Sonntag, 19. September 2010

Literatur in deutscher Sprache

Immer wieder erreichen SfA Anfragen über Literatur zum Thema der tauromaquia in deutscher Sprache. Das Interesse an deutschsprachiger Literatur an der mundo de los toros ist nicht ganz so bescheiden, wie es von den Gegnern gerne dargestellt wird. Allein in dieser Aufstellung finden sich 55 deutschsprachige Ausgaben zum Thema der toros. Auch das Interesse der SfA-Leser bestätigt jenes Interesse. Die Seite Literatur in deutscher Sprache rangiert bei SfA an zweiter Stelle. Allein in den letzten vier Wochen zählte diese Seite 75 Besucher.

So wurde diese Seite neu überarbeitet und wird regelmässig neu angepasst. Wobei erwähnt werden soll, dass die Auswahl nicht nur protaurinisch orientiert ist. Auch auf antitaurinische Literatur wird hingewiesen.

Nicht alle Bücher sind mehr im üblichen Buchhandel erhältlich, aber nicht selten hat man die Möglichkeit diese über Antiquariate zu beziehen (z. B. online im ZVAB).

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Torodora Gorges
Morante de la Puebla, Torero

Der spanische Matador de Toros José Antonio Morante Camacho verkörpert gegenwärtig die Kunst der Tauromachie auf ganz besondere Weise. Das Buch handelt vom Leben und Werdegang dieses Toreros. Die erste Biografie über einen Stierkämpfer einer deutschen Autorin!
Hier gibt es eine Leseprobe.

Link: Morante de la Puebla, Torero - Portrait eines Künstlers
ISBN-13: 978-3- 8391-5770-1




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Larry Collins / Dominique Lapierre
... oder du wirst Trauer tragen

Ein Klassiker!
Hier wird der Werdegang des berühmten matador de toros Manuel Benítez "El Cordobés" beschrieben. Geschickt vermitteln die Autoren vor dem geschichtlichen Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges und der Francodiktatur, wie ein Stierkämpfer aus Andalusien sein Elend überwand und zu einem der reichsten Männer Spaniens wurde.

Goldmann Verlag, 1967
ISBN: N 3-442-09110-1



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Rolf Neuhaus
Der Stierkampf - Eine Kulturgeschichte

Diese erste umfassende Kulturgeschichte des Stierkampfs erzählt von toreros, von berühmten matadores de toros, von legendären toros, von archaischen Riten und neuen Festen, von Ablehnung und Faszination der corridas de toros. Was ist der Stierkampf? Archaischer Opferritus oder jahrhundertalte Tradition?

Insel Verlag, 2007
ISBN: 978-3-458-34952-5


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Karl Braun
Der Tod des Stieres



Spanien ist anders, ganz besonders, wenn es um den Stier geht. Mitteleuropäer sehen die Grausamkeit beim Tod des Stiers - was aber sehen, erleben die Spanier? Das Buch erschliesst die frühen und untergegangenen Motive europäischer Kulturwerdung und erzählt über Tradtionen der Stierfeste.

Verlag C.H. Beck, 1997
ISBN: 3-406-42823-1



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Edward Lewine
Der Tod und die Sonne

Edward Lewine schreibt für die New York Times und die Daily News. Eine Lebenskrise brachte ihn nach Madrid und dort zu seinem ersten Stierkampf. Das Erlebnis war tief und überwältigend, der Stierkampf berührte ihn auf eine für ihn unbekannte Weise. Dieser Faszination geht er in seinem Buch nach und begleitet 1984 -1985 den matador de toros Francisco Rivera Ordoñez.

Campus Verlag, 2006
ISBN: 978-3-593-37403-1
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Ernest Hemingway
Gefährlicher Sommer

Hemingway kam nach Spanien um das Leben zu suchen, doch er fand den Tod. Für viele das beste Buch über Stierkampf was Hemingway geschrieben hat. Der Autor begleitet 1959 die beiden toreros Luis Miguel Dominguin und Antonio Ordoñez. Dieses Buch wurde erst 1985 aus seinem Nachlass veröffentlicht.

Rowohlt Verlag, 1986
ISBN: 3-498-02869-3



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Cristina Sánchez
Matadora - Mein Leben als Stierkämpferin

Dies ist eine Autobiographie von Cristina Sánchez, der ersten matadora de toros der Geschichte, welche mit Erfolg in eine der letzten männlichen Domänen eingedrunden ist.

Wolfgang Krüger Verlag, 2001
ISBN: 3-8105-1894-8






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A.L. Kennedy
Stierkampf

Ein Buch über die ganz grossen Erfahrungen: Ehrgeiz, Angst, Mut, Erfolg, Scheitern, Tod - und ein exellentes Buch über den Stierkampf.

Verlag Klaus Wagenbach, 1998
ISBN: 3-8031-3157-X






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Rainer Bischof
Heilige Hochzeit

Der "corrida" als spezielle Ausformung der Darstellung des Todes wird in diesem Buch nachgegangen, ihre historischen, philosophischen und aktuellen Grundlagen betreffend.

Böhlau Verlag, 2006
ISBN: 3-205-77538-4
Werbeblatt





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Pierre Imhasly
Corrida

Imhasly stellt die Protagonisten dar, Stier, Mann, Publikum. Aber auch Geschichte, Technik, Dramaturgie, Essenz, Geschäft und Kunst. Er tut dies mit Engagement, Kenntnis und Poesie.

Edition Erpf, 1982
ISBN: 3-256-00015-0




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Munro Leaf
Ferdinand

Es war einmal in Spanien ein junger Stier, der hieß Ferdinand. Ferdinand ist anders als die anderen Stiere: am liebsten sitzt er einfach ruhig unter seiner Lieblingskorkeiche und beschnuppert Blumen. Doch plötzlich wird er abgeholt und in die Stierkampfarena gebracht...

Diogenes Verlag, 1993
ISBN: 3-257-00742-6

  



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Lorenz Rollhäuser
Toros, Toreros 

Der Autor stellt den Stierkampf als ein soziales Ereignis dar, zutiefst verwurzelt in der Geschichte Spaniens. Spürbar wird dabei wie lebendig eine Tradtion ist, welche mit europäischen Normen unverträglich scheint.

Rowohlt Taschenbuchverlag, 1990
ISBN: 3-499-18254-8




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Peter Haining
Corrida

Zwanzig berühmte Autoren schildern ihre Erfahrung in der plaza de toros.

Fischer Taschenbuch Verlag, 1974
ISBN: 3-436-01960-7







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Bernd Kessens
Die Angst des Stierkämpfers vor der Spitze des Horns


Ein Roman der einen Blick auf die Seele eines jungen Stierkämpfers wirft und den Umgang mit der Angst.


Plaggenborg Verlag Vechta, 1994
ISBN:3-929358-03-4





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Tom Lea
Der Torero

Erzählt wird die Geschichte von Luis Bello, eines Aufsteigers vom Pferdejungen zum vergötterten Torero. Menschliche Tapferkeit und ein bemühen um höchste Form stehen primitiver Urkraft gegenüber. Sehr spannend geschrieben.


Hans E. Günther Verlag, 1951
ASIN:  B0000BKRNU




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Georg Hensel / Helmut Lander
Stierkampf in Wort und Bild

Ein kurzer Überblick: Der Stier, Der Schauplatz: Plaza de Toros, Auftakt: Paseo und Capa, das erste Drittel: Picadore, das  zweite Drittel: Banderillas, das letzte Drittel: Muleta und Degen, geschichte und Gegenwart, Kalender der Corrida, Namen, Begriffe, Sachen, Ore.

Verlag S. Toeche-Mittler, 11987
ISBN: 3-87820-303-9



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Luis Masterson
Diablito,der Sieger

Vom Waisenjungen zum gefeierten Torero, vor dem Hintergrund der mexikanischen Revolution.

Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404130658 








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Jacques Durand
Die Welt der Stiere

Jacques Durand ist seit zwanzig Jahren Redakteur der Seite "Tauromachie" in der großen französischen Tageszeitung "Libération". Das Buch stellt eine Auswahl seiner besten Artikel dar. Eine Wanderung durch die "Welt der Stiere", Literatur der besonderen Art und Journalismus auf höchstem Niveau. Ein pures Lesevergnügen ...

