Mittwoch, 26. September 2018

Kreuzen oder nicht kreuzen (1. Teil)

Wenn sich der Matador vor die Hörner des Stieres begibt
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übertragen aus dem Englischen 
von Dr. Andreas Krumbein

Vor längerer Zeit habe ich auf Stierkampf für Alle den Beitrag Parar, templar y mandar, in dem es um einige canones del torero geht, veröffentlicht. Das Thema der canones möchte ich an dieser Stelle wieder aufnehmen mit dem cruzarse. In dem hier vorliegenden Beitrag, von José Luis Ramón, Journalist und derzeitig Chefredakteur des Wochenmagazins 6toros6, wird das "Kreuzen mit dem Stier" erläutert und diskutiert und seine Stellung innerhalb der canones del torero beleuchtet. In seinem Buch El toreo fundamental gibt Ramón folgende Definition:

"Kreuzen (cruzarse) beim Zitieren beruht darauf, entweder mittig zwischen den Hörnern des Stieres zu stehen, oder ein wenig weiter in Richtung des pitón contrario des Tieres vorgerückt zu sein. Beim Kreuzen dringt der torero in das Gebiet des Stieres ein und zwingt in dadurch zum angreifen. Colocarse al hilo o en la pala del pitón ist genau das Gegenteil: sich beim Zitieren parallel (oder auch nach aussen hin) zum Horn stellen, auf der selben Seite auf der man eine pase ausführen wird (zum Beispiel, linke Hand, linkes Horn, d. h. in der gewöhnlichen Angriffslinie (línea regular) des Stieres)."

In dem Beitrag wird deutlich intensiver und detaillierter als im Buch dargestellt, wie, wann und warum man in bestimmten Situationen zu kreuzen habe oder auch nicht.

Im Text befinden sich unterschiedliche Arten von Klammern, die die folgende Bedeutung haben: (in runde Klammern gesetzt sind Passagen aus dem Originaltext von José Luis Ramón). [In eckigen Klammern befinden sich Textteile, die Tristan Wood in seinen übersetzten Text als Erläuterung einzelner Aspekte hinzugefügt hat]. {In geschweiften Klammern befinden sich Hinzufügungen, die ich selbst vorgenommen habe}.
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Kreuzen oder nicht kreuzen (1. Teil)










von José Luis Ramón

Eines der großen Mantras eines Teils der afición der plaza de toros in Madrid ist die Forderung, die Bahn des Stiers zu kreuzen, cruzarse con los toros. Man sollte hinzufügen, dass dies für alle Stiere und alle Phasen ihres Kampfes {lidia} gefordert wird, bei media verónicas, zwischen einem pase und einem anderen und auch bei einem remate einer Serie von muletazos. Es gibt keine faena (insbesondere wenn die figuras auftreten), die nicht gestört oder unterbrochen wird von Stimmen, die fordern, dass der torero sich quer bewegen solle und gegenüber dem pitón contrario [d.h. das rechte Horn des Stiers, wenn der torero einen pase mit den linken Hand ausführt und umgekehrt] stehen solle. Ich kenne keine andere plaza de toros – nun ja, ich kenne sie nicht alle – , in der das passiert, so dass man fast sicher sagen kann, dass diese Forderung eine Besonderheit für Las Ventas ist. 
Las Ventas: Mit knapp 24.000 Zuschauern die grösste Plaza de Toros von Europa.
Nichtsdestotrotz ist dies eine relativ neue Anforderung, die ihren Ursprung (mehr symbolisch als reell) in einem torero und einer einzelnen faena hat, wie wir ein wenig später sehen werden, einer faena und einem torero die zu ihrer Zeit perfekt verstanden wurden, die im Verlauf der Jahre seither jedoch schlecht interpretiert wurden. Sicherlich, der Umstand, den ich hier behandele, tritt eher mit Stieren ein, die stillstehen oder anhalten, als mit solchen, die wiederholt und eifrig angreifen, aus dem einfachen Grunde dass, wenn toreros pases verbinden {ligar}, die faenas sich gut entwickeln und dann keine Zeit verfügbar ist, nach der eigenen Positionierung in Bezug auf den Stier zu achten. Der Rhythmus beim Stierkampf {toreo} ist fundamental, sogar in Madrid.

