Mittwoch, 13. November 2013

Was soll man davon halten?

Über die taurinische Finanzwelt während der Krise
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von Colin Ernst
(Fotos: mundotoro)


Was soll man davon halten? Der Director del Plan Nacional de Fomento y Protección de la Tauromaquia, Juan Antonio Gómez-Angulo, hat geäußert, das man die Kosten für die corridas senken muss. Damit kann man als aficionado gut leben. Aber wie sieht dann die andere Seite aus? 

Das Herumgereite auf dem Gaul namens crisis (Krise), ist einmal mehr ein Grund, die Daumenschrauben da anzusetzen, wo es allen weh tut, die mit ihrem Leben für die fiesta brava stehen. Die Erhöhung der IVA, der Mehrwertsteuer von 10 auf 21% für festejos taurinas, wird schon unter den Tisch gekehrt. Nun fordert man von den toreros, ihre Löhne zu senken, zu Gunsten geringerer Eintrittspreise, auch die ganaderos sollen ihre Preise senken, damit über die entradas baratas - Schiene, mehr Menschen die corridas besuchen. 

Was aber tut der empresario? Ein Beispiel, die figuras bekommen ungefähr 17.500 Euro pro corrida in einer plaza der ersten categoría. Davon müssen sie neben Steuern auch ihre Angestellten, die cuadrilla, bezahlen, von Versicherungen will ich nicht reden... Dies ist das Mindestendgeld, dafür, das man sein Leben und das seiner Mitarbeiter in einer plaza wie Las Ventas, mit zwei Stieren aufs Spiel setzt. Und dieser "Mindestlohn", so im Tarif geregelt, betrifft die toreros, welche den escalafón anführen, mehr als 43 corridas im Jahr bestreiten. In diesem Jahr sind es grade mal vier: Padilla, El Fandi, Fandiño und Perera

Die Stars unter den toreros: Juan José Padilla, El Fandi, Fandiño und Perera
Morante de la Puebla
Alle anderen matadores bekommen tariflich gleich mal 4.500 Euro weniger! Natürlich werden Morante, José Tomás und Co mehr bekommen, Dank ihrer Bekanntheit und ihrer apoderados

Aber mal ehrlich, ist ein Enrique Ponce mehr oder weniger wert??? Wir reden immerhin über das Leben eines Menschen. Und über das des toros. Wenn ein ganadero die Kosten für seine Tiere noch weiter senken muss, wird auch dies Konsequenzen haben. Billigeres Futter zum Beispiel, weniger Vitamine, Kündigungen der Menschen die diese Tiere betreuen. Wenn ein toro schlecht gehalten wird, ist seine Leistung in der plaza auch fraglich. Man hat schon ganze Rinderherden beinahe verhungern sehen. Die "Herstellung" eines Stieres hat seinen Preis. Und was bekommt der aficionado mitunter zu sehen, wenn ein empresario nicht sehr pflichtbewusst ist? Die plaza ist in einem schlimmen Zustand, bedarf dringend Renovierungen. Das umfangreiche cartel führt neben vielen unbekannten Namen ein mano a mano von zwei toreros der zweiten Kategorie (was bedeutet zwei Mal 4500 Euro weniger zu zahlen und einen torero gespart!) Eine novillada oder eine corrida mixta rundet das Bild ab. Der ein oder andere empresario hat sich eine goldene Nase verdient, während er seinen Service auf ein Minimum herunter geschraubt hat. Und da ist auch schon der  Fehler im System, denn er hat seine Kunden, die aficionados vernachlässigt. 

Und nun versuchen die Herren in Nadelstreifen, wieder einmal mehr, die Preise zu drücken, unter dem Mantel der Bedürftigkeit. Bei sinkenden Zahlen der corridas gleicht der die plaza de toros manchmal einem Haifischbecken. Die toreros müssen sich regelrecht um die Plätze prügeln, also Zugeständnisse machen, und den Züchtern geht es nicht anders. Der Gewinner in diesem Spiel sind Canal Plus toros, dort kann man für gut 16 Euro im Monat so viel toreo sehen wie man vertragen kann, die pipas knackt man dann eben auf dem Sofa...

Dienstag, 12. November 2013

Ein edles Gefäss aus Silber

Es ist ein Ritual in der Tauromachie
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von Philip de Málaga
(Fotos: mundotoro)


Vor und nach der faena, und beim Beobachten des tercio de banderillas ist es üblich, dass die matadores ein wenig Wasser zu sich nehmen. Aber nicht etwa aus so einem Plastikbecher oder aus der Flasche. Ein edles Gefäss aus Silber muss her. 
Gleich einem Akt des göttlichen Schutzes, gleich dem heiligen Abendmahl, wird dieser Silberbecher von den toreros aufs Höchste verehrt. Das ist nicht nur Selbstschutz oder Rechtfertigung, sondern dieses Ritual ist Teil ihrer Kultur und bestätigt immer wieder ihren Glauben. Ihren Glauben an Gott und die mundo de los toros.

