Ausstellung beendet
Montag, 16. August 2010
Im Schatten des Stieres
Ausstellung beendet
Donnerstag, 5. August 2010
Toros in Málaga
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| Lange Warteschlangen in Málaga |
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| Entwurf für das Stierkampfplakat in Madrid |
Tauromaquias
bis zum 29. August 2010
Sala de exposiciones de la Fundación Picasso-Museo Casa Natal, primera planta (Plaza de la Merced, 15)
Öffnungszeiten: 9:30 – 20:00 (Feria 9:30 – 14:00)
www.fundacionpicasso.es
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| José María Cano |
Freitag, 30. Juli 2010
Kennen Sie Toro?
Katalonien will den Stier nicht mehr
Montag, 12. Juli 2010
Spanien zeigt Flagge

Samstag, 26. Juni 2010
Das Geld der Touristen
Stierkampf und Flamenco
Die Spanier dürfen umsonst rein
Preise die es in sich haben!
Marbella:
GRAN CORRIDA DE NOVILLOS SIN PICADORES
Stiere: 4 Novillos (*1)
Toreros: Jesus Torres und Juan Reyes
Barrera Sombra: 85 €
Barrera Sol: 65 €
Tendidos: 50 bis 65€
Benalmádena:
GRAN CORRIDA DE NOVILLOS SIN PICADORES
Stiere: 4 Erales (*2)
Toreros: Juan Antonio Valverde und Pablo Hernandez
Barrera Sombra: 90€
Barrera Sol: 75€
Tendidos: 50 bis 65€
Mijas:
2 GRANDES ACONTECIMIENTOS EN UNO
TOROS Y FLAMENCO
Stiere: 3 Ejemplares (*3)
Toreros: José Luís Cabrero, Ivan Menacho, Sanchez Beltran
Barrera Sombra: 95 €
Barrera Sol: 80€
Tendidos: 50 bis 65€
Anmerkungen:
*1 Novillos = Jungstiere bis zu 3 Jahren
*2 Erales = Jungstiere bis zu 2 Jahren
Warum so teuer?
Was kann man als Tourist tun?
Freitag, 4. Juni 2010
Die Tragödie von Alhaurín el Grande
- Warum hat das Publikum nicht eingegriffen?
- Warum waren weder Policía Local noch Guardia Civil präsent?
- Warum waren keine professionellen toreros anwesend, um die Veranstaltung zu überwachen, wie es zum Beispiel in Fuengirola der Fall ist?
Und jetzt eine der wichtigsten Fragen?
- Überall können wir nachlesen, dass diese Veranstaltung in Alhaurín von der CACMA (Colectivo Andaluz Contra el Maltrato Animal) dokumentiert worden ist um es sofort an die Medien weiterzuleiten. Es waren also Tierschützer vor Ort. Dann stellt sich doch die Frage, warum um Himmels Willen, haben die Tierschützer nicht interveniert? Zumal es doch gerade die Tierschützer waren, die kritisierten, dass das Publikum nicht eingegriffen hätte.
Fast ausnahmslos alle verurteilen das Geschehene. Auch die afición. Doch dann kann man sich nur noch wundern, denn die antitaurinos erkennen das mit der afición nicht an. Wollen es nicht anerkennen. Schnell ist da die Rede von Heuchelei und die Meinung sei nur offiziell. Und das Verbot der suelta de vacas wird als Bauernopfer von Stierkampffanatikern bezeichnet oder als ein Zugeständnis der Tauromafia.
