Samstag, 18. Mai 2013

Mit den Victorinos nach Madrid (1. Teil)


SfA begleitet einer der berühmtesten Stierzuchten nach Las Ventas
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von Colin Ernst 


Als ich mit den Reportagen für dieses portal taurino begann, wollte ich auch einen ganadero, einen Züchter interviewen. Also setzte ich mich auf "gut Glück" mit dem bekannten Züchter, Victorino Martin, in Verbindung. Zu meiner Überraschung erhielt ich schon bald eine positive Mail, von Señor Martin persönlich, der sich meine Artikel im SfA angesehen hatte. Er lud mich ein, seine ganadería zu besuchen und und das Interview dort zu führen. Welche Ehre für einen kleinen Schreiberling. Leider lies mein Terminkalender dies nicht zu und zu einem späteren Zeitpunkt hatte Sr. Martin zuviel zu tun. Wir einigten uns auf ein online geführtes Interview und ich schickte ihm meinen Fragenkatalog zu. Wieder machte uns die Zeitknappheit der angehenden Saison des Stierkampfes einen Strich durch die Rechnung, wieder vertagten wir die Geschichte. 

Der ganadero Victorino Martín (Foto: mundotoro)
Nach Wochen erhielt ich die beruhigende Antwort, das man mich nicht vergessen hätte und man sich bald mit mir in Verbindung setzen würde. Am 1. Mai klingelte mein Telefon, die Mitarbeiterin von Victorino Martin, Marlen, fragte an, ob ich am 18. Mai nach Madrid kommen könne. Normalerweise kann ich das, als Angestellter nicht so einfach, aber dies war eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Welcher aficionado lässt sich schon die Möglichkeit entgehen, auf Einladung Victorinos, die wohl wichtigste corrida des Jahres, in Las Ventas in der spanischen Hauptstadt zu sehen? Der matador de toros Talavante und sechs Victorinos, ich mitten im Geschehen, im Tempel der afición, in Las Ventas  - ein Traum! Ein aficionada trifft Vorbereitungen, wie ein torero, wenn es nach Las Ventas geht. Kameras, aufgeladen und mit Munition bestückt, capa und muleta, in dem Sinne. Das weiße Stofftaschentuch, mit dem ich hoffendlich für orejas plädieren darf. Die Kleiderfrage..., man ist in Las Ventas ... Mehrere Variationen, die Wettervorhersage ist noch nicht ganz klar - Kältewelle, mit Regen oder Sonne und es geht aufwärts. "Nur kein Regen" schicke ich meine Bitte an Petrus. Meinen Fragenkatalog habe ich zig mal studiert, blieben noch eintausend nicht erfasste Fragen und ich hoffe Victorino Martin hat Zeit und Geduld mit mir. Das Programm ist eng, ich denke an die toreros  die mit den Wagen, quer durch Spanien reisen, um jeden Tag in einer anderen plaza, präsent zu sein, - welch Marathon! Kurz vor der corrida werde ich in Madrid ankommen, wenig Zeit um etwas von der Stadt zu sehen. Mir bleibt der" tarde", der Nachmittag, in Madrid, am nächsten Morgen werde ich mit dem Züchter nach Talavera de la Reina (Toledo) fahren. Dies ist die plaza de toros, wo der große Joselito, sein Leben ließ... 6 Victorinos 6 für El Cid, Uceda Leal, Ivan Fandiño. Ein Luxuscartel für aficionados. El Cid wird mit seiner Erfahrung glänzen können. Leal könnte überraschen und ich bin besonders gespannt auf Ivan Fandiño, der in den letzten 2 Jahren einen fulminanten Aufstieg erfahren hat, Montag geht es auf die finca, für mich, das Sahnehäubchen. Zu sehen wo und wie, die Victorinos, aufwachsen. Die großen Herden, die ich bisher nur auf Fotos, oder im Internet gesehen habe, diese schönen, intelligenten Gesichter. Dies in purer Natur zu erleben, dürfte meinen Ausflug auf den Olymp der tauromaquia krönen. Den geneigten Leser, werde ich in den folgenden Tagen auf dem Laufenden halten.

6 toros 6 - Zwei Events - Zwei Blutproben

Wie bekannt, wird sich Morante de la Puebla, in Ronda allein sechs toros stellen. Er wünscht sich sechs verschiedene ganaderías. Der empresario von Ronda, Fransisco Rivera Ordoñez, "Paquirri", überlässt dem Sevillaner die Wahl! Nach ihren Differenzen wegen der Auszeichnung Riveras, mit der Medalla de belles artes, im Jahr 2008, hatte Morante diesen heftig kritisiert. Seit dem herrschte Funkstille, die erst mit dem " brindis von Sevilla", ein Ende fand. Auch bekannt, das Alejandro Talavante, am 18. Mai, allein , sechs Victorinos in Las Ventas gegenüber tritt. Beide Events sind fraglos DIE corridas der Saison 2013 - No hay billetes - garantiert. Doch was macht grade diese corridas so interessant? 