Montag, 11. November 2013

Der Inbegriff der Tauromachie




von Philip de Málaga


Wie man in Málaga die toros sieht
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In der Hauptstrasse von Málaga, der bekannten Calle Larios, wird mit einem Plakat dargestellt, dass das Wesen, die Identität, die Essenz für das Leben, für zahlreiche Menschen in der tauromaquia liegt. Ein weiterer Beweis dafür, wie sich viele Spanier sich mit der mundo de los toros identifizieren. Obwohl es zahlreiche ausländische Medien anders beurteilen. Aber meistens aus Unwissenheit.
Selbst das Picasso Museum in der südspanischen Metropole Málaga 
bezieht eindeutig Stellung. Selbstverständlich für die toros!

Wenn die Flut von oben kommt



von Philip de Málaga
(Fotos: mundotoro)


Starker Regen beendet eine corrida im mexikanischen Tlaxcala
Aber trotzdem gelang es dem torero El Zapata zu triumphieren
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Am letzten Wochenende wurde im mexikanischen Tlaxcala eine corrida nach dem vierten toro abgebrochen. Eine wahre Flutwelle von oben setzte den ruedo komplett unter Wasser. Nichts desto trotz gelang es dem matador de toros Uriel Moreno El Zapata unter strömendem Regen dem Publikum eine beindruckende faena zu liefern, für welche er mit einem oreja prämiert worden ist. Die Leute in den tendidos waren begeistert und laute "torerotorero" Rufe halten durch das Rund der plaza de toros in Mexiko begleitet von lautem Regenfall.



Sonntag, 10. November 2013

Samueles - eine Stierzucht

Warum eine Stierzucht bei den toreros populär ist oder auch nicht
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von Colin Ernst


Auf diese ganadería bin ich aufmerksam geworden, durch einen Beitrag des Taurokritikers Paco Mora in dem Magazin Aplausos. Seine Worte über die Zucht der Samueles waren für mich mehr als hart. Toros wie die von Samuel Flores wolle heute keiner mehr haben, der ganadero könne sie zum Metzger bringen. Ich hatte immer noch die 500 Coquilla Rinder vor Augen, welche dieses Jahr den Gang zum matadero angetreten sind. Wie kann man als aficionado und Fachmann so etwas sagen? Also begab ich mich auf Spurensuche.

1882 kaufte der ganadero Eduardo Ybarra einen Teil der bekannten Murube Zucht, aus der Linie Vistahermosa. Diese toros waren nicht besonders groß oder schwergewichtig, aber sehr beständig im tercio de varas. Gut zwanzig Jahre später verkaufte er die Hälfte der „Ybarras“ an die ganadería Parladé. 1926 teilte man diese, so gezogenen Rinder in vier Teile auf, Don Ernesto Blanco, sein Sohn Manuel, Rafael Claiak de Salamanca und die Hermanos Samuel, jeder bekam sein Lote. Augustine Flores konservierte die Linie der Ybarreños. Wert legte man auf einen toro, mit viel Gesicht, langen, weißen Hörnern und viel trapio. Das äußere Erscheinungsbild zeigt einen mittelschweren Stier mit kurzen Beinen, langem Hals, wie geschaffen für das toreo. Sein Charakter wird als noble beschrieben, mit genügend Format, um sich von Anfang an bei der lidia zu steigern, de menos a más, wie man sagt. 1968 übernahm Samuel Flores die ganadería  mit 22 Jahren einer der jüngsten Züchter in diesem Geschäft. In den 40ger bis 60ger Jahren triumphierte die ganadería mit Nachkommen des toros No.34, bzw. seinem Sohn Naviero. Viele toreros suchten sich diese Zucht für ihre alternativas, oder confirmación aus. 1944 Dominguín, 1963 El Cordobés, 1966 El Viti in Sevilla…, die Liste lässt sich erweitern. 1990 bestückten die „Samueles“ die beste corrida in Las Ventas, César Rincón verliess ein Jahr später die Monumental de Madrid durch die puerta grande, Dank dieser toros
Der matador der toros Enrique Ponce mit einem toro der ganadería Samueles (Foto: mundotoro)
1996 kam es zu einem spannenden Duell zwischen Joselito und Ponce, die corrida der sechs quites, mit toros der ganadería Samuel Flores. 1999 bei der feria in Dax, Frankreich bescherten die Samueles den toreros elf orejas und einen rabo. In Madrid sind diese Stiere gern gesehen, Madrid verlangt pitones, Hörner, auf das sich die toreros nicht verstecken können. Maestros wie Enrique Ponce verdanken dieser Zucht viele ihrer Erfolge, ebenso wie Antonio Ordoñez, Damasco Gonzales oder Paco Camino. Dieser Züchter war auch einer der ersten, die den Samen eines ihrer Deckstiere, Alucena, tiefgefrieren ließ, um nach seinem Tod, 2007, die Kühe künstlich zu besamen. 

