Mittwoch, 16. Dezember 2015

Tragisch in doppelter Hinsicht





von Michel Leiris



"Man kommt einfach nicht darum herum, dass die tauromaquia gewisse sportliche Elemente beinhaltet, aber dass sie ebenfalls viel mehr als nur ein Sport ist und Teile davon beinhaltet. Und zwar lässt sich dieses auf den tragischen Charakter zurückführen, der ihr zu eigen ist. Tragisch gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen weil es um eine Exekution geht und zum anderen weil dieser Akt der Hinrichtung auch für das Leben des ausführenden matadores ein unmittelbares Risiko darstellt."

Michel Leiris (1980)

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Quellennachweis:

Miror, de la tauromachie, Michel Leiris, édicions fata morgana, Montpellier, 1980

Dienstag, 15. Dezember 2015

Jedes Jahr gibt es weiterhin Stiere auch in Panama




von Philip den Málaga


Obwohl eigentlich nicht mehr erlaubt, 
finden in Panama weiterhin Stierkämpfe statt
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Seit dem 15. März 2012 sind im zentralamerikanischen Land Panama alle Kämpfe zwischen Tieren in Artikel 7 des Gesetzes 308 verboten worden. Dazu gehören auch die festejos taurinos. Hahnenkämpfe sind jedoch weiterhin zugelassen.

Was viele nicht wissen, obwohl man die corridas in Panama eher dem 20. Jahrhundert zuordnet, schon zu Zeiten der spanischen Kolonie zwischen 1501 und 1821 waren die toros dort vertreten.  Allerdings gibt es hierzu fast keine schriftlichen Dokumentationen.

Tatsache ist jedoch, als Panama sich 1903 mit Kolumbien vereinigte wurden wieder regelmässig corridas veranstaltet. So zeigt das nachfolgende Photo vom 3. November 1904 ein festejo taurino in einer aus Holz improvisierten plaza de toros mit dem Namen Platz des Triumphes in Vasco Viejo. Als tendidos dienten die Balkone und Fenster der umherstehenden Häuser. Berichten zufolge war dieses espectáculo taurino ein voller Erfolg und animierte zu zahlreichen Wiederholungen.

3. November 1904 in Panama
Die erste wirklich offizielle plaza de toros hiess Vista Alegre und wurde 1914 eingeweiht. Diese wurde hauptsächlich von eingewanderten Spaniern konstruiert, welche auch einiges der iberischen tauromaquia mitbrachten. Sie waren es auch, welche das Fundament der neuen afición von Panama bildeten.




Bis 1960 bestimmte die plaza de toros das taurinische Geschehen. Dann entstand die plaza de toros La Macarena, in welcher in den nächsten sechs Jahren corrida de toros zu sehen waren. Dann wurde auch dieser coso geschlossen. Das es nicht so richtig gelaufen ist, konnte nicht am Mangel der eingeladenen figuras liegen. Da waren unter anderem die spanischen matadores de toros Luis Miguel Dominguín, Manuel Benítez "El Cordobés", "El Viti" oder die mexikanischen maestros Luis Castro "El Soldado" und "Calesero".

La Macarena
Zwischen 1980 und 1990 versuchte man noch einmal in mundo de los toros ins Geschäft zu bringen, aber ergebnislos. Die afición von Panama war definitiv zu klein.

Der Stierkampf konnte sich in Panama nicht so richtig durchsetzen.
Und wie sieht es jetzt aus? Wie das Internetportal la economía del toro berichtet, scheinen, trotz des Verbotes die toros in Panama doch nicht so ganz von der Bildfläche verschwunden zu sein. Den eine kleine Gruppe Vollbluttaurinos steht weiterhin zur afición a los toros.

Fernando Roca Rey
Zum einen gibt es da die Peña taurina de Panama, welche auf privaten Geländen weiterhin capeas oder andere festejos taurinos organisieren. Veranstaltungen an denen sich nicht nur aficionados prácticos sondern auch mexikanische matadores de toros beteiligen wie der maestro Fernando Rey Roca, der fast jährlich Panama besucht um den Stieren gegenüberzutreten. Aber auch andere lateinamerikanische toreros scheuen nicht den Weg dorthin.