Der matador de toros Morante de la Puebla (Foto: mundotoro)
Nun, da ist Morante de la Puebla, el duende, wenn er will, das Phänomen, wenn der Stier ihm gefällt, die "illustre figura", der Künstler, der mehr broncas und pitos zu hören bekommt, als orejas. Aber die Menge tobt, bei jeder gelungenen media veronica. Unberechenbar, wie die toros de verdad, wenn er ihnen gegenüber tritt. Was hat er in Ronda, bei der traditionellen Goyesca zu gewinnen? Als einer der beliebtesten und umstrittesten matadores Spaniens, Viel und Nichts! Zunächst die traje goyesca, Morante hat einen eigenwilligen Geschmack, was Mode betrifft. Ich bin ein Fan von seinen modischen Ausflügen. Er wird sich zweifelos Mühe geben mit der Auswahl dieser historischen traje. Nun kommt die Essens des Ganzen, die Auswahl der Stiere, b.z.w., der ganaderías. das macht die Geschichte richtig spannend! Welche wird er auswählen? Wahrscheinlich die, welche er am besten kennt. Mir würde ein bunter Mix, wo ein torero zeigen kann, das er alles beherrscht, am besten gefallen, damit wären die toristas und die toreistas befriedigt und er könnte glänzen - heller geht es nicht. Trifft er aber die falsche Wahl, wird es wieder broncas und pitos hageln. Das Genie hat sich zu zahme, dicke, langsame Stiere ausgesucht, die nicht angreifen, es gab keine traumhaften veronicas, die muletazos waren brusco, heftig und ohne Kunst. Der Morantista weint, die aficionados schimpfen, Morante wird die Backen aufblasen, weil der Stier nicht hielt was er versprach, die Züchter sind blamiert, der empresario hat zwar eine volle Kasse, aber angesichts des Dramas, rauft er sich die Haare. Für Morante, wie für die Züchter, ist es eine Blutprobe. Der torero muss in Bestform sein, körperlich, wie mental, um einen langen Nachmittag, durch zu stehen. Schwächelt er, kann jede falsche Bewegung tötlich sein. Er wird unter der schön gestalteten traje schwitzen, die Arme werden schwer, bei den schönen Schwüngen der capa, wenn er den fünften oder sechsten Stier zum Pferd geleitet. Die Handgelenke schmerzen, von den Drehungen beim natural. Die Schultermuskeln zicken auch. Und dann die nervliche Belastung, der ein torero zweifellos in dieser Situation ausgesetzt ist. Jeder Stier ist bekanntlich anders. Der eine wirft den Kopf hoch, der andere will dem Tuch so gar nicht folgen. Von dem Verhalten des Tieres hängt der matador vollkommen ab, wenn sich ein Stier verweigert, kann man sich auf den Kopf stellen. Wenn ein Tier seinen wahren Gegner ausgemacht hat, spielt man mit seinem Leben. Alle fünfzehn Minuten einem anderen Individium gegenüber zu stehen, eine Komunikation auf zu bauen, eine schwere Aufgabe. Am Ende gibt es nur eine Wahrheit - puerta grande oder Nichts, der Ausweg..., die enfermería. Bei ersterem wird Morante der begehrteste torero sein. Im schlechtesten Fall, wird er weiterhin die plazas füllen, weil es aficionados gibt, die an ihn glauben und sein "Versagen", den Züchtern zuschieben. Der Ausweg durch die enfermería .., nicht wünschenswert, aber es ist bekannt, das einige torero  nach einer cornada, gefragter waren, als jemals zuvor. Die Sensationsgierigen, wollten sehen, ob der torero nach seiner "Blutprobe", noch den Mut hat, sich den Stieren zu stellen. Die einzelnen Züchter, die diese Goyesca beschicken, können sich, je nach dem  damit entschuldigen, das die eines der seltenen Exemplare war, welches nicht hielt, was es versprach. Der Schaden ist da, aber nicht mit großen Konsequenzen, Übermorgen wird ein anderer toro bravo dieser Zucht, seinem matador einen Triumph schenken. So gesehen, liegt die Hauptlast dieser corrida goyesca in Ronda, auf den Schultern Morantes. Mir persönlich würden toros aus der Zucht von Nuñez de Cuvillo, Parladé, Miura, Jandilla, Victorino Martin, Frailé gefallen. Lo desea fuerza y suerte Morante!
Der matador de toros Alejandro Talavante (Foto: mundotoro)
Die corrida Talavantes in Las Ventas, präsentiert sich in anderem Licht. Eine ganadería tritt gegen einen torero an. Alejandro Talavante, hat auch viel zu verlieren, der Züchter aber auch. Sind die Victorinos in Form, Talavante aber nicht gut auf sie eingestellt, kann sie nicht "lesen", werden viele denken, das es zu früh für ein solches Event war. An seiner Qualität gibt es keinen Zweifel, aber sechs Victorinos im fünfzehn Minuten Wechsel, ist heftig. Zumal die Victorinos einen normalerweise in Atem halten. Der junge Mann hat sich keine leichte Aufgabe gesucht - das gefällt mir. Und das in Las Ventas .., das Publikum ist immer sehr kritisch, Trophäen werden nicht verschenkt. Die plaza de toros ist gigantisch, Talavante muss die obersten Ränge mit seiner Kunst erreichen. Was veranlasst den Züchter, auf so einen "Deal" ein zu gehen? Natürlich ist Madrid ein Argument, aber eben auch ein enormes Risiko. Schneiden die Victorinos schlecht ab, was ich nicht hoffe, wird man sich in der nächsten temporada noch daran erinnern. Weniger empresario werden Stiere ordern, weniger toreros der ersten Kategorie, werden um Victorinos bitten, wenn sie contratos schließen. Und die toristas werden enttäuscht sein, denn ein Victorino ist ein Versprechen. Kein Versprechen auf einen Bilderbuchkampf, sondern auf Leistung. Das heißt, diese Stiere sind keine Komparsen, sondern Akteure. Gleich sechs Victorinos dem Vergleich zu stellen, ist ein hohes Risiko, man stelle sich vor, keiner der sechs toros erreicht das Klassenziel... Halten sie ihr Versprechen, kommt kein empresario  kein matador an ihnen vorbei! Die Arenamanager werden nächstes Jahr zu Victorino Martin pilgern, um toreros und dem Publikum diese toros zu bieten, wollen sie ihre plaza de toros füllen. Genau wie Talavante, werden die Victorinos unter die Lupe genommen, von den sechs Stieren wird man Höchstleisung erwarten, Talavante wird man eine unspektakuläre faena verzeihen. Auch Victorino wird man einen Stier verzeihen, der nicht hielt was er versprach, aber die toristas werden mit der Lupe auf die toros schauen. 