Bei der neuen Generation der toreros ist diese ganadería nicht mehr so beliebt. Allein die ausladenden Hörner… Es gibt immer weniger toreros die bereit sind, ihre Kunst dem trapio eines Stieres zu opfern. Trapio und Hörner wie Fahrradlenker sind noch unbeliebter. Der Nachwuchs schaut auf die Künstlertoreros und vergisst, das sich genau diese, Beispiel maestro Ponce, jeder encaste, jedem Stier gestellt haben, mit Erfolg. Ich denke, das die Kunst in die falsche Richtung weist. Zuviel Schönheit, zu wenig Wahrheit, vor allem zu wenig Kenntnis der Stierzuchten im Allgemeinen. Die großen maestros haben alle viel im campo trainiert, viel Zeit dort verbracht, um den Stier zu verstehen, ihn zu lesen. Heute haben nur wenige Schüler der tauromaquia die Gelegenheit und die Weitsicht, diesen Weg zu gehen. Dies wird langfristig zum Absterben vieler Äste des fragilen Stammbaums der toros führen. Grade die ganaderías welche eine Reinzucht führen, haben oft gesundheitliche Probleme und Flauten, die mehrere Jahre dauern, bis sich die Blutlinie wieder erholt hat und neue, frische, gute Stiere hervor bringt. Somit mein Appell an die ganaderos  nicht auf zu geben, Blutlinien zu erhalten, auch wenn sie grade nicht „Mode“ sind. Und an die toreros: Ein guter Stier hat keine Farbe und kein Brandzeichen, er ist einfach nur ein toro bravo.

Samstag, 9. November 2013

Los norteños

Über die Begegnung mit den Stieren
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Poesie von Dominik Sachsenheimer 
(Juni 2000, Toledo)


Der Deutsche forderte vom Torero mehr Mut
Genauso wie das der Franzose stets tut -
Beide wären gerne Basken
Nur nicht so brachial.

Der Madrilene mit adliger Postleitzahl,
Verschwand hinter Masken
aus Zigarrendunst.

Der Norweger forderte mehr Präzision,
Der Brite referierte über Emotion,
Der Katalone pries
Die Freiheit der Kunst.

Der Ami bestellte ein weiteres Bier
Und forderte, lautstark, einen grösseren Stier.
Der Schweizer hingegen rechnete vor
Wie viele Matadore er kannte.

Sie alle wussten viel mehr als ihr Nachbar
Weshalb bald ein Streit entbrannte
Und keiner so richtig zum Zuschauen kam
Als der Toro der Sonne nach rannte.
Nur drei Andalusier ertranken in Tränen
Da ein Blitzschlag den Kosmos umspannte:
Una media les hizo llorar como niños
Bautizados en la luz de Morante


(Oder: Eine media liess sie wie Kinderlein weinen. Getauft im Licht von Morante.)

Freitag, 8. November 2013

Juan Belmonte über die Stiere



von Juan Belmonte


Juan Belmonte (Foto: mundotoro)
"Der toro bravo von heute 
ist ein Produkt der Zivilisation, 
ein genormter Industrieartikel
wie Parfüms von Cory
oder Autos von Ford.
Der toro wird entsprechend 
der Nachfrage des Publikums
gezüchtet.

Der toro ist immer noch
das gleiche wilde Tier 
wie früher. 
Aber man versucht 
ihn so zu züchten,
dass die corrida für den Betrachter
erfreulicher wird."

Juan Belmonte
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Quellennachweis:
Juan Belmonte, matador der toros, zu vida y zu hazañas
Manuel Chaves Nogales
Alianza Editorial, 2006

Donnerstag, 7. November 2013

Der Stierkampf in Spanien ist nun ein Kulturgut




von Philip de Málaga


Gestern gegen 22 Uhr wurde die tauromaquia in Spanien zum Kulturgut deklariert
Nur 11 Prozent stimmten dagegen!
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So schnell hat es eigentlich kein aficionado erwartet. Doch gestern Abend gegen 22 Uhr wurde die tauromaquia vom spanischen Senat zum Kulturgut erklärt. Die toros sind somit geschützt. Die mundo de los toros geniesst ab heute, in der spanischen Verfassung verankert, den vollen staatlichen Schutz. Es ist ein Grundrecht in Spanien an festejos taurinos teilzunehmen oder sie zu besuchen.