Die toros sind ja nun in Panama verboten. jedoch bezieht sich dieses Verbot auf allgemeine Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen. Die privaten Grundstücke sind davon nicht betroffen. So finden diese festejos taurinos vor allem auf zwei privaten Fincas statt. Zum einen bei Don Jorge Araúz in Penonomé, welcher selbst über einen kleinen Bestand an ganado von 60 bis 70 Tieren verfügt.

Trotz Verbot gibt es Stierkämpfe in Panama (Foto: la economía del toro)
Dann beim ganadero Don Ricardo Barrio, der vor allem kolumbianische toreros einlädt. Als empresario dieser capeas agiert der Präsident der Peña taurina de Panama Don Alejandro Aramburu.
Einmarsch der toreros (Foto: la economía del toro)
Neben diesen Aktivitäten im ruedo werden noch weitere Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Vorträge über die mundo de los toros organisiert. Dazu gehören auch Reisen zu den plaza de toros in die Länder México und Kolumbien um sich corridas anzuschauen. Die afición von Panama ist klein aber recht aktiv. Und das heute noch, obwohl die toros dort schon seit drei Jahren verboten sind.

Montag, 14. Dezember 2015

Schweigen




von Cristina Sánchez


Sie war ohne Frage die erste grosse matadora die es schaffte sich einen Namen zu machen. Es gelang ihr die tendidos zu füllen und im ruedo verstand sie es durchaus zu überzeugen. War das wirklich so? 1998 erschien ihre Biografie über ihren Werdegang. Ihre gut 200 Seiten beendet sie mit einem Nachwort, oder besser gesagt, einer abschliessenden Erklärung eines gewissen Schweigens, in welchem die Komplikationen mit der mundo de los toros angedeutet werden, welche von männlichen taurinos fast komplett kontrolliert wird.


"Auch Schweigen ist eine Form des Erzählern. Denn das nicht niedergeschriebene Wort kann Geschichten erzählen. Man sagt, Schweigen sei eine andere Art, sich von der Wahrheit fernzuhalten, doch habe ich hier nicht gelogen, oder falsch erzählt, auch wenn ich so manches verschwiegen habe. So habe ich Abschnitte meines Lebens ausgelassen, über die ich einfach noch nicht in der Lage bin zu sprechen. Oder habe gewisse Situationen oder Personen nur grob beschrieben, obwohl sie eine bessere und realistischere Beschreibung verdient hätten, aber da führte ich eben einen Knebel im Mund, der es mir unmöglich machte frei zu sprechen.


Sollte es mir jemals gelingen, mich von diesem aufgezwungenen Schweigen zu befreien, werde ich von dem Schmerz erzählen, der durch Intoleranz verursacht worden ist, welcher mich meinen Beruf  nicht wirklich geniessen liess, wie es aber hätte möglich sein können. Von jener Kleinherzigkeit, die mir ein Gebiet verwehren wollten, das sich die Männer erobert haben.


Aber noch ist dazu die Zeit nicht gekommen. Das kann man durchaus als Feigheit bewerten, doch es liegt mir fern, weitere Schlachtfelder zu eröffnen. Denn ich benötige diese Kräfte für meine eigene Verteidigung, denn die Zeit zum Angriff ist noch nicht gekommen.