Was macht diese beiden encierros so spektakulär? Morante, der sich seine Stiere aussucht, Talavante, der sich auf eine ganadería einlässt? Die Züchter die Morante auswählt, haben es einfacher, als Victorino Martin, auf den sich Talavante festgelegt hat. Letzteres setzt großes Vertrauen voraus - der torero vertraut auf die toros dieser ganadería  und der ganadero  auf den matador der die corrida bestreitet. Beide Seiten wissen, was für sie auf dem Spiel steht. Triumphiert Talavante, rennt man auch ihm die Türen ein, er ist ganz oben, ein Triumph in Las Ventas mit Victorinos, katapultiert ihn in die erste Reihe. Geht in die Geschichte der tauromaquia ein. Fuerza y suerte para Alejandro Talavante y los Victorinos!!!


Donnerstag, 16. Mai 2013

Nachruf: Patricia McCormick


Wenn eine matadora die Herzen erobert
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von Dominik Sachsenheimer 

Am 26. März verstarb Patricia McCormick im Alter von 83 Jahren in Del Rio, Texas, eine Ikone in Mexico und eine Symbolfigur der afición ausserhalb der Spanisch sprechenden Welt.

Im Verlauf ihrer elf-jährigen Karriere trat McCormick in über dreihundert novilladas auf und galt als beste torera ihrer Zeit. Sports Illustrated und Time Magazine portätierten sie in ihrer Glanzzeit, die New York Times und Los Angeles Times ehrten sie nun mit Nachrufen.

Eine alternativa für Frauen war zu McCormicks Zeiten undenkbar, kein matador wäre mit ihr gemeinsam aufgetreten und im Gegensatz zur legendären rejoneadora Conchita Cintron toreierte McCormick  stets zu Fuss, nur oft wesentlich besser als ihre männlichen Kollegen – ein Afront! Carlos Aruza, wohl bis heute Mexicos bedeutendster torero, gab Folgendes zu Protokoll: “Sie toreiert grössere Stiere als alle anderen Damen und sie tötet gut. Ihr einziger Fehler ist, eine Frau zu sein.

McCormick, die 1929 in St.Louis geboren wurde, sah ihre erste corrida mit sieben Jahren auf Familenurlaub in Mexico City und verliebte sich sofort in einen schuhlos im Schlamm toreierenden matador sowie die tauromaquia im allgemeinen. Im heimatlichen Hinterhof  wurde forthin nur noch Stierkampf gespielt.

Einige Jahre später siedelte die Familie nach Texas um. Patricia zog nach der High School weiter nach El Paso, direkt an die mexikanische Grenze, vordergründig um Kunst- und Musik zu studieren, vor allem aber um im nahen Juarez mit matadores zu trainieren. 1951 schmiss sie das Studium und debütierte mit zarten 21 ebendort. Weil diese corrida auch im amerikanischen Fernsehen gezeigt werden sollte, musste sie wohl oder übel ihren Eltern davon beichten, die daraufhin entsetzt den Universitätsdirektor um ihre Wiederaufnahme anflehten – zu spät, die Tochter hatte bereits einen Sponsor beschafft und einen Vertrag über neun festivales taurinos ausgehandelt.

Neben vielen Erfolgen durchlitt McCormick sechs cornadas, die schlimmste davon 1954 in Ciudad Acuña, ebenfalls in Mexico, direkt am Rio Grande. Der Stier erwischte sie so übel in Bein und Bauch, dass der Arzt die letzte Ölung anordnete und sie über den Fluss ins texanische Del Rio bringen liess, damit sie wenigstens in ihrem eigenen Land sterben konnte. Zum Glück eine Fehleinschätzung.