Zwar versuchten einige antitaurinisch eingestellte Organisationen die Ernennung zum Kulturerbe zu verhindern, aber letztendlich konnten die Argumente der taurinos den Senat überzeugen. Und das Ergebnis am Ende war eindeutig:


Die mundo de los toros ist somit ein öffentlicher wie offizieller Teil der spanischen Kultur. Spanien ist keine Diktatur mehr, sondern auf einem demokratischen Weg, gleich wie in Frankreich, wurde die tauromaquia zum patrimonio cultural erklärt. Das sollte man respektieren und die toros nicht weiterhin für politische Interessen missbrauchen.

Der Senat hat entschieden! (Foto: mundotoro)
Es liegt nun am spanischen Staat dieses Kulturgut entsprechend zu schützen.

Über das Schweigen in der Tauromachie

In kaum einem Sektor wird so wenig Kritik zugelassen wie in der tauromaquia
Aber das sollten sie lernen
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von Philip de Málaga


Es ist doch in heutigen Welt recht normal, eine schlechte Leistung zu kritisieren. Spielt der FC Bayern miserabel wird er am nächsten Tag von den Medien regelrecht auseinander genommen. Genauso in der Kunst und Literatur. Kunstwerke oder Bücher werden von den Kritikern scharf unter die Lupe genommen und man kann bald ihre ehrliche Meinung darüber lesen. Genauso im Theater. Doch bei den toros scheint es hier eine Ausnahme zu geben. Silencio, also ein Schweigen scheint hier mit so die höchste Strafe zu sein. Zwar gibt es broncas, in dessen Genuss aber nur wenige toreros kommen, meistens gelten diese nur dem presidente

Und gab es dann mal eine grottenschlechte corrida, die Medien berichten fast gar nicht davon. Auch die taurinische Fachpresse hält sich bedeckt, und versteckt sich hinter einem silencio. Ursache ist vor allem der Tatbestand, dass ganaderías, empresarios und toreros nach besagter Kritik den weiteren Kontakt wohl vollkommen verweigern. Es erinnert an herrschaftliches Verhalten der Grossgrundbesitzer aus den vergangenen Jahren. 

Muss das wirklich so sein? Keine Frage, sich einem toro gegenüber zu stellen bedarf eines grossen Mutes. Alle haben diesen Beruf frei gewählt. Aber deswegen ist es noch lange keine Freikarte für den Erfolg. Weder für den Züchter noch für den torero. Einige vergleichen die corridas mit dem römischen Zirkus. Aber auch dort musste sich der Gladiator seine Lorbeeren erst einmal verdienen. Und schliesslich ist es ja das Publikum in den tendidos welches alles finanziert. Sie haben ein Recht auf eine gute Vorstellung. Und werfen wir einen Blick auf den wirtschaftlichen Sektor, auch da muss man sich die Lorbeeren erst einmal mit einer guten Qualität verdienen.

Es kann der tauromaquia sicherlich nicht schaden, wenn sie beginnt Kritik wahrzunehmen und mit ihr auch entsprechend umzugehen. Ein silencio ist gewiss nicht der richtige Lösungsansatz.

Mittwoch, 6. November 2013

Die Zahl der Stierkämpfe in Spanien sinkt weiterhin



von Philip de Málaga
(Grafiken: mundotoro)


Auch die tauromaquia spürt die wirtschaftliche Krise in Spanien
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Ausser Real Madrid und dem FC Barcelona hat es in Spanien alle getroffen. Sport oder Kultur alle müssen rechnen. So auch in der mundo de los toros. Fast alle grossen ferias mussten ihre Anzahl an festejos taurinos herunterfahren, um die Kosten decken zu können. Im andalusischen Málaga zum Beispiel von fünfzehn auch zwölf. Zwar waren viele corridas ziemlich gut besucht,  sogar ausverkauft, und auch die Presse berichtet oft von den toreros, doch Tatsache ist, 2013 gab es 111 festejos taurinos weniger als 2012. Genau beziffert: 58 corridas de toros weniger, 35 novilladas weniger und 21 rejoneos. In den plaza de toros der ersten categoría gab es 28 festejos weniger. Insgesamt gab es in Spanien in diesem Jahr 901 festejos taurinos. Seit der temporada 2008 begann die Zahl der corridas kontinuierlich zu sinken.