Böhlau Verlag, 2010
ISBN-13: 978-3205785446


 

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Michelle Becker
Repräsentation von Stierkampf in los golfos und el doble

Studienarbeit über Stierkampf, Universität des Saarlandes

Grin Verlag, 2009
ISBN-13: 978-3640825080









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Michel Leiris
Spiegel der Tauromachie, eingeleitet durch Tauromachien

Das illustrierte Buch öffnet den Blick des Betrachters neben dem Ritual des klassischen Stierkampfs auch für den erotischen Aspekt. Philosophische Gedanke aus 1937.

Mit Zeichnungen von André Masson

Matthes und Seitz Verlag, 1982
ISBN: 3-88221-217-9




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Anya Bartels-Suermondt
Corrida
Anya Bartels-Suermondt gelingt es, den Zauber, die Magie und die Leidenschaft vom Stierkampf meisterhaft in Szene zu setzen. Mit einem besonderen Blick für den entscheidenden Moment öffnet sich dem Betrachter ein Spektrum von Intimität, Dramatik udn Eleganz. 

Collection Rolf Heyne, 2007
ISBN-13: 978-3899103496





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Kurt Frings
Nur der Stier hat keine Chance

422 Seiten geballter Antitaurinismus! Die Botschaft des Autors lautet: Nur der Verzicht auf den Besuch von Stierkämpfen in Spanien und Südfrankreich kann das unmoralische Geschäft  beenden.

August von Goethe Literaturverlag, 2008
ISBN-13: 978-3837201505






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Joaquin Vidal
Toro - Der Stier, Spaniens lebender Mythos

Über 200 Seiten mit einzigartigen Fotos von Ramón Massats begleitet von Texten eines der wohl bekanntesteten Stierkampfkritikers Spaniens, Joaquin Vidal.

Ullmann/Tandem Verlag, 1999
ISBN-13: 978-3829022286






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Werner Spies
Picasso beim Stierkampf

Im Werk des großen Spaniers Pablo Picasso stellt der Stierkampf eine Metapher für den männlichsten aller menschlichsten Existenzkämpfe dar. Umso glücklicher war der Umstand, der den damals 26-jährigen Foto-Enthusiasten Hubertus Hierl aus Regensburg 1966 nach Südfrankreich in eine Stierkampf-Arena führte: Dort erblickte er den Maler, der ihm in guter Laune Aufnahmen mit seiner neuen Leica-Kamera erlaubte. Die Fotos gerieten Hierl zur eindrucksvollen Dokumentation des letzten Auftritts Picassos, zu diesem Zeitpunkt 85 Jahre alt, in der Öffentlichkeit.

Dumont Buchverlag, 2004
ISBN-13: 978-3832174576


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Gerda van Cleemput
Juanita, die Tochter des Toreros

Mädchenbuch. Der Sohn des besten Stierkämpfer Spaniens soll in die Fussstapfen seines Vaters treten. Doch er verabscheut den Stierkampf und wil Maler werden. Seine dreizehnjährige Schwester Juanita verhilft ihm, seinen wahren Wunsch erfüllen zu können. Ausgezeichnet mit dem Preis Jugendbuchreferendums in Antwerpen.

Boje Verlag,1970
ASIN: B0000BQE1G




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Vicente Blasco Ibanez
Die blutige Arena

Roman. Aufstieg und Fall des Toreros Juan Gallardo.


Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin, 2009
ISBN-10: 3869398647
ISBN-13: 978-3869398648






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Ulrich Ackermann
Die "Corrida de Toros" - Spaniens "Fiesta Nacional"

Die Entstehungszusammenhänge, der Ablauf einer modernen Corrida, das Verhältnis zum Christentum und die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Aficionados und der Corrida-Gegner.

GRIN Verlag, 2009
ISBN: 978-3-640-31783-7






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Waren Patricia Nell, Marc Staudacher
Torero

Roman. Antonio Escuedero kommt aus einem angesehenen Adelsgeschlecht und ist ein gefeierter Stierkämpfer. Doch er ist homosexuell und verweigert den Wunsch der Familie, eine normale Heirat, was in einem katholischen Umfeld und in einem totalitärem Staat zu zahlreichen Konflikten führt. Meisterhaft geschriebenes Drama, dessen politische Bedeutung bis in die Gegenwart reicht.

Bruno Gmünder Verlag, 2004
ISBN: 3861875950







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Maria Mahr
Das Licht der Frau

Was treibt Frauen dazu Stierkämpferinnen zu werden? Die Autorin ging auf Suche nach Madrid. Was sie dort hörte,   roch, sah, erfuhr, was sie dort verabscheuen und zu lieben lernte, und was sie über unsere Wesen, der Geschichte der Männer und Frauen zu erkennen begann, darüber erzählt sie. Sie beschwört die uralten Mythen und begibt sich auf die Suche nach Sinn und Antwort.

Zytglogge, 1984
ISBN: 978-3-7296-0198-7



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Luis Spota
Die Wunden des Hungers

Es ist die Geschichte von Luis Ortega der auf ehrliche Weise in den Ruhmeskreis der mexikanischen Stierkämpfer einbrechen will - und er zahlt seinen Preis dafür. Luis Spota gilt als einer der besten Romanciers von Mexiko, ganz gleich wie er seine Leser schockiert. Hemingways Art über den Stierkampf zu schreiben ist gut - Spotas besser.

Heyne, 1961
ASIN: B0025WZVMI




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Harald Irnberger
Toros y Toreros

Es gibt ein Leben vor dem Tod am Nachmittag. Harald Irnberger, geboren 1949 in Kärnten, ist freier Autor und Journalist. Er hat lange Jahre in Zentralamerika gearbeitet und die Entwicklung von García Marquez drei Jahrzehnte lang u. a. mit zahlreichen Essays begleitet.

Werner Eichbauer Verlag, 2000
ISBN-10: 3901699198
ISNM-13: 978-3901699191




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Michael Morpurgo
Toro! Toro!

Die Nacht, an der Antonito die Stiere freiließ ... Antonito hat den Stier Paco mit der Flasche aufgezogen und liebt ihn über alles. Er weiß, dass Paco eines Tages in der Arena "tanzen" wird, aber er ahnt nicht, dass er dort getötet werden soll. Doch dann erlebt er zum ersten Mal einen echten Stierkampf und begreift, was Paco erwartet. Von diesem Tag an will Antonito ihn und die anderen Stiere seines Vaters retten. Heimlich treibt er die Tiere nachts in die Berge und lässt sie dort frei. Genau in dieser Nacht wird das Dorf von den Soldaten Francos zerstört ...



Cecile Dressler Verlag, 2002
ISBN-10: 3791513532
ISBN-13: 978-3791513539



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Stephanie Lunkewitz
Toro

Toro ist die Geschichte eines Stieres, der den Kampf mit dem Torero überlebt. Diese Fabel zeigt, dass es sich lohnt, für das Gute zu kämpfen, auch wenn es kaum eine Chance gibt zu gewinnen. Ein sensibles Bilderbuch gegen den Stierkampf und für den ethischen Umgang mit Tieren.



Horncastle Verlag, 2010
ISBN-10: 3938822295
ISBN-13: 978-3938822296




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Laura Bannon, Conradine Lück
Tapferer kleiner Torero

Kinderbuch mit farbigen Illustrationen

Herold Verlag, 1967










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Maria Rodmann
Der Sohn des Toreros

Jugendbuch

Herold Verlag, 1968
ASIN: B003CT9J76









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Ulrike Fokken
Der Sherry, el Toro und die Erdbeerpflücker


Südspanien hat weit mehr zu bieten als ganzjährigen Sonnenschein und nachmittägliche Mussestunden.Ulrike Fokken ist den Geschichten aus diesem sympathischen und wunderschönen Teil der iberischen Halbinsel auf den Grund gegangen und gestaltet daraus ein farbenfrohes Mosaik.

Picus Verlag, 2004
ISBN-10: 3854527853
ISBN-13: 978-3854527855



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Lazier Christine; Millet Claude; Millet Denise
Sanfte Kühe, wilde Stiere

Kindersachbuch: "Die Welt entdecken" - so schön wie ein Bilderbuch, so informativ wie ein Sachbuch * Was sind heilige Kühe? * Wer ist Apis? * Wo leben die Yaks? * Warum sind Kühe im Sommer auf der Alm? * Was ist eine Corrida? * Wann lebten die Auerochsen? * Warum hat der Moschusochse ein so dichtes Fell?

