Symbolfigur der afición ausserhalb der Spanisch sprechenden Welt.

Im Verlauf ihrer elf-jährigen Karriere trat McCormick in über dreihundert novilladas auf und galt als beste torera ihrer Zeit. Sports Illustrated und Time Magazine portätierten sie in ihrer Glanzzeit, die New York Times und Los Angeles Times ehrten sie nun mit Nachrufen.

Eine alternativa für Frauen war zu McCormicks Zeiten undenkbar, kein matador wäre mit ihr gemeinsam aufgetreten und im Gegensatz zur legendären rejoneadora Conchita Cintron toreierte McCormick  stets zu Fuss, nur oft wesentlich besser als ihre männlichen Kollegen – ein Afront! Carlos Aruza, wohl bis heute Mexicos bedeutendster torero, gab Folgendes zu Protokoll: “Sie toreiert grössere Stiere als alle anderen Damen und sie tötet gut. Ihr einziger Fehler ist, eine Frau zu sein.

McCormick, die 1929 in St.Louis geboren wurde, sah ihre erste corrida mit sieben Jahren auf Familenurlaub in Mexico City und verliebte sich sofort in einen schuhlos im Schlamm toreierenden matador sowie die tauromaquia im allgemeinen. Im heimatlichen Hinterhof  wurde forthin nur noch Stierkampf gespielt.

Einige Jahre später siedelte die Familie nach Texas um. Patricia zog nach der High School weiter nach El Paso, direkt an die mexikanische Grenze, vordergründig um Kunst- und Musik zu studieren, vor allem aber um im nahen Juarez mit matadores zu trainieren. 1951 schmiss sie das Studium und debütierte mit zarten 21 ebendort. Weil diese corrida auch im amerikanischen Fernsehen gezeigt werden sollte, musste sie wohl oder übel ihren Eltern davon beichten, die daraufhin entsetzt den Universitätsdirektor um ihre Wiederaufnahme anflehten – zu spät, die Tochter hatte bereits einen Sponsor beschafft und einen Vertrag über neun festivales taurinos ausgehandelt.

Neben vielen Erfolgen durchlitt McCormick sechs cornadas, die schlimmste davon 1954 in Ciudad Acuña, ebenfalls in Mexico, direkt am Rio Grande. Der Stier erwischte sie so übel in Bein und Bauch, dass der Arzt die letzte Ölung anordnete und sie über den Fluss ins texanische Del Rio bringen liess, damit sie wenigstens in ihrem eigenen Land sterben konnte. Zum Glück eine Fehleinschätzung.

Nach ihrem Karriereende 1962 lebte McCormick in Kalifornien, arbeitete als Sekretärin und Malerin und zog erst 2000 nach Texas zurück, ironischer Weise nach Del Rio, genau den Ort, in dem sie nach der schlimmen cornada 1954 wieder hergestellt wurde. Einige Einwohner erinnerten sich auch ein knappes Jahrhundert später noch gut an die damalige Aufregung, eine berühmte torera im Dorf zu haben!

McCormick blieb unverheiratet und kinderlos doch ihre Legende in Südamerika sowie ihr Beitrag zum mundo taurino jenseits der vermeintlichen Sprachbarriere werden sie lange überdauern.

Mittwoch, 15. Mai 2013




von Lorenz Rollhäuser


" Der Stier wird aus kulturellen Motiven gehalten, 
um auf bestimmte Weise getötet zu werden, 
das heisst, er wird nicht getötet um verzehrt zu werden, 
sondern getötet und zudem verzehrt. 
Das macht den Stierkampf angreifbar."

Lorenz Rollhäuser

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Quellennachweis:
TOROS, TOREROS, Lorenz Rollhäuser, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck bei Hamburg, 1990

Dienstag, 14. Mai 2013




von Ernest Hemingway



"Ich habe nicht vor den Stierkampf zu rechtfertigen."

"Ich bin davon überzeugt, dass man den Stierkampf aus moralischer wie moderner Sichtweise, dass bedeutet vom christlichen Standpunkt her, nicht verteidigen kann; Er ist mit Sicherheit sehr grausam; die gewollte oder auch unerwartete Gefahr ist stets präsent, und der Tod ist gegenwärtig, und ich will nicht versuchen den Stierkampf zu rechtfertigen!"


