Montag, 14. März 2016

Kurze Unterbrechung bei SfA

Für ein paar Tage gönnen wir den toros auf ihren weiträumigen dehesas ein paar Tage noch mehr Ruhe. Können sie, wie kaum ein anderes Zuchttier so herrlich ungestört ihre Freiheit geniessen um ihr Leben als ein toro bravo in einer plaza de toros mit ihrer raza den duende in die tendidos zu übertragen, und um so vielleicht mit einem wohl verdienten indulto einer langen Zukunft auf den grossen Weiden ihrer ganadería entgegenzusehen.


Gegen Ende dieser Woche werden wir von SfA mit der Berichterstattung fortfahren und die deutschsprachige afición über die Neuigkeiten, über Historisches und vor allem über neue Zahlen aus der Wirtschaft informieren, die aufzeigen, dass mit der tauromaquia mehr verdient wird, als finanzielle Hilfen hineingesteckt werden. Mit anderen Worten, ein Verbot der toros kommt letztendlich den Steuerzahler teurer zu stehen, als die wenigen Subventionen. Doch bald mehr davon

Auf diesem Weg möchten wir es auch nicht versäumen:
_____________________________________

Vielen Dank, an alle treuen Leser
_____________________________________

Denn auch in diesem Jahr konnte SfA gut starten. Im Januar hatten wir noch knapp 9.000 Hits und im Februar waren es mit 11.342 schon eine Steigerung von 27 Prozent! Wir können uns auf 2016 freuen. Denn das Interesse beim deutschsprachigen Publikum steigt kontinuierlich. 

MUCHAS GRACIAS an ALLE

und hasta muy pronto.

Sonntag, 13. März 2016

Der Ruf der Freiheit




von Philip de Málaga


Eine historische Manifestation in Valencia für die Tauromachie
____________________________________________________________

Demonstrationen über die Stiere war bis jetzt eigentlich stets eine Angelegenheit der antitaurinos. Doch diesmal, heute am Sonntag den 13. März 2016 zum Beginn der grosse Fiesta Las Fallas mit ihrer populären feria taurina zeigte die afición a los toros in Valencia Stärke. Tausende von aficionados und taurinos füllten die Strassen der valenzianischen Hauptstadt. Nach inoffiziellen Darstellungen waren es 35.000 bis 40.000 Beteiligte, öffentliche Regierungsstellen sprachen von mehr als 10.000. Egal, wie viel auch immer es gewesen sind, es handelt sich um eine protaurinische Manifestation von historischem Ausmasse.


Lautstark halten die Rufe nach Libertad, nach Freiheit durch die Strassen. Tausende setzten sich für ihre Geschichte, ihre Tradition und ihre ureigene Kultur ein. Begleitet wurde die afición von namenhaften toreros, ganaderos, empresarios und apoderados. Besonderer Blickfang die vielen figuras unter den Besuchern wie die maestros Enrique Ponce, El Juli, Morante de la Puebla, José María Manzanares, José Tomás, El Soro, Ortega Cano, und die matadora Cristina Sánchez und andere.

Mit folgenden Worten beeindruckte der diestro Enrique Ponce die afición: "Heute ist ein historischer Tag. Dafür können wir uns gratulieren. Wir zeigen hier Bürgercourage und sind stolz darauf aficionados de toros zu sein. Das sollte jeder mitbekommen den es etwas angeht. Kultur ist das, was die Leute wollen. El toro und seine Welt ist Kultur. Wir sind Spanier mit vollen Rechten. Spanier mit ihren empfindlichen Gefühlen und Trends."  

Und er fuhr fort: "Wir wollen niemanden verstossen. Wir sind Menschen des Friedens und der Harmonie. Wem es nicht gefällt, der soll nicht kommen. Aber wir fordern die Freiheit zu denken und zu wählen, die Gleichbehandlung in Bezug auf Aktivitäten und Kunst. Wir akzeptieren keine Verleumdungen und Beleidigungen."

Alle Printmedien und im Fernsehen brachten dieses Ereignis, und am Rande sprach man auch von den dreissig antitaurinos welche vor dem Rathaus ihre Gegendemonstration organisierten.