Somit ist ein Schweigen meine Ausdrucksform, die letzten Seiten von dieser Geschichte noch leer zu lassen"

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Quellennachweis:

Matadora, Cristina Sánchez, Editoral Planeta, Barcelona 1998
Der Hinweis zum Buch der deutschen Ausgabe "Matadora" findet sich im Verzeichnis Deutsche Bücher zum Thema Stierkampf.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Der Stierkampf am Computer




von Philip de Málaga


Zweites PC-Spiel über Stierkampf auf dem Markt
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Schon seit mehreren Jahren versucht die tauromaquia auch die jüngeren Generationen für die mundo de los toros anzusprechen und somit zu interessieren. Im digitalen Zeitalter ist es da schon verständlich es auch auf dem Wege zu versuchen, womit man einen grossen Teil der jungen Leute ansprechen kann. Denn viel Zeit verbringen sie am Computer, beim spielen, chatten usw. Da scheint es nur naheliegend zu sein, auch dafür die entsprechenden Mittel zu finden um dort Zugang für die toros zu finden.

El Juli presenta: Torero - Arte en la arena -

Neu ist die Idee allerdings nicht. Schon 2002 brachte die Firma Ubisoft in Zusammenarbeit mit dem matador der toros El Juli einen PC-Spiel auf den Markt mit dem Titel, Torero - pasión en la arena. Überall wurde es angeboten, und die grossen Kaufhausketten hatten dafür sogar einen eigenen Stand errichtet. Der Verkauf lief schleppend, denn schon zu Beginn stellten sich zahlreiche technischen Schwierigkeiten, angefangen bei der Installation bis hin zum eigentlich Spiel dar. Das Problem, die toreros wurden per Tastatur gesteuert, und teilweise benötigte man für ein Manöver bis zu vier Tasten. Dafür benötigte man viel Geduld und Training um überhaupt zu einem ersten Erfolgserlebnis zu kommen. Und dann gab es auch gleich den ersten Fauxpax. Die im Handbuch angebenden Tastenbefehle waren falsch angegeben und man musste sich die richtigen Befehle später überhaupt erst downloaden. Der Sinn war einfach. Man lernte hier die einzelnen Manöver mit capamuleta und estoque kennen, hatte die Möglichkeit zu trainieren, über ein höchst kompliziertes Tastensystem, und schliesslich die Chance als ein Jungtorero eine Karriere zu starten. begleitet von vollen tendidos, mit hörbaren Publikum und Olés. Natürlich auch den Paso Dobles


Aber ein Renner wurde es nicht, obwohl von beidem angetan, dem PC wie dem toreo, konnte es einen jungen und Computer spielenden aficionado nicht so richtig ansprechen und so verschwand es zeitig aus den Regalen und mittlerweile kann man dieses Spiel in verschiedenen Portalen wie zum Beispiel bei Softonic gratis runterladen.

Toro

Nun nach gut dreizehn Jahren hatte das spanische Softwareunternehmen Reco Publishing einen erneuten Anlauf genommen. Sie selbst bezeichnen es als ein Videospiel über die mundo del toreo der neusten Generation. Dort können man sich nicht nur selbst gestalten, seinen eigenen traje de luces zusammenstellen, sondern auch in den berühmten plaza de toros der Welt wie Sevilla, Madrid, Valencia, Nîmes oder La México stellen. Dabei hat man sogar die Möglichkeit sich die toros bravos verschiedener ganaderías auszusuchen. 

Wie auch beim Vorgänger hat man hier die Möglichkeit als kleiner novillero zu beginnen um dann seine grosse Karriere als matador de toros anzugehen. Wobei die plaza de toros müssen sich erst durch entsprechende Leistungen erobert werden. Hat man in den unteren Kategorien seine Punkte erreicht, werden nach und nach die plaza de toros der ersten und zweiten categoría sowie die schöneren trajes de luces freigeschaltet.



Das Spiel wird für 14,99 € als PC-Version angeboten. Ist aber auch für Play Station 4  und X Box One erhältlich

Samstag, 12. Dezember 2015

Ein Tor zum Klimaschutz: Die Weiden der Stiere




von Philip de Málaga


Die Stierzuchten sind geradezu ein Bollwerk gegen die Emissionen
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Gerade in diesen Tagen findet in Paris die 21. UN-Klimakonferenz in Paris statt. Gewiss redet man dort nicht über die mundo de los toros. Aber SfA und andere Medien wie die spanische Tageszeitung Hoy oder das Portal la economía del toro wollen sehr gerne über Erkenntnisse informieren, welchen Beitrag diesbezüglich die mundo taurino, insbesondere die ganaderías zu diesem Thema beitragen.