Zitieren aus einer gekreuzten Position
Die Bahn des Stiers zu kreuzen ist ein elementares Konzept der Vorgehensweise beim toreo obligatorisch beim Zitieren {citar, el cite} aller Stiere und notwendig bei denen, die zum Stehen kommen oder die sich an eine ungewünschte Position begeben, wenn sie aus einem pase mit der muleta herauskommen: Stiere, die nur dann ihren Angriff wiederholen, wenn der torero sie zwingt vorwärts zu gehen, und zwar dadurch, dass er sie an ihrer Position erneut auf dem pitón contrario anlockt. Wenn man es mit solchen Tieren zu tun hat und der torero auf der Seite desjenigen Horns stehenbleibt, das ihm am nächsten ist (colocado al hilo), nimmt er ein höheres Risiko in Kauf, möglicherweise unfreiwillig. Denn in diesem Falle ist es so, dass der Stier ihn in dieser Position sehen kann und zwischen zwei Wegen wählen kann: 
  1. Wenn er angreift, kann er entweder auf die muleta gehen 
  2. oder auf den Körper des matador
Anders gesagt, je mehr cruzado der torero ist, desto angenehmer wird es für ihn vor dem Stier sein, da er sich weniger stark ausgesetzt (oder vielleicht genauer: weniger gesehen) fühlen wird. Bei einer suerte, die keineswegs neu ist (allerdings ist sie derzeit in ausordentlichem Maße wiederbelebt worden), kann man in perfekter Weise den Unterschied zwischen kreuzen und nicht kreuzen betrachten. Ich spreche vom circular invertido por la espalda
Der französische matador de toros Sebastian Castella mit einem circular
Sehr häufig kommt es vor, dass, wenn ein Stier stehengeblieben ist, sich der torero als Folge davon am falschen Platz für den pase befindet. In dieser Stellung hat der torero im wesentlichen vier Möglichkeiten: 

  1. Er kann hartnäckig einen cite machen (womit dieses Kritik heraufbeschwören würde), 
  2. er kann einen Schritt quer auf das pitón contrario zu machen (d.h. er kann cruzarse), 
  3. er kann vom Stier weggehen 
  4. oder er kann sich umdrehen um torear por la espalda
Bei dieser letzten Vorgehensweise werden die Gebiete {von Stier und torero} gegeneinander vertauscht und, was einen Moment davor ein cite neben dem Horn war, ist jetzt umgewandelt in eine Stellung, in der man vollständig cruzado ist, in einer Weise, dass der Stier immer – fast ohne Ausnahme  – angreift. Für beide, Stier und Mann, ist es angenehmer geworden, ein Wunder, erreicht durch die Gunst des Kreuzens hin zum pitón contrario. Ja, Kreuzen, obwohl es nicht so scheinen mag. Und es sieht nicht so aus, denn es hat sich nicht der torero bewegt, sondern vielmehr wurde der Stier gezwungen seine horizontale Position zu verändern, seine Position in Bezug auf die Vertikalachse, die von der muleta und vom Körper des matador gebildet wird. 
Hier wird deutlich gekreuzt: 
Der matador der toros José Tomás steht zwischen den Hörnern.

Fortsetzung folgt.
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Text entnommen aus La Divisa, Club Taurino of London Number 233 - November/December 2016, S. 61-63
Übersetzt aus dem Spanischen von Tristan Wood

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Weiterhin Stierkämpfe auf der Insel der Deutschen




von Philip de Málaga


Stierkampfverbot auf den Balearen 
vom spanischen Verfassungsgericht ausser Kraft gesetzt
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Es war nur eine Frage der Zeit. Im Jahr 2016 verbot der regionale Landtag der Balearen ein jegliches blutiges festejo taurino. Die toros durften ab diesem Zeitpunkt weder schlecht behandelt oder gar getötet werden. Wer sich in der arte der tauromaquia auskennt, konnte da nur den Kopf schütteln.
Laut der Regierung auf den Balearen sollte in dieser Plaza de Toros auf Palma de Mallorca
nie wieder eine corrida de toros veranstaltet werden.
Doch das Ministerium für Kultur in der spanischen Hauptstadt Madrid sah in dem eigenmächtigen Vorgehen der autonomen Inselregierung keinerlei Rechtfertigung. Ein Verbot der klassischen corrida de toros widerspreche nicht nur dem Interesse der spanischen Zentralregierung sondern auch und vor allem der spanischen Verfassung.