Ernest Hemingway
(1932 / 1923)

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DER STIERKAMPF - EINE TRAGÖDIE, Ernest Hemingway, The Toronto Star Weekly, 20.10.1923
TOD AM NACHMITTAG, Ernest Hemingway,Charles Scribner`s Sons, New York, 1932 

Montag, 13. Mai 2013

Tod der Coquillas




von Colin Ernst


Ein Stierzucht ist gezwungen die Pforten zu schliessen
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Coquillas - eine Stierzucht verschwindet... - ein Züchter gibt auf. Letzte Woche las ich in "Aplausos", das der Züchter Sánchez Fabrés / Mariano Cifuentes, seine ganadería schließen wird. Die ganadería liegt bei Las Veguilles in der Provinz Salamanca. Es sei an der Zeit eine schmerzliche Entscheidung zu treffen. Die wirtschaftliche Lage, die geringe Nachfrage nach seinen toros, liessen keine andere Option mehr zu. Ein Grossteil der Kühe, Stiere und Kälber, wird den traurigen Weg zum Metzger gehen! Nur gut fünfzig Tiere will Sánchez Fabrés behalten und auch diese werden nach und nach reduziert. Somit verschwindet ein ganzes Zuchtprojekt, die Coquillas, abstammend von den Santa Colomas - 560 Zuchttiere - Fünfhundertundsechzig!!!! werden geschlachtet! Doch bevor die ganadería ihre Türen für immer schließt, haben sich in Saint Sever einige aficionados zusammengetan, um die casta Coquilla und ihren Züchter, mit einer letzten corrida zu ehren. Dieser Stierkampf fand vor einigen Tagen statt. In "Aplausos" war zu lesen, das die toros "unterschiedlich und interessant" gewesen seien... Die toreros José Calvo (silencio und vuelta al ruedo), Luis Bolivar (palmas und silencio  und Tomás Dafau (oreja und dos orejas), begleiteten die Coquillas auf ihrem letzten Weg. Der ganadería gelang in den letzten Jahren kaum ein Triumpf, kaum ein torero zeigte Lust, sich mit dieser casta zu messen. Es sind unbequeme Stiere. Argumente wie, sie hätten Saltilloaugen, wären zu klein, zu dick, zu unruhig, würden zuviel schauen und so weiter, musste sich der Züchter anhören. So war diese Zucht zum Ende fast nur noch bei novilladas vertreten. Bei den toreros nicht beliebt, geht eine ehemals beliebte casta langsam aber sicher unter. Die empresarios der großen plazas kontraktieren für die figuras die gewünschten, beliebten ganaderías wie Domecq oder Nuñez de Cuvillo. Designerstiere, wie toristas sagen. 1954 debütierte die ganaderías in Madrid. Der bekannte matador El Capea kommentierte dem Züchter, das seine Stiere nichts für die großen Arenen seien.1983 triumphierten die matadores de toros Ruiz Miguel, Francisco Rivera "Paquirri" und Julio Robles mit ihnen und Paquirri konnte dos orejas y rabo für sich verbuchen. Man sollte meinen, das dies sich für die Zukunft auszahlen würde, aber man hatte sich getäuscht. Als Paquirri im Folgejahr mit diesen toros in Alcanil auftreten sollte, sagte dessen apoderado ab. Entweder andere Stiere, oder kein Paquirri... - anscheinend waren ihm die Coquillas nicht mehr genehm. Kurz darauf starb Paquirri bei seiner corrida in Pozoblanco

Bereit für den Schachthof - die antitaurinos wird es freuen
Es macht traurig, betroffen und wütend, quasi zu zusehen, wie 560 Tiere aus rein wirtschaftlichen Gründen getötet werden. Natürlich kann man den Züchter verstehen, der angesichts der beständig steigenden Futtermittelpreise, den Tierarztkosten und den geringen Verkäufen, irgendwann das Wasser bis zum Hals steht. Ich hoffe inständig, das noch Zuchttiere dieser Blutlinie erhaltenbleiben, denn es ist "altes" Blut, welches vielleicht in der Zukunft gebraucht wird, um das Blut der "Designerstiere" aufzufrischen

Sonntag, 12. Mai 2013

The Wall Street Journal





von Philip de Málaga

Die Finanz-Krise der toros hat nun auch das Wallstreet Journal erreicht
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Der matador José María Manzanares in der größten südspanischen Metropole in Sevilla
am vergangen 19. April. Der Leser fragt sich zu Recht, die tendidos sind doch voll?
Am letzten Freitag erschien in der auflagenstärksten amerikanischen Tageszeitung The Wall Street Journal ein Artikel mit dem Titel: "Der Stierkampf in Spanien ist am stolpern". In diesem Sommer rechne man mit 1.011 corridas, jenem blutigen Showdown, bei dem der toro fast immer unter den Händen der matadores stirbt. Somit hätte sich seit 2007 die Anzahl der festejos taurinos halbiert.