Der Ingenieur Gregorio Montero ist promovierter Absolvent der bekannten Polytechnischen Universität von Madrid. Seit 1992 arbeitet er am Nationalen Institut für Forschung und Technologien im Agrar- und Ernährungsbereich als Projektkoordinator, um die beeindruckenden positiven Umweltauswirkungen der dehesas, also der Weiden der Schweine und der toros in der spanischen Region Extremadura zu untersuchen und zu bewerten. Das Ergebnis ist verblüffend:

So erklärte Montero: "Das jährlich ausgestossene Kohlendioxid der Korkeichen in der Region Extremadura entspreche an die 12 Prozent aller ausgestossenen CO-2-Werte für ein Jahr." Und er fügte hinzu, dass "dieser wichtige Bereich der Korkeiche zur Reinigung der Atmosphäre sich nicht nur auf die Extremadura beschränke. Ihre positiven Auswirkungen seien weltweit zu spüren und damit ein gelungener Beitrag zur Verringerung der globalen Erwärmung und des Klimawandels, welche durch die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre produziert werden."

Ein Tor für den Klimaschutz: Die Weiden der Stierzuchten
In Bezug auf das Gesamtvolumen erreichen die dehesas aufs Jahr verteilt mit 1,2 Millionen Tonnen einen sehr hohen Wert. "Es sei zwar richtig, dass die Gesetzgebung es nicht erlaubt, die Freisetzung von CO-2 Werten aus dem natürlichen Baumbestand zu kommerzialisieren, vor allem in Bezug auf das Kyoto-Protokoll, aber es lasse sich nun mal nicht leugnen, dass gerade diese Tatsache einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt. Das ist auf jeden Fall unbestreitbar," darüber brauch man nicht mehr zu diskutieren, beendet der spanische Ingenieur seine Präsentation.


Mit Sicherheit eine Argumentation welche antitaurinos aufs Grobe missfallen dürfte. Sie ist ökologisch betrachtet ein weiteres Argument für die Erhaltung der ganaderías mit ihren dehesas und der Zucht der toros bravos mit dem dazugehörenden Umfeld, Pferde, Schweine etc. In der Extremadura gibt es derzeit achtzehn grosse ganaderías dessen bekanntesten Vertreter wohl Jandilla und Zalduendo sein dürften.

Freitag, 11. Dezember 2015

Stierkämpfe auf den Philippinen

Und es gab sie wirklich, Stierkämpfe im Pazifik
Schon seit 1619 begegnete man in Manila den Stieren
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von Philip de Málaga


Zugegeben, wer an die Inseln im Pazifik denkt, verbindet diese eigentlich nicht gleich unbedingt mit der mundo de los toros. Aber es entspricht der Wahrheit, welche vor allem von der Marinearchäologie herausgefunden worden ist. Festejos taurinos wurden in der Tat auf den Philippinen veranstaltet.


Ein ersten Ansatz dafür findet man in den Geschichtsbüchern. Denn immerhin waren die Philippinen die am weitesten entfernte Kolonie Spaniens. Und zwar von 1565 bis 1898. Da kann man schon mal auf die Idee kommen, dass die Spanier einen Teil ihrer iberischen Kultur auf diesem Inselarchipel einführten wie zum Beispiel die festejos taurinos. Doch was dort genau so stattfand lässt sich schwer nachvollziehen. Da gab es auf den Inseln zunächst mal keine toros. Wo kamen die her? Wie die konservative Tageszeitung aus Spanien ABC im Mai 2013 publizierte, ist der "philippinische toro" wohl das Ergebnis einer Mischung von mexikanischen und chinesischen Tieren, welche beide auf dem Seeweg im Bug der Segelschiffe dorthin gelangten. Manila bildete oft die Brücke von Asien nach Amerika. So gelang es, auf den Philippinen toros zu züchten, aber von auffallend kleiner Grösse. Auch nicht besonders bravo waren diese Tiere und manchmal alles andere als angriffsfreudig. Man sprach sogar von "faulen und bequemen Stieren".