Íñigo Mėndez de Vigo y Montijo
So wurde am 10. November diesen Jahres eine Verfassungsbeschwerde eingereicht welche am 28. November vor dem Tribunal Constitucional das erste Mal zur Anhörung kam. So verkündete der spanische Minister für Erziehung, Sport und Kultur, Don Íñigo Mėndez de Vigo y Montijo am vergangenen Montag, dass bezüglich des Verbotes der festejos taurinos auf den Balearen, dass deren selbst beschlossene Bestimmungen gegen stattliches Recht verstossen und somit eine vorsorgliche Aussetzung des Regionalgesetzes in die Wege geleitet wird. Es könne nicht angehen, dass regionale Landtage beginnen zu bestimmen was denn nun spanisches Kulturgut sei oder nicht. Auch die Einmischung in den Ablauf einer corrida de toros  ob es nun picadores geben soll, ob banderillas zum Einsatz kommen, ob in den tendidos einer Plaza de Toros ein Bier oder Sherry konsumiert werden darf oder ob man mindestens achtzehn Jahre alt sein muss um eine corrida besuchen zu können, dieses sei auf keinen Fall akzeptierbar. 
Ein Ratifikation soll und muss laut Gesetz innerhalb der nächsten fünf Monate umgesetzt werden. Von einer reibungslosen Umsetzung kann man wohl ausgehen. Und somit gehört ein Verbot der toros auf den Balearen wohl erst einmal der Vergangenheit an.  
Und bald wird sich das Coliseo Balear wieder mit bis zu knapp 15.000 Zuschauern
wieder füllen um toros zu sehen.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Stiere ≠ Stiere - Toros keine Stiere?

Stiere sollen nicht gleich Stiere sein?
Das scheint einigen wohl eher unverständlich
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von Philip de Málaga

Toros ≠ toros! Stiere ≠ Stiere? Stiere sind nicht gleich Stiere? Muss man das verstehen? Auf den ersten Blick erscheint diese Formulierung eher erstaunlich, gar widersprüchlich, doch gerade an dieser Beobachtung wird deutlich, wie Nichtkenner der mundo de los toros doch eher im verbalen Nirwana untergehen zu drohen. Hier wird sehr wohl erkenntlich warum viele versuchen über die toros mitzureden aber keine Ahnung haben, von was sie da eigentlich sprechen.


Reinhard Haneld
Der Literaturwissenschaftler Reinhard Haneld (1952 - 2016) hat auf dem Internetportal La Tauromaquia im Sommer 2008 einen längeren Beitrag über die Taurosophie veröffentlicht. Ein deutscher Philosoph auf den Spuren der Tauromachie. Im dritten Kapitel, wo es um den Zwiespalt zwischen Gefühlen, Gedanken bezüglich des toros geht, schreibt er: 

"So sehr wird das Opfertier geliebt. Auf eine noch durchaus ähnliche Ambivalenz geprägte Weise  lieben die Spanier, und besonders die aficionados unter ihnen, die Stiere. Bei Aussenstehenden erregt dies immer wieder Unverstand: Ihnen fällt nicht auf, dass sich die Anhänger aficionados de toros und nicht aficionados de toreros nennen. Es sind Liebhaber, Kenner, die sich in der Passion für die Stiere vereinen."

Wer sich ein wenig im spanischen Vokabular der mundo taurino auskennt, welche nebenbei bemerkt auch die Grundlage in Frankreich bildet, dem scheint diese Erkenntnis durchaus einleuchtend. Wir sprechen von einem aficionado de toros. Ein aficionado ist ein Liebhaber, ein Fan, jemand der für etwas eine intensive Leidenschaft entwickelt hat. Und ein aficionado de toros interessiert sich in erster Linie eben für die toros, für die Stiere. Für das Geschehen auf dem Land wie im Rund eine Plaza de Toros. Und im Zentrum steht er, der Stier, der toro. Denn ohne den toro bravo gäbe es keine tauromaquia, keine dehesas, keine corrida de toros, keine encierros, eben keine mundo de los toros.
Er ist das Fundament der tauromaquia: (Foto: Dr. Andreas Krumbein)
Ein toro ist ein Stier, ein Kampfstier, ein Tier, welches in erster Linie für den Auftritt im ruedo einer Plaza de Toros gezüchtet wird. Auf großen Weiden geniesst er bis zu fünf Jahre lang ein herrliches Leben in absoluter Freiheit. Menschen ist es dabei verboten ihn zu stören. Nur die Züchter dürfen die Stiere auf ihren Mut, ihre bravura hin testen. 
Beschleunigt schneller als ein Rennpferd, der toro bravo.