Zwar ist das keine durchaus optimistische Tendenz, aber seien wir auch ehrlich. 2007 war es geradezu exzessiv. Beinahe 2.000 festejos taurinos, da kamen die ganaderos mit dem Züchten von qualitativ anspruchsvollen toros gar nicht mehr nach. Gerade in den Folgejahren konnte man beobachten wie die toros ewig einknickten, die Beine zu schwach, der Körper zu schwer. Auch die toreros zu dieser Zeit verstanden sich mehr als Showmans als pure matadores. Heute hat sich das geändert. Das klassische toreo hat wieder die Szene erobert. Matadores de toros wie José Tomás, Morante de la Puebla, El Juli, Alejandro TalavanteJosé María Manzanares oder der maestro Enrique Ponce ziehen die Massen an wie kaum andere.
Wenn diese maestros antreten sind die plaza de toros ausverkauft.
Noch etwas ist in Spanien neu geworden. Man beginnt sich plötzlich mehr für die toros zu interessieren. Die Zucht spielt eine immer wichtigere Rolle und man hat angefangen die Leistung der einzelnen toreros mit den entsprechenden toros der ganaderías zu vergleichen. Gerade in Andalusien hat im regionalen Fernsehen das Magazin TPT dazu beigetragen, die Erkenntnis über die toros zu erweitern.

Die mundo de los toros sollte sich nicht wie im Jahr 2007 zu einem Massenprodukt entwickeln. Man vergleiche sie eher mit hoher Kunst, gleich einer Oper und auch dort spielt die Qualität eine wichtige Rolle. Um sich an einer corrida erfreuen zu können, muss man verstehen was im ruedo eigentlich geschieht. Verstehen, warum der toro so reagiert, verstehen auf welche Weise der torero dem toro begegnet und warum. Kurz, verstehen das Zusammenspiel zwischen toro und torero. Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier. Da liegt eine der Faszinationen in der mundo de los toros.

Dienstag, 5. November 2013

Valor, poder y honestidad ... (Mut, Leistung und Ehrlichkeit)

Warum nichtspanische aficionados die mundo de los toros verstehen
Und warum sie darüber berichten!
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von Colin Ernst
(Fotos: mundotoro)


Seit zwei Wochen kreisen meine Gedanken um ein Thema, von dem ich nicht so recht weiß, wie ich es angehen soll. Ausschlag gab die anlaufende temporada in Südamerika. Wie soll ich über toreros schreiben, wenn sie so weit weg sind, die Informationen spärlich sind und obendrein aus den Medien kommen. Bisher hatte ich in Spanien immer jemanden, der die corrida selbst gesehen hat, Videos, bald nach Beendigung der corrida  etc., ganaderías, die ich kenne, wenn ich nicht selbst dort war. Spurensuche in den lateinamerikanischen Ländern, gleicht einem Glücksspiel, mitunter lässt sich nicht feststellen welcher encaste die toros angehören. Und so kam es mir einmal mehr in den Sinn, zu hinterfragen, wer ich denn bin, über etwas zu schreiben, was ich selbst aus dritter Hand nicht wirklich weiß. Besonders über die toreros, welche dort mit ihrem Leben spielen. Was gibt mir das Recht? Und wieso habe ich keine Probleme, so manches, was im Leben eines toreros passiert, nachzuempfinden. Nun, das Leben eines Reiters ist mitunter genauso hart, wie das eines toreros. Ich habe das Pferd mit vier oder fünf Jahren für mich entdeckt, mit sechs Jahren hatte ich nur den einen Wunsch, nämlich Reiter zu werden, zu sein. Diese afición hat mich nie losgelassen und ich bin diesem Weg gefolgt. 

Der maestro José Miguel Arroyo "Joselito"
Der ehemalige matador de toros und jetzige ganadero Jose Miguel Arroyo „Joselito“, sagt in seinem Buch (Joselito, el verdadero) über sich: Als ich eine starke Depression hatte, hatte ich einen anderen Doktor. Ein Pferd aus der Zucht Hermoso de Mendozas. Ein richtiges Mistviech, welches die Leute biss und trat, wo es nur konnte. Dieses Pferd zu erziehen, gefährliche Situationen zusammen zu überstehen, hat mir das Leben zurück gegeben. Hat mir gezeigt wie man Ängste überstehen kann, das ich es kann, alles „depende de mi“ (alles abhängig von mir). Und so ist es tatsächlich mit der Reiterei, mit Angst auf ein Pferd zu steigen ist für einen Professionalen fatal. Man muss sich von Anfang an im Klaren sein, das man das Tier dominieren will und muss, sonst liegt man mit gebrochenen Rippen im Sand. Ähnlich ist es mit dem toreo, wenn man sich dem toro gegenüber stellt. Man muss dominieren wollen und können, sonst ist man tot. Ich hatte, wie so zahlreiche torerosaspiranten auch, kein Geld um mir genügend Reitstunden zu leisten, also habe ich Ställe ausgemistet und mich mit Freude auf jedes Pferd gesetzt, was man mir gab. Ein novillero macht es nicht anders, er stellt sich mit novillos in die Arena, egal wie listig und schwierig sie sind, nur um zu torerieren. Und das oft umsonst – der novillo kann ihn töten, wenn er nicht zu hundert Prozent bei der Sache ist. Man führt als Reiter und torero ein intensives Leben. Wenn andere noch im Bett liegen, sind sie beim Training. Ein Tag hat mehr als zehn Stunden und wenn die Kumpels der Jugend am Wochenende in der Disco rumhängen ist man bei einem Turnier oder eben bei einer corrida