Wie es aber dann zu den fiestas kam ist weitgehend unbekannt. Im Indienarchiv von Sevilla findet sich ein Dokument, welches ein festejo taurino im Vorort Paco der Hauptstadt Manila im Jahr 1619 dokumentiert, anlässlich der lokalen fiesta der Unbefleckten Empfängnis. Mehr weiss man darüber nicht, ausser der Erkenntnis, dass die Idee mit den toros wohl aus China rübergekommen sei, als eben jene Tiere dorthin transportiert worden sind.

Aber es gab sie definitiv die toros auf den Philippinen. Mehr noch, sogar plaza de toros entstanden nach spanischem Vorbild, wie man auf folgendem Photo sehen kann, welches Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Keine Frage, eine richtige plaza de toros mit ihren tendidos um das runde ruedo, einem Rang und einem callejón. Aber wer einen genauen Blick auf die Photographie wirft, wird erkennen, dass es keine burladeros gab; wahrscheinlich irgendwo eine puerta, denn irgendwie muss ja auch der toro in das ruedo gelangt sein.


Über die toreros weiss man gar nichts. Nicht mal ein Name ist bekannt. Vorerst vermutete man chinesische toreros am letztendlich handelte es sich wohl um Philippinen selbst. Sie müssen wohl sehr mutig gewesen sein, und fielen bei ihrem toreo mehr durch ihre Kühnheit als die arte del toreo auf.


Spanien sandte 1884 den jungen Politiker, Historiker und Journalisten Don Wenceslas Emilio Retana y Gamboa (1862 - 1924) zu den Inseln. Seine Hauptaufgabe bestand darin, in der Verwaltung die Entwicklung dieser Kolonie voranzutreiben. Auch sollte und wollte er auch herausfinden, wie es um die toros steht. Als er dort ankam konnte er weder festejos taurinos noch plaza de toros entdecken. Retana interessierte sich aber für die toros. So begann er nachzuforschen. Er hatte sogar vor die fiesta taurina, aber diesmal mit richtigen toros bravos erneut zum Leben zu erwecken, was ihm aber nicht gelang. Von ihm stammt auch das bescheidene Wissen, dass wir heute über die toros und toreros auf den Philippinen haben, welches er selbst in einem kleinen Büchlein zusammengefasst hat, welches 1896 veröffentlicht worden ist.

Wie auch immer, mit dem Abzug der Spanier im Jahr 1898 verschwand letztendlich auch die Tradition der tauromaquia vollkommen von den Inseln und ist heute vollkommen in Vergessenheit geraten.
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Quellennachweise:

Toros en la bodega de carga, Verónica Walker Vadillo, ABC, Madrid 20. Mai 2013
Una joya bibliográfica - Fiesta de toros en Filipinas, Taurología.com
Tarde de toros en Manila, Video bei You Tube




Donnerstag, 10. Dezember 2015

Stierkampf animiert die Kunst: Diesmal Graffiti

In Frankreich erobert Sylvain Fraysse mit Stierkämpfen die Fassaden
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von Philip de Málaga


Zahlreiche künstlerische Ausdrucksformen kehren der tauromaquia nicht den Rücken zu. Im Gegenteil, denn die mundo de los toros animiert mit ihren Emotionen und der dazugehörenden Optik zahlreiche Künstler in den verschiedenen Bereichen. Besonders in Frankreich, wo antitaurinos stets sich die grösste Mühe geben, alles Taurinische zu boykottieren, zu stören oder zu verhindern versuchen, lassen sich Künstler nicht davon abhalten oder gar abschrecken, im toreo künstlerische Ausdrucksformen zu erkennen um diese wiederum auf ihre Art und Weise in den verschiedensten Variationen zu interpretieren.