Es ist ein Tier welches auf der Weide lernt sich zu verteidigen, anzugreifen um alles zu beseitigen was eben im Weg steht. Immerhin, so ein gewaltiger Stier, der es bis zu 600 Kilo und mehr schaffen kann, beschleunigt schneller als ein Rennpferd. Geballte Kraft im ruedo. Und gelingt es einem toro seine inneren Zweifel und eventuellen Ängste zu bezwingen, hat er die Möglichkeit, wenn er den provozierenden Einladungen der toreros nicht ausweicht und voller Tatendrang versucht den picador zu bezwingen, sein Leben auf der Weide nach einem erteilten indulto fortzuführen. Ein Privileg von dem ein jeder Ochse, der auf den europäischen Tellern landet nur träumen kann.

Aber wie war das noch mit den toros? Im Wort toros findet sich zunächst rein grammatikalisch gesehen die Pluralisierung wieder. Ein Stier, viele Stiere. Wir reden von muchos toros. Folglich ist ein aficionado de toros wohl ein Liebhaber von zahlreichen Stieren. Und es stimmt natürlich. Denn es lässt sich nicht verleugnen, die toros stehen nun mal im Mittelpunkt eines jeden festejo taurino. Und bei einer klassischen corrida de toros sind es in der Regel 6toros6, sechs toros, plus eventueller Ersatz.

Wir vergleichen. Wenn wir zu einem Fussballspiel gehen, kommen wir nicht auf die Idee zu sagen, wir gehen jetzt zu den Fussballern. Auch im spanischen Jargon geschieht das nicht. Aber bei den toros verhält es sich anders.

Bei so viel Euphorie denkt man gleich an den Ausspruch vamos a los toros. Gehen wir zu den Stieren. Doch da stellt sich die Frage, wohin gehen wir eigentlich? Auf die Weide, zur dehesa, oder in den Stall um die toros zu besuchen? Ja, das könnte es bedeuten. Aber eben nicht nur! Denn wer einen Blick in den spanischen Brockhaus für Stierkämpfe, den bekannten Cossío wirft, findet unter dem Begriff toros nicht etwa die Mehrzahl von einem toro im Angebot sondern eine Beschreibung mit lediglich elf Wörtern, wo es zwar um die Stiere geht, und sie auch im Mittelpunkt stehen, aber es geht hier um viel mehr:
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so nennt man die fiesta

El Cossío 2007, Band 1, Seite 360
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Die toros eine fiesta? Man bedenke, mit fiesta ist selbstredend die fiesta nacional gemeint, sozusagen der Oberbegriff für die Welt des Stierkampfs. In diesem "Nationalen Fest" reflektiert sich auch die spanischen Identifikation mit der mundo taurino. Mit anderen Worten, toros steht als Hyperonym in erster Linie für die mundo de los toros. Und wer genau hinschaut, wird feststellen, dass in jenem Begriff sich keine Andeutungen wie Kampf, Gefecht oder Ähnliches reflektieren, welches wir fälschlicherweise in ausländischen Übersetzungen wie zum Beispiel dem deutschen Stierkampf oder englischen bullfight vorfinden. Und so sind Aussenstehende schon im Vorfeld dazu verurteilt, etwas in die toros hineinzuinterpretieren, was es nicht ist. Es ist kein Wettkampf.

Die Erklärung für toros ist aber nicht nur den aficionados vorbehalten. Denn auch im Wörterbuch der Spanischen Sprache der Real Academia Española findet sich eine entsprechende Definition. Ähnlich dem Cossío lesen wir unter Punkt 3 eine Erklärung für die pluralisierte Version des Wortes toro:





Und selbstverständlich weiss auch der Cossío alemán die richtigen Worte dafür zu finden.

"Vamos a los toros" sagen die aficionados de toros in einer Bar, nachdem sie ein paar Weine verköstigt hatten und begaben sich zur Plaza de Toros um einen tarde de toros zu erleben.

