Mittwoch, 4. Juni 2014

Juan Carlos in Las Ventas




von Philip de Málaga


Der spanische König leitet heute das letzte Mal als Monarch eine corrida
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Der spanische König Juan Carlos I leitet heute in der plaza de toros in der spanischen Hauptstadt Madrid das letzte Mal als presidente die corrida de beneficencia. An seiner rechten Seite der Minister für Kultur, Ignacio Wert und auf der anderen Seite Ignacio González, Präsident der Region Madrid. Seine Majestät wurde mit Standing Ovations und grossem Applaus von den tendidos, dessen Plätze mit einem no hay billetes gefüllt waren, empfangen, während die spanische Nationalhymne ertönte. Mit dieser Geste hat Juan Carlos I wieder einmal öffentlich seine afición zu den toros publik gemacht. Ohne Frage eine Ehre für die matadores de toros El Juli, Iván Fandiño und Alejandro Talavante welche den toros der ganadería Alcurrucén gegenüberstehen.

(Foto: mundotoro)

Dienstag, 3. Juni 2014

Die Könige und der Stierkampf




von Philip de Málaga


Das spanische Königshaus bekennt sich mehrheitlich zur tauromaquia
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Die Medien sind voll davon. Der spanische König Juan Carlos I dankt ab und überlässt den Thron seinem Sohn Felipe, dem Prinzen von Asturien. Ausser der Königen, Sofía von Griechenland, welche als überzeugte Vegetarierin auch die corridas nicht besucht, so stellt sich jedoch das restliche Königshaus geschlossen hinter die fiesta de los toros. Regelmässig besucht das casa real die toros, sogar im katalanischen Barcelona als es dort noch nicht verboten war. Madrid, Sevilla, Ronda und sogar in Lima. So verfügen einige plaza de toros über einen palco real, eine Loge, welche nur dem Königshaus und seinen Gästen vorbehalten ist. Und trotz Loge finden sich die königlichen Mitglieder nicht selten in der ersten Reihe, der barrera, wieder. Man will nah am Geschehen sein.

Juan Carlos I im palco real (Foto: mundotoro)
Juan Carlos I hat schon immer die fiesta nacional unterstützt, machte nie einen Hehl daraus und die corrida de beneficencia, der Wohltätigkeitsstierkampf im Juni wurde auch stets von ihm als presidente geleitet.

Der neue König mit seiner Frau an der barrera (Foto: mundotoro)

Montag, 2. Juni 2014

UEFA verbietet Werbung der Stiere beim Fussball




von Philip de Málaga


Die mundo de los toros darf beim Fussball nicht werben
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Die UEFA hat bekannt gegeben, dass man beim Fussball für tortura, also für Folter nicht werben darf. Dabei setzte die UEFA, gleich den antitaurinos die tauromaquia auf dasselbe Niveau. Die tortura zu banalisieren, als ein Verbrechen darzustellen, bedeutet gleichzeitig alle aficionados als kriminelle Elemente zu verurteilen. 

Auch bei der Ethik sollte man differenzieren und nicht nur wenige Personen entscheiden lassen was zu tun ist. Gerade beim diesem Thema, verstehen sich doch nicht gerade wenige aficionados de toros auch als Anhänger von verschiedenen Fussballvereinen. Was wird wohl der nächste Schritt sein? Stadionverbot für aficionados de toros?

Und was ist mit Sergio Ramos? Bekannter Verteidiger von Real Madrid und bekennender aficionado de toros. Nicht selten sieht man ihn bei einer corrida in Las Ventas. Darf er jetzt nicht mehr spielen, weil sich die UEFA gegen das spanische Kulturgut entschieden hat?

Darf ein Fussballspieler nach einem Tor nicht mehr die Geste eines toreros nachvollziehen?

Und ist von nun an dem Publikum verboten Olé zu rufen?

Man bedenke, immerhin weltweit wird die Zahl der aficionados auf 65 bis 70 Millionen geschätzt. Für die UEFA alles Verbrecher?

Als letztes stellt sich die Frage, wie kommt die UEFA dazu sich in Politik und Kultur einzumischen?

Samstag, 31. Mai 2014

Das erste Mal (6. Teil)

HINWEIS: Die blau-kursiven spanischen Fach-Begriffe
sind mit dem deutschsprachigen Lexikon des Stierkampfs verlinkt.

Wer das erste Mal einen Stierkampf besucht sollte gewisse Punkte bedenken

6. Teil: Der Auftritt des Matadors und die Verónica
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von Philip de Málaga



Nachdem der matador im goldenen traje de luces, den toro in kürzester Zeit versucht zu verstehen, betritt er selbst langsamen Schrittes das ruedo und platziert sich in der Regel in der Nähe der barrera. Nun liegt es an den banderilleros im silbernen traje de luces den toro dem matador zuzuführen. Dieser erwartet den Stier, lässt ihn ein paar Mal der capa folgen, damit der toro sich auch auf jene capa konzentriert. Damit der toro in der capa den Feind sieht. Dann setzt der matador zum ersten Manöver an. Der verónica.