Ravensburger Buchverlag, 1987
ISBN-10: 347338321X
ISBN-13: 978-3473383214



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Mersbergen Jan; Wicharz-Lindner Angela
Morgen sind wir in Pamplona

Robert ist auf dem Weg nach Pamplona zum berühmten Stierlauf, wie jedes Jahr. Er stellt Fragen, freut sich auf die Flucht aus dem Alltag, die Mut­probe, das Abenteuer. Doch das Gespräch zwischen den beiden will nicht recht in Gang kommen. Was hat Danny zu verbergen, wovor flieht er? Je näher sie Spanien kommen, desto mehr wächst die Anspannung aber auch eine wortlose Vertrautheit zwischen den beiden Männern. Doch dann, in Pamplona, mitten unter den heranstürmenden Stieren, droht alles schiefzugehen...

Kunstmann, 2009
ISBN-10: 3888975816
ISBN-13: 978-3888975813



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Verschiedene Autoren
Toros - Tiergeschichten aus aller Welt

Toros - das sind die Stiere, die unter dem glühenden spanischen Himmel vor einer atemlosen Zuschauermenge in der Arena verenden. Beziehungen zwischen Mensch und Tier, im guten und im bösen, sind Gegenstand der 26 fesselnden Tiergeschichten berühmter Autoren aus vielen Ländern. U. a. Mark Twain, Anton Tschechow, Fjodor M. Dostojewski, Arnold Zweig, Bodo Uhse, Maria von Ebner-Eschenbach, Paul Zech.

Greifenverlag, 1987
ISBN-10: 3735200826
ISBN-13: 978-3735200822


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Claudia Rosenkranz
Die letzte Fiesta


Der Roman führt in einen Hexenkessel der Emotionen: Die Journalistin Karla Sandborn fährt nach Spanien, um Informationen über einen gewissen Fehrer zu sammeln. In Pamplona, wo die berühmte Fiesta San Fermín tobt, heftet sie sich an seine Fersen. Man isst und trinkt zusammen, kommt sich nahe ... Ein brillant erzählter Psychothriller.

Reclam, 1999
ISBN-10: 3379030031
ISBN-13: 978-3379030033




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Herbert Sinz
Kleiner Stierkämpfer José


Jugendbuch: Kreuz und quer durch Spanien.

W. Fischer, 1956
ASIN: B000BNZ9Q









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Pablo Picasso
Die Kinder und Stiere von Vallauris


Bildband mit 57 Lithographien von Picasso und den Schülern aus Vallauris sowie Texten von Jean Marcenac.

Schuenemann CE, 1970
ISBN-10: 3796142850
ISBN-13: 978-3796142857






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Henri-Francois Rey
Eintritt frei - Stierkampf

Und die Angst, Matador?... / Herkunft und Charakteristik des Kampfstieres / Der Ablauf des Kampfes - Verlosung und Apartado. Das Ankleiden des Matadors. Die Arena / Die drei Phasen des Kampfspieles - Erster Akt: Die Picas. Zweiter Akt: Die Banderillas. Dritter Akt: Der Kampf bis zum Tod / Der Stierkampf zu Pferd / Randgebiete der Corrida / Geschichtliches - Der Ursprung. Die romantische Zeit. Die Belmontesische Erneuerung. Die Gegenwart. Aufzählung der besten Toreros / Die Corrida in der Literatur / Wörterverzeichnis / Kampfspielkalender / Einige alte Geschichten / Beispiel einer Stierkampfkritik.

Edition Recontre, 1963
ASIN: B0000BH6SA

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Herbert Asbeck
Corrida, Ein Andalusien-Roman

Auf einem andalusischen Landgut lebt ein angesehener Stierzüchter, mit seiner 12-jährigen Tochter Manuela. Eines Tages wird auf der Dehesa ein Kalb geboren. Doch die Mutter verstößt das Tier und Manuela zieht es mit der Flasche groß. Damit bewahrt sie ihn vor dem Schlachthof, aber im Land der Stierkämpfer droht dem Tier schon bald die Corrida – und Manuela muss ein zweites Mal um sein Leben kämpfen ... 

Allitera, 2011
ISBN-10: 3869061782
ISBN-13: 978-386061788






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Dominique Aubier
Fiesta in Pamplona


150 Photographien von Galle, Chaspero, Nisberg und Inge Morath.

Manesse, 1955
ASIN: B008PUPIHW








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Calvendo
Tanz um Leben und Tod - Stierkampf

Der Stierkampf insziniert einen Mythos - den Mythos vom Kampf eines Menschen gegen die Urgewalt der Natur. Auf seinem Höhepunkt tanzen Torero und Toro - und der mythische Held siegt.


Posterbuch (14 Seiten)
Calvendo Verlag
ISBN-13: 978-3660353129

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Philippe Djian
Matador

Mani Sarramanga, ein verwöhnter Spross Grossgrundbesitzer aus Südamerika, ist wie ein junger Stier - schön,draufgängerisch, wild und begierig. Sein Vater ist tot. Eines Tages taucht bei seiner attraktiven Mutter Ethel ihre alte Jugendliebe auf. Und so steht Mani ein wenig ratlos da. Sein eigenes Leben gerät ausser Kontrolle. Der junge Stier muss gegen den alten Stier antreten und wird dabei selbst zum Matador.

Fester Einband, 403 Seiten
Diogenes Verlag
ISBN: 9783257060768

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Paul Grotte
Rioja für den Matador

Mitten in den Auseinandersetzungen einer spanischen Grosskellerei und einer jungen Kooperative platzt der deutsche Journalist Meyenbecker. Je mehr er nachforscht, umso mehr Feinde bringt er gegen sich auf. Um was geht es hier? Um Wein oder Bodegas, um Macht oder andere Dinge? Der Tag des Stierkampfes rückt näher ...

Flexibler Einband, 343 Seiten
dtv
ISBN: 9783423209304



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Thomas Brezina
Der weisse Gorilla

Als die Bande in Spanien gegen die Stierkämpfe protestieren will, entdecken sie im Schloss eines Tierschützers Schreckliches.


Flexibler Einband, 138 Seiten
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 9783473562282





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Pierre Imhasly
Rhone Saga

Auf diesen Seiten werden alle literarischen Stile, von Poesie, Lyrik bis zu essayistischen Texten und poetischer Prosa durchlaufen. Die spanische Sprache vermischt sich mit Deutsch, der Stierkampf mit den Walliser Alpen.

Stroemfeld Verlag
ISBN: 9783878775645

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Marie Bertherat  
Das Mädchen mit dem goldenen Pinsel

Maria Brugadas grosse Leidenschaft gehört der Malerei und den Tieren. Sogar auf alten Mauern und Papierresten hält sie ihre Gesten fest. ... Und sie besucht Stierkämpfe, bis der grosse Meister Diego Velasquez auf sie aufmerksam wird.

Fester Einband, 180 Seiten
Verlag Urachhaus
ISBN 9783825176877





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José Luis Acquaroni
Der Stierkampf

Einführung in die Welt des Stierkampfes.

Flexibler Einband, 138 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
Editorial Noguer, Barcelona









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Eugenia Steinbach
Der Stierkampf in Katalonien

Deutlich grenzt sich Katalonien vom Stierkampf ab. In dieser Seminararbeit wird diesem integralen Bestandteil bezugnehmend auf Katalonien auf den Grund gegangen.


Seminararbeit 16 Seiten
eBook (ePUB)
auch als Taschenbuch erhältlich





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Patrik Besset
Valiente

Valiente! Mutig! Mutig wie ein Stier wird diese Kurzgeschichte durch Südfrankreich begleitet, wobei Parallelen zur mundo de los toros gezogen werden.

eBook
Kindle Edition






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Caroline Waggershauser
Wenn der Himmel seine Augen verschliesst
Das Ende der Stierkämpfe in Katalonien. Ich war sprachlos und verstand nicht so recht, was er meinte. Doch es war schon zu spät. Einer der taurinos hatte mich gesehen und brüllte: Eine antitaurina. Das ist eine antitaurina. Mach dass du weg kommst. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Da kam er auf mich zu, wie ein Besessener. ...

