Samstag, 12. Dezember 2015

Ein Tor zum Klimaschutz: Die Weiden der Stiere




von Philip de Málaga


Die Stierzuchten sind geradezu ein Bollwerk gegen die Emissionen
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Gerade in diesen Tagen findet in Paris die 21. UN-Klimakonferenz in Paris statt. Gewiss redet man dort nicht über die mundo de los toros. Aber SfA und andere Medien wie die spanische Tageszeitung Hoy oder das Portal la economía del toro wollen sehr gerne über Erkenntnisse informieren, welchen Beitrag diesbezüglich die mundo taurino, insbesondere die ganaderías zu diesem Thema beitragen.


Der Ingenieur Gregorio Montero ist promovierter Absolvent der bekannten Polytechnischen Universität von Madrid. Seit 1992 arbeitet er am Nationalen Institut für Forschung und Technologien im Agrar- und Ernährungsbereich als Projektkoordinator, um die beeindruckenden positiven Umweltauswirkungen der dehesas, also der Weiden der Schweine und der toros in der spanischen Region Extremadura zu untersuchen und zu bewerten. Das Ergebnis ist verblüffend:

So erklärte Montero: "Das jährlich ausgestossene Kohlendioxid der Korkeichen in der Region Extremadura entspreche an die 12 Prozent aller ausgestossenen CO-2-Werte für ein Jahr." Und er fügte hinzu, dass "dieser wichtige Bereich der Korkeiche zur Reinigung der Atmosphäre sich nicht nur auf die Extremadura beschränke. Ihre positiven Auswirkungen seien weltweit zu spüren und damit ein gelungener Beitrag zur Verringerung der globalen Erwärmung und des Klimawandels, welche durch die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre produziert werden."

Ein Tor für den Klimaschutz: Die Weiden der Stierzuchten
In Bezug auf das Gesamtvolumen erreichen die dehesas aufs Jahr verteilt mit 1,2 Millionen Tonnen einen sehr hohen Wert. "Es sei zwar richtig, dass die Gesetzgebung es nicht erlaubt, die Freisetzung von CO-2 Werten aus dem natürlichen Baumbestand zu kommerzialisieren, vor allem in Bezug auf das Kyoto-Protokoll, aber es lasse sich nun mal nicht leugnen, dass gerade diese Tatsache einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt. Das ist auf jeden Fall unbestreitbar," darüber brauch man nicht mehr zu diskutieren, beendet der spanische Ingenieur seine Präsentation.


Mit Sicherheit eine Argumentation welche antitaurinos aufs Grobe missfallen dürfte. Sie ist ökologisch betrachtet ein weiteres Argument für die Erhaltung der ganaderías mit ihren dehesas und der Zucht der toros bravos mit dem dazugehörenden Umfeld, Pferde, Schweine etc. In der Extremadura gibt es derzeit achtzehn grosse ganaderías dessen bekanntesten Vertreter wohl Jandilla und Zalduendo sein dürften.

Freitag, 11. Dezember 2015

Stierkämpfe auf den Philippinen

Und es gab sie wirklich, Stierkämpfe im Pazifik
Schon seit 1619 begegnete man in Manila den Stieren
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von Philip de Málaga


Zugegeben, wer an die Inseln im Pazifik denkt, verbindet diese eigentlich nicht gleich unbedingt mit der mundo de los toros. Aber es entspricht der Wahrheit, welche vor allem von der Marinearchäologie herausgefunden worden ist. Festejos taurinos wurden in der Tat auf den Philippinen veranstaltet.


Ein ersten Ansatz dafür findet man in den Geschichtsbüchern. Denn immerhin waren die Philippinen die am weitesten entfernte Kolonie Spaniens. Und zwar von 1565 bis 1898. Da kann man schon mal auf die Idee kommen, dass die Spanier einen Teil ihrer iberischen Kultur auf diesem Inselarchipel einführten wie zum Beispiel die festejos taurinos. Doch was dort genau so stattfand lässt sich schwer nachvollziehen. Da gab es auf den Inseln zunächst mal keine toros. Wo kamen die her? Wie die konservative Tageszeitung aus Spanien ABC im Mai 2013 publizierte, ist der "philippinische toro" wohl das Ergebnis einer Mischung von mexikanischen und chinesischen Tieren, welche beide auf dem Seeweg im Bug der Segelschiffe dorthin gelangten. Manila bildete oft die Brücke von Asien nach Amerika. So gelang es, auf den Philippinen toros zu züchten, aber von auffallend kleiner Grösse. Auch nicht besonders bravo waren diese Tiere und manchmal alles andere als angriffsfreudig. Man sprach sogar von "faulen und bequemen Stieren".