Dabei hält der torero die capa mit beiden Händen frontal zum toro und versucht ihn zu locken um ihn an sich vorbei führen zu können. Es ist das erste Manöver wo der matador mit beiden Füssen fest auf dem Boden steht, ohne sich zu bewegen, mit der capa den toro zu empfangen, um diesen in einer eleganten Bewegung um sich herum zu führen. Es ist die erste suerte, wo der matador den toro beherrscht.

Ein torero lockt den toro mit der capa
Der torero führt den toro an sich heran
Der torero führt den toro an sich vorbei

Jenes Manöver nennt man verónica. Ein jeder der in irgend einer Weise mit dem Stierkampf konfrontiert ist hat diesen Namen schon mal gehört. Nach irgendeiner Heiligen benannt, und die ganz Schlauen wissen sogar etwas von einem Schweisstuch zu berichten. Und es stimmt.

Die Figur trägt den Namen nach der Heiligen Veronica, einer angeblichen Jüngerin von Jesu Christi, obwohl nicht sicher ist, ob sie überhaupt existiert hat. Auf seinem Kreuzweg soll sie Jesu ein Schweisstuch mit beiden Händen in der Art gereicht haben, wie eben jenes Manöver der toreros ausgeführt wird. So zumindest stellt es sich in zahlreichen Kunstwerken dar.


Die Erfindung des Manövers der verónica wird Joaquín Rodríguez, bekannt unter dem Namen Costillares (1746 - 1799), zugeschrieben. Überhaupt war er der erste torero der begann mit capa und muleta die ersten kunstvollen Manöver zu vollführen. Die Namensgebung ist aber von José Delgado "Pepe Hillo" (1754 - 1801) erfolgt, der diese Figur in seiner tauromaquia von 1796 erstmals schriftlich festhält.

Nachdem der torero einige verónicas ausgeführt hat beendet er seine Serie an Manövern mit einem sogenannten remate, zum Beispiel mit einer media verónica oder einer revolera, wobei er die capa so um sich schwingt, dass der toro ins Leere läuft.





- Fortsetzung folgt

© Philip de Málaga

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Die Serie für Neueinsteiger bei SfA:

Dienstag, 27. Mai 2014

Das erste Mal (5. Teil)

HINWEIS: Die blau-kursiven spanischen Fach-Begriffe
sind mit dem deutschsprachigen Lexikon des Stierkampfs verlinkt.

Wer das erste Mal einen Stierkampf besucht sollte gewisse Punkte bedenken

5. Teil: Der Stier betritt das Geschehen
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von Philip de Málaga


Nun ist der Moment gekommen. Die corrida kann beginnen. Der presidente wedelt mit dem weissen pañuelo und eine Mini-banda von drei bis vier Personen über dem toril, das Tor wo der Stier rauskommt, gibt mit ihren Trompeten das offizielle Signal, den ersten toro einzulassen.

Bevor der toro das Geschehen betritt, kommt ein Mitarbeiter der empresa mit einem grossen Schild ins ruedo, auf dem das Publikum lesen kann, wie der Stier heisst, aus welcher ganadería er stammt, wann er geboren ist und vor allem mit welchem Gewicht, also mit welchem peso er antritt. In einigen plaza de toros werden diese Informationen nicht im ruedo gezeigt, sondern ein jeweils aktuelles Schild ist über dem toril angebracht.

Der Mann vor dem toril, der torilero, betritt das ruedo um herauszufinden, ob alle, also der matador und die banderilleros, bereit sind den ersten toro zu empfangen. Dann begibt er sich zum toril und öffnet es. In einigen plaza de toros hört man das Klappern der Tore hinten in den corrales, wenn der Stier durch ein Gangsystem ins ruedo geleitet wird.

Hinter einem burladero im Schattenbereich wo sich die toreros mit ihren Utensilien aufhalten sieht man den matador de toros, wie er sich konzentriert, manchmal betet, und gespannt auf das toril blickt um zu sehen, in welcher Verfassung sich der toro befindet.

Und dann betritt der toro das Geschehen. Alle Augen sind auf das toril gerichtet. Wie wird der toro das ruedo betreten.

(Foto: Dr. Andreas Krumbein)
Betritt er zögerlich das ruedo, galoppiert er gleich auf die toreros, auf alles was sich bewegt zu? Kurz formuliert, greift er schon von alleine an, oder muss man ihn erst dazu bringen anzugreifen. Wenn toros schon vor dem ersten tercio sich dermassen zurückziehen, ist es für den matador sehr schwierig eine lidia, also den Stierkampf in seiner Gesamtheit, aufzubauen.