Einer der jungen Leute aus Alhaurín el Grande, der die vacas misshandelt hatte bekam unerwarteten Besuch:
Mittwoch, 2. Juni 2010
Eine Schande für die Tauromaquia
Alhaurín el Grande ist eine knapp 24.000 Seelengemeinde im Norden der Sierra de Mijas in der Provinz Málaga. Eine Kleinstadt in der sich schon die Phönizier, die Römer, die Araber und Westgoten tummelten. Und heute ist es ein friedlicher Ort mit vielen bekannten Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Antonio Gala oder der 1987 verstorbene Gerald Brenan und zahlreichen ausländische Residenten. Wie in jedem Jahr so wurde auch jetzt Ende Mai die Feria gefeiert. Als besonderes Spektakel eine suelta de vaquillas, ein Freilassen von jungen Kühen in der Plaza de toros, denen sich dann die meist jungen Leute gegenüber stellen können um ihren Mut unter Beweis zu stellen. Oft sind diese Leute in so genannten peñas taurinas organisiert und stellen an ihre Auftritte irgendwelche Herausforderungen. Sei es über die Kühe zu springen wie die recortadores, oder die vaquilla einfach nach portugiesischem Stiel festzuhalten, wie es die forcados tun. Andere versuchen es im klassischen Stiel mit der roten muleta oder der capa. Wieder andere üben sich in Clownerien, wie bomberos toreros. Im Grunde genommen eine eher spassige Veranstaltung, bei der die Kühe weder verletzt noch getötet werden sollen. Doch aus dieser Unterhaltung wurde in Alhaurín el Grande bitterer Ernst.
Zahlreiche Jungendliche, im Jugendzelt auf dem Kirmesgelände bis in die frühen Morgenstunden durchgezecht hatten begaben sich bei Sonnenaufgang, bewaffnet mit je einer cubata (ein Ein-Liter-Trinkkübel mit alkoholischer Mischung) Richtung Plaza de toros. Dort nahmen sie an einer suelta de vaquillas teil, wo sie eine junge Kuh nach langen und willkürlichsten Misshandlungen, wie kräftige Fusstritte, in den Tod trieben.
Warnung: Dieses Video enthält Inhalte mit teilweise brutalen Szenen, die die Sensibilität einiger Nutzer treffen könnte.
Eine solche Veranstaltung empörte nicht nur Tierschützer, sondern auch die Bevölkerung von Alhaurín und die afición selbst. Das habe nichts mit Stierkampf zu tun, hiess es da, weder kunstvolle Manöver, noch Eleganz und schon gar nichts mit Würde. “Da bräuchte man auch keine Stiere oder Kühe dazu, man hätte jedes beliebige Wesen nehmen können,” beschwerte sich unser Nachbar Andrés und fügte hinzu, ”und ich bin mir sicher dass diese jungen Betrunkenen nicht mal Gäste in den tendidos sind, wenn es einen richtigen Stierkampf gibt! Die haben von der tauromaquia nicht die leiseste Ahnung.” Diese Meinung scheint weit verbreitet. Selbst die Presse berichtet auf nationalem Niveau und überall wird diese Veranstaltung verurteilt.
Bei so viel nationalem Druck musste der Bürgermeister Don Juan Martín Serón schnell handeln und sprach schon am nächsten Tag ein Verbot mit sofortiger Wirkung von allen sueltas de vaquillas in seinem Bereich aus. Ich glaube es ist somit eines der ersten Male, wo afición, antitaurinos und Tierschützer am selben Strang gezogen haben.
Die Staatsanwaltschaft überprüft zurzeit ob sie juristische Schritte in den Wege leiten soll. Das Problem bei solchen Veranstaltungen ist die Rechtslage. Im Gegensatz zum Beispiel einer corrida de toros gibt es weder beim Innenministerium noch bei den lokalen Obrigkeiten diesbezüglich irgendein Regelwerk. Somit sind die Tiere der reinen Willkürlichkeit der Bevölkerung vollkommen ausgesetzt. Und so kam es, dass weder die Guardia Civil noch die Policía Local in der Plaza de toros präsent waren.
Ausländische Tierschützer machen dabei aber keinen Unterschied. Stierkampf sei Stierkampf; punkt aus. Wie schon in dem Beitrag Ich bin gegen Stierfeste! zu lesen ist, solche Veranstaltung schaden der mundo de los loros, denn mit tauromaquia hat das gewiss nichts zu.
Freitag, 28. Mai 2010
¡Sí a los toros!