Juan Pedro Domecq
Die Krise wird vor allem an der ganadería von Juan Pedro Domecq dargestellt, der in seinerfinca aufgrund der wirtschaftlichen Krise sein Personal gewaltig reduzieren musste. Vor Jahren war seine Zucht ein Vorzeigeunternehmen mit hervorragendsten Ergebnissen, doch jetzt stellt der ganadero resigniert fest: "Die Krise bringt uns alle an den Rand des Abgrundes"

Den Ursprung der taurinischen Krise sieht das Wall Street Journal vor allem in der abolición de los toros in Katalonien, was sich derzeit als Echo in den parteipolitischen Spielchen der bildu im Baskenland widerspiegelt. Allen voran dem unverständlichen Vorgehen der Stadt San Sebastián.

Samstag, 11. Mai 2013

Toros in der viertgrößten plaza de toros der Welt




von Philip de Málaga


In dem mexikanischen Sonora hat man in der letzten Tagen die toros verboten. 
Doch gleich in der Nachbarschaft sollen sie wieder zum Leben erweckt werden.
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Es sind nur wenige Tage vergangen, seitdem der mexikanische Bundesstaat Sonora die toros verboten hat (Siehe Beitrag: Über die Falschheit die Stiere zu verbieten), und da veranstaltet man im benachbarten Baja California, genau in Tijuana, die Stiere dort wieder zum Leben zu erwecken. Nicht zögerlich, nicht ein vorsichtiges Herantasten,  nicht ein Ausprobieren, nein, in der viertgrößten plaza de toros der Welt, mit einem Fassungsvolumen von 22.000 Zuschauern (etwas weniger als in Las Ventas in Madrid). Dieser coso hat eine nicht sehr lange Tradition. Erst am 26. Juni 1960 wurde er eingeweiht. Da er sich direkt an einem Strand befindet nennt man ihn im Volksmund Plaza Monumental de Las Playas. Das Besondere an dieser plaza de toros sind die vierzig überdachten palcos in Höhe des callejóns.

(Foto: mundotoro)
(Foto: mundotoro)
Eigentlich sollte dort unter anderem der spanische und berühmte matador de toros El Juli antreten, aber wegen seiner cornada in Sevilla war man gezwungen nach Ersatz zu suchen. So werden dort an den nächsten beiden Sonntagen, die Top-figuras der mexikanischen tauromaquia erwartet: Zutoluco, El Payo, Juan Pablo Sánchez, El Zapata, Adame und El Pana. Auch die toros sind für den mexikanischen Raum auffand gross. Am ersten Sonntag mit einem Durchschnittsgewicht von 500 Kilo am zweiten Sonntag gar 550 Kilo. Die mexikanische empresa Casa Toreros ist bekannt für ihre sorgfältige und gezielte Auswahl der reses.


Plaza Monumental de Las Playas in Tijuana
(Foto: mundotoro)
Interessant bei diesen festejos taurinos ist vor allem, dass Publikum dass dabei angesprochen werden soll. Zunächst einmal die einheimische afición, dann die enttäuschten aficionados aus dem benachbarten Sonora und schliesslich die interessierten taurinos aus den angrenzenden Vereinigten Staaten. Immerhin, in dreissig Minuten ist man in San Diego und selbst nach Los Angeles sind es lediglich eineinhalb Stunden. Die amerikanische afición kann sich darüber freuen.

Über die Falschheit die Stiere zu verbieten!

Sie verbieten die toros und verfügen nicht einmal über die taurinische Tradition
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von Philip de Málaga


Mario Vargas Llosa
Der Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa stellte schon im letzten Jahr fest, "Die toros zu kritisieren sei nichts anderes als eine Modeerscheinung!" Eine Modeerscheinung, die toros zu verbieten, die sich vor allem die antitauristas auf ihre Fahnen geschrieben haben oder der Versuch von lokalpolitischen Parteien reflektiert gegen irgendeine Zentralregierung auf kulturelle Distanz zu gehen. Das es sich dabei weder um kulturelle Interessenvertretung noch um aktiven Tierschutz handelt, dass haben mittlerweile auch die ausländischen Medien mitbekommen.

Und trotzdem ist die Liste der vorwiegend katalanischen antitaurinischen Ortschaften etwas grösser geworden:
  • Spanien (87, 72 davon in Katalonien)
  • Frankreich (4)
  • Portugal (1)
  • Equador (2)
  • Kolumbien (3)
  • Venezuela (5)
  • Peru (2)
  • Mexiko (5)
Wenn man jetzt aber mal von Barcelona absieht, wo es ohne Frage eine bestimmte afición gibt, und einen Blick auf die anderen Gemeinden wirft, die sich als stierkampffreie Zonen deklarierten, wird man sich schnell einer Tatsache bewusst. Es  ging eigentlich nie um die toros.