Nach ihrem Karriereende 1962 lebte McCormick in Kalifornien, arbeitete als Sekretärin und Malerin und zog erst 2000 nach Texas zurück, ironischer Weise nach Del Rio, genau den Ort, in dem sie nach der schlimmen cornada 1954 wieder hergestellt wurde. Einige Einwohner erinnerten sich auch ein knappes Jahrhundert später noch gut an die damalige Aufregung, eine berühmte torera im Dorf zu haben!

McCormick blieb unverheiratet und kinderlos doch ihre Legende in Südamerika sowie ihr Beitrag zum mundo taurino jenseits der vermeintlichen Sprachbarriere werden sie lange überdauern.

Mittwoch, 15. Mai 2013




von Lorenz Rollhäuser


" Der Stier wird aus kulturellen Motiven gehalten, 
um auf bestimmte Weise getötet zu werden, 
das heisst, er wird nicht getötet um verzehrt zu werden, 
sondern getötet und zudem verzehrt. 
Das macht den Stierkampf angreifbar."

Lorenz Rollhäuser

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Quellennachweis:
TOROS, TOREROS, Lorenz Rollhäuser, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck bei Hamburg, 1990

Dienstag, 14. Mai 2013




von Ernest Hemingway



"Ich habe nicht vor den Stierkampf zu rechtfertigen."

"Ich bin davon überzeugt, dass man den Stierkampf aus moralischer wie moderner Sichtweise, dass bedeutet vom christlichen Standpunkt her, nicht verteidigen kann; Er ist mit Sicherheit sehr grausam; die gewollte oder auch unerwartete Gefahr ist stets präsent, und der Tod ist gegenwärtig, und ich will nicht versuchen den Stierkampf zu rechtfertigen!"


Ernest Hemingway
(1932 / 1923)

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DER STIERKAMPF - EINE TRAGÖDIE, Ernest Hemingway, The Toronto Star Weekly, 20.10.1923
TOD AM NACHMITTAG, Ernest Hemingway,Charles Scribner`s Sons, New York, 1932 

Montag, 13. Mai 2013

Tod der Coquillas




von Colin Ernst


Ein Stierzucht ist gezwungen die Pforten zu schliessen
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Coquillas - eine Stierzucht verschwindet... - ein Züchter gibt auf. Letzte Woche las ich in "Aplausos", das der Züchter Sánchez Fabrés / Mariano Cifuentes, seine ganadería schließen wird. Die ganadería liegt bei Las Veguilles in der Provinz Salamanca. Es sei an der Zeit eine schmerzliche Entscheidung zu treffen. Die wirtschaftliche Lage, die geringe Nachfrage nach seinen toros, liessen keine andere Option mehr zu. Ein Grossteil der Kühe, Stiere und Kälber, wird den traurigen Weg zum Metzger gehen! Nur gut fünfzig Tiere will Sánchez Fabrés behalten und auch diese werden nach und nach reduziert. Somit verschwindet ein ganzes Zuchtprojekt, die Coquillas, abstammend von den Santa Colomas - 560 Zuchttiere - Fünfhundertundsechzig!!!! werden geschlachtet! Doch bevor die ganadería ihre Türen für immer schließt, haben sich in Saint Sever einige aficionados zusammengetan, um die casta Coquilla und ihren Züchter, mit einer letzten corrida zu ehren. Dieser Stierkampf fand vor einigen Tagen statt. In "Aplausos" war zu lesen, das die toros "unterschiedlich und interessant" gewesen seien... Die toreros José Calvo (silencio und vuelta al ruedo), Luis Bolivar (palmas und silencio  und Tomás Dafau (oreja und dos orejas), begleiteten die Coquillas auf ihrem letzten Weg. Der ganadería gelang in den letzten Jahren kaum ein Triumpf, kaum ein torero zeigte Lust, sich mit dieser casta zu messen. Es sind unbequeme Stiere. Argumente wie, sie hätten Saltilloaugen, wären zu klein, zu dick, zu unruhig, würden zuviel schauen und so weiter, musste sich der Züchter anhören. So war diese Zucht zum Ende fast nur noch bei novilladas vertreten. Bei den toreros nicht beliebt, geht eine ehemals beliebte casta langsam aber sicher unter. Die empresarios der großen plazas kontraktieren für die figuras die gewünschten, beliebten ganaderías wie Domecq oder Nuñez de Cuvillo. Designerstiere, wie toristas sagen. 1954 debütierte die ganaderías in Madrid. Der bekannte matador El Capea kommentierte dem Züchter, das seine Stiere nichts für die großen Arenen seien.1983 triumphierten die matadores de toros Ruiz Miguel, Francisco Rivera "Paquirri" und Julio Robles mit ihnen und Paquirri konnte dos orejas y rabo für sich verbuchen. Man sollte meinen, das dies sich für die Zukunft auszahlen würde, aber man hatte sich getäuscht. Als Paquirri im Folgejahr mit diesen toros in Alcanil auftreten sollte, sagte dessen apoderado ab. Entweder andere Stiere, oder kein Paquirri... - anscheinend waren ihm die Coquillas nicht mehr genehm. Kurz darauf starb Paquirri bei seiner corrida in Pozoblanco