Noch bis zum 12. Juni 2010 kann man bei der pharmazeutischen Genossenschaft COFARAN die Ausstellung ¡Sí a los toros! besuchen. Sechs Künstler, Andrés Mérida, Rogerio Abreu, Nacho Alcalá, Juan Charro, Antonio Pastor und David Vaamonde zeigen hier Photografien, Bilder und Skulpturen die ihre Sichtweise der Tauromaquia aufzeigen. Andrés Mérida sagte hierzu der spanischen Tageszeitung SUR, “Das sei kein Anspruch oder eine Forderung sondern eine Bestätigung, was die Welt der Stiere für uns bedeutet. Wir wollen lediglich aufzeigen, dass die fiesta nacional es Wert ist weiterhin fortzubestehen. Die fiesta aus unserer Kultur zu eleminieren wäre das Gleiche, wie die Kunstwerke eines Goyas, eines Picassos oder eines anderen bekannten Künstlers zu ignorieren.” Und fügt hinzu, “Im ruedo sehe ich nicht die Gewalt wie sie andere Menschen sehen. Für mich ist es ein Kampf. In meinen Genen fliesst einiges an taurinischer Kultur. Das ist eine ganz persönliche Sichtweise, und dieses ästhetische Gefühl möchte ich mit meinen Bilder vermitteln.” Er sein ein aficionado de toros aber auch ein aficionado der Kultur. Gerade in diesen Zeiten, wo amerikanische Franchise Projekte und riesen grosse Einkaufszentren den Markt überschwemmen sei es doch mal notwendig ein Zeichen für unsere wahre eigentliche Identität zu setzen.
Diese Ausstellung sei ein “Brindis por la fiesta nacional”, ein “Hoch” auf den spanischen, französischen und portugiesischen Stierkampf.
'SÍ A LOS TOROS'
Künstler: Andrés Mérida, Rogerio Abreu, Nacho Alcalá, Juan Charro, Antonio Pastor und der Franzose David Vaamonde.Sala de Exposiciones Cofaran: Sede de la cooperativa farmacéutica Cofarán. C/ Prokofiev, s/n. Polígono Trévenez, Málaga
Montag bis Freitags: 10.00 bis 13.30 und von 17.30 bis 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei
Mittwoch, 28. April 2010
Sterben für die Unsterblichkeit

Donnerstag, 8. April 2010
Plaza Nostra: Die Mafia der Tauromaquia
Unter Bildern verstehen wir visuelle Darstellungen, die in der Regel beim Betrachter eine gewisse emotionale Reaktion auslösen sollten. In der Kunst mit der Hand gefertigt oder in der Fotografie wie beim Film eine optische Reproduktion der Realität. Einer Wirklichkeit die sich allerdings oftmals als gestaltet darstellt; der Dramaturgie wegen.
So entsteht der Eindruck, dass den antitaurinos in Sachen Stierkampf die rhetorischen Mittel auszugehen scheinen. Und statt zu argumentieren versuchen sie nun mit bildgewaltigen Darstellungen verlorenes Terrain zurück zu gewinnen. Denn, so können wir an verschiedenen Stellen lesen, wie auch in diesem Blog “Una imagen vale más que mil palabras” bzw. in der deutschen Variante bei SOS Galgos “Bilder sagen mehr als Worte”. Fairerweise sollte man hinzufügen, dass sich besagtes Zitat auf die Demonstration in Madrid bezog. Und noch fairer wäre es zu erwähnen, den bildlichen Beweis der 25.000 Personen sind sie nach wie vor einer breiten Öffentlichkeit schuldig.
Gerne werden auch Holocaustvergleiche genannt. Stierkämpfer seien Massenmörder! Stierzuchten und Stierkampfarenen erinnerten an Konzentrationslager. Erinnern wir uns an die Holocaust-Kampagne von PETA. Zwar ging es hier nicht um den Stierkampf selbst, zeigt aber gut auf, wie solche Aktionen rechtlich in Frage zu stellen sind. Das Motto "Der Holocaust auf ihrem Teller". Auf der linken Seite der Plakate ausgehungerte KZ-Opfer, übereinanderliegend in engsten Bettgestellen, und auf der rechten Seite Hennen in einer Legebatterie und darüber der Schriftzug: „Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi“.PETA wollte bewusst die Massentierhandlung mit KZ`s gleichstellen um zu provozieren und um den Betrachter zu schockieren! Die SUEDDEUTSCHE TAGESZEITUNG bezeichnete diese Kampagne als einfach nur schmierig!