Begonnen hat es 1989 mit dem touristischen Ort Tossa de Mar. Überall auf der ganzen Welt konnte man es in den Medien lesen: Erste spanische Gemeinde verbietet die toros. Die Welt der antitaurinos jubelte. Jedoch die taurinos und diejenigen die sich in der mundo de los toros ein wenig auskannten, staunten. Da wurde allen Ernstes etwas verboten was es sowieso gar nicht gab. Weder verfügte die Gemeinde über eine plaza de toros, noch kamen toreros aus dieser Region, auch keine ganadería weit und breit und schliesslich konnte sich die gerade mal Viertausend-Seelen-Gemeinde ein festejo taurino auf keinen Fall leisten. Ein Ort, wo eine taurinische Tradition überhaupt nicht vorhanden war. Aus null toros wurden noch weniger. Antitaurinische Logik. Wer aber eins und eins zusammenzählt erkennt worum es hier ging. Nichts anderes als ein Marketingtrick um die Werbetrommel für Tossa de Mar zu rühren. Und trotzdem haben sie mit den toros auf diese Weise ihr Geld verdient, weil sie sich gegen diese öffentlich ausgesprochen haben, um so ihr Örtchen mehr antitaurinos zugänglich zu machen.

Als letzte Meldung ging diese Tage durch den Presse-Ticker, dass sich der mexikanische Bundesstaat Sonora nun auch offiziell von den Stieren verabschiedet hat. Mittlerweile der Fünfte in México. Im Gegensatz zu Tossa de Mar gab es hier jedoch gelegentlich festejos taurinos. Sogar eigene plazas haben sie. Aber um von einer wirklichen Verankerung mit der Tradition der tauromaquia kann man auch hier nicht sprechen. Gerade mal fünf unbedeutende plaza de toros gibt und gab es, keine älter als siebzig Jahre, maximal 6.000 Zuschauer und alle lediglich der dritten categoría:
  • Hermosillo (1947)
  • Nogales (1999)
  • San Luis Río Colorado (1957) 
  • Guaymas (1954)
  • Agua Prieta (1983)
Für einen Bundesstaat der mehr als doppelt so gross ist wie Andalusien eine doch eher bescheidene Anzahl. Aber Sonora ist vor allem wegen seiner Wüste bekannt. Und toros in der Wüste, dass muss nicht unbedingt zusammenpassen. So hat es auch wenig matadores de toros dorthin gezogen und es wurden vor allem, wenn überhaupt novilladas angeboten. 

Der rejoneador Pablo Hermoso de Mendoza
(Foto: mundotoro)
Die letzte corrida in Sonora, ein rejoneo mit immerhin dem berühmten rejoneador Pablo Hermoso de Mendoza, gab es am 12. April 2012. Vor über einem Jahr! Dies Veranstaltung soll bei einem der Abgeordneten auch der Auslöser gewesen sein, weil es ihm missfiel, wie viele Kinder sich dafür begeistern konnten. So kam es, dass am 3. Mai diesen Jahres der Kongress beschlossen hatte, die toros zu verbieten. Ob es hierbei um Tierschutz ging kann jeder für sich selbst entscheiden, denn traditionelle Feste wie die Hahnenkämpfe sind in Sonora selbstredend weiterhin erlaubt.
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Quellennachweis:
DIE TOROS ZU KRITISIEREN IST NUR EINE MODEERSCHEINUNG, Mario Vargas Llosa, SfA, 2.11.2012

Freitag, 10. Mai 2013




von Cristina Sánchez

(Foto: Dr. Andreas Krumbein)
"Wenn sich das toril zu plaza de toros öffnet, wird dieses dem toro seine Identität wiedergeben. Der Mensch, der vorher für seine Gefangennahme verantwortlich war, gibt ihm das Recht zurück, wild zu sein und anzugreifen. Er schenkt ihm die Freiheit wieder; die bedeutungsvollste, die er ihm geben kann: Das Privileg den Menschen anzugreifen und zu töten. Der toro de lidia gehört zu den wenigen Tieren, denen der Mensch das Recht zugesteht, ihm das Leben zu nehmen. Ist es nicht die grausamste aber auch schönste Freiheit, die der Mensch da dem Tier zugesteht?"