Gebundene Ausgabe, 377 Seiten
Persimplex Verlag
ISBN-10: 3864400724
ISBN-13: 978-3864400728

Dienstag, 7. September 2010

Blut in Barcelona

Katalanische Scheinheiligkeit
¡toros no! ¡toros si! Ja, was denn nun?

In der letzten Woche hat sich am Stadtbild von Barcelona etwas verändert. Stierkampf-Plakate schmückten die Strassen. Das war bis jetzt verboten, um die tauromaquia in der katalanischen Metropole weitgehenst zu verhindern. Doch nun waren sie präsent. Und stolz sind die Katalanen auf ihren Fortschritt. Auf ihre unblutige Neuerung! "Sense sang" leuchtet auf gelben Hintergrund dem Betrachter entgegen. Ohne Blut! Un espectáculo sin sangre. Spanienweit wurde es in den Medien publiziert. Und mehr noch. Kinder, unter 14 Jahren waren ebenfalls Willkommen, denn es sollte ja kein Blut zu sehen sein. ¡Sin sangre!

Doch es kam anders. Der schwerste Zwischenfall in dieser Saison in der katalanischen Hauptstadt brachte erneut Blut in die Arena. ¡Sangre en la plaza de toros! Der recortador Ismael Cárdenas Cervera wurde von einem toro bravo auf die Hörner genommen. Aus den beiden Wunden, die eine 35 cm lang, die andere 6 cm quoll das Blut. La sangre. Und das vor den Augen der Kinder. Aus der Veranstaltung wurde ein espectáculo mit Blut. ¡Con sangre!

Blut, für die einen gehört es dazu, für die anderen Grund genug den Stierkampf abzuschaffen. Die Frage scheint gerechtfertigt, was ist eigentlich mit dem Blut der Menschen? Was ist mit dem Leiden der Menschen? Was ist wenn ein torero in der plaza de toros stirbt? Das dürfen Kinder sehen? Die Stiere werden ja nicht weniger gefährlich.

Die konservative Tageszeitung ABC bezeichnet dieses Paradoxum als politische Doppelmoral. Auf der einen Seite verbieten die Katalanen die corrida de toros aber auf der anderen Seite halten sie ihre anderen Stierfeste für gerechtfertigt. Kurios dabei, sie verteidigen jene Feste mit denselben Argumenten, wie die Spanier ihre corrida de toros als berechtigt gelten lassen. ¡Toros si! oder ¡toros no!, die Katalanen sollten sich entscheiden. Spanien staunt über seine katalanischen Mitbürger, die zumindest in Sachen der tauromaquia immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren.

Mittwoch, 25. August 2010

In einer anderen Dimension

Don Manuel lebte viele Jahre in Deutschland. Nun ist er wieder zurück in seinem Spanien. Bekannt ist er hier als der Dichter und Denker. Wenn er gut gelaunt ist trägt er in aller Öffentlichkeit seine Poesien vor. Ein Philosoph und die tauromaquia, das könnte zusammenpassen. Und in der Tat teilt er die Leidenschaft der afición. Wir sprachen über die ausländischen antitaurinos und da war seine Haltung eindeutig. Die tauromaquia muss man in einer anderen, in einer geistigen Dimension betrachten. "Wenn ausländische Gegner von Stierkämpfen die afición auffordern ihre Leidenschaft mit einer diagnostizierbaren Logik zu rechtfertigen, sei das schon vom Ansatz her zum scheitern verurteilt. Aber sie tun es trotzdem, damit sie dann behaupten können, der afición gehen die Argumente aus." 

Professor Rainer Bischof aus Wien sieht es ähnlich: "Die corrida ist ein emotionales Naturereignis, welches nur geistig erfasst werden kann." Hier tritt der Mensch gegen die Natur an. Die Kraft des Stieres, die Hitze der Sonne, Licht und Schatten, die Feuchtigkeit des Regens, die Unberechenbarkeit des Windes und der staubige Sand. Neben diesen natürlichen Gewalten muss sich der matador auch vor dem Publikum behaupten. In den tendidos sitzt ein munterer Querschnitt durch die ganze Gesellschaft. Und sie will es sehen, wozu sie selbst nicht fähig ist. Wo sie nicht den Mut dazu aufbringt. "Ein Mysterienspiel des Todes", so Bischof, "die Darstellung des Todes im Leben." Ein geregeltes Ritual dass der torero nicht brechen darf.

Der spanische Schriftsteller Antonio Gala sagte in einem Interview, "um die corrida zu verstehen, muss man den Gedanken freien Lauf lassen. Die eigenen Phantasien anregen um Kunstvolles zu schaffen." Diese geistige Dimension scheint der Brückenschlag zu künstlicher Kreativität zu sein. Dinge zu sehen, die einem bei logischer Betrachtungsweise verborgen bleiben. "Seine Arbeit mit der muleta war kunstvoll, edel und schön und dicht genug, um einem trotz seiner wunderbaren Sicherheit das Gefühl der immer präsenten Tragödie zu geben", schrieb Hemingway 1959. Bei diesen Worten erahnt man zwar das Drama, aber der Gedanke an ein grausames Ereignis liegt eher fern.

Bei Gustavo Tusa Vila lesen wir: "Der toreo des Antonio Ordoñez ist Vergessen und Wiederkehr. Er ist das Wiederfinden des rauschenden Quells, der die Kunst des Stierkampfes hervorbringt. Wie ein Fluss, der mit kristallklarem Wasser die letzten Tage der Geschichte des toreo tränkt, weil er sich keinem Lauf anpassen will."  Wer solche Worte wählt sieht mehr als andere, aber vor allem deswegen weil er sich diesen Gedanken gegenüber öffnet.

Vor vielen Jahren begegnete ich nach einem Stierkampf Carmen aus der Schweiz. Sie fand die corrida abstossend. Auf die Frage meines Freundes hin, wie sie denn die paso dobles gefunden hätte, sah sie nur erstaunt zurück, "Musik hat es auch gegeben?" Sie hatte ihr Bewusstsein nur auf die banderillas, die pica, den estoque und das Blut fixiert. Den Rest hatte sie einfach nicht wahrgenommen. Nicht wahrnehmen wollen. Ausser eben das Blut. "Da fiel der erste Tropfen Blut und erblühte, Blut empfing die Erde, und sie zehrte es auf wie ein schreckliches Tier, das nicht satt werden kann," so sah es Pablo Neruda
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Quellennachweise
Rainer Bischof, Heilige Hochzeit, Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 2006
Ernest Hemingway, Gefährlicher Sommer, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1986
Gustavo Tusa Vila, la corrida, Ediciones Castell, Barcelona, 1979
Pablo Neruda, Zeremonielle Gesänge (Dichtungen II), Luchterhandverlag, Berlin 1967

Montag, 16. August 2010

Im Schatten des Stieres


"Freitag Abend, den 13. August brach die Fiesta aus. Es gibt keinen anderen Ausdruck dafür". So oder ähnlich hätte Ernest Hemingway den Beginn der Feria von Málaga beschrieben. Seit letztem Wochenende befindet sich die südandalusische Hauptstadt im Ausnahmezustand. Und er ist mittendrin. El toro bravo! Kein Festzelt wo sein Symbol nicht zu finden ist. Kein Strassenzug ohne ein cartel de toros. Kein Sherryglas ohne den Osbornestier, keine Zeitung ohne mehrseitige Berichterstattung über die Welt der Stiere und der Tod am Nachmittag bei der corrida de toros in der Malagueta.

Begleitend dazu gibt es eine Ausstellung im Geburtshaus von Pablo Picasso:  Tauromaquias. Ich hatte davon schon geschrieben. Und nun gibt es im Stadtratsamt für Umwelt einen weitere Ausstellung, die sich ebenfalls mit dem Thema der tauromaquia beschäftigt. Zu sehen sind Photographien von Javier Arroyo mit dem Titel "La sombra del toro".


Der Stier und seine Umgebung. Der Fotograf hat den toro bravo ganze vier Jahre auf den dehesas begleitet, sein Leben in der Natur beobachtet, die Weiden, die Erde, den Himmel, Licht wie Schatten und den Umgang der Menschen mit ihm. Die Gesten, die Reaktionen, das Feingefühl und die Fürsorge. Und er ist der Hauptdarsteller, steht stets im Mittelpunkt. El toro bravo. Respekt, Ehrfurcht und Anerkennung, alles Attitüde die sich in diesen Bilder reflektieren.