So der junge Graffitikünstler aus Frankreich Sylvain Fraysse, der mit sieben Jahren seine erste corrida de toros in Nîmes gesehen hatte mit dem matador de toros Nimeño II. Seine grosse afición gehöre jedoch dem spanischen maestro José Tomás seit der alternativa des Franzosen Sebastián Castella. In seinem hat er sich mit dieser Kunst, welche ja nicht selten  eher illegal vollführt wird einen Namen gemacht. Es gibt Ausstellungen, fabriziert riesige Plakatwände und ist so in seiner Branche für viele Bereiche tätig.

Er selbst sagt zu seiner Kunst taurino: "Bezüglich der toros habe ich meine erste Arbeit für einen Wettbewerb in Institut für Künste geschaffen. Als ich diesen gewann gelang es mir einige meiner Werke zusammen mit anderen grossen Künstlern in der plaza de toros von Béziers auszustellen. Als ich dann mein Studium der Schönen Künste in der nationalen Schule von Toulouse begann, widmete ich mein Hauptaugenmerk auf die arte de torear. Das toreo war für mich ein Vorwand, mich auf eine Art wissenschaftliche Art und Weise der Forschung von phänomenologischen Konzepten, dem Gedächtnis und vor allem der Melancholie zu nähern." So Fraysse, denn kurioserweise spiegelt sich im Graffiti die kurzlebige, die ephemere arte de torear wieder. Und er führt noch an. "Ich habe auch eigentlich nie das toreo selbst gesucht, sondern vielmehr das Dahinter, die Erinnerung und die Abwesenheit ... weil meine Werke immer wieder gelöscht worden sind."

Der französische Künstler erfreut sich auch in Spanien grosser Beliebtheit. Vor allem in der andalusischen Hauptstadt Sevilla sind er und seine Werke immer wieder gerne gesehen.

José Tomás
José Tomás
Manolete
Juan Belmonte
Morante de la Puebla
Nîmes 2015
Juan Belmonte
Diego Puerta in Sevilla
Der Künstler Sylvain Fraysse bei der Arbeit, hier im andalusischen Sevilla
Das Ergebnis: Der torero Morante de la Puebla
Sebastian Castella
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Sonstige Informationen:



Mittwoch, 9. Dezember 2015

Stierkampfmuseum in Madrid: Fast 5.000 deutsche Besucher




von Philip de Málaga


Keine Frage, ein internationales Interesse für die Stiere besteht
Das Museum hat in zwei Jahren seine Besucherzahl mehr als verdoppelt!
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Wie das Portal la economía del toro informierte besteht weiterhin ein starkes Interesse nicht nur der Spanier, sondern auch der Ausländer für die mundo de los toros. on Januar bis  Oktober diesen Jahres zählte das museo taurino in der grössten plaza de toros von Europa, in Las Ventas an die 71.000 Besucher. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die catedral del toreo. Im Vergleich zu 2013 eine Steigerung von 30.000 Besucher, was einer Rate entspricht von plus 69 Prozent, also in zwei Jahren mehr als verdoppelt!
(Grafik: la economía del toro)
Vor allem in den Monaten März bis Mai gab es einen grossen Andrang, mit täglich über 300 Besuchern. Selbstredend bilden die Spanier mit 22 Prozent die stärkste Gruppe, vor allem auch deswegen weil Schulklassen das Museum aufsuchen. Unter den knapp 80 Prozent ausländischen Besuchern kommen mit schon 20 Prozent die Franzosen. Durchaus auffallend an dritter Stelle die mehr als 13 Prozent Italiener, welche sich für die mundo taurino interessieren. SfA Leser werden sich erinnern, auch auf dem italienischen Stiefel gab es des öfteren mal die toros zu sehen.

(Grafik: la economía del toro)
Das deutsche Interesse liegt bei 6 Prozent. Die meisten Besucher (75 Prozent) waren im Alter zwischen 30 und 60 Jahre und 20 Prozent jünger als 18 Jahre.