Bereit für den Schachthof - die antitaurinos wird es freuen
Es macht traurig, betroffen und wütend, quasi zu zusehen, wie 560 Tiere aus rein wirtschaftlichen Gründen getötet werden. Natürlich kann man den Züchter verstehen, der angesichts der beständig steigenden Futtermittelpreise, den Tierarztkosten und den geringen Verkäufen, irgendwann das Wasser bis zum Hals steht. Ich hoffe inständig, das noch Zuchttiere dieser Blutlinie erhaltenbleiben, denn es ist "altes" Blut, welches vielleicht in der Zukunft gebraucht wird, um das Blut der "Designerstiere" aufzufrischen

Sonntag, 12. Mai 2013

The Wall Street Journal





von Philip de Málaga

Die Finanz-Krise der toros hat nun auch das Wallstreet Journal erreicht
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Der matador José María Manzanares in der größten südspanischen Metropole in Sevilla
am vergangen 19. April. Der Leser fragt sich zu Recht, die tendidos sind doch voll?
Am letzten Freitag erschien in der auflagenstärksten amerikanischen Tageszeitung The Wall Street Journal ein Artikel mit dem Titel: "Der Stierkampf in Spanien ist am stolpern". In diesem Sommer rechne man mit 1.011 corridas, jenem blutigen Showdown, bei dem der toro fast immer unter den Händen der matadores stirbt. Somit hätte sich seit 2007 die Anzahl der festejos taurinos halbiert.

Juan Pedro Domecq
Die Krise wird vor allem an der ganadería von Juan Pedro Domecq dargestellt, der in seinerfinca aufgrund der wirtschaftlichen Krise sein Personal gewaltig reduzieren musste. Vor Jahren war seine Zucht ein Vorzeigeunternehmen mit hervorragendsten Ergebnissen, doch jetzt stellt der ganadero resigniert fest: "Die Krise bringt uns alle an den Rand des Abgrundes"

Den Ursprung der taurinischen Krise sieht das Wall Street Journal vor allem in der abolición de los toros in Katalonien, was sich derzeit als Echo in den parteipolitischen Spielchen der bildu im Baskenland widerspiegelt. Allen voran dem unverständlichen Vorgehen der Stadt San Sebastián.

Samstag, 11. Mai 2013

Toros in der viertgrößten plaza de toros der Welt




von Philip de Málaga


In dem mexikanischen Sonora hat man in der letzten Tagen die toros verboten. 
Doch gleich in der Nachbarschaft sollen sie wieder zum Leben erweckt werden.
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Es sind nur wenige Tage vergangen, seitdem der mexikanische Bundesstaat Sonora die toros verboten hat (Siehe Beitrag: Über die Falschheit die Stiere zu verbieten), und da veranstaltet man im benachbarten Baja California, genau in Tijuana, die Stiere dort wieder zum Leben zu erwecken. Nicht zögerlich, nicht ein vorsichtiges Herantasten,  nicht ein Ausprobieren, nein, in der viertgrößten plaza de toros der Welt, mit einem Fassungsvolumen von 22.000 Zuschauern (etwas weniger als in Las Ventas in Madrid). Dieser coso hat eine nicht sehr lange Tradition. Erst am 26. Juni 1960 wurde er eingeweiht. Da er sich direkt an einem Strand befindet nennt man ihn im Volksmund Plaza Monumental de Las Playas. Das Besondere an dieser plaza de toros sind die vierzig überdachten palcos in Höhe des callejóns.

(Foto: mundotoro)
(Foto: mundotoro)
Eigentlich sollte dort unter anderem der spanische und berühmte matador de toros El Juli antreten, aber wegen seiner cornada in Sevilla war man gezwungen nach Ersatz zu suchen. So werden dort an den nächsten beiden Sonntagen, die Top-figuras der mexikanischen tauromaquia erwartet: Zutoluco, El Payo, Juan Pablo Sánchez, El Zapata, Adame und El Pana. Auch die toros sind für den mexikanischen Raum auffand gross. Am ersten Sonntag mit einem Durchschnittsgewicht von 500 Kilo am zweiten Sonntag gar 550 Kilo. Die mexikanische empresa Casa Toreros ist bekannt für ihre sorgfältige und gezielte Auswahl der reses.


Plaza Monumental de Las Playas in Tijuana
(Foto: mundotoro)
Interessant bei diesen festejos taurinos ist vor allem, dass Publikum dass dabei angesprochen werden soll. Zunächst einmal die einheimische afición, dann die enttäuschten aficionados aus dem benachbarten Sonora und schliesslich die interessierten taurinos aus den angrenzenden Vereinigten Staaten. Immerhin, in dreissig Minuten ist man in San Diego und selbst nach Los Angeles sind es lediglich eineinhalb Stunden. Die amerikanische afición kann sich darüber freuen.