"Ich ging einen Weg, um dem Betrachter den normalen Tagesablauf der toros de lidia näherzubringen. Dabei durchlaufe ich vier Stationen: "Die Landschaft", "Die Details", "Der Mensch" und "Der Stier". Die Stierzucht der Söhne von Celestino Cuadri und des Züchters Fernando Cuadri haben mir geholfen Ideen zu entwickeln, Motive zu versinnlichen die sich nun in dieser Ausstellung wiederspiegeln. Unvergessliche vier Jahre Arbeit. Ich bin ihnen sehr zu Dank verpflichtet."

Die Stadträtin Araceli González überascht nun schon das zweite Mal mit einer taurinischen Ausstellung. 2016 möchte Málaga zur Kulturhauptstadt Europas werden, und sie ist sich da ziemlich sicher. Der toro bravo gehört auch dazu.   


La sombra del toro
 Photographien von Javier Arroyo

Stadtratsamt für Umwelt
Sala Noble
Bis zum 15. September 2010
9:00 - 14:00 / 18:00 - 20:00
Ausstellung beendet

Donnerstag, 5. August 2010

Toros in Málaga

Stierkämpfe und eine Austellung in der südandalusischen Metropole

Lange Warteschlangen in Málaga
Während das Verbot des Stierkampfes in Katalonien eher eine Momentaufnahme ist, zeigt die andalusische Stadt Málaga, welche wichtige Bedeutung die Stiere für sie hat. Es ist August und eines der grössten südeuropäischen Feste steht vor dem Beginn. Sherry, Flamenco, Sevillanas, Kastagnetten, Pferde, caballeros y señoritas, alles was das andalusische Herz begehrt … und das nicht zu knapp. Und natürlich gehören auch die toros dazu. Ganze 15 Veranstaltungen  finden in der 1876 eingeweihten Plaza de toros statt, von der schon der Romantiker Théophile Gautier zu berichten wusste. Und das Interesse ist gross. Tausende von aficionados mussten sich beim Vorverkauf anstellen um eine Eintrittskarte zu ergattern. Besonderes Interesse gilt diesmal dem Startorero Enrique Ponce.
Entwurf für das Stierkampfplakat in Madrid

Begleitend zur Feria kann man sich im Geburtshaus von Pablo Picasso die Ausstellung “Tauromaquias” anschauen. Zu sehen sind 129 Radierungen der Künstler, Goya, Picasso und José María Cano. Drei Jahrhunderte prägende Kunst der tauromaquia, aus Aragon, Málaga und Madrid. Den Kennern werden natürlich die Werke von Goya und Picasso nicht unbekannt sein und so wirft man einen Blick auf den jüngsten im Bunde. José Maria Cano. “Könnte ich wiedergeboren werden, ich würde gerne ein toro bravo sein,” teilte der Künstler in einem Interview mit. Im Stierkampf erkennt er die Liebe zu den Tieren und das ökologische Interesse.  



“Der toro bravo wird während seiner ganzen Lebenszeit respektiert. So wie kaum ein anderes Tier. Er führt ein herrliches Leben auf den Weiden,  bewaffnet mit einer Hornung, die er nie benutzt. Aber am Ende seines Lebens könnte sie eine todbringende Wirkung haben.”




Tauromaquias
bis zum 29. August 2010

Sala de exposiciones de la Fundación Picasso-Museo Casa Natal, primera planta (Plaza de la Merced, 15)
Öffnungszeiten: 9:30 – 20:00 (Feria 9:30 – 14:00)
www.fundacionpicasso.es
José María Cano

Freitag, 30. Juli 2010

Kennen Sie Toro?

Wir befinden uns im Jahre 2010 n. Chr. Ganz Spanien ist von den Spaniern besetzt … Ganz Spanien? Nein! Eine von unbeugsamen Katalanen bevölkerte Region hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die spanischen Politiker, die als Besatzung in in den Lagern von Madrid, Sevilla, Pamplona und Valencia liegen …

Katalonien will den Stier nicht mehr

Das katalanische Parlament hat entschieden. 55 Prozent stimmten einem Verbot von Stierkämpfen in Katalonien zu. Aber immerhin, 45 Prozent waren dagegen! Weiss Gott keine Minderheit!

Und wie ich schon an anderer Stelle geschrieben hatte, selten ging es um die Stiere. Erst war es Politik und nun ist es ein Fall für die Justitia. Besorgt schaut Madrid nach Barcelona. Kann ein regionales Parlament so einfach spanisches Grundrecht aushebeln? Auch die Hälfte der freiheitsliebenden Katalanen ist sich jetzt nicht mehr so sicher ob man die Freiheit der Individuen so einfach beschneiden sollte. Die libertad de los toros bravos auf Kosten der Freiheit für die Menschen? Dabei geht es hier auch nicht um den Stier, sondern es stellt sich die Frage, welche juristischen wie politischen Konsequenzen das mit sich bringen könnte. Das Verfassungsgericht wird es uns beantworten.

Die spanischen Medien betrachteten es auf Distanz. Aber die Kommentaristen der grössten Mediengruppe VOCENTO waren sich dennoch einig. Teodoro León Gros stellte fest: “ Hier geht es nicht um Ökologie sondern um Politik. Es sind keine antitaurinos sondern antiespañoles die das mythische Symbol Spaniens von der Landkarte radieren wollen.” Und Rosa Belmonte differenziert: “Catalonia is not Spain!” Auch hier scheinen alle einer Meinung zu sein. Es geht nicht um Tierschutz sondern alles wirkt wie pures politisches katalanisches Kalkül. Und nicht umsonst erschienen weltweit die meisten Zeitungsartikel zu diesem Thema nicht wie üblich in der Rubrik “Kultur” oder “Panorama”, sondern in der Sektion “Politik”.

Und der toro?

Kommen wir zurück zur Frage. Kennen Sie Toro? Nicht den toro, sondern Toro? Weinliebhabern dürfte diese Region bekannt sein. Ich aber spreche von einer 10.000 Seelengemeinde in der Provinz Zamora, die schon im 14. und 15. Jahrhundert unter Heinrich III, Isabella von Kastilien, Ferdinand II von Aragon und Johanna der Wahnsinnigen, zu historischem Ruhm gelangte. In Toro gab es natürlich toros, und das schon seit 1828. Doch mit der Zeit verblich die tauromaquia und die plaza de toros führte ein eher tristes gar kümmerliches Dasein. Doch sie wurde wieder hergerichtet und 2008 zum Kulturerbe erklärt. Und jetzt, gerade vorletzten Sonntag gab es wieder toros in Toro! Vor 3.800 Zuschauern wurde sie mit einer corrida de toros feierlich eingeweiht, wo die maestros mit sechs orejas triumphierten.

Und nur fünf Tage später trotzte dem katalanischen antitaurinismo ein weiteres Städtchen mit seiner taurinischen Wiedergeburt:  Archidona in Andalusien. In deren berühmten Plaza Ochavada wurde eine plaza de toros portátil errichtet, deren Kulisse so spektakulär war, dass die corrida de toros live im TV übertragen wurde.

Und da alle guten Dinge drei sind begeben wir uns in die Heimat des Don Quijotes, in die La Mancha. In Villarrubia de los Ojos wurde vor einer Woche gleich eine neue plaza de toros eingeweiht. Vor 3.500 Zuschauern gaben sich die bekannten matadores de toros El Cid, Miguel Ángel Perera und Alejandro Talavante mit neun orejas und einem rabo ein unterhaltsames Stelldichein.

3 : 1 für die tauromaquia

Jetzt brauchen wir nur ein wenig zu rechnen. Während die Tierschützer schon seit Jahren versuchen den Stierkampf in nur einer Stadt zu unterbinden, nämlich Barcelona, und dem wohl auch ein Stück näher gekommen sind, haben die taurinos in nur einer Woche gleich drei plaza de toros aktiviert. Nur die afición hängt es nicht an die grosse Glocke.

