Samstag, 14. September 2013

Puerta grande zum Saisonabschluss!




von Colin Ernst


In Villacarrillo feiert die Zucht von Victorino einen krönenden Abschluss
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Eine spannende corrida lieferten die Victorinos zum Abschluss der Saison. Die toreros präsentierten sich in Villacarrillo (Murcia) auf bestem Level, was ihr toreo angeht. Rafaelillo stellte sich als erster, einem nicht unbedingt mitarbeitenden Victorino, es brauchte eine Zeit, bis der torero ihn zu nehmen wußte. Eine solide Arbeit über beide Seiten des Stieres, Medidor bescherte ihm am Ende eine Trophäe. Curro Díaz offenbarte sein ganzes Können, regelrecht kunstvoll, wusste er den zweiten toro der corrida zu dirigieren. Mit viel Stil führte er den toro durch alle Phasen der lidia. Papelero verlor nie den Faden, ein sehr guter Stier, tapfer, ausdauernd, beweglich, forderte er Höchstleistung von seinem torero. Zum Bedauern aller, war es der Abschluss, der schlecht ausgeführt, die dos orejas verhinderte, welche diese Vorstellung wert war. Das Publikum verlangte sogar den indulto für Medidor, was aber vom Züchter abgelehnt wurde, da er ihn nicht für die Zucht verwenden wollte. Am Ende ovación für den toro.

El Cid, gestärkt durch den Triumph, vom Vortag, wo er einen toro der ganadería Benjemea indultierte, machte mit dem dritten Victorino eine sehr gute Figur, besonders seine faena mit der linken Hand, war faszinierend. Sein Partner, Misería, war ein sehr gutes Exemplar dieser ganadería  welches durch seine stete Mitarbeit bestimmt auch für zwei Trophäen gut war. Leider verhinderte der schlechte Gebrauch der espada dieses. Die aficionados reagierten mit einer ovación für den Victorino.

Wieder war die Reihe an Rafaelillo, der sich, nun besser eingespielt auf diese, nicht einfachen Stiere, noch besser präsentierte. Pobrecito war ein toro der reagiert wie eine Wespe, schnell und nicht immer vorhersehbar. Diesmal war der torero mehr als „auf dem Posten“, lieferte eine ziemlich komplette faena, das Tempo des Victorinos adoptierend. Ein oreja war der Schlüssel zur puerta grande. Auch dieser Stier wurde mit ovación belohnt.

Curro Diaz wollte anscheinend nicht zurück stecken und offenbarte sein großes Herz, was für die Kunst der tauromaquia schlägt. Ein bewegendes toreo ließ das Publikum auf den tendidos den Atem anhalten. Großartige faena mit beiden Händen, den Stier gewaltlos, aber riskant, immer wieder herausfordernd. Einen Victorino zu „zähmen“ ist kein Kinderspiel. Seine Darstellung wäre, wenn da nicht der schlechte Abschluss gewesen wäre, dos orejas y rabo wert gewesen. Pasteleroovación des Publikums.


Der último de la tarde, animierte El Cid, noch einmal sein Bestes zu geben. Der Sevillaner, der wie kaum ein anderer weiß, wie man mit den toros mit dem gekrönten A der Albacerradas um zu gehen hat, torerierte mit Stil und Herz. Holte aus diesem nicht so animierten Victorino das Letzte heraus. Die aficionados erkannten seine besonders gut ausgearbeitete faena und belohnten seine Arbeit mit Bombillero mit zwei Trophäen, was ihm die puerta grande, an der Seite von Rafaelillo bescherte. Der eigentliche Gewinner aber, Curro Díaz, wird so manchem aficionado im Gedächtnis bleiben. Seine faena hat gezeigt das toros de verdad, eine faena de arte, nicht unbedingt ausschließen. 

Puerta grande für die maestros (Foto: mundotoro)
Vier orejas das Gesamtresultat, welches laut Victorino locker in zehn orejas umgewandelt werden könnte, hätten die toreros nicht ihre Probleme mit dem Abschluss gehabt. Insgesamt kann die Familie der ganadería Victorino Martín, auf eine sehr gute Saison zurückblicken. Triumphe in den ersten plazas, zahlreiche puertas grandes und orejas für die toreros  die sich den Victorinos entgegen stellten. El Cid, Ivan Fandiño, Escribano und andere triumphierten mit diesen „speziellen“ toros, die einem matador nichts schenken. Toros de verdad, stets wachsam, angriffslustig und oft gefährlich und schnell lernend,die eine corrida nie langweilig werden lassen, so manchen torero entlarven und die Besten triumphieren lassen. Ich danke diesen toros bravos und dem ganadero für eine Saison voller Emotion, Spannung, des Lernens, des Erlebens. Ich stand einem dieser toros gegenüber, nur ein paar Meter trennten uns, beim Öffnen eines Gatters des riesigen corral, nichts war zwischen uns… ich habe ihm in die Augen gesehen und er in die meinen – ein momento de verdad.