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Quellennachweise:
Reinhard Haneld, Taurosophie, Teil IIILa Tauromaquia, 28.07.2008
COSSÍO, Band I, Seite 360, Espasa Calpe S.A., 2007
Real Academia Española, Diccionario de la lengua española, edición 22
Cossío alemán, Das deutschsprachige Lexikon des Stierkampfs

Samstag, 30. September 2017

Stierkampf im Fernsehen




Von Philip de Málaga


Heute wird in Canal Sur über Satellit live 
ein Stierkampf aus Andalusien übertragen.
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Heute um 18:00 Uhr wird auf dem Internationalen Fernsehkanal Canal Sur Andalucía eine novillada live aus Villanueva de Córdoba übertragen. Die Plaza de Toros ist am 6. August 1983 eingeweiht worden, bietet Platz für 3.250 Zuschauer. Berühmte toreros wie El Cordobés, El Fandi, Juan Jose Padilla oder El Cid gaben sich in dieser andalusischen 9.000-Seelengemeinde ein Stell-Dich-Ein.
An dem heutigen tarde de toros kommen die Schüler der escuelas taurinas zum Zuge.
Die sechs novillos kommen von der ganadería El Toreo. Es treten an die novilleros
  • José Antonio "El Lauri" (Lucena / Córdoba)
  • José Andrés Marcillo (Puerto de Santa María / Cádiz)
  • Jesus Cuesta (Sevilla)
  • Álvaro Passalacqua (Málaga)
  • Manuel Vera (Jerez de la Frontera / Cádiz)
  • Ismael Jiménez (Badajoz)

Der novillero Álvaro Passalacqua aus escuela taurina in Málaga
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Frequenzangaben:

Satellit Astra 19,2° Ost, Frequenz 11.156 V, SR 22000, FEC 5/6

Satellit Hispasat 30° West, Frequenz 11.731 V, SR 27500, FEC 3/4

Freitag, 18. August 2017

Mittwoch, 16. August 2017

Wehret den Gutmenschen!

Eine Mentalanalyse zu dem Leserbrief von Frau Tina W.
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 von Hans-Jürgen Döpp


Es geht mir nicht darum, den Stierkampf argumentativ zu verteidigen. Es geht mir um eine Analyse der Mentalität des Briefeschreibers sowie vieler Anti-Taurinos.

Ob man für oder gegen den Stierkampf Partei ergreift: Man kann sich intellektuell mit dieser Thematik auseinandersetzen. Die Schreiberin der Mail umgeht aber eine Auseinandersetzung, indem sie von vornherein alle aficionados als „wenig intelligent, primitiv und asozial“ diffamiert. Wer derart in eine Diskussion einsteigt, begibt sich von vornherein der Chance, die Argumente des Gegenübers wahrzunehmen. Es ist ein sich selbst abschottender, autoritärer Gestus, der – quasi selbstbefriedigend – sich nur in seiner eigenen Emotionalität suhlt und darin eine krude Selbstbestätigung erfährt. An „Wahrheit“ ist man nicht interessiert.

Bildung, Empathie und Verstand“, die sie bei den aficionados vermisst, sind bei ihr selber vergeblich zu suchen. Schon dass sie „toreros“ mit zwei r schreibt (torreros), darf vermuten lassen, dass sie vom Gegenstand ihrer „Kritik“ keine Ahnung hat.
Madrid an nur einem (von über dreissig im Jahr) tarde de toros: 24.000 aficionados, toreros
und andere Helfer, alle ohne Bildungsniveau, Empathie und Verstand?
Von „dumpfer Mentalität“ sind ihr die Anhänger des Stierkampfes. Was aber ist dumpfer als der naive Rekurs auf die Plattitüde von der „Unschuld der Tiere“? 

Damit aber wähnt sie sich auf der besseren Seite der Menschheit, verrät ihre Pose aber durch menschenverachtende Äusserungen, in denen sie den aficionados und toreros die Menschenrecht abspricht! Es fehlt, dass sie von „Untermenschen“ spricht, um Bezüge zum faschistischen Denken zu verdeutlichen. Zu diesen gehören für sie nicht nur die Gitanos, die der dunklen Seite der Geschichte zugeschlagen werden, einer „Kultur der Urmenschen“, sondern auch die „lächerlichen, kleinwüchsigen und feigen Gestalten der toreros. Aus dem Kontext antisemitischen Denkens kennt man solche Charakterisierungen allzu gut! Alles Negative, das man in sich selbst empfindet, wird nach außen „externalisiert“, in „den anderen“ projiziert! So gelingt es, sich selber als „Gutmensch“ zu stilisieren.
Dumpfe mentale Proleten“ seien diaficionados. Hemingway, Picasso, der Nobelpreisträger Mario Vargas LLosa – dumpfe Proleten?!