… kommen wir zurück zu den unbeugsamen Katalanen. Zwar sind sie immer ausgezogen um ordentlich alles durcheinander zu wirbeln, viele zu verärgern, aber letztendlich haben sie sich stets in ihr kleines Dorf wieder zurückgezogen. Nicht anders wird es dem katalanischen antitaurismo ergehen … wenn überhaupt.

Montag, 12. Juli 2010

Spanien zeigt Flagge

Und er ist auch dabei: el toro bravo

Alle haben gestern gefeiert. Spanien ist Weltmeister 2010. Sie haben ihre Aufgabe als Favorit erfüllt. Und so begab sich heute Nacht ganz Spanien auf die Strassen. ¡Viva España! Festlich gekleidet zogen sie sich die Flagge an. Alles in rot, und als Verzierung die rot-gelb-rote Flagge. Grosse und kleinere Fahne meist mit dem königlichen Wappen versehen. Doch wer genauer hinsah konnte auch ihn entdecken: Den spanischen Stier! ¡El toro bravo! Und nicht zu wenig. Ich fragte nach, warum denn der Stier? Hör mal, bekam ich als Antwort, der Stier gehört genauso zu Spanien wie der Weltmeistertitel. Das erinnert mich an die Worte von Philipp II der 1567 feststellte, dass die Stiere den Spaniern im Blut liegen.
Wie der Osborne-Stier auf den grossen Reklametafeln gehört auch der toro bravo für viele Spanier mit aller Selbstverständlichkeit zur spanischen Identität. Spanien und der Stier, es wird noch sehr lange dauern gegen dieses Image anzukämpfen.

Samstag, 26. Juni 2010

Das Geld der Touristen

Dass der Stierkampf nicht für die Touristen ist, dürfte weitgehend bekannt sein (siehe Der grosse Irrglaube: Stierkampf sei für den Tourismus!). Trotzdem versuchen immer noch eine Handvoll empresarios (Manager von meist kleinen Plaza de toros) in touristisch intensiven Zonen an das Portemonnaie einiger Urlauber zu kommen. Dagegen ist ja auch grundsätzlich nichts zu sagen, doch was die Touristen dort für viel Geld geboten bekommen übersteigt schon jede Unverschämtheit. Oft sind es nur vier Jungstiere, manchmal Kälber an denen sich meistens nicht professionelle Amateure oder Jungstierkämpfer üben können. Solche Veranstaltungen dauern in der Regel eine knappe Stunde. Zum Vergleich, ein klassische corrida de toros geht über zwei Stunden und mehr.
Hier an der Costa del Sol sind es vor allem die Plaza de toros von Benalmádena, Torremolinos, Mijas und Marbella die an das Geld der Touristen wollen. Die zuletzt genannten beiden Städte veranstalten einen solchen Stierkampf am nächsten Sonntag. Fairerweise sollte man aber noch hinzufügen, dass in Marbella und Torremolinos auch richtige corridas de toros und novilladas organisiert werden.

Stierkampf und Flamenco

Um die Touristen noch mehr zu locken, haben sich die Veranstalter etwas Neues ausgedacht. ¡Dos en uno! Zwei in Einem! Flamenco und Stierkampf. Dabei sparen sie sogar noch Geld. Statt in einen vierten Stier zu investieren engagieren sie eine günstigere Flamencogruppe, Amateure die noch vor dem Stierkampf im ruedo für 20 bis 30 Minuten ihr Bestes geben.

Die Spanier dürfen umsonst rein

Kaum zu glauben aber war! Denn die tendidos lassen sich mit den Touristen kaum füllen. Ein Mitarbeiter des cosos von Benalmádena sagte mir mal, an so einem Tag verkaufen wir an die 200 bis 400 entradas. Die Menschen gehen natürlich in der 3.600 Personen fassenden Plaza de toros vollkommen unter. Und um eine gewisse Stimmung zu garantieren werden viele invitaciones, Einladungen unter den Einheimischen verteilt. Im Mijas wird das anders geregelt. Da öffnen sich kurz vor Beginn der Veranstaltung die Tore zum sombra (dem Schattenbereich) und eine Menge Einheimischer lässt sich auf den noch freien Plätzen nieder.

Preise die es in sich haben!


Marbella:
GRAN CORRIDA DE NOVILLOS SIN PICADORES
Stiere: 4 Novillos (*1)
Toreros: Jesus Torres und Juan Reyes
Barrera Sombra: 85 €
Barrera Sol: 65 €
Tendidos: 50 bis 65€


Benalmádena:
GRAN CORRIDA DE NOVILLOS SIN PICADORES
Stiere: 4 Erales (*2)
Toreros: Juan Antonio Valverde und Pablo Hernandez
Barrera Sombra: 90€
Barrera Sol: 75€
Tendidos: 50 bis 65€


Mijas:
2 GRANDES ACONTECIMIENTOS EN UNO
TOROS Y FLAMENCO
Stiere: 3 Ejemplares (*3)
Toreros: José Luís Cabrero, Ivan Menacho, Sanchez Beltran
Barrera Sombra: 95 €
Barrera Sol: 80€
Tendidos: 50 bis 65€


Anmerkungen:
*1 Novillos = Jungstiere bis zu 3 Jahren
*2 Erales = Jungstiere bis zu 2 Jahren
*3 Ejemplares = Also Exemplare und der Züchter kann hier seine billigsten Tiere an den Mann bringen. Oder auch umgekehrt, dass der Veranstalter günstigste Tiere wählt. In der Regel werden becerros, also Kälber eingesetzt, die sich noch nicht novillos nennen dürfen.

Warum so teuer?

Die Erklärung ist einfach. Zum einen sprechen sie zu wenig Urlauber damit an, als dass es lohnend wäre. Zum anderen bekommen die Vermittler (El Corte Inglés, Carrefour, Hotels, Reiseveranstalter und Reisbüros) ihr Kommission. Und schliesslich will ja auch noch der kostenlose Shuttle-Service finanziert werden.

Was kann man als Tourist tun?

Eigentlich lautet die Frage, wie erkenne ich als Urlauber eine solche Touristenfalle? Grundsätzlich an den Plakaten. Mit einem Format von ungefähr 30 cm Höhe und ca. 12 cm Breite liegen sie an den Hotelrezeptionen und Reisebüros aus. Und das Erste was einem auffallen sollte, ist der Hinweis “BUS GRATIS - FREE BUS”. Da kann man schon davon ausgehen, dass Touristen damit angesprochen werden. Plaza de toros wie Málaga oder Fuengirola, wo es richtige corridas de toros oder novilladas zu sehen gibt haben das gar nicht nötig.
Zwar sind solche Plakate nett anzusehen, lassen Sie sich aber dadurch nicht täuschen. Die Stiere sind längst nicht so gross wie dort dargestellt. Auch die toreros entsprechen nicht der Wahrheit. Zu der Veranstaltung in Mijas zum Beispiel ist der Starmatador Enrique Ponce abgebildet. Der hat gewiss diese Stierkampfarena nicht einmal von aussen gesehen.


Um ganz sicher zu gehen, sollten sie eine Tourist-Information aufsuchen und nach einem richtigen Stierkampf fragen, einer corrida de toros, wo eben die Spanier hingehen. Hier an der Costa del Sol sind das vor allem Málaga und Fuengirola aber auch gelegentlich Torremolinos, Estepona und Marbella.

Freitag, 4. Juni 2010

Die Tragödie von Alhaurín el Grande

Täglich wird in fast allen Medien davon berichtet und gestern wurden die ersten sechs jungen Leute von der Guardia Civil verhaftet. Dabei gibt es viele offene Fragen:
  • Warum hat das Publikum nicht eingegriffen?
  • Warum waren weder Policía Local noch Guardia Civil präsent?
  • Warum waren keine professionellen toreros anwesend, um die Veranstaltung zu überwachen, wie es zum Beispiel in Fuengirola der Fall ist?

Und jetzt eine der wichtigsten Fragen?

  • Überall können wir nachlesen, dass diese Veranstaltung in Alhaurín von der CACMA (Colectivo Andaluz Contra el Maltrato Animal) dokumentiert worden ist um es sofort an die Medien weiterzuleiten. Es waren also Tierschützer vor Ort. Dann stellt sich doch die Frage, warum um Himmels Willen, haben die Tierschützer nicht interveniert? Zumal es doch gerade die Tierschützer waren, die kritisierten, dass das Publikum nicht eingegriffen hätte.