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte 2004 vor Gericht eine Verfügung erwirkt. Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden bezeichnete damals diese Fotomontagen als "menschenverachtend und als eine Beleidigung aller Opfer des Holocaust".

Auch eine regelrechte Filmbranche ist im Begriff der Entstehung. Antitaurinisches Hollywood. Effektvoll werden Musik und Bild zu dramatischen Sequenzen verknüpft um nur eine Botschaft zu vermitteln: Verbot von Stierkämpfen! Der jüngste Streifen heisst "Die Bestie kehrt nach Santander zurück!" Vuelve la Bestia a Santander!
Da kommt man gar nicht um herum die Frage zu stellen, entsprechen diese Werbekampagnen überhaupt jener Kinderfreundlichkeit, mit der die antitaurinos den Stierkampf an den Pranger stellen? Keiner wird gezwungen Stierkämpfe zu besuchen, aber durch solche Werbemassnahmen wird brutales Bildmaterial einer Öffentlichkeit gezeigt ohne eine jede Altersbegrenzung.
Gerade in dieser Woche bei Menschen bei Maischberger verkündete der Publizist und Dokumentarfilmer Michael Mirsch, dass Tierschutzorganisationen einseitiges Material einsetzen, was der Realität nicht immer oder sogar öfters nicht entsprechen würde.
Fast alle Tierschutzorganisationen sprechen von der Stierkampf-Lobby. Der Mafia der tauromaquia. Skrupellose Promotoren die sich in einer Art Geheimbund organisieren und von dort aus ihre Fäden ausstrecken. Mit ihrem Machtimperium kontrollieren sie alle spanischen Medien, sogar Polizeiangaben sollen beeinflusst worden sein. Prominenz aus Kultur, Politik, Sport und Wirtschaft stehen auf ihren Gehaltslisten und sind gern gesehene Gäste bei den corridas de toros. Und schliesslich wagen sie es, die Macher der Sierkampfszenerie, auch noch Subventionen zu erhalten. Die Stierkampfarena sei eine Plaza Nostra, ein Sündenpfuhl, wo gewalttätige Machos ihren perversen Vergnügen nachgehen können. Natürlich zu Gunsten geldgieriger Mafiosos und auf Kosten armer Lebewesen. Mal im Ernst. Sind solche Interpretationen auch nur im leisesten Ansatz haltbar? Sind toreros nicht Schauspieler, Menschen die darstellen? Sind empresarios nicht Veranstalter, Intendanten eines Schauspiels? Personen mit Verantwortung? Einer Verantwortung die in der spanischen Verfassung verankert ist? Sind es nicht auch Steuerzahler? Demokratie ist und bleibt Demokratie, dass sollten auch Tierschützer respektieren!
Kommen wir zurück zum Bild. Das Wort selbst ist vom hochdeutschen bilidi abgeleitet und stand ursprünglich für ein Wunder. Wahrlich, auf ein Wunder können antitaurinos nur hoffen.
Sonntag, 28. März 2010
Doch so viele oder nur so wenig?
Der 28. März 2010 sollte der Startschuss einer grossen Kampagne der antitaurinos für ein Verbot von Stierkämpfen werden. Dazu haben sie zu einer Grosskungebung in Madrid aufgerufen. Und damit es der Demonstranten nicht zu wenige werden, haben sie vorsichtshalber mit Bussen ordentlich Unterstützung aus der katalanischen Region in die spanischen Hauptstadt gekarrt. Viele sollten es sein, sehr viele, so viele wie möglich!