Über die Falschheit die Stiere zu verbieten!

Sie verbieten die toros und verfügen nicht einmal über die taurinische Tradition
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von Philip de Málaga


Mario Vargas Llosa
Der Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa stellte schon im letzten Jahr fest, "Die toros zu kritisieren sei nichts anderes als eine Modeerscheinung!" Eine Modeerscheinung, die toros zu verbieten, die sich vor allem die antitauristas auf ihre Fahnen geschrieben haben oder der Versuch von lokalpolitischen Parteien reflektiert gegen irgendeine Zentralregierung auf kulturelle Distanz zu gehen. Das es sich dabei weder um kulturelle Interessenvertretung noch um aktiven Tierschutz handelt, dass haben mittlerweile auch die ausländischen Medien mitbekommen.

Und trotzdem ist die Liste der vorwiegend katalanischen antitaurinischen Ortschaften etwas grösser geworden:
  • Spanien (87, 72 davon in Katalonien)
  • Frankreich (4)
  • Portugal (1)
  • Equador (2)
  • Kolumbien (3)
  • Venezuela (5)
  • Peru (2)
  • Mexiko (5)
Wenn man jetzt aber mal von Barcelona absieht, wo es ohne Frage eine bestimmte afición gibt, und einen Blick auf die anderen Gemeinden wirft, die sich als stierkampffreie Zonen deklarierten, wird man sich schnell einer Tatsache bewusst. Es  ging eigentlich nie um die toros.

Begonnen hat es 1989 mit dem touristischen Ort Tossa de Mar. Überall auf der ganzen Welt konnte man es in den Medien lesen: Erste spanische Gemeinde verbietet die toros. Die Welt der antitaurinos jubelte. Jedoch die taurinos und diejenigen die sich in der mundo de los toros ein wenig auskannten, staunten. Da wurde allen Ernstes etwas verboten was es sowieso gar nicht gab. Weder verfügte die Gemeinde über eine plaza de toros, noch kamen toreros aus dieser Region, auch keine ganadería weit und breit und schliesslich konnte sich die gerade mal Viertausend-Seelen-Gemeinde ein festejo taurino auf keinen Fall leisten. Ein Ort, wo eine taurinische Tradition überhaupt nicht vorhanden war. Aus null toros wurden noch weniger. Antitaurinische Logik. Wer aber eins und eins zusammenzählt erkennt worum es hier ging. Nichts anderes als ein Marketingtrick um die Werbetrommel für Tossa de Mar zu rühren. Und trotzdem haben sie mit den toros auf diese Weise ihr Geld verdient, weil sie sich gegen diese öffentlich ausgesprochen haben, um so ihr Örtchen mehr antitaurinos zugänglich zu machen.

Als letzte Meldung ging diese Tage durch den Presse-Ticker, dass sich der mexikanische Bundesstaat Sonora nun auch offiziell von den Stieren verabschiedet hat. Mittlerweile der Fünfte in México. Im Gegensatz zu Tossa de Mar gab es hier jedoch gelegentlich festejos taurinos. Sogar eigene plazas haben sie. Aber um von einer wirklichen Verankerung mit der Tradition der tauromaquia kann man auch hier nicht sprechen. Gerade mal fünf unbedeutende plaza de toros gibt und gab es, keine älter als siebzig Jahre, maximal 6.000 Zuschauer und alle lediglich der dritten categoría:
  • Hermosillo (1947)
  • Nogales (1999)
  • San Luis Río Colorado (1957) 
  • Guaymas (1954)
  • Agua Prieta (1983)
Für einen Bundesstaat der mehr als doppelt so gross ist wie Andalusien eine doch eher bescheidene Anzahl. Aber Sonora ist vor allem wegen seiner Wüste bekannt. Und toros in der Wüste, dass muss nicht unbedingt zusammenpassen. So hat es auch wenig matadores de toros dorthin gezogen und es wurden vor allem, wenn überhaupt novilladas angeboten. 

Der rejoneador Pablo Hermoso de Mendoza
(Foto: mundotoro)
Die letzte corrida in Sonora, ein rejoneo mit immerhin dem berühmten rejoneador Pablo Hermoso de Mendoza, gab es am 12. April 2012. Vor über einem Jahr! Dies Veranstaltung soll bei einem der Abgeordneten auch der Auslöser gewesen sein, weil es ihm missfiel, wie viele Kinder sich dafür begeistern konnten. So kam es, dass am 3. Mai diesen Jahres der Kongress beschlossen hatte, die toros zu verbieten. Ob es hierbei um Tierschutz ging kann jeder für sich selbst entscheiden, denn traditionelle Feste wie die Hahnenkämpfe sind in Sonora selbstredend weiterhin erlaubt.
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Quellennachweis:
DIE TOROS ZU KRITISIEREN IST NUR EINE MODEERSCHEINUNG, Mario Vargas Llosa, SfA, 2.11.2012

Freitag, 10. Mai 2013




von Cristina Sánchez

(Foto: Dr. Andreas Krumbein)
"Wenn sich das toril zu plaza de toros öffnet, wird dieses dem toro seine Identität wiedergeben. Der Mensch, der vorher für seine Gefangennahme verantwortlich war, gibt ihm das Recht zurück, wild zu sein und anzugreifen. Er schenkt ihm die Freiheit wieder; die bedeutungsvollste, die er ihm geben kann: Das Privileg den Menschen anzugreifen und zu töten. Der toro de lidia gehört zu den wenigen Tieren, denen der Mensch das Recht zugesteht, ihm das Leben zu nehmen. Ist es nicht die grausamste aber auch schönste Freiheit, die der Mensch da dem Tier zugesteht?"