Fast ausnahmslos alle verurteilen das Geschehene. Auch die afición. Doch dann kann man sich nur noch wundern, denn die antitaurinos erkennen das mit der afición nicht an. Wollen es nicht anerkennen. Schnell ist da die Rede von Heuchelei und die Meinung sei nur offiziell. Und das Verbot der suelta de vacas wird als Bauernopfer von Stierkampffanatikern bezeichnet oder als ein Zugeständnis der Tauromafia.

Einer der jungen Leute aus Alhaurín el Grande, der die vacas misshandelt hatte bekam unerwarteten Besuch:


Mittwoch, 2. Juni 2010

Eine Schande für die Tauromaquia

In der Provinz Málaga wurden am letzten Wochenende Kühe bis in den Tod brutal misshandelt
Alhaurín el Grande ist eine knapp 24.000 Seelengemeinde im Norden der Sierra de Mijas in der Provinz Málaga. Eine Kleinstadt in der sich schon die Phönizier, die Römer, die Araber und Westgoten tummelten. Und heute ist es ein friedlicher Ort mit vielen bekannten Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Antonio Gala oder der 1987 verstorbene Gerald Brenan und zahlreichen ausländische Residenten. Wie in jedem Jahr so wurde auch jetzt Ende Mai die Feria gefeiert. Als besonderes Spektakel eine suelta de vaquillas, ein Freilassen von jungen Kühen in der Plaza de toros, denen sich dann die meist jungen Leute gegenüber stellen können um ihren Mut unter Beweis zu stellen. Oft sind diese Leute in so genannten peñas taurinas organisiert und stellen an ihre Auftritte irgendwelche Herausforderungen. Sei es über die Kühe zu springen wie die recortadores, oder die vaquilla einfach nach portugiesischem Stiel festzuhalten, wie es die forcados tun. Andere versuchen es im klassischen Stiel mit der roten muleta oder der capa. Wieder andere üben sich in Clownerien, wie bomberos toreros. Im Grunde genommen eine eher spassige Veranstaltung, bei der die Kühe weder verletzt noch getötet werden sollen. Doch aus dieser Unterhaltung wurde in Alhaurín el Grande bitterer Ernst.
Zahlreiche Jungendliche, im Jugendzelt auf dem Kirmesgelände bis in die frühen Morgenstunden durchgezecht hatten begaben sich bei Sonnenaufgang, bewaffnet mit je einer cubata (ein Ein-Liter-Trinkkübel mit alkoholischer Mischung) Richtung Plaza de toros. Dort nahmen sie an einer suelta de vaquillas teil, wo sie eine junge Kuh nach langen und willkürlichsten Misshandlungen, wie kräftige Fusstritte, in den Tod trieben.
Warnung: Dieses Video enthält Inhalte mit teilweise brutalen Szenen, die die Sensibilität einiger Nutzer treffen könnte.


Eine solche Veranstaltung empörte nicht nur Tierschützer, sondern auch die Bevölkerung von Alhaurín und die afición selbst. Das habe nichts mit Stierkampf zu tun, hiess es da, weder kunstvolle Manöver, noch Eleganz und schon gar nichts mit Würde. “Da bräuchte man auch keine Stiere oder Kühe dazu, man hätte jedes beliebige Wesen nehmen können,” beschwerte sich unser Nachbar Andrés und fügte hinzu, ”und ich bin mir sicher dass diese jungen Betrunkenen nicht mal Gäste in den tendidos sind, wenn es einen richtigen Stierkampf gibt! Die haben von der tauromaquia nicht die leiseste Ahnung.” Diese Meinung scheint weit verbreitet. Selbst die Presse berichtet auf nationalem Niveau und überall wird diese Veranstaltung verurteilt.
Bei so viel nationalem Druck musste der Bürgermeister Don Juan Martín Serón schnell handeln und sprach schon am nächsten Tag ein Verbot mit sofortiger Wirkung von allen sueltas de vaquillas in seinem Bereich aus. Ich glaube es ist somit eines der ersten Male, wo afición, antitaurinos und Tierschützer am selben Strang gezogen haben.
Die Staatsanwaltschaft überprüft zurzeit ob sie juristische Schritte in den Wege leiten soll. Das Problem bei solchen Veranstaltungen ist die Rechtslage. Im Gegensatz zum Beispiel einer corrida de toros gibt es weder beim Innenministerium noch bei den lokalen Obrigkeiten diesbezüglich irgendein Regelwerk. Somit sind die Tiere der reinen Willkürlichkeit der Bevölkerung vollkommen ausgesetzt. Und so kam es, dass weder die Guardia Civil noch die Policía Local in der Plaza de toros präsent waren.

Ausländische Tierschützer machen dabei aber keinen Unterschied. Stierkampf sei Stierkampf; punkt aus. Wie schon in dem Beitrag Ich bin gegen Stierfeste! zu lesen ist, solche Veranstaltung schaden der mundo de los loros, denn mit tauromaquia hat das gewiss nichts zu.

Freitag, 28. Mai 2010

¡Sí a los toros!

Die pharmazeutische Genossenschaft bekennt sich zum Stierkampf!
Noch bis zum 12. Juni 2010 kann man bei der pharmazeutischen Genossenschaft COFARAN die Ausstellung ¡Sí a los toros! besuchen. Sechs Künstler, Andrés Mérida, Rogerio Abreu, Nacho Alcalá, Juan Charro, Antonio Pastor und David Vaamonde zeigen hier Photografien, Bilder und Skulpturen die ihre Sichtweise der Tauromaquia aufzeigen. Andrés Mérida sagte hierzu der spanischen Tageszeitung SUR, “Das sei kein Anspruch oder eine Forderung sondern eine Bestätigung, was die Welt der Stiere für uns bedeutet. Wir wollen lediglich aufzeigen, dass die fiesta nacional es Wert ist weiterhin fortzubestehen. Die fiesta aus unserer Kultur zu eleminieren wäre das Gleiche, wie die Kunstwerke eines Goyas, eines Picassos oder eines anderen bekannten Künstlers zu ignorieren.” Und fügt hinzu, “Im ruedo sehe ich nicht die Gewalt wie sie andere Menschen sehen. Für mich ist es ein Kampf. In meinen Genen fliesst einiges an taurinischer Kultur. Das ist eine ganz persönliche Sichtweise, und dieses ästhetische Gefühl möchte ich mit meinen Bilder vermitteln.” Er sein ein aficionado de toros aber auch ein aficionado der Kultur. Gerade in diesen Zeiten, wo amerikanische Franchise Projekte und riesen grosse Einkaufszentren den Markt überschwemmen sei es doch mal notwendig ein Zeichen für unsere wahre eigentliche Identität zu setzen.
Diese Ausstellung sei ein “Brindis por la fiesta nacional”, ein “Hoch” auf den spanischen, französischen und portugiesischen Stierkampf.

'SÍ A LOS TOROS'

Künstler: Andrés Mérida, Rogerio Abreu, Nacho Alcalá, Juan Charro, Antonio Pastor und der Franzose David Vaamonde.
Sala de Exposiciones Cofaran: Sede de la cooperativa farmacéutica Cofarán. C/ Prokofiev, s/n. Polígono Trévenez, Málaga
Montag bis Freitags: 10.00 bis 13.30 und von 17.30 bis 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei

Mittwoch, 28. April 2010

Sterben für die Unsterblichkeit

… doch der Tod am Nachmittag muss noch warten!

José Tomás wurde in Mexiko lebensgefährlich verletzt. Viel wurde schon darüber geschrieben. Wer es nachlesen möchte kann dies gerne bei tauromaquia.de (Heute … 2010) tun. Dem brauch ich nicht mehr viel 
hinzuzufügen.





Mir ist am Montag etwas anderes aufgefallen. Ging man zu einem Zeitungsstand konnte man feststellen dass wirklich ausnahmslos auf allen Titelseiten spanischer Tageszeitungen mit einem grossen Foto davon berichtet worden ist. Im Inneren folgten meist mehrseitige Artikel. Das hat es in dieser Form noch nicht gegeben.

Fernsehanstalten und Radiosender berichten regelmässig und im Stundenrhythmus wird das spanische Volk über den Gesundheitszustand des matadores de toros informiert.