Ein toro bei den tablas
Auch hat meine Generation der Reiter eine Benimmschule besucht, einen Ritus erlernt. Wie man mit den Meistern, den maestros spricht, wie man sich kleidet, wie man in der Öffentlichkeit redet und auftritt. Wann man wie den Parcours, bzw. die plaza betritt, wann man Richter, bzw. den presidente grüßt. Alles ein strenges Ritual. Und dann kommt die Stunde der Wahrheit, für Reiter und torero. Mein Pferd war schreckhaft und unkonzentriert, keine Platzierung, obwohl ich recht zufrieden bin, wenigstens hat das Tier nicht gebockt wie ein Wildpferd und mich in den Dreck geschmissen, es gab schon schlimmere Tage mit diesem Pferd. Der torero hat einen toro ohne trapio, der sich an den tablas verkriecht…, bei der estocada stand er nicht still - zwei pinchazos, kein oreja. Der torero ist froh, das er wenigstens im dritten Gang den Stier erlösen konnte, es gab schon schlimmere toros die einem eine cornada beschert haben. Wie oft sich unsere Körper gegen die Misshandlungen gewehrt haben, Schmerz und Frustration begleiten unsere Wege. Bei einem Turnier sitzt man auf einem Problempferd und die finanziell gestützte Konkurrenz auf vorgefertigten, bestens ausgebildeten Lämmchen. Der torero erwischt das übelste lote, während die beiden anderen toreros  mit beinahe zahmen Designerstieren, Trophäen einheimsen. Das lässt einen Nächte lang nicht los. Man dreht „vuelta um vuelta“, Runde um Runde, im Bett oder läuft Kilometer weit, es lässt einen nicht los. Dies hätte man anders anpacken müssen, hätte man jenes anders gemacht, dann – man lernt, sehr schmerzhaft. Beim nächsten Mal.

Aber für viele gibt es gar kein „nächstes Mal“…Viele investieren von klein auf, jede Minute ihres Lebens in ihre Profession, das Reiten oder das toreo und ab einem Punkt, kann man gar nicht mehr ohne – Pferd oder toro. Wenn wir Reiter, sofern befreundet, unter uns sind, auf den Reiterhöfen, reden wir den ganzen Tag über nichts anderes, als über Pferde –  toreros machen das Gleiche, sie reden über toros und toreros. Auch das Couching ist ähnlich. Der maestro eines novilleros steht bei einem tentadero hinter dem burladero und gibt Anweisungen, der Trainer eines Reiters macht dasselbe, von der Bande aus. Aber es kommt der momento de verdad, der Augenblick der Wahrheit, da ist der Reiter , ebenso wie der torero allein mit dem toro in der plaza… Kein helfender Lehrer weit und breit – die Stunde der Wahrheit. 

Die grösste plaza de toros in Europa: Las Ventas
Unsere Profession hängt allerdings vom lebenden Objekt ab, dem Pferd, dem Stier und unsere Fehler kann man nicht einfach mit einem Knopfdruck rückgängig machen wie bei einem Computer, oder einer Maschine. Daraus resultiert etwas, was in der tauromaquiaresponsabilidad“ genannt wird – Verantwortung. Für das, was man mit dem Tier anstellt und auch was man vor dem Publikum präsentiert. In Aachen zu starten und eine erbärmliche Vorstellung abzugeben, in dem Wissen, das hunderte Zuschauer viel bezahlt haben um etwas Tolles zu sehen – „que vergüenza“- welche Schande. In Las Ventas mit einem toro nichts, aber auch gar nichts anfangen zu können – que vergüenza – der Eintritt hat dem aficionado einen Haufen schwer verdientes Geld gekostet. Wir sind „responsables“. Und kurioser Weise wird der Reiter, sowie der torero in der Gesellschaft gern als privilegiert angesehen. Privilegiert??? Sich die Knochen zu brechen, im Rollstuhl zu landen, von Hörnern durchbohrt, im Sand verblutend?? Privileg? Klar, einige Reiter und toreros landen, Dank der „prensa rosa“, auf den Titelseiten der Hochglanzmagazine, kassieren gut dafür. Aber die meisten legen gar keinen Wert auf solche Propaganda, sie wollen dort überzeugen, wo ihr Platz ist, im Parcours der Reiter, in der plaza de toros der torero, beide Stätten haben einen Boden aus Sand.