In solchen Fällen kann es passieren, dass der toro ausgetauscht wird. Erst recht, wenn der toro behindert wirkt, also ein hinkendes Bein oder ähnliches. Das Publikum beginnt in der Regel zu protestieren, und der presidente spricht sich mit seinen beiden Beratern ab. Wenn er sich schliesslich dafür entscheidet den toro auszutauschen schwingt er das grüne Taschentuch. Dies geschieht in der Regel bis zum Beginn des ersten tercio. Darauf hin werden abgerichtete Ochsen, die cabestros, ins ruedo gelassen, welche den toro wieder durch das toril in die corrales begleitet sollen. Danach wird ein Ersatzstier, ein so genannter sobrero eingelassen.


Cabestros begleiten den toro raus (Foto: Dr. Andreas Krumbein)
Normalerweise empfangen die banderilleros den toro. Aber sie sollen und dürfen keine Figuren ausführen. Dies ist auschliesslich das Privileg der matadores. Die Aufgabe der banderilleros ist es in diesem Fall den toro zu bewegen. Dazu schleifen sie die capa hinter sich her um den toro dazu zu bringen das ruedo mindestens einmal zu durchrunden.

Der matador steht am Rand hinter einem burladero um den toro zu analysieren. Greift er gerade an, mit welchem Horn attackiert er, wie wendet er sich, kommt er zögernd in die Gänge, bremst gar ab, schmeisst er beim Angriff den Kopf nach oben? Kurz, der matador hat nur ungefähr eine Minute um sich über das Angriffsverhalten ein Bild zu machen, bevor er selbst dem toro mit der capa entgegen tritt.

Manchmal geschieht es, dass die matadores auf diese Analyse verzichten und den toro direkt vor dem toril auf den Knien empfangen. Dabei halten die matadores die capa vor sich und in dem Moment wo der toro das ruedo betritt und auf den torero zugaloppiert schwingt der matador die capa in einem grossen Bogen um seine rechte oder linke Schulter und der toro folgt meistens der capa und galoppiert knapp an dem knieenden matador vorbei. Das Manöver nennt sich porta gayola.


Die porta gayola ist vor allem gefährlich, weil der matador keine Möglichkeit hat dem angreifenden toro auszuweichen und wenn der Stier der capa nicht folgt, wird der matador zur Zielscheibe.


- Fortsetzung folgt

© Philip de Málaga

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Die Serie für Neueinsteiger bei SfA:

Montag, 26. Mai 2014

Ehrenauszeichnung für einen Torero




von Philip de Málaga


Der matador de toros El Cid 
wurde in Sevilla vom Kreistag mit der Goldmedaille ausgezeichnet
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Der matador de toros El Cid wurde in der andalusischen Hauptstadt Sevilla vom Kreistag mit der Ehrenmedaille in Gold ausgezeichnet. Die Übergabe wurde von Susana Díaz, der Präsidentin der andalusischen Landesregierung vorgenommen. Den Preis erhielt er vor allem wegen seiner "Tiefe und Reinheit als torero zu agieren".


Der matador El Cid gab sich bescheiden:
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"Diese Auszeichnung sehe ich nicht nur für mich, 
sondern ich sehe sie als eine Anerkennung 
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Manuel Jesús Cid Sala ist im März 1974 in der kleinen Gemeinde Salteras (in der Provinz Sevilla) als Sohn eines ganaderos und Bruder eines novilleros geboren. Seit 1992 debütierte er als novillero "El Paye". Seine alternativa hatte er im April 2000 in Las Ventas. Doch dabei konnte er nicht mehr als nur ovación erreichen. Seinen taurinischen Highlight hatte er im Jahr 2000 wo er in der Real Maestranza de Sevilla gleich zwei Mal triumphierte und die plaza Ende März und Anfang April durch die Puerta del Príncipe verliess. Mit jeweils drei orejas.

Sonntag, 25. Mai 2014

Wenn die Kirche zum Stierkampf geht

Gestern bei der corrida in Las Ventas von Madrid:

Diesmal kein Kommentar.
(Foto: mundotoro, Julián López)
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Andere SfA Reportagen über Kirche und die mundo de los toros:

Samstag, 24. Mai 2014

Auch Toreros weinen




von Philip de Málaga


Die abgebrochene corrida in Madrid fand internationales Interesse
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Auch führende deutsche Medien berichteten davon. 