Schon ihre Abwertung der spanischen Politik und Kultur verrät eine grenzenlose Verachtung und Aggressivität; lässt sich das, was sie über die Situation der Schulen, des Kanalsystems und der Strassen nicht auch auf manche deutsche Verhältnisse übertragen?! Den „normalen Europäer“ befalle ein Würgreiz, - womit sie die Spanier aus ihrem – und unserem - Europa ausschließt! Ihre heftige idiosynkratische Abneigung bestimmt ihre gesamte Argumentation. Ihre Abwertung der anderen Kultur lässt auf einen Ethnozentrismus schließen, der die Überlegenheit der eigenen  Kultur betont. Doch gegen eine Grille im Kopf lässt sich nicht argumentieren.

Wir werden nicht wegsehen…“, „Wir können uns sicher sein…“: Nein, sie steht nicht alleine mit ihrer Grille, sie versichert sich, um ihrer Position Gewicht zu verleihen, der Zustimmung einer vagen Allgemeinheit: die der „Normalen Europäer“ und der „Gutmenschen“. So zementiert sie ein dichotomisches Weltbild: die Bösen gegen die Guten. Dahinter verbirgt sich ein Potential antidemokratischer Einstellungen, das schnell eine Nähe zum faschistischen Denken erlangen kann.

Der gesamte Argumentationsstil der Schreiberin mutet triebhaft-aggressiv an: ein redundantes Hadern mit den immer gleichen destruktiven Vorwürfen.

Sie aber schwenkt die reine Fahne der Unschuld, die  ein gefährliches Denken kaschiert. Wehret den Gutmenschen!
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Über den Autoren
Hans-Jürgen Döpp ist Pädagoge, Kultursoziologe, Kunstsammler und Autor aus Deutschland. In dem Link von aspasia wird unter anderem auf sein Werk "edition de lœil" hingewiesen.

Montag, 14. August 2017

Wenn sich die Gegner von Stierkämpfen zu Wort melden





von Tina W.


An den Herausgeber von Stierkampf für Alle
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Stierkampf und Feste mit Stieren oder anderen Tieren haben weder etwas mit Kultur noch mit Kunst zu tun! Mit der von Ihnen erstellten Seite zeigen Sie wie wenig Intelligenz Sie selber besitzen. Wie primitiv und asozial können Menschen Mitten in Europa sein?

Außer wenigen minderbemittelten Deutschen und wenigen hirnkranken Europäern findet diese Form von "Kultur" wirklich nicht mal mehr bei den Dümmsten der ganz Dummen Anklang. Leider ist Spanien ein Land, das sehr wenig Geld für Bildung hat und ausgibt. Dies merkt man auch an jeder Stelle und auch beim Umgang mit Tieren. Viele Menschen in Spanien müssen um Essen betteln. Hilfe kommt vor allem von Ländern, die sowas nie im Leben erlauben würden und auch nicht wollen aufgrund von Bildung, Empathie und Verstand. Dinge nach denen man bei Taurinos lange suchen kann.

Wenn man sich begeistern und genießen kann wie unschuldige und völlige wehrlose Tiere derart leiden und zu Tode gequält werden, ist man nicht mehr als ein erbärmliches Monster und hat sowas wie eigene Menschenrechte in keiner Weise verdient. 95% aller Deutschen und Europäer können auf diesen grenzenlosen Quatsch verzichten und wollen mit ihrem Unfug nichts zu tun haben. Leider werden für diese "Tradition" der Primitiven Millionen verschwendet, Schulen in Spanien sind völlig verschmutz und marode, das Kanalsystem vieler spanischen Taurino-Hochburgen ist komplett kaputt und es stinkt in jeder Straße nach Faulgasen und Kot, dass man als normaler Europäer nur noch einen Würgreiz bekommt. Spanien ist mit seinem Sozialsystem so überfordert, dass es nur in Ansätzen mit ausländischer Hilfe noch betrieben werden kann. Spanien hält jedes Jahr die Hand auf und bettelt wie ein Kleinkind bei anderen Europäern mit Kultur, damit ihre „Kultur“ der hirnlosen weiterexistieren kann. Bildung und die Zukunft der spanischen Kinder ist in und für Spanien keinen Cent wert. Merkt man ja auch jeden einzelnen Tag. Wie die Pisa-Studie zeigt, ist Spanien in Europa bildungstechnisch ganz hinten angesiedelt, das merkt man auch daran, dass Traditionen aus dem Mittelalter mit Begeisterung wahrgenommen werden, die jeden anderen gebildeten Menschen nur noch abschrecken und anwidern. Und nein, wir werden nicht wegsehen, weil das für ihren Idiotenhaufen das Beste wäre. Ich hoffe sogar, dass sie sich mit ihrer geisteskranken Seite noch weiterhin vor der Welt und ganz Europa zum Affen machen während sie voller Stolz eine Kultur der Urmenschen hochhalten. 

