von Philip de Málaga
(Fotos:
mundotoro,
Vocento)
Lokale Presse spricht von einem Misserfolg den man nicht stoppen konnte
Lediglich die Optik mit den Farben konnte überzeugen
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Die südspanische Metropole
Málaga versteht sich nicht nur als eine
capital taurina, sondern in der
mundo de los toros hat sie einiges Einzigartiges zu bieten. Zum Beispiel eine
corrida picassiana. Den Namen trägt sie nach dem Kind der Stadt, dem Künstler
Pablo Picasso. So wird die
plaza de toros zur
corrida nach Motiven von
Picasso ausgestattet, auch die
toreros und man versucht sich im
toreo auch dem Stil anzupassen, als
Picasso noch als kleiner Junge die
plaza besuchte.
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| Mit der capa konnte Talavante nicht immer überzeugen. |
Doch vor vollen
tendidos entwickelte sich die
corrida picassiana zu einem Misserfolg. Das Portal
mundotoro begann mit den beeindruckenden Worten: "
Die freiste Form der Kunst ist es, sich dem Risiko zu stellen um zu versagen. Bis hin zum Tod." Doch was geschieht, wenn in der
arte del toreo der
toro nicht mitspielt? Und genau das war hier der Fall. Das Dilemma begann schon vor der Veranstaltung in den
corrales, wo
toros zurückgewiesen worden sind und ausgetauscht werden mussten. Auch während der
corrida wurden toros in die
corrales zurückgeschickt. Und der Rest? Nun, das
ganado zeigte sich von einer sehr bescheidenen Seite. Dem
matador de toros Alejandro Talavante blieben nicht all zu viele Möglichkeiten.
Das schon hoffnungslose Publikum musste bis zum vierten
toro warten, bis es etwas geboten bekam. Naja, zumindest etwas. Zum Beispiel, dass der
matador seine
faena auf den Knien begann, was für ihn höchst ungewöhnlich ist. Während er mit seinen
muletazos viel temple zeigte fiel in den
tendidos etwas ganz anderes auf. Die
banda taurina spielte "
El toreador" aus der Oper
Carmen. Er tötete den
toro mit dem Namen "
Lebrero" mit einer
suerte de recibir und einer
estocada trasera. Die
dos orejas, welche er daraufhin vom
presidente zugesprochen bekam fanden viele
aficionados de toros überbewertet, vor allem deswegen, weil seine Arbeit mit dem
capote alles andere als überzeugend und auch die
estocada alles andere als perfekt war.
... Aber es war schon der Höhepunkt an diesem Nachmittag, obwohl man im Publikum nun auf eine Wende hoffte. Aber die
toros liessen es nicht zu.
Hier die einzelnen Bewertungen:
Beim letzten
toro gab es noch etwas zu sehen. Ein paar elegante
verónicas von Talavante und von dem banderillero
Raúl Ramirez "El Peque" einen
salto de garrocha über einen fast bewegungslosen
toro.
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| Fragende Geste der Verzweiflung: "Was soll ich mit solchen toros machen?" |
Doch etwas schönes hatte es trotzdem zu bieten. Nicht die
toros standen im Mittelpunkt, sondern das allgemeine Ambiente. Die Farben, die Musik, die besonderen Emotionen, so war es sicherlich nicht so ganz unrentabel dabei gewesen zu sein. Das Auge bekam etwas geboten. Nur der pure
taurino war enttäuscht, für den das optische Umfeld so gar keine Rolle spielt.