Cristina Sánchez

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Quellennachweis:
MATADORA, Cristina Sánchez, Editorial Planeta S.A. , Barcelona 1998

Donnerstag, 9. Mai 2013

Morante in Ronda!




von Philip de Málaga


Jetzt ist es offiziell:
Der Boheme aus Sevilla wird die nächste Goyesca in Ronda alleine bestreiten
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In den frühen Morgenstunden ging es durch den Presseticker. Der matador de toros Morante de
Darauf hat nicht nur er
gewartet, auch die afición
(Foto: mundotoro)
la Puebla
wird am 7. September als einziger matador bei der berühmten corrida goyesca in Ronda antreten. Nach Paco Ojeda, 1980, ist er der zweite matador der sich alleine 6toros6 stellt. Nach dem eher bescheidenen Ergebnis der corrida goyesca aus dem letzten Jahr, wo die wahre afición ausgeblieben ist und es nicht zu einem No hay billetes kam, war nun das Haus Ordoñez geradezu gezwungen zu handeln und nicht nur ihrem Namen sondern der tauromaquia den Vortritt zu lassen. Für Fran Rivera Ordoñez keine leichte Aufgabe, wurde er doch auch von Morante dafür kritisiert, das er die Medaille der Schönen Künsten erhalten habe. Doch der empresario der Real Maestranza de Ronda sieht es eher gelassen: "Es wird ein Tag für die Geschichte werden ... Wir sind wie Verliebte die zusammen tanzen wollen aber keiner traut sich den anderen dazu aufzufordern."

Madrid und die Stiere





von Colin Ernst


Wenn die grösste Feria in Spanien ihren Lauf beginnt
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Im Mai ist die wohl wichtigste Feria der tauromaquia die San Isidro in Las Ventas (Madrid). Jeder Züchter möchte seine Stiere hier triumpfieren sehen, jeder torero träumt von der puerta grande in der spanischen Hauptstadt. Und jeder aficionado muss einmal im Leben eine corrida in Las Ventas besucht haben. Las Ventas der Olymp der Stiere, die Kathedrale. Viel toreroblut ist hier schon geflossen, viele heimliche Tränen wurden vergossen, wenn der Erfolg ausgeblieben ist, das Publikum ist streng und launisch. Vor fast 50 Jahren nahm hier ein El Cordobés seine confirmación, die Bestätigung seiner alternativa. Auch dieses Jahr werden sich junge toreros dieser Prüfung stellen, etwas was den Besuch dieser corridas besonders interessant macht. Auch die Züchter stehen gewissermaßen auf dem Prüfstand, eine gut präsentierte camada, öffnet weitere Türen, oder, wenn die toros nicht glänzen konnten, verschliesst sie diese. Wer sich die ganze feria de San Isidoro ansehen will, muß für ein abono, eine Dauerkarte, tief in die Tasche greifen. Ein bis zwei Monatslöhne sind sol y sombra wert, blutnah in der ersten Reihe, darfs auch etwas mehr sein. Auch die Tageskarten haben ihren Preis, sechzig bis hundertzwanzig Euro sind das Gebot. Wer sich einen bestimmten torero ansehen will, sollte im Voraus bestellen, Karte zu corridas von Morante de la Puebla dürften schnell vergriffen sein. Schauen wir uns die cartels mal genauer an.


Gleich sieben junge toreros werden hier ihre alternativa confirmieren, sozusagen ihre Doctorarbeit abliefern. Um als Vollmatador zu gelten, muß man hier in Las Ventas antreten. 