Cristina Sánchez

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Quellennachweis:
MATADORA, Cristina Sánchez, Editorial Planeta S.A. , Barcelona 1998

Donnerstag, 9. Mai 2013

Morante in Ronda!




von Philip de Málaga


Jetzt ist es offiziell:
Der Boheme aus Sevilla wird die nächste Goyesca in Ronda alleine bestreiten
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In den frühen Morgenstunden ging es durch den Presseticker. Der matador de toros Morante de
Darauf hat nicht nur er
gewartet, auch die afición
(Foto: mundotoro)
la Puebla
wird am 7. September als einziger matador bei der berühmten corrida goyesca in Ronda antreten. Nach Paco Ojeda, 1980, ist er der zweite matador der sich alleine 6toros6 stellt. Nach dem eher bescheidenen Ergebnis der corrida goyesca aus dem letzten Jahr, wo die wahre afición ausgeblieben ist und es nicht zu einem No hay billetes kam, war nun das Haus Ordoñez geradezu gezwungen zu handeln und nicht nur ihrem Namen sondern der tauromaquia den Vortritt zu lassen. Für Fran Rivera Ordoñez keine leichte Aufgabe, wurde er doch auch von Morante dafür kritisiert, das er die Medaille der Schönen Künsten erhalten habe. Doch der empresario der Real Maestranza de Ronda sieht es eher gelassen: "Es wird ein Tag für die Geschichte werden ... Wir sind wie Verliebte die zusammen tanzen wollen aber keiner traut sich den anderen dazu aufzufordern."

Madrid und die Stiere





von Colin Ernst


Wenn die grösste Feria in Spanien ihren Lauf beginnt
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Im Mai ist die wohl wichtigste Feria der tauromaquia die San Isidro in Las Ventas (Madrid). Jeder Züchter möchte seine Stiere hier triumpfieren sehen, jeder torero träumt von der puerta grande in der spanischen Hauptstadt. Und jeder aficionado muss einmal im Leben eine corrida in Las Ventas besucht haben. Las Ventas der Olymp der Stiere, die Kathedrale. Viel toreroblut ist hier schon geflossen, viele heimliche Tränen wurden vergossen, wenn der Erfolg ausgeblieben ist, das Publikum ist streng und launisch. Vor fast 50 Jahren nahm hier ein El Cordobés seine confirmación, die Bestätigung seiner alternativa. Auch dieses Jahr werden sich junge toreros dieser Prüfung stellen, etwas was den Besuch dieser corridas besonders interessant macht. Auch die Züchter stehen gewissermaßen auf dem Prüfstand, eine gut präsentierte camada, öffnet weitere Türen, oder, wenn die toros nicht glänzen konnten, verschliesst sie diese. Wer sich die ganze feria de San Isidoro ansehen will, muß für ein abono, eine Dauerkarte, tief in die Tasche greifen. Ein bis zwei Monatslöhne sind sol y sombra wert, blutnah in der ersten Reihe, darfs auch etwas mehr sein. Auch die Tageskarten haben ihren Preis, sechzig bis hundertzwanzig Euro sind das Gebot. Wer sich einen bestimmten torero ansehen will, sollte im Voraus bestellen, Karte zu corridas von Morante de la Puebla dürften schnell vergriffen sein. Schauen wir uns die cartels mal genauer an.


Gleich sieben junge toreros werden hier ihre alternativa confirmieren, sozusagen ihre Doctorarbeit abliefern. Um als Vollmatador zu gelten, muß man hier in Las Ventas antreten. 