65 Millionen können nicht irren

Mehr als 65 Millionen aficionados werden einfach ignoriert
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von Philip de Málaga


Hat es eigentlich ein Sinn mit antitaurinos zu diskutieren? Die Meinung auszutauschen? Gerade im Gästebuch von SfA kann man nachlesen wie aficionados beschimpft, beleidigt geradezu kriminalisiert werden. Als Verbrecher werden die taurinos dargestellt. Und nun wenden sich die Tierschützer an die spanische Regierung und darzustellen, dass die Mehrheit eigentlich gegen die toros ist. So kann man zum Beispiel beim Portal SOS Galgos nachlesen, dass immerhin 40 Millionen Menschen sich gegen die mundo de los toros aussprechen.


Hallo? Geht es noch? Nur 40 Millionen? Allein in Spanien gibt es laut des Meinungsforschungsinstitutes Gallup mehr als 17 Millionen aficionados. Das sind 22 Prozent mehr als 2007.  Also jeder dritte Spanier bekennt sich mittlerweile zu den toros. Das ist einfach eine Tatsache. Viele politische Parteien in Deutschland würden sich freuen solche Werte einzufahren.

In Frankreich bekennen sich laut der Zeitschrift Midi 42 Prozent zu den toros. Das wären 27 Millionen Franzosen. Verständlich. Immerhin ist die mundo de los toros in Frankreich zum Kulturgut erklärt worden. Spanien wird hoffentlich bald folgen.

Rechnen kann jeder. 17 plus 27 macht 44 allein nur in Europa. 44 Millionen! Aber es gibt ja auch noch andere Länder wo es die toros gibt: Portugal, Kolumbien, Mexiko, Peru ... Weltweit wird die Zahl der aficionados auf weit über 65 Millionen angegeben. Und jetzt kommen die antitaurinisch organisierten Vereinigungen mit geradezu lächerlichen 40 Millionen weltweit und wollen damit beeindrucken.

Und man sage, keiner geh mehr zu den Stierkämpfen. Madrid dieses Jahr.
Eine Frage stellt sich dabei. Sind wirklich alle gegen den Stierkampf? Man erinnere sich an 2007. Die schriftliche Erklärung den Stierkampf in Europa zu verbieten wurde zu 72 Prozent abgelehnt. Meine Damen und Herren Sie haben richtig gelesen! 3/4 waren gegen ein Verbot von Stierkämpfen. Viel spannender das Ergebnis unter den stimmberechtigten Tierschützern und Landwirtschaftsexperten. Nur 51 Prozent stimmten für ein Verbot. Allein diese Zahl zeigt auf, wie uneinig man sich im Lager der Tierschützer ist.

Freitag, 13. September 2013

Wie man zur Morantista wird …

Wenn man mit Morante und dem Stier allein in einer großen Seifenblase sitzt
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von Colin Ernst

Als ich meine ersten corridas sah, war mir der Name kein Begriff. Überhaupt habe ich mir erst mal eine corrida mit einem mir namentlich bekannten torero gegönnt, mit Manuel Díaz, El Cordobés. Der Name war mir von klein auf geläufig. Vom Stierkampf hatte ich keine Ahnung. Erst Jahre später habe ich die „Sache“ intensiviert und war fasziniert von der Vielfalt der Dinge, die es im mundo taurino zu entdecken gibt. Mich interessierte jede Kleinigkeit: Wer näht die traje de luces, wer sind die Leute die den Sand glätten, wer macht die schöne Musik und wer arbeitet mit den Pferden? Aber wenn ich im tendido Drei sass, schauten meine Augen nur noch auf den schönen Stier. Den torero habe ich oftmals nicht mal mit Namen gekannt. Ich wusste mehr über toros als über die toreros

Erst als ich die Gelegenheit hatte, einem torero beim Training zu zusehen, kam es gewissermaßen zur Erleuchtung. Ein älterer Herr an meiner Seite kommentierte das toreo de salón. Ich begann zu begreifen, und die corrida mit anderen Augen zu sehen. Da ich, durch den netten älteren Herrn, einen Einblick in die „alte Schule“ des toreo bekam, begann ich zu vergleichen und mir gefiel der klassische Stil immer besser. So begann ich mir gezielt corridas auszusuchen, wo ich „klassisches“ toreo zu finden hoffte. An den maestros PonceJosé Tomás und Perera kommt man nicht vorbei. Schönes toreo  mit vielen klassischen Elementen. 