Link zum Artikel: Auch Toreros weinen






Mittwoch, 21. Mai 2014

Corrida nach dem zweiten Stier beendet



von Philip de Málaga
(Fotos: mundotoro)


Madrid: Alle drei matadores in der Krankenstation
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Wirklich erstaunlich was bei dem zwölften festejo taurino in Las Ventas in Madrid geschah. Bei der corrida fanden sich schon nach dem zweiten toro alle drei matadores de toros, David Mora, Antonio Nazaré und Jiménez Fortes in der enfermería. Alle drei toreros wurden von den toros mit volteretas regelrecht durch die Luft gewirbelt. David Mora erwischte es gleich bei der porta gayola, weil der toro dem capote nicht folgte. Nazaré erfuhr eine voltereta beim quite. Und Jiménez Fortes hatte beim zweiten toro gleich drei volteretas.




Das letzte Mal wurde in Las Ventas eine corrida 1979 annulliert, auch deswegen weil alle drei matadores Ortega Cano, El Niño de Aranjuez und Paco Alcalde in der Krankenstation landeten. Nach dem vierten toro war die corrida beendet.


Und nur zwei Tage vorher wurde ebenfalls ein festejo taurino nach dem vierten toro beendet. Diesmal landeten die matadores Rafael de Paula, Ruiz Miguel und Manolo Cortés in der enfermería.

Auch 1975 wurde bei einem mano a mano zwischen Ruiz Miguel und Antonio José Galán sogar der sobresaliente Julián de Mata schwer verletzt. Alle kamen in die enfermería.

Dienstag, 20. Mai 2014

Über das Umgehen mit den Stieren



von Rainer Bischof


Die fiesta de toros ist das letzte mystische Schauspiel des Todes in der europäischen Kultur. Das versteht sich als eindeutiges Bekenntnis des Wissenschaftlers und Künstlers aus Wien.


"Das Umgehen mit den Stieren muss immer von Liebe zu den Stieren, also das was wir als afición bezeichnet haben, von Respekt, von Ehre, Kenntnis, Kunstfertigkeit gekennzeichnet sein. Das Töten des Stieres ist nicht als Auslöschen, Vernichten zu erklären, weil es eben immer im Gedankenmoment und in der geistigen Verpflichtung der Opferung steht. Die Opferung steht in gänzlich anderer Tradition als ein leeres Töten. In diesem Zusammenhang darf man aber einen Aspekt nie vergessen:  Dass die corrida in ihrem Ablauf ein Abbild des Lebens darstellt."

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Quellennachweis:
Heilige Hochzeit, Rainer Bischof
Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 2006

Sonntag, 18. Mai 2014

In den tendidos von Madrid

Auffallend wie sich junge Damen für die mundo de los toros interessieren. In den den tendidos der spanischen Hauptstadt Madrid, in Las Ventas, der grössten plaza de toros von Europa, finden sich zahlreiche junge Ladys welche interessiert das festejos taurino verfolgen. Hier eine Fotoserie von mundotoro:











Donnerstag, 8. Mai 2014

Der Torero, ein Gentleman





mit El Juli


Der matador de toros Julián López El Juli stellt sich der mexikanischen Ausgabe von Gentleman. Mehr noch, er befindet sich auf der Titelseite.

Auf die Frage, was eigentlich ein torero sei bezieht er klar Stellung: Noch nie ist es so wichtig gewesen dieses zu erklären. Ich denke es herrscht viel Unwissenheit über die fiesta. Wir erleben derzeit einen sehr delikaten Moment. Während vieler Zeit, wo alles eigentlich gut gelaufen ist, ist jeder seiner eigenen Weg gegangen und jetzt müssen wir die Konsequenz daraus ziehen. Alle sind dafür verantwortlich, mich eingeschlossen.

Bezüglich des reglamento taurino sagte er folgendes: Da finden sich absolut absurde Regelungen. Warum erlaubt es die quites nur ab dem zweiten puyazo und nicht schon beim ersten? Warum ist die faena mit der muleta zeitlich limitiert? Ich bin ein Befürworter, dass der torero selbst verantwortlich sein sollte für seine Vorstellung und dementsprechend auch vom Publikum bestraft oder mit einer Prämie für seine Leistung belohnt wird.

Wir wollen das toreo als Kulturgut schützen doch irgendwie ist es beim Ministerium für Kultur noch nicht richtig angekommen. Und auch die Gesellschaft weiss nicht richtig genau was geschieht. Ein wenig absurd.

Es störte mich sehr, dass ich wie ein Kind behandelt wurde, dass mein toreo nur dass als eines Kindes angesehen wurde, und man in mir keinen torero sah. Es fällt mir schwer zu erzählen, was in meiner Jugendzeit geschehen ist, damit sich die Welt erinnern kann. Aber ich denke, ich habe derzeit mehr kindlichen Geist als zuvor.

Über seine schwere Verletzung in Sevilla: Das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl zu sterben. Und es ist wahr, diese Verletzung hat mein Leben verändert. Es hat mich viel gekostet zurückzufinden, ich hatte Anämie und einfach das Gefühl zu sterben.