Sonntag, 3. November 2013

Wer muss eigentlich beschützt werden?

Die Frage scheint durchaus gerechtfertigt
Antitaurinos greifen immer öfters zu illegalen, geradezu kriminellen Mitteln
um ihre eigenen Interessen zu vertreten
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von Philip de Málaga



Gerade das letzte Wochenende hat gezeigt, wie weit einige antitaurinos bereit sind zu gehen. Obwohl die tauromaquia als ein demokratisches Grundrecht in der Verfassung verschiedener Länder verankert ist, versucht man weiterhin die taurinos zu kriminalisieren. Da werden Veranstaltungen blockiert, Zuschauer beschimpft und beleidigt, man schleicht sich heimlich in die plaza de toros rein, um da spontan ins ruedo zu springen um die corrida zu verhindern. Man kettet sich an, benutzt Rauchbomben, man entkleidet sich in den tendidos um zu provozieren, und am letzten Wochenende hat man sogar versucht die plaza de toros in Acho (Peru) abzufackeln. 

So  berichtet das Internetportal SOS Galgos über den Einsatz der Polizei.
Dabei beschützt die Polizei lediglich Menschen welche von ihrem Grundrecht Gebrauch machen. 
Es ist nun mal in Frankreich gesetzlich vorgeschrieben, dass sich antitaurinos nicht mehr als 400 Meter einer corrida nähern dürfen. Und es scheint mehr als gerechtfertigt, dass die Polizei einschreiten muss, wenn von den Gegnern diese staatliche Vorgabe einfach übergangen wird.

Da stellt sich doch die Frage, was geht hier eigentlich vor? Da machen Menschen von ihrem demokratischen Recht Gebrauch, besuchen eine corrida und werden darauf hin extrem beschimpft und beleidigt. Ist das in Ordnung? Schliesslich greift die Polizei ein, beschützt taurinisches Recht, was ja in der Verfassung verankert ist. Und die antitaurinos beschimpfen darauf hin den staatlichen Einsatz. Man spricht von brutalem Polizeieinsatz, dabei tuen sie nichts anderes als demokratische Grundgedanken zu verteidigen. Fast siebzig Millionen Menschen bekennen sich zur tauromaquia. Auf der Facebookseite des matador de toros José María Manzanares haben über 75.000 Personen mitgeteilt, dass es ihnen gefällt. Mit Sicherheit weit aus mehr als die Zahl der antitaurinos.

Der matador de toros José María Manzanares erfreut sich höchster Popularität. (Foto: mundotoro)
Auch Spanien sollte sich darauf vorbereiten. Man kann davon ausgehen, dass die tauromaquia noch in diesem Jahr zum Kulturgut deklariert werden wird und Organisationen wie PACMA haben angekündigt dagegen aggressiv vorzugehen. Und dass es dabei kaum um die Tiere geht, hat das Beispiel Katalonien gezeigt.

Samstag, 2. November 2013

Toros in aller Welt

In den USA finden sich auch aficionados
Barcelona und die Stiere
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von Dominik Sachsenheimer 


Hier zwei Photos aus einer Kneipe in West Hartford, Connecticut (USA). Auf der linken Seiten sieht man den Kopf des toros Birlador aus der ganadería Jandilla, welcher von dem matador de toros Cayetano bei seinem Debüt in Sevilla getötet worden ist. Obwohl die Plakette von 2009 erzählt, fand die corrida am 19. April 2010 statt. Egal,  gut zu sehen, dass die Stiere weiterhin weltweit Unterstützung erfahren! Der Laden heißt ironischer Weise Barcelona...


Birlador hatte ein Gewicht von 528 Kilo, verfügte über nobleza aber es fehlte ihm an empuje. Ovación für den maestro.
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Anmerkung:
Selbst das deutschsprachige Portal SfA hatte im letzten Monat 1.055 Besucher aus den Vereinigten Staaten!