Morante fand keine Gnade vor meinem suchenden Blick, ich hatte einen seiner launischen Tage erwischt, wo gar nichts ging. Der Wind wedelte die capa durcheinander, der Stier stand rum und das Schauspiel war schnell vorbei. Das sollte der Zauberer aus Sevilla sein, dessen Namen sogar eingefleischte José Tomás Fans ehrfurchtsvoll aussprachen… Nein das war schlecht, grottenschlecht. Ich sah andere corridas. Der toros oder der toreros wegen, Morante war da nur eine Beigabe. Bis zu diesen einen, ersten Mal, wo mir der Atem stockte, nein ich vergaß einfach zu atmen – so was hatte noch nie gesehen, eine veronica in Perfektion, nein eine verzauberte Zeitlupe muss es gewesen sein. 
Morante de la Puebla mit einer veronica (Foto: mundotoro)
Rasch schaute ich noch einmal auf das Programm, wer war dieser Meister der capa? Morante? Ich hatte ihn schon mehrfach gesehen, war das der Gleiche? Eleganz, gepaart mit Lässigkeit und einem göttlichen Handgelenk, den Stier total dominierend, nein – in Trance versetzt hatte er den toro. Man kommt sich in solchen Momenten vor, als wenn man mit Morante, dem Stier allein in einer großen Seifenblase sitzt. Nur dieses Paar und du. Magisch. Und das unglaublichste ist, das es sogar vor dem Fernseher geschieht. Ich habe mir das Video von seiner faena in Córdoba in diesem Jahr angeschaut und den gleichen Effekt verspürt. Morante und ich in der Seifenblase, hinreißend schön, aufregend schön, einmalig in der heutigen Zeit des „modernen“ toreo. Ein morantista lebt für solche Momente. Ich kann mich nur bei maestro Morante de la Puebla bedanken, das er mir solche Momente geschenkt hat.

Donnerstag, 12. September 2013

Ein Brief an SfA

Lieber Philip!

Deine und Colins Beiträge über Morante de la Puebla in Ronda sind Ausdruck dessen, was Morante den Menschen, die ihn mit den toros erleben, vermittelt.

Die Schmetterlingsflügel des duende haben Euch gestreift! Ihr habt eine Sprache gefunden, die dem Stil des toreo  Morantes angemessen ist. Auch wenn Ihr selbst nicht in Ronda anwesend sein konntet, habt Ihr die Atmosphäre dort und die taurinische Poesie des maestro de la Puebla nachvollziehen können. 

Wie der Begriff "duende" zu verstehen ist, wie er jemandem verdeutlicht werden kann - darüber kann immer wieder neu reflektiert und diskutiert werden. Dir, Philip, ist es mit Deinem Aufsatz "Morante, wie lassen sich eigentlich diese Emotionen erklären?", den Du gestern eingestellt hast, gelungen, dem Leser eine Ahnung davon zu übertragen von der "Fern - Wirkung" des duende. Der duende ergreift Besitz von einer Person, die es nicht darauf angelegt hat, von ihm, dem "Geist" besessen zu werden. Man gerät in religiöse oder esoterische Dimensionen, denkt an den Heiligen Geist, besonders an dessen Rolle im Katholizismus. Sieht man den Rausch, die Ekstase, wie sie die zuschauenden Menschen in Ronda ergriffen hat, genügend Videos darüber zirkulieren - gracias a Díos - im Internet, erlebt man diese Gefühle mit. Du hast  den Mechanismus der Übertragung sehr gut beobachtet und beschrieben. So empfinden Morantistas!

Morante de la Puebla in Ronda - Verzauberung im Rund der Maestranza
Auch der "embrujo" spielt dabei eine Rolle. Embrujar als "verzaubern" oder "betören", wo gelingt das eigentlich außer in der Kunst oder in der Liebe? Und wer weiß nicht, dass Verzauberung und Betörung flüchtige Momente sind?! Deswegen "lohnt" es sich immer, Morantes toreo zu erleben. Es "zahlt sich nicht aus", nein. Aber der/die  Morantista wird belohnt mit ewigen betörenden Augenblicken, die in der Erinnerung haften. Bei seinem dritten Stier in Ronda gelang Morante eine media verónica, die eine Ewigkeit anhielt. Wiederholtes Anschauen des Videos bestätigten, dass es wirklich keine Zeitlupe war. Carlos Bueno schreibt in seinem heutigen Artikel  (burladero.com) : "La media de remate al tercero de la tarde pellizcó el alma." Das Berührtwerden der Seele!