Viel Erfolg weiterhin, ich bin mir sicher eines Tages kommt das, was auch Sie Tieren angetan haben, auf sie zurück. Vielleicht können sie sich trotz ihrer geistigen Einschränkung einmal mit Facebook und anderen sozialen Medien beschäftigen, dann werden sie sehen was für ein kleiner Haufen sie noch sind und wie man über ihre sogenannte Kultur denkt in der Welt. Wenn Tortura, Misshandlung und Ausbeutung von unschuldigen wehrlosen Lebewesen für sie Kultur ist, warum betreiben Sie dann keine Hexenverbrennungen mehr? Dies war doch auch mal traurige Kultur in Spanien? Wäre doch ein gutes Geschäft.

Sie halten eine Tradition, die nachweislich von Chitanos und im Verlauf der dunkelsten Zeit unserer Erde erfunden wurden nämliche in der Zeit der Inquisition, hoch. Stierkampf und Stierfeste verstoßen gegen jede Ethik moderner zivilisierter Länder und Gesellschaften. Ihre Scheinargumente sind so hohl, faktisch falsch und unglaubwürdig, dass sie nicht einen einzigen Menschen mit Verstand und Bildung überzeugen können. Schön, dass sie einige dumpfe mental schwache Proleten gefunden haben, die genauso dumm sind wie sie und sich für etwas begeistern, dass normale Menschen nur anwidert. Hätte sie mal lieber ein bisschen mehr in der Schule aufgepasst und ein Schulsystem genossen das auf europäischem Niveau ist, dann wäre sicher auch ein guter Mensch aus Ihnen geworden. Wir können uns sicher sein, es gibt wesentlich mehr Tierfreunde und Tierschützer (=Antitaurinos) als Leute wie Sie. Die Zeit tickt für die Tiere und ich weiß, es wird enden.

Viel Spaß noch beim verteilen von Infos, wann wo das nächste Tier niedergemetzelt wird. Auf Youtube kann sich jeder Mensch der Welt überzeugen, welch lächerliche kleinwüchsige Gestalten Torreros sind und wie extrem feige diese Selbstdarsteller sind. Den meisten Menschen entgeht dies auch nicht wie wir erfreulicherweise erkennen können.
Man muss wohl Spanier sein um glauben zu können, dass man in einem modernen Europa längerfristig mit dieser Arte der Tierquälerei durchkommt. Wir freuen uns, wenn sie sich selbst als das zeigen was sie sind: Primitive! 

Sie hätten die Seite "Stierkampf für alle dummen und minderbemittelten" nennen sollen, das wäre noch treffender gewesen.

Schöne Woche noch.....

Montag, 31. Juli 2017

Das Spanienforum versteckt den Stierkampf im Sport





von Peter K. aus Berlin


Wie ein deutsches Forum 
mit einem spanischen Kulturerbe umgeht
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Einmal im Monat setze ich mich an meinen Computer und lese nach, welche Neuigkeiten es vom Stierkampf gibt. Den ersten Blick werfe ich natürlich auf Stierkampf für Alle. Dann lese ich ein wenig in Mundotoro und Cultoro. Früher habe ich auch immer gerne im Andalusienforum mitgelesen. Die hatten dort zum Thema Stierkampf zwei sehr kompetente Moderatoren: Uli und Sidona. Es gab dort ziemlich interessante Beiträge, wo auch beide Seiten (Pro und Contra) zu Wort kamen, aber die Kontroversen wurde von der Moderation doch recht sachlich gehalten. Nun wurde dieses Forum vom Spanienforum geschluckt und so wollte ich gestern mal nachsehen, was dort zum Thema des Stierkampfs so zu lesen ist. Voller Erstaunen stellte ich fest, daß die Rubrik Stierkampf gar nicht mehr vorhanden ist. Also begann ich zu suchen, wo ich es finden könnte. Allgemeines zum Thema Spanien - nichts! Spanische Kunst und Geschichte - nichts! Típico español - Typisch spanisch - nichts? Ich war erstaunt. 