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Wenn ein Star-Torero auf Reisen geht

Jetzt im Winter reisen einige toreros nach Amerika, 
wo die Saison gerade begonnen hat.
Was haben solche matadores an Kosten zu tragen?
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von Colin Ernst
(Fotos: mundotoro)

Die Saison in Südamerika hat begonnen. Figuras wie Padilla, Ponce, Morante und novilleros wie Román sind in Mexico, Peru und Kolumbien, um dort, zum Teil enthusiastisch gefeiert, ihre Kunst und auch ihre Stärke zu zeigen. Diese Länder bringen andere Menschen hervor, haben andere Kulturen und einen anderen Lebensstil. Hier in Spanien begegnen wir dem toreo mit einer gewissen Ehrfurcht, dort ist gleicht eine corrida manchmal einem Volksfest, laut und fröhlich. Nie fehlt es an Respekt, aber die Begegnung mit dem Tod wird dort anders empfangen, als in Europa. Auch sind die Bedingungen, unter denen manche toreros dort auftreten andere. Sie haben mitunter nicht ihre gewohnte cuadrilla um sich und das Reisen über Land ist mitunter lange und heftig. Aber sie sind da, die figuras und messen sich mit den Besten des südamerikanischen Kontinents. 

Was aber kostet so eine Reise...? Bei einem maestro im Gepäck ist mindestens ein banderillero, ein picador, der mozo de espada und der apoderado, mit dem Protagonisten, also fünf Personen, mindestens. Je nach Verträgen sind sie in einem Hotel am Ort untergebracht, oder, wenn sie die gesamte Saison dort sind mieten sie sich zentral ein und reisen von dort aus zu den corridas  quer durch das Land. 

Aber bleiben wir bei den Kosten. Das Stierkampfmagazin Aplausos veröffentlichte folgende Kostenpunkte: Im Durchschnitt 14.148 € für einen Vier-Tages-Trip.

Flug:
Hin u. Rückreise, fünf Personen: 
6.000 €

Hotel
Fünf Personen, drei Zimmer:
vier Nächte, Vollpension
1.600 €

Löhne:
1.968 €
1.968 €
992 €
Einen lokalen Helfer, der Dinge vor Ort regelt:
600 €

Zusätzliche Kosten für den Transport:
120 €

Zusätzliche Kosten wegen Gewichtsüberschreitung:
vestidos de torear, esportónes, mona del picador, Normale Kleidung, etc…)
250 €

Minibus mit Fahrer:
150 €

Genehmigungen, Lizenzen im Ausland:
500 €


Nun fehlen noch ein zusätzlicher banderillero  und ein picador. Die Kosten für diese übernimmt der Veranstalter. Meistens für einen torero der zweiten Reihe, oder gar einen novillero dürfte dies ein Verlustgeschäft sein, denn sein Sold dürfte kaum die Kosten decken, eher im Gegenteil, zahlen sie drauf. Aber kaum einer wird sich dem Ruf der zweiten Heimat der tauromaquia verweigern, Südamerika, viene toreo español, viene el arte! (Es kommt das spanische toreo, es kommt die Kunst!). Und gerade wenn die Kunst kommt, werden die bekannten matadores in der Regel eingeladen und müssen für ihre Unterkünfte nicht aufkommen. Manchmal werden auch die Reisekosten vom Veranstalter übernommen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

In Lima versuchten Antitaurinos die Plaza de toros anzuzünden




von Philip de Malaga


Antitaurinos greifen zu immer mehr gewalttätigen Mitteln, 
ausserhalb jeglicher Legalität
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In der plaza de toros von Acho, in der Provinz Lima (Peru) versuchten antitaurinos bei einer novillada massiv zu stören. Bis zu tausend Demonstranten (vor allem junge Leute) veranstalteten ausserhalb der plaza eine lautstarke Demo, wobei etwa drei- bis vierhundert Aktivisten versuchten auch den Zugang der Besucher zu limitieren. Während der novillada sprangen zwei Aktivisten ins ruedo, mit Pappschildern um auf sich aufmerksam zu machen. Als diese von der Polizei festgenommen wurden entkleideten sich zwei weibliche Demonstranten in einem tendido, auch sie kamen in Polizeigewahrsam. 

Enttäuscht von diesem doch schnellen Polizeieinsatz zogen die antitaurinos ein neues Register. Zunächst wurden von an die zwanzig Kraftfahrzeugen die Autoreifen zerstochen. In der Nacht nach der novillada drangen sie erneut in die plaza de toros ein, um das Lager mit den Sitzkissen in Brand zu setzen. Brandstiftung nennt man dieses Vorgehen, und man brauch darüber nicht mal lange nachdenken, das ist einfach nur ein krimineller Akt und hat definitiv nichts mit Tierschutz zu tun.

Dementsprechend wird die Justiz in Peru streng vorgehen und alle Hebel in Bewegung setzen um taurinos zu schützen. Von antitaurinos gehe definitiv derzeit eine Gefahr aus die öffentliche Sicherheit zu gefährden. 

Rodilhan in Frankreich und Acho in Peru, zwei Beispiele grenzenloser Aggressivität von radikal denkenden antitaurinos. Warum sie zu solchen Mitteln greifen ist fast verständlich. Schliesslich verliert der antitaurinismo auf allen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Ebenen.