Was an Morante so "betörend" ist und einmalig, ist sein Suchen danach, die alten Vorbilder wieder aufleben zu lassen. Du hast ja selbst einige erwähnt. Er studiert deren Umgehen mit den Stieren anhand der Fotos und der oft schon sehr ramponierten Filmaufnahmen, die zum Glück ganz gut restauriert werden konnten. Dann entzücken die geglückten Neuauflagen der alten Pases alle Morantistas. Und, dass es ihm so fantastisch gelang, vom klassischen Stuhl die kurzen banderillas zu setzen, das hat doch Morante selbst zum Staunen gebracht. Er riss mehrfach die Arme hoch - sicher vor Freude. Es hätte ja auch "schief" gehen können, ganz ungefährlich war das nicht.

Meine Freundin, die das Glück hatte, in Ronda zu sein, schrieb, dass sie vor Ergriffenheit des Nachts nicht einschlafen konnte.

Und nun ist Morante auch zum Ehrenbürger seines Heimatorts Puebla del Río ernannt worden. Aber auch das klingt auf Spanisch viel schöner: "Morante - hijo predilecto de la Puebla!"

Viele Grüsse

Torodora

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Anmerkung von SfA:
Torodora Gorges ist wohl die Morante-Expertin in Deutschland und Verfasserin der ersten deutschsprachigen Biographie über einen Stierkämpfer. Ihr Buch Morante de la Puebla - Torero, Portrait eines spanischen Künstlers (ISBN 978-3-8391-5692-6) wurde 2010 veröffentlicht.

MORANTE für ALLE

Morante de la Puebla in Ronda
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Der dritte toro: dos orejas


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Das Setzen der banderillas beim letzten toro


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Morante de la Puebla mit der capa


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Mittwoch, 11. September 2013

Morante, wie lassen sich diese Emotionen eigentlich erklären?

Was ist in Ronda geschehen?
Warum sind alle ausser Rand und Band,  geradezu im Rausch einer Ekstase?
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von Philip de Málaga

Wie schafft es ein einzelner torero, ein einzige Person, ein menschliches Wesen, das Publikum in den tendidos in einen solchen Rausch zu versetzen? Zunächst einmal sei festgestellt, gewiss nicht viele maestros beherrschen diese Kunst. Aber wenn einer dazugehört, dann ist es mit Sicherheit der matador de toros Morante de la Puebla. Der torero artista, der Boheme aus Sevilla

Schon lange nicht mehr war die corrida goyesca in Ronda so schnell ausverkauft wie in diesem Jahr. Und das bei einem torero der manchmal doch etwas launisch an die Sache ran geht. Es könnte passieren, dass absolut gar nichts geschieht. Gar nichts? Nein, eigentlich kann man das so nicht im Raum stehen lassen, denn irgend etwas ereignet sich immer, und wenn es nur ein gerade mal einziger wahrnehmbarer Augenblick ist. Ein kurzer Moment, wenige Bewegungen, einige Sekunden, die eine Sensibilität auslösen, wo den Zuschauern einfach die Luft stehen bleibt. Nicht aus Angst, sondern seine unverkrampften Bewegungen, seine Natürlichkeit, seine leichten hingebungsvollen Gesten mit den toros sind es, welche die Gefühle in die tendidos übertragen. Am liebsten würde der Zuschauer die Hände spüren, mit der die capa geführt wird und drückt dabei ähnlich wie Morante die Füsse auf den Boden ohne sie zu bewegen, oder das Vibrieren des eigenen Körpers, wenn der toro der muleta folgt. Die eigene Brust spannt sich, man hält für den Bruchteil einer Sekunde den Atem an, der Stier gleitet knapp vorbei am Körper des toreros und läuft ins Leere. Es sah so einfach, so natürlich aus, obwohl Morante mit seinem Leben gespielt hat. Und wenn dann die Olés kommen, verschafft man sich Luft, kann noch kaum begreifen was man gesehen hat und der ganze Körper erfreut sich eines Gefühles, einer Ergriffenheit, dass man dabei gewesen ist, auch wenn es nur wenige Sekunden waren.

Eine Frage scheint nicht ganz unberechtigt. Versteht, begreift Morante selbst, seine Aktivitäten im ruedo? Es war wohl 2007, als der maestro sich zurückgezogen hatte. Keiner wusste eigentlich genau warum. Und schliesslich erschien in der Presse eine Mitteilung: "Ich entschuldige mich bei allen, und ich bedaure sehr, dass ich ihnen die Gründe dafür nicht klar vermitteln kann". Ob er nun nicht wollte oder nicht konnte sei mal dahin gestellt. Das soll jetzt aber keine Anspielung darauf sein, dass Morante sich geistig gar nicht im Griff haben könnte sondern es erinnert einen an den matador de toros Juan Belmonte (1892 - 1962), der mal gesagt hat, wenn er im ruedo steht, bekommt er vom Publikum nichts mit. Er nehme die Leute nicht wahr und konzentrierte sich voll auf den toro wobei die Bewegungen nicht selten wie von alleine abliefen, eben wie in einer Trance. Ein Delirium dass sich dann auf die tendidos übertrug. Ist es bei Morante eventuell ähnlich?