Also gab ich den Begriff "Stierkampf" in die Suchmaschine ein. Und wurde fündig. Und schließlich stellte ich fest, das Spanienforum hat den Stierkampf in den Themenbereich Sport eingeordnet. Geht es noch? Ein offizielles anerkanntes und verfassungsrechtlich bestätigtes Kulturerbe im Sport? Wie weit sind wohl die Damen und Herren vom Spanienforum von der spanischen Realität entfernt? In allen spanischen Medien, in der Literatur, im sozialen System, der Stierkampf wird auf der iberischen Halbinsel eindeutig dem Kulturbereich zugeschrieben. Es ist mehr als peinlich, daß diese Deutschen zum einen diese spanische Thematik verstecken und zum anderen dem Sport unterordnen. Und man bedenke: Fast 250 Themen und über 6.000 Beiträge.

Aber eigentlich nicht verwunderlich, den zum einen wohnen die Verantwortlichen nicht in Spanien und zum anderen wahrscheinlich beherrschen sie auch nicht einmal die spanische Sprache. Wie will man da Verständnis für eine Kultur entwickeln? Und wie will man so auch ein Forum über Spanien leiten, wenn man über Spanien keine Ahnung hat? Einfach nur traurig. Vielleicht habt Ihr von Stierkampf für Alle mal Lust die Verantwortlichen vom Spanienforum mal aufzuklären?
Im deutschen Spanienforum gehört die tauromaquia zum Sport

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von Philip de Málaga

Vielen Dank für die Zeilen. Die antitaurinische Haltung des Spanienforums ist SfA nicht unbekannt. Die Administration unterstützte damals die antitaurinos und erlaubte teilweise beleidigende Kampagnen der Gegner der mundo taurino gegenüber der aficiónSfA hatte in den TAURONEWS - Neues aus der Welt der Stiere versucht, die User einfach nur sachlich über die mundo de los toros zu informieren. Doch bei den Verantwortlichen kam dieses nicht an und dem sector antitaurino wurde viel Spielraum gelassen, so dass SfA die Berichterstattung im Februar 2013 einstellte: Die TAURONEWS werden eingestellt. In dem letzten Beitrag wurde noch darauf hingewiesen, wer weiterhin daran interessiert sei Neuigkeiten aus der mundo de los toros zu erfahren sei gerne eingeladen bei STIERKAMPF für ALLE vorbeizuschauen. Dieser Absatz wurde von der Administration kommentarlos gelöscht. 

Das es weltweit bis zu siebzig Millionen aficionados de toros gibt, scheint dem Spanienforum fremd zu sein. Dass sich darunter auch zahlreiche intellektuelle Anhänger, wie unter anderem nicht wenige Nobelpreisträger,  befinden nimmt man nicht wahr  Auch die Erkenntnis, das die tauromaquia in einigen Ländern zum Kulturerbe deklariert worden ist, bzw. noch wird. 

Aber in Spanien, Frankreich oder Portugal, also Länder im demokratisch orientierten Europa, findet sich alles um die Stiere in der Tat in den Medien im Bereich der Kultur:
Mit einer Auflage von 300.000 bis 500.000 die größte Tageszeitung in Spanien.
Für El País keine Frage, die toros gehören zur Kultur!
Auch für Vocento, die größte Mediengruppe in Spanien,  gehört die tauromaquia zur Kultur!
Noch ein Wort zum Andalusienforum. In der Tat war das damals eine durchaus anspruchsvolle Plattform. Das lag vor allem daran, dass es für alle Bereiche kompetente Moderatoren hatte, welche teilweise nicht nur in Spanien lebten, sondern auch die spanische Sprache beherrschten, und über politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, gesellschaftlichen wie geschichtlichen Hintergrund verfügten. Und eben auch für die toros. Als das Spanienforum dann alles übernahm, war es plötzlich ohne Moderation. Unfairerweise wurden auch alle Beiträge übernommen, ohne das Einverständnis der Verfasser zu holen. Hätte SfA über die antitaurinische Gesinnung und der einseitigen Moderation des Spanienforums gewusst, wir hätten dem Wechsel nie zugestimmt und eine Löschung aller Beitrage gefordert.