  • Am 9. Mai kann man Diego Urdiales, Leandro und Morenito de Aranda sehen, mit Stieren von José Luis Pereda - Morenito ist ein torero  den ich persönlich gerne sehe. 
  • Am 10. Mai haben wir auch ein interessantes cartel  - Matias Tejela, David Mora und Antonio Nazaré , toros de Bayones - Mora ist auch sehr gut, Nazaré hat in Sevilla gut abgeschnitten. 
  • 11. Mai - Rejoneo - Diego Ventura, Leonardo Hernández und Mariano Rojo, confirmacióntoros de San Mateo und San Pelayo - Ventura garantiert Nervenkitzel. 
  • 12. Mai - Rafael Rubio "Rafaelillo", Fernando Robleño und Alberto Aguilar, Stiere von José Escolar - Allein für die toros würde ich eine Eintrittskarte kaufen, sie gefallen mir. Robleño und Aguilar haben schon mit ihnen triumphiert. 
  • 13. Mai Curro Diaz, El Fandi und David Galvanconfirmacióntoros Palmosilla - Da zieht es mich hin! El Fandi ist allein das Geld wert, Galvan hat letztes Jahr in Sanlúcar seine alternativa genommen und die Stiere von Palmosilla haben letztes Jahr sehr gut abgeschnitten, wenn ich mich recht erinnere, ein indulto durch Manuel Díaz El Cordobés
  • 14. Mai El Cid, Daniel Luque und López Simónconfirmacióntoros de Puerto San Lorenzo. - Luque hat dieses Jahr einen guten Lauf, dürfte interessant sein. 
  • 15. Mai Sebastian Castella, Miguel Ángel Perera, Ángel Teruelconfirmación mit Stieren von Alcurrcen, - Schönes cartel.  Perera ist der Künstler - suerte für seinen estocadas
  • 16. Mai Morante de la Puebla, José María Manzanares, Jiménez Fortesconfirmación  mit Domecq - Eine Traum alternativa für jeden novillero! Traumcartel für aficionados und Morantistas
  • 17. Mai Juan Leal, Roberto Blanco, Gomez de Pilar, mit Guardairastieren. - Mit diesen Stieren hat Mora letztes Jahr in Jaén triumphiert, und Gomez del Pilar hatte auch ein gutes Jahr 2012. 
  • 18. Mai Alejandro Talavante en solitario, er allein gegen sechs Victorino Martin Stiere - Talavante, ohne Frage einer der besten Nachwuchsmatadores und die Victorinos gehören mit zu den interessantesten Stieren dieser feria taurina. Würde ich gern sehen, denn ein matador  der alleine gegen sechs toros antritt, verdient es gesehen zu werden! 
  • 19. Mai Juan Bautista, Juan de Álamo, Diego Silveti, mit Stieren von Fermin Bohorques - Dieser Züchter ist mir mehr bekannt durch die Belieferung von Stieren beim rejoneo
  • 20. Mai novillada - Álvaro Sanlúcar, Gonzalo Caballero, César Valencia, mit Ibañézstieren - Würde ich aus persönlichen Gründen besuchen, da ich Álvaro Sanlúcar kenne und auf diesem Weg ein besonders herzliches "suerte" für ihn! 
  • 21. Mai Uceda Leal, Eduardo Gallo, David Mora, - mit Stieren von Yeltes - Mora ist mehrfach vertreten, man kann sich also aussuchen, mit welchen Stieren man ihn lieber sieht.
  • 22. Mai El Cid, Iván Fandiño und David Luque, mit Stieren von Parladé - Hier bin ich gespannt auf Fandiño, die Parladé Stiere machen meisst eine gute Figur. 
  • 23. Mai Finito de Córdoba, Morante de la Puebla und Juan Padilla mit Jandilla-Stieren - Hier hätte ich gerne Karten, die Jandillas gehören zu den Domecqs 
  • 24. Mai Sebastian Castella, José María Manzanares, Alejandro Talavante mit Victorino del Rio - Drei Namen und eine gute Zucht - was will der aficionado mehr? 
  • 25. Mai Rejoneo: Joao Mora (hijo), Pablo Hermoso de Mendoza, Miguel Moraconfirmación, ganadería Espartales - Hermoso, Zweitausend (!!!) berittene Stierkämpfe sprechen für sich! 
  • 26.Mai Fernando Cruz, Pedro Gutiérrez "El Capea", José Ramon García "Chechu"confirmación  toros de Montealto - Ein ganz interessantes cartel, für aficionados. Chechu hatte einen schönen Triumpf mit Osborne Stieren, im August in Torremolinos
  • 27. Mai novillada mit Sebastián Ritter, Tomás Campos, Curro de la Casa, Stiere von Carmen Segovia - auch ein ausgefallenes cartel.
  • 28. Mai Sergio Aguilar, Miguel Ángel Delgado, Arturo Saldívar, mit Stieren von Ventorillo - Aguilar sah gut aus in Arles, letztes Jahr um diese Zeit! 
  • 29. Mai El Fandi, Daniel Luque, Jiménez Fortes, mit Jandilla Stieren. - Feines, sehenswertes cartel  mit der Domecqzweigstelle Jandilla
  • 30. Mai Antonio Ferrera, Javier Castaño, Iván Fandiño mit toros von Adolfo Martín - für den letzten Tag von San Isidro hätte ich mir noch so einen richtigen Leckerbissen gewünscht, aber mit diesen drei matadores ist der Zuschauer gut bedient. 

Wer fehlt mir? Enrique Ponce, El Juli, die Stiere von Miura, El Cordobés...und natürlich José Tomás. Wäre ich in Madrid, würde ich die corridas am 13. Mai, am 18. Mai und die am 23. Mai bestimmt ansehen. Natürlich ist das Fernsehen dabei, die ganze feria wird vom Bezahlsender Canal Plus-Toros übertragen, im TV2, Tendido cero (Samstags um 14 Uhr) werden sie auch berichten.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Ronaldo und die Stiere

Wenn der Stierkampf auch die Werbung erobert.
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von Dominik Sachsenheimer 

Inspiriert von der Nachricht, dass Volvo einen Werbespot mit taurinischem Schwerpunkt dreht, sind im folgenden einige Filme zusammengfasst, die über die letzten Jahre hinweg in diversen Ländern westlich des Atlantiks mit der Stieren kokettiert haben, jeweils aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln.