Gewiss, ein Besucher einer corrida kommt jeweils mit einer anderen Vorstellung, einer differenzierten emotionalen Ergriffenheit, auch gefühlsmässigen Belastbarkeit zur plaza de toros. Aber sie haben alle etwas gemeinsam. Wenn Morante seine Füsse zusammenstellt und still verharrt geht eine Vibration durch das Rund der tendidos, wie bei keinem anderen matador. Man weiss was kommt und wünscht sich sehnlichst die Zeitlupe.

Eine Szenerie der Einzigartigkeit. Etwas was in Erinnerung bleibt. Worüber die afición noch lange sprechen wird. Bei der wahren tauromaquia der toreros artistas geht es nicht um das Ansammeln von orejas oder indultos sondern um Momente der unvergesslichen Zweisamkeit zwischen torero und toro, der einzigartigen, mutigen bis hin zur eleganten Darstellung des Lebens, des Überlebens, ein Mysterienspiel mit dem unausweichlichen Ende des Todes.

Dienstag, 10. September 2013




von Morante de la Puebla


Der matador de toros Morante de la Puebla hat vor allem bei seinen letzten zwei Auftritten gezeigt, wie motiviert und entschlossen er seinen toros entgegentritt. Erstaunlich allein schon deswegen, weil er vor knapp einem Monat schwer verletzt worden ist. Was hat sich da in seinem Inneren getan? Woher kommt diese neue Emotion, dieses weniger launenhafte Auftreten oder gar eine Verminderung jegliches Gefühl der Angst? Was letzteres angeht, da hat er schon mal dazu Stellung bezogen:

"Die Angst ist etwas, 
was eigentlich 
gar nicht existiert, 
aber sie kann dich beeinflussen, 
gar Schaden zufügen.
Ich spreche mit ihr,
ich vertraue ihr
und ich helfe ihr sogar.
Ich habe meine Ängste 
nie schlecht behandelt."


Morante de la Puebla
(2008)

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Aus einem Interview in der Tageszeitung El Mundo 
mit Antonio Lucas vom 23. März 2008

Montag, 9. September 2013

Dax: Mano a mano




von Colin Ernst


Leider konnte Morante an die Leistung der goyesca nicht anschliessen.
Der Franzose Sebastián Castella war da etwas erfolgreicher.
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Die beiden maestros wünschen sich Glück
(Foto: mundotoro)
Das mano a mano gestern in Dax, Frankreich, mit toros aus drei verschiedenen ganaderías versprach ein interessantes Event für toristas und toreistas zu werden. Stand Morante de la Puebla gestern noch sechs Domecqs gegenüber, hatte er es am Sonntag mit drei verschiedenen Zuchten zu tun, Alcurrucén, Garcigrande und den Victorinos. Letztere gelten als gefährlich und werden von den figuras eher gemieden.

Für den französischen matador de toros, Sebastian Castella, ebenso wie für Morante waren die toros der Alcurrucén nicht für eine Trophäe gut. Mit dem Victorino verstand sich Castella sehr gut. Der Stier, wenn auch etwas knapp an Stärke, erlaubte dem torero eine schöne faena larga, immer wieder leistete „Conducido“ den Aufforderungen des Franzosen folge. Nach einem aviso, sass die estocada gut, was mit einer Trophäe, einem oreja belohnt worden ist. Dem Stier applaudierte das Publikum im arrastre

Sebastián Castella mit einem derechazo (Foto: mundotoro)
Die zweite Trophäe, erarbeitete sich der diestro mit den guten toro der ganadería Garcigrande. Wenig spektakulär aber sehr sauber, seine Arbeit mit seinem dritten Stier bei diesem Wettstreit mit maestro Morante.