Auch in den Tagen danach wird in den Medien mehrseitig berichtet und es werden Parallelen zu den toreros gezogen, die bei einer corrida de toros ihr Leben liessen, wie Joselito (1920), Manolete (1947), Paquirri (1984) oder El Yiyo (1985). Ganz nach dem Motto “Sterben für die Unsterblichkeit”. Doch “la mano de dios”, die Hand Gottes hatte andere Pläne. Denn der banderillero Diego Martínez war der eigentliche Held des Tages. Er presste, als der verwundete matador aus dem ruedo getragen wurde, seine Hand auf die Wunde um noch mehr Blutverlust zu verhindern, und nur deswegen hatte José Tomás überhaupt erst eine Chance zu überleben. Der Tod am Nachmittag muss also noch warten.

Selbst in der Weltpresse wird davon berichtet. Eher neutral oder mit Erstaunen, wie dieser Vorfall Spanien beschäftigt.

Und den Tod den Taurinos – zweiter Teil

Die Tierschutzverbände haben diese Nachricht eher mit Genugtuung aufgenommen. “Die Bestie” so wird José Tomás in antitaurinischen Kreisen genannt, hat es endlich erwischt. Und so können wir von Nathalie Dubois (Pro Tier) vernehmen, dass da sicher kein Mitleid aufkomme.
Es gibt aber auch Kommentare dazu, wie zum Beispiel bei SOS Galgos die irgendwie an den Beitrag Tod den Taurinos erinnern:

“Ich hoffe so sehr, dass dieser nichtsnutzige Torero stirbt !!!”

“B R A V O – für den Stier, leider gibt’s für ihn kein zweites Mal. Hoffe dass es irgendwann einem Kollegen gelingt, diesen primitiven Feigling final zur Strecke zu bringen.

“Ich habe es mir angesehen und ich muss sagen ………………ich habe es genossen. … Lebenslängliche unerträgliche Schmerzen und dann wünsche ich ihm noch dass er Uralt werden soll!

"Hoffentlich wird ihn bald ein Stier töten oder verkrüppeln."

Den taurinos wird von antitaurinos oft das Menschsein abgesprochen, doch sich am Tod oder Leiden eines Menschen zu erfreuen …

Donnerstag, 8. April 2010

Plaza Nostra: Die Mafia der Tauromaquia

Über die bildhaften Phantasien der Tierschützer

Unter Bildern verstehen wir visuelle Darstellungen, die in der Regel beim Betrachter eine gewisse emotionale Reaktion auslösen sollten. In der Kunst mit der Hand gefertigt oder in der Fotografie wie beim Film eine optische Reproduktion der Realität. Einer Wirklichkeit die sich allerdings oftmals als gestaltet darstellt; der Dramaturgie wegen.

So entsteht der Eindruck, dass den antitaurinos in Sachen Stierkampf die rhetorischen Mittel auszugehen scheinen. Und statt zu argumentieren versuchen sie nun mit bildgewaltigen Darstellungen verlorenes Terrain zurück zu gewinnen. Denn, so können wir an verschiedenen Stellen lesen, wie auch in diesem Blog “Una imagen vale más que mil palabras” bzw. in der deutschen Variante bei SOS Galgos “Bilder sagen mehr als Worte”. Fairerweise sollte man hinzufügen, dass sich besagtes Zitat auf die Demonstration in Madrid bezog. Und noch fairer wäre es zu erwähnen, den bildlichen Beweis der 25.000 Personen sind sie nach wie vor einer breiten Öffentlichkeit schuldig.

Und trotzdem entstehen Bilder, Plakate und anderes aufgeputschtes Fotomaterial mit teilweise doch sehr brutalen Sequenzen. Dabei wird geschickt und farblich unterstützt meistens auf das Blut fokussiert. Da kommt einen der Vergleich mit Bildern einer Operation in den Sinn. Solche chirurgischen Eingriffe sind alles andere als appetitlich. Im Gegenteil sogar, sie schrecken eher ab, sich in das OP zu begeben. Und dabei kommt keiner auf die Idee diese Operationen in Frage zu stellen.

Gerne werden auch Holocaustvergleiche genannt. Stierkämpfer seien Massenmörder! Stierzuchten und Stierkampfarenen erinnerten an Konzentrationslager. Erinnern wir uns an die Holocaust-Kampagne von PETA. Zwar ging es hier nicht um den Stierkampf selbst, zeigt aber gut auf, wie solche Aktionen rechtlich in Frage zu stellen sind. Das Motto "Der Holocaust auf ihrem Teller". Auf der linken Seite der Plakate ausgehungerte KZ-Opfer, übereinanderliegend in engsten Bettgestellen, und auf der rechten Seite Hennen in einer Legebatterie und darüber der Schriftzug: „Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi“.PETA wollte bewusst die Massentierhandlung mit KZ`s gleichstellen um zu provozieren und um den Betrachter zu schockieren! Die SUEDDEUTSCHE TAGESZEITUNG bezeichnete diese Kampagne als einfach nur schmierig!

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte 2004 vor Gericht eine Verfügung erwirkt. Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden bezeichnete damals diese Fotomontagen als "menschenverachtend und als eine Beleidigung aller Opfer des Holocaust".

Als im März 2004 Harald Ullmann, der zweite Vorsitzende der deutschen PETA-Sektion, vom SPIEGEL-Reporter Hauke Goos gefragt wurde, warum denn die PETA Kampagne sich auf das Jahr 1938 bezöge, zuckte Herr Ullman nur mit den Schultern. Keine Ahnung, sie hätten die Zahl vom Hauptquartier bekommen. So viel in Sachen zum ethischen Verständnis gewisser Tierschützer.

Auch eine regelrechte Filmbranche ist im Begriff der Entstehung. Antitaurinisches Hollywood. Effektvoll werden Musik und Bild zu dramatischen Sequenzen verknüpft um nur eine Botschaft zu vermitteln: Verbot von Stierkämpfen! Der jüngste Streifen heisst "Die Bestie kehrt nach Santander zurück!" Vuelve la Bestia a Santander!


Da kommt man gar nicht um herum die Frage zu stellen, entsprechen diese Werbekampagnen überhaupt jener Kinderfreundlichkeit, mit der die antitaurinos den Stierkampf an den Pranger stellen? Keiner wird gezwungen Stierkämpfe zu besuchen, aber durch solche Werbemassnahmen wird brutales Bildmaterial einer Öffentlichkeit gezeigt ohne eine jede Altersbegrenzung.

Gerade in dieser Woche bei Menschen bei Maischberger verkündete der Publizist und Dokumentarfilmer Michael Mirsch, dass Tierschutzorganisationen einseitiges Material einsetzen, was der Realität nicht immer oder sogar öfters nicht entsprechen würde.
Fast alle Tierschutzorganisationen sprechen von der Stierkampf-Lobby. Der Mafia der tauromaquia. Skrupellose Promotoren die sich in einer Art Geheimbund organisieren und von dort aus ihre Fäden ausstrecken. Mit ihrem Machtimperium kontrollieren sie alle spanischen Medien, sogar Polizeiangaben sollen beeinflusst worden sein. Prominenz aus Kultur, Politik, Sport und Wirtschaft stehen auf ihren Gehaltslisten und sind gern gesehene Gäste bei den corridas de toros. Und schliesslich wagen sie es, die Macher der Sierkampfszenerie, auch noch Subventionen zu erhalten. Die Stierkampfarena sei eine Plaza Nostra, ein Sündenpfuhl, wo gewalttätige Machos ihren perversen Vergnügen nachgehen können. Natürlich zu Gunsten geldgieriger Mafiosos und auf Kosten armer Lebewesen. 

Mal im Ernst. Sind solche Interpretationen auch nur im leisesten Ansatz haltbar? Sind toreros nicht Schauspieler, Menschen die darstellen? Sind empresarios nicht Veranstalter, Intendanten eines Schauspiels? Personen mit Verantwortung? Einer Verantwortung die in der spanischen Verfassung verankert ist? Sind es nicht auch Steuerzahler? Demokratie ist und bleibt Demokratie, dass sollten auch Tierschützer respektieren!

Kommen wir zurück zum Bild. Das Wort selbst ist vom hochdeutschen bilidi abgeleitet und stand ursprünglich für ein Wunder. Wahrlich, auf ein Wunder können antitaurinos nur hoffen.