Im ersten Beispiel setzt der Koffer-Hersteller Samsonite den Akzent auf die elegante Präzision des toreros sowie die stilistische bzw. stylische Zeitlosigkeit seines Handwerks. Die gleichen Eigenschaften – Präzision und zeitloser Stil – sollen mit dem Produkt assozieirt werden.


Samsonite in Madrid

Der Firma Samsonite wendet sich auch dem in Amerika sehr populärem Thema von San Fermín in Pamplona:

Samsonite in Pamplona

Die brasilianischen Bierbrauer von Brahama hingegen inszenieren eine ganz andere corrida: Die Fussballstars Ronaldo „spielen“ mit Leichtigkeit mit dem Stier, neckt ihn gar und endet in unbekümmerter Pose zwischen den Hörnern, die man von vielen matadores kennt. Ein solches Stadium der Leichtigkeit ist wohl nur nach Verzehr eben dieses Bieres zu erreichern. Man darf sich fragen, ob die Filmemacher wissen, dass die Fans eines solchen toreros besonders gerne und viel Bier trinken, oder ob die Verbindung zu den Stieren vor allem dank Ronaldos langer Jahre in Spanien (FC Barcelona 1996-97, Real Madrid 2002-07) zustande kam.


Es gibt sogar eine japanische Variante:


Auch der Protagonist des letzten Streifens kommt aus der Welt des Sports. Derek Rose ist Spielmacher der Chicago Bulls (sic!) und betritt das ruedo folglich in der Rolle des Stiers, der an allen möglichen toreros zu Fuss und zu Pferde vorbei rast, um so die Qualität seines Schuhwerks von Adidas unter Beweis zu stellen. Sicher der am wenigsten fachkundige Film, dafür aber ästhetisch gelungen.


Ganz neu, gerade fertiggestellt ein Spot der für einen torero wirbt. Genauer gesagt für den Auftritt des matador de toros Alejandro Talavante am 18. Mai 2013 in Las Ventas (Madrid)


So oder so wird deutlich, wie sehr die fiesta brava selbst über tausende Kilometer Wasser hinweg als Aushängeschild spanischen Lebens verstanden wird und mithin überall auf dem Planeten einen festen Platz als Weltkulturerbe einnimmt.
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Siehe auch:

Dienstag, 7. Mai 2013

Indulto - wenn ein Stier begnadigt wird

Im Gegensatz zu den antitoristas haben zahlreiche matadores 
vielen Stieren das Leben geschenkt.
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von Colin Ernst 


Ein begnadigter Stier: toro indultado
(Foto: mundotoro)
Das größte Glück für einen torero ist es, einen toro zu begnadigen. Das heißt, der Stier verlässt die plaza de toros nach der corrida lebend und kehrt, zur Freude seines Züchters, auf seine heimischen Weiden zurück. Im Fachjargon ist dieses Tier nun ein indultado. Der toro hat seine Tapferkeit, sein Durchhaltevermögen und seine Kampfeslust unter Beweiss gestellt. Wer sich näher mit Stieren befasst, weiß um ihre Gefährlichkeit. Er ist gut bewaffnet, mit seinen spitzen Hörnern und er weiss sie zu gebrauchen. Schon auf der finca hat er sie benutzt, um seine Ranghöhe in der Herde von Jungstieren zu sichern. Nicht selten findet der Züchter morgens einen verletzten oder verblutenden Stier vor, der sich bei den nächtlichen peleas, eine tötliche Hornwunde, cornada, zuzog. 

Der matador de toros El Cid begnadigt einen toro
der Zucht Fuente Ymbro
(Foto: mundotoro)
Die Hörner dienen nicht nur zum Kampf oder Verteidigung, mit ihnen kann er sich auch hervorragend das Fell kratzen oder Erde aufwühlen. Das Horn ist keine tote Materie, im Inneren befinden sich Blutbahnen und Nerven, dadurch kann er mit dem Horn fühlen. Führt man sich all dies vor Augen, addiert noch 500 bis 600 Kilo Kampfgewicht hinzu, erkennt man, das der torero einem handfesten Gegner, in der Arena , gegenüber steht. Was ist nun gefährlicher? Das 70 Kilo schwere Männchen, eben der torero, bewaffnet mit einem roten Tuch, das von einer Holzleiste (palillo) gehalten wird und einem Trainingsdegen aus Holz oder Aluminium, welcher keineswegs zum Töten geeignet ist...? Der Degen aus Stahl, kommt nur im Moment der estocada zum Einsatz. Oder was ist mit dem flinken Kerlchen, das ihm mit zwei angespitzten Holzstöckchen gegenübertritt und dessen Überleben nur von seinem Geschick und seiner Schnelligkeit abhängt... Auch mit dem picador und seinem Pferd würde der Stier schnell fertig, wenn letzteres nicht durch den peto geschützt wäre. Den Reiter würde der Stier gleich mit erledigen, denn mit seinem rechten Bein in einem Eisenschuh, ist er nicht grade beweglich. Wie kann es also sein, das ein paar Männer, mit nicht grade tauglichen Waffen, mit diesen gut bestückten 600 Kilo Tier, welches eine Antrittsgeschwindigkeit von ca. dreissig Stundenkilometer hat, fertig werden? 