Ein toro von Sebastián Castella hatte andere Pläne (Foto: mundotoro)
Gestern noch in Ronda gefeiert, hatte der Boheme aus Sevilla es am nachfolgenden Tag nicht so einfach. Die toros lagen ihm nicht wirklich, was verhinderte, daß er die ganze Schönheit seiner Kunst vorführen konnte. Am besten sah de la Puebla noch mit dem toro der Garcigrande aus, ein schöner quite, die Füße geschlossen bei der veronica und ein guter remate waren ein kleiner Höhepunkt für die „Morantistas“ in der vollen plaza von Dax

Morante de la Puebla führt eine veronica aus (Foto: mundotoro)
Mit dem toro der ganadería Victorino Martín hatte er einen gefährlichen, ernsthaften Gegner. Der Stier wurde hart geprüft im tercio de varas, was seine Gefährlichkeit nicht minderte. Dem banderillero Antonio Jiménez Lili“ brach er bei seinem Akt die Hand und auch der banderillero Paco Peña bekam die volle Wut des toro bravo zu spüren, eine voltereta, ohne ernste Konsequenzen. 

Ein banderillero wird erwischt (Foto: mundotoro)
Morante stellte sich recht gut dem gefährlichen Gegner, entlockte ihm einige sehr gute muletazos. Hätte er nach zwei avisos auch noch gut getötet, wäre ihm eine Trophäe sicher gewesen. So allerdings ging der maestro leer aus. Das Publikum forderte eine vuelta al ruedo für den tapferen Victorino, die wurde aber nicht vom Präsidenten gewährt. „Matemáticas“ wurde von den Zuschauern mit einer ovación belohnt.

Muletazo von Morante (Foto: mundotoro)
Tiefgeführtes derechazo von Morante de la Puebla (Foto: mundotoro)
Ein etwas enttäuschendes mano a mano. Von den toros der Alcurrucén hatte ich mehr erwartet. Das gute Abschneiden von Sebastian Castella mit dem Victorino hat mich positiv überrascht. Maestro Morante…, Morante eben, da darf man nie zu viel erwarten. Gestern mit den passenden Stieren ein berauschendes Fest, heute mit nicht so willigen Kampfgenossen eher bescheiden. Dem banderillero Morantes „Lili“, wünsche ich baldige Genesung und schnelle Rekonvaleszenz, schließlich steht die Saison in Südamerika bald an, wo sein maestro mit Sicherheit nicht fehlen wird.  
Auch im französischen Dax waren die Ränge fast gefüllt. Mehr als 8.000 Zuschauer

Morante - Emotion und Kunst




von Colin Ernst


Ronda in Ekstase - Morante de la Puebla überzeugt
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(Foto: mundotoro)
Wie soll man über eine corrida berichten, von der selbst der anwesende Zuschauer nicht mehr weiß, was er gesehen hat … Morante de la Puebla hat alle verzaubert! Ließ keine Wünsche offen – pure Kunst, gepaart mit der Perfektion die nur er zu zeigen weiss. Hinreißend mit der capa, mitreißend mit der muleta und überraschend mit den banderillasel duende, der maestro Morante eben.

Das Ambiente in Ronda war schon spektakulär, es schien, als wäre die ganze Welt auf den Beinen um den Boheme aus Sevilla zu sehen. Die historische plaza voll bis unters Dach, auch ich hätte mein letztes Hemd gegeben, um dabei zu sein.

Der erste toro aus der ganadería Juan Pedro Domecq, war enttäuschend. Flojo und kraftlos. De la Puebla wollte sich mit ihm nicht den tarde verderben und griff recht schnell zum Degen. Wie soll auch ein Künstler ein Konzert in der Royal Opera, mit dem Klimperkasten, der bei mir im Wohnzimmer steht triumphieren – gebührt ihm doch ein Steinway Flügel. So ist eben Morante, wenn der toro seinen Ansprüchen nicht genügt, lässt er es nicht zu, das das Publikum beleidigt wird, oder der Stier ein erbärmliches Bild abgibt.

(Foto: mundotoro)
Der zweite toro präsentierte sich zu Anfang sehr kompliziert und suelto, was sich aber nach dem tercio de varas erledigt hatte. Veronicas mit der capa, molinete und sensationelle pases – darauf hatte das Publikum und der maestro selbst gewartet. Tötete mit einer estocada corta und bekam die erste Trophäe, ein oreja, des Nachmittags zugesprochen.

Der dritte der Domecq`s war noble was den maestro animierte. Sanftes Führen der muleta, beinahe lässig, elegant, mit lockerem Handgelenken das rote Tuch dirigierend vor den Augen und Hörnern des toros. Ein remate in drei naturales, impresionante. Wunderschön! 

(Foto: mundotoro)
Auch diesen, sehr würdigen Vertreter der ganadería J. P. Domecq, tötete er mit einer estocada corta. Es war mehr als ersichtlich, wie dem torero aus Sevilla dieser Stier zusagte. Toreo al gusto, disfrutando, dem torero gefiel seine Arbeit und er hat es genossen. Dos orejas das ersehnte Resultat, welches dem maestro endlich die puerta grande in Ronda öffnen sollte. (In seiner Laufbahn ist es Morante noch nie gelungen die puerta grande in Ronda zu öffnen)

Toro Nummer Vier, Name “Fabuloso“ war nichts für den intensiven Stil des maestro. Etwas schwach und nie nach vorne gehend, parado, ohne jegliche Intension, bereitete Morante ihm ein schnelles Ende, mit einer guten estocada.