Wie es aber dann zu den fiestas kam ist weitgehend unbekannt. Im Indienarchiv von Sevilla findet sich ein Dokument, welches ein festejo taurino im Vorort Paco der Hauptstadt Manila im Jahr 1619 dokumentiert, anlässlich der lokalen fiesta der Unbefleckten Empfängnis. Mehr weiss man darüber nicht, ausser der Erkenntnis, dass die Idee mit den toros wohl aus China rübergekommen sei, als eben jene Tiere dorthin transportiert worden sind.

Aber es gab sie definitiv die toros auf den Philippinen. Mehr noch, sogar plaza de toros entstanden nach spanischem Vorbild, wie man auf folgendem Photo sehen kann, welches Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Keine Frage, eine richtige plaza de toros mit ihren tendidos um das runde ruedo, einem Rang und einem callejón. Aber wer einen genauen Blick auf die Photographie wirft, wird erkennen, dass es keine burladeros gab; wahrscheinlich irgendwo eine puerta, denn irgendwie muss ja auch der toro in das ruedo gelangt sein.


Über die toreros weiss man gar nichts. Nicht mal ein Name ist bekannt. Vorerst vermutete man chinesische toreros am letztendlich handelte es sich wohl um Philippinen selbst. Sie müssen wohl sehr mutig gewesen sein, und fielen bei ihrem toreo mehr durch ihre Kühnheit als die arte del toreo auf.


Spanien sandte 1884 den jungen Politiker, Historiker und Journalisten Don Wenceslas Emilio Retana y Gamboa (1862 - 1924) zu den Inseln. Seine Hauptaufgabe bestand darin, in der Verwaltung die Entwicklung dieser Kolonie voranzutreiben. Auch sollte und wollte er auch herausfinden, wie es um die toros steht. Als er dort ankam konnte er weder festejos taurinos noch plaza de toros entdecken. Retana interessierte sich aber für die toros. So begann er nachzuforschen. Er hatte sogar vor die fiesta taurina, aber diesmal mit richtigen toros bravos erneut zum Leben zu erwecken, was ihm aber nicht gelang. Von ihm stammt auch das bescheidene Wissen, dass wir heute über die toros und toreros auf den Philippinen haben, welches er selbst in einem kleinen Büchlein zusammengefasst hat, welches 1896 veröffentlicht worden ist.

Wie auch immer, mit dem Abzug der Spanier im Jahr 1898 verschwand letztendlich auch die Tradition der tauromaquia vollkommen von den Inseln und ist heute vollkommen in Vergessenheit geraten.
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Quellennachweise:

Toros en la bodega de carga, Verónica Walker Vadillo, ABC, Madrid 20. Mai 2013
Una joya bibliográfica - Fiesta de toros en Filipinas, Taurología.com
Tarde de toros en Manila, Video bei You Tube




Donnerstag, 10. Dezember 2015

Stierkampf animiert die Kunst: Diesmal Graffiti

In Frankreich erobert Sylvain Fraysse mit Stierkämpfen die Fassaden
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von Philip de Málaga


Zahlreiche künstlerische Ausdrucksformen kehren der tauromaquia nicht den Rücken zu. Im Gegenteil, denn die mundo de los toros animiert mit ihren Emotionen und der dazugehörenden Optik zahlreiche Künstler in den verschiedenen Bereichen. Besonders in Frankreich, wo antitaurinos stets sich die grösste Mühe geben, alles Taurinische zu boykottieren, zu stören oder zu verhindern versuchen, lassen sich Künstler nicht davon abhalten oder gar abschrecken, im toreo künstlerische Ausdrucksformen zu erkennen um diese wiederum auf ihre Art und Weise in den verschiedensten Variationen zu interpretieren.

So der junge Graffitikünstler aus Frankreich Sylvain Fraysse, der mit sieben Jahren seine erste corrida de toros in Nîmes gesehen hatte mit dem matador de toros Nimeño II. Seine grosse afición gehöre jedoch dem spanischen maestro José Tomás seit der alternativa des Franzosen Sebastián Castella. In seinem hat er sich mit dieser Kunst, welche ja nicht selten  eher illegal vollführt wird einen Namen gemacht. Es gibt Ausstellungen, fabriziert riesige Plakatwände und ist so in seiner Branche für viele Bereiche tätig.