Der matador de toros Enrique Ponce begnadigt einen toro
der Zucht Juan Pedro Domecq
(Foto: mundotoro)
Der toro hat, auf Grund der, seitlich am Kopf stehenden Augen, einen beschränkten Blickwinkel. Dies hat der torero gelernt zu nutzen. Mit dem Tuch, dessen äußerer Zipfel vor dem äußeren Auge des Tieres, bewegt wird, gaukelt man ihm den Gegner vor. Eine falsche Bewegung mit der muleta entscheidet über Leben und Tod. Die Kunst, die sich daraus ergibt, das der torero mit dem toro einen wahrhaften Tanz vollführt, sieht man nicht immer. Denn ein Stier lernt schnell. Besonders die Miura-Stiere sind deswegen gefürchtet. Sie scheinen recht schnell zu merken, das hinter dem Tuch kein fester Gegner steht und beginnen ihn mit den Hörnern regelrecht zu suchen. Grade bei novilladas landen die noch unerfahrenen, jungen toreros oft mit einer cornada im Krankenhaus. Aber auch erfahrene matadores werden oft schwerst verletzt, wie letztlich El Juli, oder El Nico

Der matador de toros Enrique Ponce begnadigt einen toro
und führt die estocada ohne den estoque aus
(Foto: mundotoro)
Wie zu Anfang erwähnt, ist ein indulto für den Züchter, sowie für den torero das höchste Ziel. Es ist die Kunst des toreros  den Stier an sich zu binden, ihm durchweg vorzugaukeln, das dieser Tuchzipfel sein Wunschziel ist. Er muss ihn aus seiner querencia, seinem bevorzugten Platz in im ruedo herauslocken und ihn dann mit den schönsten pases präsentieren. Wer schon mehrmals corrida gesehen hat, hatte vielleicht das Glück, einen guten torero mit einem guten toro verschmelzen zu sehen, das Ganze unter den Klängen eines paso doble. Ein harmonisches Schauspiel unter dem Aspekt seiner Gefährlichkeit. Der Zuschauer hält den Atem an, fasziniert ergibt er sich dem "duende", mitunter reißt es ihn von seinem Sitz, unbemerkt hat sich ein "Olé" aus seiner Kehle geschlichen - ein Schauspiel, von dem man nicht möchte das es zu Ende geht. Das Publikum fordert die Begnadigung - Zuschauer, Züchter und torero halten den Atem an, alle Augen sind auf den Präsidenten gerichtet man wartet auf das orangene Tuch, mit welchen dies gewährt wird. Für den matador ist dies zugleich der gefährlichste Moment. Mit der muleta in der linken Hand, dirigiert er den Stier in die gleiche Stellung, wie sonst im letzten Akt. In der rechten Hand hat er keinen Degen, sondern er wird dem Stier, unbewaffnet wie er nun ist, in der gleichen Art wie er sonst den Degenstoß ausführt, mit der bloßen Hand die Stelle berühren, wo sonst der Degen eindringt. Zwischen den Hörnern durch, in die Mitte der Schulterblätter. Der Degenstoß im letzten Akt, ist schon oft Grund für den Aufenthalt des toreros in der enfermería gewesen... Der Jubel in der plaza bei solchen, seltenen Schauspielen, wo die faena exzellent, der Stier einen überdurchschnittlichen Kampf geliefert hat, ist unbeschreiblich. Die Freude des Publikums, des ganaderos und des toreros mit seiner cuadrilla, ist fühlbar, die plaza de toros vibriert. Der Name des toros geht in die Geschichte ein, angesichts seinen Nachkommen wird man sich seiner erinnern, an den gloreichen Tag, an dem er die höchste Prüfung, die Mensch und Tier miteinander bestreiten können, mit Bravur bestanden hat.
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Anmerkung von SfA:

Das indulto ist ebenfalls im reglamento taurino, also dem Regelwerk für Stierkämpfe, festgelegt. Dieses sollte nur dann gewährt werden, wenn der toro allen Manövern ohne zu zögern gefolgt ist und der matador wie auch der ganadero bzw. der verantwortliche mayoral einem indulto zustimmen.