Und da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Welt der Stierkämpfe sich einen Moment von ihrem Domingo de Ramos mit den Prozessionen abwendete um einen Blick
in die Metropole zu werfen. Schliesslich wollte man doch auch wissen, was da auf einen zukommen könnte. Während die taurinos sich fragten, welche Zahl an Demonstranten zum Nachdenken anrege, beschäftigte die Veranstalter eher die Frage nach dem Minimum an Beteiligung um überhaupt irgendetwas in Bewegung setzen zu können. Und schon lesen wir bei der antitaurinisch eingestellten Zeitung Público, dass die Organisatoren eine Beteiligung von an die 25.000 Personen angeben. Um dem nicht zu widersprechen bezifferte man dann im selben Blatt die Beteiligung als “Miles de personas” (Tausende von Menschen), ohne dabei irgendwie konkret zu werden.Doch die grösste spanische Tageszeitung, EL PAIS sah es nach eigenen Recherchen ein wenig anders. Zwischen 2.000 und 3.000 Demonstranten sollen sich mit Pappschildern bewaffnet und viel Geschrei zur Puerta del Sol begeben haben. Lautstark schrien sie “Esperanza, te gusta la matanza” (“Esperanza, dir gefällt das Gemetzel"), in Anspielung auf Esperanza Aguirre, der Chefin der Regionalregierung von Madrid, die mit als erste Person des politischen Lebens den antitaurinos Kontra bot und verkündete, den Stierkampf zum regionalen Kulturerbe erklären zu lassen. Denn dass die afición es nun wagt ihre afición zu verteidigen, stösst bei den Tierschützern auf allerhöchste Empörung.
Zwei- bis dreitausend Demonstranten! Was sagt uns diese Zahl? Doch so viele oder nur so wenig? Vergleicht man diese Zahlen mit den Zuschauerzahlen von Stierkämpfen in Madrid ist die Erkenntnis eindeutig. In den Monaten Mai und Juni gibt es allein in der plaza de toros von Madrid 36 Stierkämpfe. Bei einer Kapazität von 24.000 Zuschauern käme man auf die stolze Zahl von über 850.000 verkauften entradas. Natürlich, nicht alle Tage sind gut besucht, aber auf eine Zahl kann man sich sicherlich einigen. Denn mehr als eine halbe Million werden es schon sein. Wahrscheinblich an die 700.00'0. Und wenn man dann dieses, man kann ruhig sagen, etwas grössere Häufchen an antitaurinos gegenüberstellt, liegen die Demonstranten bei weit unter einem Prozent. Das ist weder genug noch politisch gesehen irgendwie relevant.“Nicht umsonst sprechen die Veranstalter von 25.000 Teilnehmern”, erklärt mir ein Freund, “denn mit dieser Zahl wollten sie die 24.000 Zuschauer, die so eine corrida an einem Nachmittag in Las Ventas verfolgen, übertreffen.” Das leuchtet ein. Aber selbst ein solches Ziel scheint in ziemlich weiter Ferne zu liegen; fehlen da noch weit mehr als 85 Prozent!

Man kann die Zahlen drehen und wenden wie man will, man kann vergleichen oder Statistiken erstellen, den Gegnern von Stierkämpfen bleibt nur die traurige Erkenntnis, dass es einfach nicht gereicht hat. Es waren halt nur so wenig! Und die afición erinnert sich irgendwie an das Jahr 1600, wo William Shakespeare die Feder zur Hand nahm und schrieb:
Montag, 15. März 2010
Schlafende Stiere sollte man nicht wecken!



Mittwoch, 10. März 2010
Von der Sinnlosigkeit eines Boykotts
In der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 ist zu lesen: “Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.” Dabei findet der letzte Teil, “ohne Rücksicht auf Grenzen” beim Tierschutz sicherlich seine eigene Interpretation.
Um ihr Ziel eines
europaweiten Verbotes von Stierkämpfen näher zu kommen, scheint den antitaurinos fast jedes Mittel recht. Gerade am Dienstag dieser Woche konnten wir beim Internetportal von SOS Galgos einen Boykottaufruf spanischer Waren zur Kenntnis nehmen. Als Erklärung heisst es, “das Land steckt in der Krise, das Gesundheitssystem ist schlecht, Kranke warten monatelang auf einen Operationstermin, für jedes “OLÉ” welches man schreit, bleibt ein weiterer Patient ohne Operationssaal und vielen spanischen Familien steht das Wasser bis zum Hals.” Mit anderen Worten, durch den Boykott wird letztendlich dem Patienten geholfen. Dies zu glauben sei einem jeden selbst überlassen.