Er selbst sagt zu seiner Kunst taurino: "Bezüglich der toros habe ich meine erste Arbeit für einen Wettbewerb in Institut für Künste geschaffen. Als ich diesen gewann gelang es mir einige meiner Werke zusammen mit anderen grossen Künstlern in der plaza de toros von Béziers auszustellen. Als ich dann mein Studium der Schönen Künste in der nationalen Schule von Toulouse begann, widmete ich mein Hauptaugenmerk auf die arte de torear. Das toreo war für mich ein Vorwand, mich auf eine Art wissenschaftliche Art und Weise der Forschung von phänomenologischen Konzepten, dem Gedächtnis und vor allem der Melancholie zu nähern." So Fraysse, denn kurioserweise spiegelt sich im Graffiti die kurzlebige, die ephemere arte de torear wieder. Und er führt noch an. "Ich habe auch eigentlich nie das toreo selbst gesucht, sondern vielmehr das Dahinter, die Erinnerung und die Abwesenheit ... weil meine Werke immer wieder gelöscht worden sind."

Der französische Künstler erfreut sich auch in Spanien grosser Beliebtheit. Vor allem in der andalusischen Hauptstadt Sevilla sind er und seine Werke immer wieder gerne gesehen.

José Tomás
José Tomás
Manolete
Juan Belmonte
Morante de la Puebla
Nîmes 2015
Juan Belmonte
Diego Puerta in Sevilla
Der Künstler Sylvain Fraysse bei der Arbeit, hier im andalusischen Sevilla
Das Ergebnis: Der torero Morante de la Puebla
Sebastian Castella
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Sonstige Informationen:



Mittwoch, 9. Dezember 2015

Stierkampfmuseum in Madrid: Fast 5.000 deutsche Besucher




von Philip de Málaga


Keine Frage, ein internationales Interesse für die Stiere besteht
Das Museum hat in zwei Jahren seine Besucherzahl mehr als verdoppelt!
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Wie das Portal la economía del toro informierte besteht weiterhin ein starkes Interesse nicht nur der Spanier, sondern auch der Ausländer für die mundo de los toros. on Januar bis  Oktober diesen Jahres zählte das museo taurino in der grössten plaza de toros von Europa, in Las Ventas an die 71.000 Besucher. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die catedral del toreo. Im Vergleich zu 2013 eine Steigerung von 30.000 Besucher, was einer Rate entspricht von plus 69 Prozent, also in zwei Jahren mehr als verdoppelt!
(Grafik: la economía del toro)
Vor allem in den Monaten März bis Mai gab es einen grossen Andrang, mit täglich über 300 Besuchern. Selbstredend bilden die Spanier mit 22 Prozent die stärkste Gruppe, vor allem auch deswegen weil Schulklassen das Museum aufsuchen. Unter den knapp 80 Prozent ausländischen Besuchern kommen mit schon 20 Prozent die Franzosen. Durchaus auffallend an dritter Stelle die mehr als 13 Prozent Italiener, welche sich für die mundo taurino interessieren. SfA Leser werden sich erinnern, auch auf dem italienischen Stiefel gab es des öfteren mal die toros zu sehen.

(Grafik: la economía del toro)
Das deutsche Interesse liegt bei 6 Prozent. Die meisten Besucher (75 Prozent) waren im Alter zwischen 30 und 60 Jahre und 20 Prozent jünger als 18 Jahre.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Don Quijote und die Stiere

Windmühlen gegen einen toro bravo einzutauschen 
scheint keine gute Idee zu sein, besonders wenn es so viele sind
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von Philip de Málaga

Ein jeder kennt ihn, den edlen Ritter Don Quijote, der es geradezu auf geniale wie überzeugende Weise verstand mit der Lanze gegen Windmühle in der La Mancha zu kämpfen. Wir reden hier von dem Meisterwerk Don Quijote des spanischen Schriftstellers Don Miguel Cervantes Saavedra (1547 bis 1616). Von da an stieg die Rittergestalt Don Quijote zu unvergesslichem Ruhm auf. Was kaum einer weiss, auch Don Quijote begegnete den toros. Gleich zwei Mal. Zuzusagen einmal bei einem encierro im freien Feld und in einer plaza de toros.