(Foto: mundotoro)
Aus der ganadería Parladé, kam der vorletzte toro, welcher sich nicht recht mit der capa anfreunden konnte, der aufkommende Wind tat sein Übriges dazu. Insgesamt gaben die Beiden kein harmonisches Paar ab. Es gab zwei avisos, denn es dauerte lange, bis Morante den Stier richtig platziert hatte. Das Publikum hatte auch mehr erwartet, keine Trophäe für den maestro.

Nun musste der sechste de la tarde es richten und zum letzten Mal raffte sich de la Puebla auf, sein Publikum in Trance zu versetzen. Empfing den Stier mit larga de rodillas, gebeugtem Knie, wunderschöne veronicas, die capa wie Schmetterlingsflügel im Wind. Zu aller Überraschung griff der maestro selbst zu den banderillas

(Foto: mundotoro)
Puro y duro, pur und hart, sein Auftritt. Wann bekommt man das schon mal zu sehen, Morante mit banderillas noch dazu perfekt ausgeführt und gut platziert. Aber auch ein Künstler und Boheme kann zeigen, das ihm kein Risiko zu hoch ist und das er Humor hat. Dies bewies er mit dem dritten Paar banderillas. Lies sich einen Stuhl über die barrera reichen, und bleistiftlange banderillas. Machte es sich auf dem Stühlchen bequem, übrigens schon seit dem ersten toro ohne zapatillas, mit lässig übergeschlagenen Beinen. So saß er da, in seinem schicken, taubenblau-schwarzen Goyesca Anzug, und erwartete den toro in aller Seelenruhe. Sein banderillero lenkte diesen in seine Richtung und Morante wartete bis zum vorletzten Moment. Als der toro zum Angriff ansetzte erhob sich Morante machte einen Schritt nach rechts, um die toro am Stuhl vorbei zu führen. Doch dieser peilte weiterhin den Stuhl an, Morante bewegte sich zurück, setzte die banderillas  und wich nach links aus. Der toro galoppierte weite und zerstörte den Stuhl. Großes Kino! Schallender Olés aus den Rängen. Pure Begeisterung. Leider schwächelte auch dieser toro von Domecq bei der Arbeit mit der muleta und die estocada des maestro war schlecht. Also kein oreja.  

Eigentlich war die corrida goyesca beendet, doch das Publikum dachte gar nicht daran die plaza zu verlassen und erhofften einen weiteren Stier, ein sobrero. Doch diesem Wunsch wurde nicht nachgegeben. Und so kam es, dass der maestro in das Privileg der puerta grande kam.

(Foto: mundotoro)
Aber eigentlich keine puerta grande, denn das reglamento taurino aus Andalucía, verlangt vier Trophäen bei einer corrida mit 6toros6 und espada unico. Ich denke, das Publikum hätte sich zerrissen um Morante de la Puebla nach dieser corrida auf den Schultern durch die puerta grande zu geleiten. Diese Geste dürfte ein symbolisches oreja des Publikums gewesen sein, dankbar für diesen unvergesslichen Nachmittag.

Sonntag, 8. September 2013

Ein historischer Tag in Ronda: Morante und die Kunst




von Philip de Málaga


Obwohl die toros der Zucht Domecq leider den Erwartungen nicht entsprechen konnten gelang es dem matador de toros Morante de la Puebla trotzdem in Ronda bei der klassischen corrida goyesca zu triumphieren. Die gesamte spanische Presse hat es nicht anders gesehen:







Samstag, 7. September 2013

Morante in Ronda: AUSVERKAUFT!




von Philip de Málaga


Die gesamte taurinische Welt schaut zur Real Maestranza in Ronda
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(Foto: mundotoro)
Die Presse spricht von dem Ereignis der tauromaquia in diesem Jahr. Vergleichbar mit dem Auftritt des matador de toros José Tomás, letztes Jahr in Nimes. Nur wenige Karten nach Öffnung der taquillas waren alle Eintrittskarten vergriffen. Nach dem Debakel im letzten Jahr nun endlich wieder ein No hay billetes! Und im Vergleich zur letzten corrida goyesca in Ronda ist diesmal wieder in afición aus ganz Spanien und Frankreich angereist. Die Kenner der Szene geben sich in der Serranía de Ronda auf einer Höhe von 724 Metern ein Stelldichein.

