Das sozialistische Wahlbündnis aus dem Baskenland
kann wohl mit Wahrheit nicht umgehen
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von Philip de Málaga
Wenn wir Deutschsprachigen das Wort BILDU in den Mund nehmen denken wir zunächst an Bildung. Und Bildung hat eben auch etwas mit der Vermittlung von Wahrheit zu tun. Bei dieser BILDU jedoch handelt es sich um ein sozialistisches Wahlbündnis aus dem Baskenland, bei der unter anderem Kandidaten die Kandidatur untersagt worden ist, weil sie Mitglieder der mittlerweile verbotenen Partei Batasuna vom obersten Gerichtshof untersagt worden ist. Trotzdem ist es der BILDU gelungen in gewissen Gemeinden einige Posten zu erlangen.

So zum Beispiel stellen sie den Bürgermeister
Juan Carlos Izagirre Hortelano von
San Sebastián. auf um gegen die
toros mobil zu machen. Eine Stadt mit knapp 190.000 Einwohnern und einer
plaza de toros mit einem
coso von immerhin 10.300 Zuschauern. Und aus rein politischer Laune hat sich der Minderheitsbürgermeister dazu entschlossen die
corridas de toros zu verbieten. Obwohl die komplette Opposition von 75 Prozent sich dagegen aussprach konnte er es durchsetzen. Es den Katalanen nachzumachen. Aber in Katalonien konnte man es ja noch nachvollziehen. Oder besser gesagt nachzählen, denn dort stimmten immerhin, wenn auch nur knapp, die Mehrheitsverhältnisse gegen die
toros. Doch hier in
San Sebastián? Wie auch immer, hier soll es keine
toros mehr geben. Ein teurer Spass der Stadt, denn nun fehlen die Pachteinnahmen, an die ungefähr 150.000 € und so lächerliche Schachturniere in dem
ruedo von
Illumbre, decken noch lange nicht die Kosten. Und das Argument, es gäbe keine taurinische Tradition in diesem Ort entspricht nicht der Wahrheit: Schon 1851 übten dort die
toreros ihr Handwerk aus.
Kommen wir zurück zum Thema. Also in
San Sebastián soll es keine
corridas mehr geben. Keine
toros, keine
novillos und auch keine
erales. Und jetzt kann man in verschiedenen Medien lesen, das die verantwortliche Person in Sachen Kultur,
Nerea Txapartegi verkündet hat, das in dieser
Semana Grande seit Dienstag mit blauen und weissen Fackeln
toros durch die Strassen gejagt werden. Und am
gran encierro am Samstag werden dreissig Stiere mit fackelnden Hörnern zum Finale getrieben.
Verehrte Leser, haben Sie schon je einmal zwei Fackeln in unmittelbarer Nähe ihrer Augen und brennenden Haaren und Augenbrauen mehrere Kilometer durch die Strassen getragen. Ich frage sie persönlich, wo liegt da die Würde, wo liegt da die Eleganz und die letzte Frage, wo liegt da der Respekt?
Die
BILDU hat mal wieder perfekt spanische politische Aktivitäten bewiesen. Doppelte Moral kann man besser nicht darstellen. Sie haben damit geworben, dass Tiere, in diesem Falle die
toros nicht zum Vergnügen der Bevölkerung leiden dürfen. Doch hier werden qualvolle Methoden respektiert und legal erlaubt. Und die klassische
corrida de toros, wo die die
toros in allen ihren Elementen geliebt und respektiert werden, die werden aus politischem Eigeninteresse abgelehnt.
BILDung von Unwahrheiten
Mehr kann man dazu nicht sagen!