Zunächst geschah es, als er, Don Quijote auf einem Landweg mit seinem treuen Begleitern auch dem bekannten Sancho daherkam, als sie in der Ferne eine Gruppe Reiter mit Lanzen auf sich zukamen sahen. Es waren einige Reiter, welche eine Horde toros mit den dazugehören cabestros des Weges begleiteten. Ihr Ziel war das nächste Dorf, wo am nächsten Tag ein festejo taurino veranstaltet werden sollte. Und sie hatten es eilig und galoppierten auf die Gruppe zu. Die Begleiter von Don Quijote erkannten die drohende Gefahr und ergriffen die Flucht und entfernten sich weit von dem Weg. Nur Don Quijote und Sancho blieben mit unerschrockenem Herze stehen und harrten dem, was da auf sie zukam. 


Die Reiter sahen es und einer rief ihnen zu, dass es besser sei, schnellstens aus dem Wege zu gehen, sonst würden die toros sie niedertrampeln. Doch Don Quijote antwortete nur, "Ihr Gesindel, was gehen mich eure toros an, selbst wenn es die wildesten von den Ufern der Jarama wären." Uns als Provokation kündigte der Ritter eine mögliche Fehde an. 


Doch die Reiter hatte keine Möglichkeit mehr zu reagieren, und Don Quijote wie sein Begleiter fanden keine Zeit mehr der drohenden Stampede die da auf sie zukam aus dem Wege zu gehen. Auch wenn sie es gewollt hätten. Und so kam es, das Don Quijote und Sancho von den toros, den cabestros und den berittenen Begleitern einfach über den Haufen gerannt worden sind. Da lagen sie nun alle erschrocken wie gerädert auf dem Boden. Don Quijote mit seiner Rosinante sowie Sancho mit seinem Esel. Noch ein wenig betäubt erhob sich der Ritter und torkelte hinter der Herde her und schimpfte lauthals, "Bleibt stehen und wartet, ihr widerliches Gesindel. Ein Ritter will sich alleine euch im Kampf stellen." Doch die Reiter hörten nicht auf ihn und trieben ihre toros zu den corrales des nächsten festejos taurinos.

Zurück blieb lediglich eine berannter Ritter mit einer Illusion und der Peinlichkeit nicht einmal beachtet worden zu sein. Doch er kam noch zu seiner Möglichkeit. Doch er sollte noch eine Chance bekommen. Denn wenig später gelangten Don Quijote rein versehentlich in das ruedo einer plaza de toros. Welch ein verrückter Ritter, raunte es durch die tendidos.

Zuerst unterhielt er sich beinahe im Streit mit einer Dame ausserhalb der plaza de toros, bis er den Ruf hörte "Töte ihn, setzt die banderillas". Er hörte diese und betrat die plaza de toros und sah, dass der toro einen torero angriff. Und galoppierte er auf den toro zu.


Dann warf er seine Lanze, woraufhin das Publikum protestierte und wollte dass man diesen schnellstens aus dem ruedo entferne. Der toro schwer blutend, sah seinen neuen Feind auf dem Pferd und griff diesen unverzüglich an. Der torero der erkannte, wie der Ritter ihm geholfen hatte, rannte dem toro hinterher und stach seinen espada in den cuello des toros, womit er diesen tötete. Don Quijote sah dieses und bedankte sich bei diesem caballero dafür. Worauf der torero antwortete: "Keine Ursache, mein Herr, der sich als Don Quijote verkleidet hat." Erstaunt sah der Ritter vom Pferd und entgegnete: "Caballero, ich bin Don Quijote!", worauf beide erst einmal begannen zu diskutieren ...

Montag, 7. Dezember 2015

Den Stierkampf mit anderen Augen sehen

Der amerikanische Photograph Michael Couser versucht 
mit seiner Schwarz-Weiss Arbeit der Intimität des Toreo näher zu kommen
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von Philip de Málaga


Der nordamerikanische Photograph Michael Couser reiste im Jahr 1985 das erste Mal nach Spanien und sah dort auch seine erste corrida. Von dem was er dort im ruedo gesehen und erlebt hatte war geradezu fasziniert. Vor allem beeindruckte ihn die gezielte Beeinflussung der Bewegungsabläufe, gleich einer motorische Bewegung, der einzelnen toreros beim toreo. Diese Plastizität zog ihn in einen Bann, dem er gezwungen war zu folgen. So entstand eine Serie von fünfundzwanzig Schwarz-Weiss-Photos, wo er an verschiedenen Orten seine intimen Eindrücke bei den festejos taurinos optisch festgehalten hatte. Dabei fixierte er sein Objektiv nicht nur auf das ruedo, sondern auch in den callejón und andere Stellen in der plaza de toros. Er findet Momente, die dem normalen Zuschauer in den tendidos verborgen bleiben und durch die Schwarz-Weiss-Technik sieht er es mit anderen Augen und verleiht den Momenten eine bewegungsmässige Dramaturgie. Augenblicke der Einsamkeit, Sekunden der Isolation, einsame Gedanken inmitten eines Dramas, obwohl die plazas gefüllt sind. 