Heute am späten Nachmittag werden sich die 6.000 Plätze der Real Maestranza füllen. Ausverkauft!
Wer die spanische Sprache beherrscht hat die Möglichkeit die corrida goyesca im andalusischen Radiosender Canal Sur live mitzuverfolgen. Im Portal von mundotoro gibt es parallel dazu einen Liveticker.

Der matador de toros Morante de la Puebla mit dem ex-matador und empresario von Ronda Paquirri
(Foto: mundotoro)
Besorgt schaut man derzeit Richtung Himmel. Dunkle Wolken haben sich aufgetan aber nur leichter Regen ist angesagt und für die Zuschauer in den tendidos eigentlich egal, sind die Sitzplätze doch alle überdacht. Nur das ruedo sollte halt nicht überschwemmt werden, ist Morante doch dafür bekannt bei mehr Wasser eher alles abzublasen.

Mit welchen Überraschungen darf man rechnen?
Morante de la Puebla tritt nach 1997, 2000 und 2001 zum vierten Mal in der Real Maestranza von Ronda an. Und die afición ist sich einig, einen so kompletten Auftritt wie Tomás in Nimes darf man hier nicht erwarten. Dazu gibt sich der maestro zu launisch, besonders wenn er die toros nicht mag, wenn sie ihm nicht liegen. Und das spricht wieder für diesen tarde. Die toros der ganadería Domecq sind durchaus gut zu handhaben. Man kann auf viele schöne Momente hoffen, denn es sind nicht selten nur wenige Sekunden, die das Publikum in eine Trance versetzt. So wie im April Sevilla. Eigentlich hatte er dort nichts getan, aber nach einer Serie von quites führte er plötzlich eine media veronica aus und der embrujo erreichte die tendidos. In Ronda hegt man nun die Hoffnung, dass es hier heute zahlreiche solche Augenblicke geben wird. Schliesslich hat Morante de la Puebla angekündigt, dass er einige Überraschungen parat hätte.
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Siehe auch:
Von Ronda zum Omega? SfA Reportage von Philip de Málaga vom 15.10.2012
Apotheose SfA Reportage von Torodora Gorges vom 25.10.2012
Wenn der Moment zur Ekstase wird SfA TAURONEWS von Philip de Málaga vom 24.04.2013





von Morante de la Puebla


Die ganze taurinische Welt schaut heute auf ihn, den Boheme unter den toreros. Lassen wir ihn zu Wort kommen:


"Mit den Stieren zu kämpfen ist nicht leben,
sondern überleben.
So fühle ich mich glücklich.
Aber es ist auch ziemlich schwer
so zu leben.


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Morante de la Puebla in der Wochenausgabe der Tageszeitung El País
vom 10. April 2010

Freitag, 6. September 2013

Katharsis und Ekstase

Was die Zuschauer von Morante de la Puebla in Ronda erwarten
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von Torodora Gorges (1)

Sie erfüllen sich die Sehnsucht, dem Zwang des Alltags und der gewohnten Welt im gemeinschaftlichen Erleben eines kultischen Festes zu entfliehen. Die plaza de toros verwandelt sich in einen Ort der sakralen Begegnung. Die Zuschauer werden vom Geschehen ergriffen werden wie im Theater eines schöpferischen Prozesses der Lebendigkeit, Unvorhersehbarkeit und Unmittelbarkeit auszeichnen. Im Schauspiel zwischen Mensch und Tier erhöht sich die Dramatik durch die Nähe zum Tod, dessen Schrecken ästhetisch rituell gebannt wird.

Man kann davon ausgehen, dass die Menschen die eine corrida de toros mit dem matador de toros José Antonio Morante aufsuchen, nicht des "Thrills" wegen kommen, sondern ein kathartisches Erlebnis, ein emotionales Ergriffensein, erfahren wollen. Viele Zuschauer erzählen von diesen Emotionen. Sie reden davon, dass sie geweint haben, nicht vor Angst im Ausstehen des Schreckens und der Ungewissheit, sondern vor Glück und Freude, Teil zu haben an dieser geglückten Begegnung zwischen dem torero und dem toro.

(Foto: mundotoro)
Bei seltenen Gelegenheiten, wie an diesem Nachmittag der corrida de toros  wird die plaza zum Schauplatz der Ekstase, des kollektiven "Aussersichseins" über die Schönheit des authentischen Dramas (2).
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Anmerkung:
(1) Torodora Gorges über den Benefiz-Stierkampf in Madrid am 6. Juni 2007
(2) P. Arndt in "Therapie und Theater" im Forum der Psychoanalyse, Band 20, Heft 12/2004