Die Organisation tierdach.de ruft zum Boykott spanischer Sponsoren auf. Hier wird die Liste allerdings lang (siehe Stierkampf in der Werbung). Besonders bezieht man sich da auf IBERIA, weil sie mit dem torero El Juli werben sowie die Firmen Volkswagen, Cadillac, Renault, Daimler Chrysler, Easy Jet, Jim Beam und Lidl. Auch Bücher und Touristenführer stehen im Schussfeld, die nur andeutungsweise neutral über den Stierkampf berichten.

Die Tierrechtsbewegung Flensburg zielt auf die Reisebranche: Boykott von Reisebüros, Reiseveranstaltern, Hotels und Restaurants. Dabei soll man sich auch die Mühe machen den jeweiligen Institutionen mitzuteilen, warum man deren Dienstleistung nicht in Anspruch nimmt. Die deutschen Organisationen animal 2ooo und die Initiative Anti-Corrida haben per Internet zu einem generellen Tourismusboykott aufgerufen, wie auch die Arbeitsgemeinschaft Tier & Welt von einem konsequenten Boykott der Luftlinien und der Touristikbranche spricht.
Bei Foren zum Tierrechtsdiskurs wird generell gefordert Spanien konsequent zu boykottieren. Dieser allgemeine Spanienboykott findet sich allerdings auch auf anderen Anti-Stierkampf-Portalen.
Vor einem Jahr wurde ich von einer lokalen Anti-Stierkampf-Organisation sogar zu einem Boykott einer Picasso & Goya –Ausstellung in Fuengirola aufgefordert, weil es dort Exponate mit Stierkampfmotiven zu sehen gab.
Diese Aufzählung könnte sicherlich noch unentwegt fortgesetzt werden. Souvenirläden, Kunstobjekte, Museen, Theater und Opernhäuser etc.. Alles sei radikal zu boykottieren. Den Empfehlungen eines Boykotts scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Und was ist mit dem Danach? Dem Fleisch der toros nach einer corrida? Den Verzehr auch boykottieren?
Glauben überzeugte Tierschützer wirklich, mit diesen Boykottmassnahmen nur annähernd etwas erreichen zu können? Besinnen wir uns, die Welt der Stiere lebt nicht vom Tourismus (Der grosse Irrglaube: Stierkampf sei für den Tourismus). Auch fügt ein Boykott anderer ökonomischer Betriebe dieser Branche keinen finanziellen Schaden zu. Mal ehrlich, ob nun eine Fluglinie wie IBERIA wirtschaftliche Verluste erleidet, das interessiert aus dem Umfeld der tauromaquia doch wirklich keinen. Und grosse Konzerne wie Daimler, Volkswagen, Lidl und Co. werden bei Umsatzverlusten ganz bestimmt nicht in der Welt der toros die Schuldigen suchen oder gar vermuten.
Freitag, 5. März 2010
Natürlich tut das weh!
Donnerstag, 18. Februar 2010
Eric Fischl in Málaga
Welche künstlerischen Eigenschaften man auch immer hineininterpretieren mag, für den aficionado ist diese Ausstellung mit Sicherheit ansprechend. Da trägt sicherlich der Umstand bei, dass die sechs grossen Bilder sehr tief aufgehängt sind. Dadurch wird der Betrachter geradezu auf den Boden der Tatsachen versetzt, er begibt sich auf Augenhöhe mit den toreros. Er beobachtet das Geschehen nicht wie die Zuschauer oben von den tendidos sondern vom ruedo selbst oder vom callejón aus. So wird der Besucher zum Teilhaber des Stierkampfes, der corrida goyesca, vom Voyeur zum Mittäter.