Hier stellt SfA eine kleine Auswahl vor:













(Fotos: Michael Couser)
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Quellennachweis:



Sonntag, 6. Dezember 2015

Auch in London gibt es Afición




von Philip de Málaga


Der spanische Stierkämpfer Antonio Ferrera besucht britische Metropole
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Die Fangemeinschaft der mundo de los toros, beginnt sich weltweit zu vermehren. Immer wieder Gründen sich neue peñas taurinas. Die grossen Vorbilder auf diesem Sektor taurino dürften wohl die aficionados in New York und London bilden. 

Der Club Taurino of London sammelt schon stolze 342 aficionados als Mitglieder um sich, welche aus 22 verschiedenen Ländern kommen (unter anderem 215 aus England, 55 aus Spanien und 37 aus den Vereinigten Staaten) und wurde 1959 von George Erik und einer kleinen Gruppe von aficionados gegründet. Mittlerweile hat er sich einen Namen in der internationalen Szene der tauromaquia gemacht. Seine Ehren-Vize-Präsidenten sind immerhin der rejoneador Ángel Peralta, der matador de toros José Miguel Arroyo "Joselito" und der ganadero Victorino Martín.


Hier trifft man sich nicht nur gelegentlich zu einem Stell-Dich-Ein um ein wenig über die toros zu plaudern. Der Club glänzt vor allem durch wahrhaftiges Fachwissen aus der mundo taurino und dementsprechend gibt es dort auch interessante Vorträge und Veröffentlichungen zu diesem Thema. Man will nicht nur, man kann sogar mitreden. So ist es nur selbstverständlich, das der Club in London regelmässig von taurinos, toreros, ganaderos, kurz, von Menschen aus der mundo de los toros aufgesucht wird. Taurinisches Wissen wird gesucht, ausgetauscht, analysiert und vermittelt.

In diesem Jahr feierte der Club Taurino of London am letzten 29. November sein 56-jähriges Bestehen. Vor der eleganten Kulisse des Oriental Clubs im Herzen der britischen Hauptstadt gab es aus diesem Anlass ein festliches Mittagsmahl.

Oriental Club - London
Als spanischen Ehrengast war der matador de toros Antonio Ferrera geladen. Vom Präsidenten des Club Taurino of London Mark Rayner wurde der spanische torero herzlichst Willkommen geheissen und würdigte seinen beruflichen Werdegang im ruedo der plaza de toros und seine zahlreichen Triumphe in den grossen Arenen von Spanien, Amerika und Frankreich. Er bedankte sich auch, das Ferrera mit seiner Gegenwart die britische afición unterstütze. 
Der spanische torero Antonio Ferrera in London (Foto: mundotoro)
Antonio Ferrera bedankte sich bei den geladenen Gästen wie warmherzig man ihn hier in London empfangen hätte und zeigte sich erstaunt soweit von Spanien und der mundo de los toros entfernt eine so intensive afición vorzufinden und würde sich freuen viele von ihnen in der nächsten temporada taurina in seinem Heimatland begrüssen zu dürfen.

Die geladenen Gäste erhoben sich und stiessen auf die zukünftigen Erfolge ihres Gastes an, auf die fiesta brava, auf die Freundschaft zwischen dem britischen und spanischen Volkes und das die fiesta de los toros weiterhin noch mehr Unterstützung aus dem vereinigten Königreich erfahren wird. 

SfA hatte gerade darüber berichtet. Spanischer Torero wird in München ausgezeichnet. In Belgien gibt es aficionados und sogar im fernen China verfolgen Millionen am Fernsehen corridas aus Spanien, welchen dort zeitversetzt übertragen werden. Barcelona hat es mit seinem Verbot ausgelöst. Überall auf der Welt beginnen sich beide Seiten, die taurinos wie antitaurinos neu zu gruppieren und organisieren. Und dabei ist es durchaus auffallend, wie viel mehr Menschen sich jetzt auch öffentlich getrauen zu den toros zu stehen. Für die internationale afición de los toros eine durchaus erfreuliche Entwicklung.