  • Am 9. Mai kann man Diego Urdiales, Leandro und Morenito de Aranda sehen, mit Stieren von José Luis Pereda - Morenito ist ein torero  den ich persönlich gerne sehe. 
  • Am 10. Mai haben wir auch ein interessantes cartel  - Matias Tejela, David Mora und Antonio Nazaré , toros de Bayones - Mora ist auch sehr gut, Nazaré hat in Sevilla gut abgeschnitten. 
  • 11. Mai - Rejoneo - Diego Ventura, Leonardo Hernández und Mariano Rojo, confirmacióntoros de San Mateo und San Pelayo - Ventura garantiert Nervenkitzel. 
  • 12. Mai - Rafael Rubio "Rafaelillo", Fernando Robleño und Alberto Aguilar, Stiere von José Escolar - Allein für die toros würde ich eine Eintrittskarte kaufen, sie gefallen mir. Robleño und Aguilar haben schon mit ihnen triumphiert. 
  • 13. Mai Curro Diaz, El Fandi und David Galvanconfirmacióntoros Palmosilla - Da zieht es mich hin! El Fandi ist allein das Geld wert, Galvan hat letztes Jahr in Sanlúcar seine alternativa genommen und die Stiere von Palmosilla haben letztes Jahr sehr gut abgeschnitten, wenn ich mich recht erinnere, ein indulto durch Manuel Díaz El Cordobés
  • 14. Mai El Cid, Daniel Luque und López Simónconfirmacióntoros de Puerto San Lorenzo. - Luque hat dieses Jahr einen guten Lauf, dürfte interessant sein. 
  • 15. Mai Sebastian Castella, Miguel Ángel Perera, Ángel Teruelconfirmación mit Stieren von Alcurrcen, - Schönes cartel.  Perera ist der Künstler - suerte für seinen estocadas
  • 16. Mai Morante de la Puebla, José María Manzanares, Jiménez Fortesconfirmación  mit Domecq - Eine Traum alternativa für jeden novillero! Traumcartel für aficionados und Morantistas
  • 17. Mai Juan Leal, Roberto Blanco, Gomez de Pilar, mit Guardairastieren. - Mit diesen Stieren hat Mora letztes Jahr in Jaén triumphiert, und Gomez del Pilar hatte auch ein gutes Jahr 2012. 
  • 18. Mai Alejandro Talavante en solitario, er allein gegen sechs Victorino Martin Stiere - Talavante, ohne Frage einer der besten Nachwuchsmatadores und die Victorinos gehören mit zu den interessantesten Stieren dieser feria taurina. Würde ich gern sehen, denn ein matador  der alleine gegen sechs toros antritt, verdient es gesehen zu werden! 
  • 19. Mai Juan Bautista, Juan de Álamo, Diego Silveti, mit Stieren von Fermin Bohorques - Dieser Züchter ist mir mehr bekannt durch die Belieferung von Stieren beim rejoneo
  • 20. Mai novillada - Álvaro Sanlúcar, Gonzalo Caballero, César Valencia, mit Ibañézstieren - Würde ich aus persönlichen Gründen besuchen, da ich Álvaro Sanlúcar kenne und auf diesem Weg ein besonders herzliches "suerte" für ihn! 
  • 21. Mai Uceda Leal, Eduardo Gallo, David Mora, - mit Stieren von Yeltes - Mora ist mehrfach vertreten, man kann sich also aussuchen, mit welchen Stieren man ihn lieber sieht.
  • 22. Mai El Cid, Iván Fandiño und David Luque, mit Stieren von Parladé - Hier bin ich gespannt auf Fandiño, die Parladé Stiere machen meisst eine gute Figur. 
  • 23. Mai Finito de Córdoba, Morante de la Puebla und Juan Padilla mit Jandilla-Stieren - Hier hätte ich gerne Karten, die Jandillas gehören zu den Domecqs 
  • 24. Mai Sebastian Castella, José María Manzanares, Alejandro Talavante mit Victorino del Rio - Drei Namen und eine gute Zucht - was will der aficionado mehr? 
  • 25. Mai Rejoneo: Joao Mora (hijo), Pablo Hermoso de Mendoza, Miguel Moraconfirmación, ganadería Espartales - Hermoso, Zweitausend (!!!) berittene Stierkämpfe sprechen für sich! 
  • 26.Mai Fernando Cruz, Pedro Gutiérrez "El Capea", José Ramon García "Chechu"confirmación  toros de Montealto - Ein ganz interessantes cartel, für aficionados. Chechu hatte einen schönen Triumpf mit Osborne Stieren, im August in Torremolinos
  • 27. Mai novillada mit Sebastián Ritter, Tomás Campos, Curro de la Casa, Stiere von Carmen Segovia - auch ein ausgefallenes cartel.
  • 28. Mai Sergio Aguilar, Miguel Ángel Delgado, Arturo Saldívar, mit Stieren von Ventorillo - Aguilar sah gut aus in Arles, letztes Jahr um diese Zeit! 
  • 29. Mai El Fandi, Daniel Luque, Jiménez Fortes, mit Jandilla Stieren. - Feines, sehenswertes cartel  mit der Domecqzweigstelle Jandilla
  • 30. Mai Antonio Ferrera, Javier Castaño, Iván Fandiño mit toros von Adolfo Martín - für den letzten Tag von San Isidro hätte ich mir noch so einen richtigen Leckerbissen gewünscht, aber mit diesen drei matadores ist der Zuschauer gut bedient. 

Wer fehlt mir? Enrique Ponce, El Juli, die Stiere von Miura, El Cordobés...und natürlich José Tomás. Wäre ich in Madrid, würde ich die corridas am 13. Mai, am 18. Mai und die am 23. Mai bestimmt ansehen. Natürlich ist das Fernsehen dabei, die ganze feria wird vom Bezahlsender Canal Plus-Toros übertragen, im TV2, Tendido cero (Samstags um 14 Uhr) werden sie auch berichten.