Hautnah erlebt er eine Auseinandersetzung zweier Rivalen, dessen Ergebnis im Tod endet, enden sollte. Kraftvoller animalischer Instinkt der am Ende dem eleganten menschlichen Intellekt zu Füssen liegen wird.

Besonders wichtig für Eric Fischl ist das Bild Nummer 4. Es stellt den torero Cesár Rincón dar, der nach einer erfolgreichen estocada dem toro der hier in seinen letzten Lebenssekunden ausharrt, gemächlich den Rücken zukehrt und sich dem Publikum zuwendet. Die Augen des Tieres lassen sich nur erahnen, aber die Haltung verrät eine Mischung aus Traurigkeit und ohne das wirkliche Verständnis was hier eigentlich geschehen ist. Und genau darin liegt das wahre Dilemma eines toro bravo.
Und schliesslich lässt einen der Künstler auch noch an dem persönlich Triumpf des matadores und seiner cuadrilla teilhaben.

ERIC FISCHL
Corrida en Ronda
CAC Málaga
Centro de Arte Contemporáneo de Málaga
29. Januar 2010 bis zum 04.April 2010
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 20:00 Uhr
Eintritt: frei
Donnerstag, 4. Februar 2010
Die Goyesca in Málaga



ERIC FISCHL
Corrida en Ronda
CAC Málaga
Centro de Arte Contemporáneo de Málaga
29. Januar 2010 bis zum 04.April 2010
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 20:00 Uhr
Eintritt: frei
AUSSTELLUNG BEENDET

Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wäre es eigentlich schlimm …
Donnerstag, 10. Dezember 2009
… weil es so katalanisch ist!
So werden Randgruppen zu diesem Thema fast nicht bedacht. Da wäre zum Beispiel die Gastronomie, die sich in der Umgebung der plaza de toros der katalanischen Hauptstadt angesiedelt hat. So verkündet Evangelista García, Eigentümer der Bar La Gran Peña: “Los toros nos dan de comer!” Der Stiere geben uns zu essen! Und in der Tat, sobald es anspruchsvolle Stierkämpfe in Barcelona zu sehen gibt, steigen die Umsätze in den anliegenden Gastronomiebetrieben um ein Vielfaches. Evangelista verkauft an so einem Tag die doppelte Fleischmenge. Auch in der Kebabbude nebenan, werden gut 300 Euros mehr umgesetzt.
Wohlgemerkt, es müssen schon anspruchsvolle carteles sein, und nicht solche Spektakel für Touristen. Denn da wird kaum verdient, weiss Maria, die Geschäftsführerin der Bar Edtih (früher “El Toril”) zu erzählen. Da stürmen Gruppen von Touristen die Bar, einer bestellt sich einen Kaffee, die anderen zwanzig stürmen die Toiletten. Wenn dann aber ein Starmatador wie José Tomás auftritt, brummt das Geschäft. Ein meist elegant gekleidetes Publikum hinterlässt viele Euros für kulinarische Köstlichkeiten.
Das hat auch die südspanische Metropole Málaga erkannt.Während der Feria werden Sondergenehmigungen erteilt, um die Kapazität auf den Terrassen der anliegenden Lokale zu erweitern. Denn in den zwei Wochen sorgen 100.000 bis 150.000 zahlungskräftige aficionados für einen vielversprechenden Umsatz.
Doch in Barcelona wollen sie “Nein” sagen zum Stierkampf. Damit lehnen sie auch die taurinische Gastronomie ab. Schon jetzt gibt es die Lokale wie “Sol y Sombra” oder “El Burladero” nicht mehr (beides jetzt Auto- und Motoradwerkstätten). Und plötzliches gewinnt ein anderes Wort an Bedeutung: Emigration. Denn die taurinische Barkultur muss chinesischen rastros weichen. Die asiatische Antwort auf die Hundert-Peseten-Läden. Billiges Plastik und schlechte Imitationen aus dem Reich der Mitte statt spanischem Kulturgut, statt taurinischem Fundamentalismus. Ist es das, was die Bevölkerung aus Barcelona wirklich will? Wahrscheinlich, weil es ja so katalanisch ist...