Samstag, 12. März 2016

Der versteckte Tod

In Portugal werden die Stiere nicht im Rund einer Plaza getötet
Ist das sinnvoll?
___________________________________________________________________







von Philip de Málaga


Immer wieder liesst man auf gewissen Portalen der antitaurinos, warum werden die toros in Spanien nicht wie in Portugal ausserhalb der plaza de toros getötet. Auch SfA erhält diesbezüglich gelegentliche Anfragen wie diese Tage von Franz M. aus Gelsenkirchen:

"... nun habe ich mich hier schon eine Zeit lang durch gelesen, und kann gut verstehen, dass aus Gründen der Tradition, einer gewissen Portion Begeisterung, von den Stierkämpfen einiges an Faszination ausgeht. Was ich aber nicht verstehe, warum müssen die Stiere in der Arena vor den Augen des Publikums, nicht selten Kinder, getötet werden. Könnte man da nicht dem Beispiel wie in Portugal folgen, wo die Tier ausserhalb der Stierkampfarena getötet werden? ..."

Nun, SfA hat ja schon an anderer Stelle über den symbolischen, ethischen wie ästhetischen Tod in einer plaza de toros vor Publikum gesprochen: Über den Tod des Stieres, warum der Stier eigentlich sterben muss.

Wie steht es denn nun mit der Behauptung, es sei besser die toros ausserhalb des ruedos zu töten. Nun sei einmal klar festgestellt, dass es sich hier eindeutig um einen grossen Irrtum handelt, wenn man annehme, dass das Töten der toros ausserhalb der plaza de toros weniger grausam bzw. qualvoller sein. Im Gegenteil sogar! Ein toro der lebend aber verletzt das ruedo verlässt muss nicht selten Stunden warten, bis er abgeholt wird, damit man ihn zum Schlachthof, dem matadero bringt. Es gibt sogar Aussagen die bestätigen, dass die Tiere manchmal sogar bis zum nächsten Tag dort warten müssen. Und da ist er nun, eingesperrt in einem meist kleinen dunklen Raum, seine Schmerzen beginnen sich zu steigern, da der Adrenalinspiegel am sinken ist und auch der Ausstoss der Beta Endorphine nachlässt. Und er selbst kann gar nichts dagegen tun, sich nicht mal wütend dagegen aufbegehren. Ein purer Leidensweg zum Tod. Ein Kalvarienraum zum Ende des Lebens.

In Portugal werden die toros ebenfalls verletzt, verlassen aber das ruedo lebend,
um dann später im Schlachthaus getötet zu werden.
Den einzigen Vorteil dieser Qual findet sich in der scheinheiligen Vorstellung, "Was man nicht sieht, existiert nicht!". Das Publikum rechtfertigt seinen Besuch damit, bei dem eigentlichen Tötungsakt nicht anwesend zu sein. Wir verstecken das Blut, die Wunden und den Tod, dann können wir auch der Vollstreckung des Todes nicht beschuldigt werden. Dahinter verbirgt sich ein Gedankengut der Heuchelei.

Der toro bravo wird mit grossem Aufwand auf einer ganadería zum Sterben in einer plaza de toros gezüchtet. Der Tod, wie schon beschrieben ist das essentielle Ende einer corrida. Es geht um die Darstellung des Lebens durch den Tod und die Darstellung des Todes im Leben (*).  Und in Portugal geht man diesem mit gezielter Affektiertheit aus dem Wege. Ob das die portugiesische afición will oder nicht spielt keine Rolle. Es ist auf jeden Fall eine traurige Tatsache.
_____________________________________________________

Quellennachweis:
(*) Heilige Hochzeit, Rainer Bischof, Böhlau Verlag, Wien - Köln - München, 2006


Freitag, 11. März 2016

Valencia und Enrique Ponce




von Philip de Málaga


Wer an den Torero Ponce denkt, der denkt an Las Fallas
_____________________________________________________________

Der am 8. Dezember 1971 in der Gemeinde Chiva geborene matador de toros Enrique Ponce Martínez gehört schon seit Jahren nicht nur zu den führenden figuras in Spanien, sondern ist ein gern gesehener lidiador in allen ruedos auf der Welt. Mehr noch, was ein Franz Beckenbauer für den deutschen Fussball ist, ist Enrique Ponce für die spanische mundo de los toros. Dabei versteht er es nicht nur in den plazas de toros durch seine ruhige Art des toreo zu überzeugen (kaum ein torero setzt sich so für eine gute Vorstellung des toros so ein wie er, womit sich auch seine zahlreichen indultos erklären lassen), auch gesellschaftlich gesehen ist der Gentleman der tauromaquia häufig ein Gast. Ob bei königlichen Hochzeiten, offiziellen Anlässen oder in den Medien, Ponce steht häufig im Mittelpunkt.


Und wie der Kaiser in München regierte so bestimmt Enrique Ponce dass Geschehen geradezu dominierend bei den Las Fallas von Valencia. Die erste grosse wichtige feria taurina in der spanischen temporada. Eine fiesta wo dieser torero nicht nur dazugehört, sondern als ein Klassiker geradezu Teil dieser feria symbolisiert:
___________________________________________________

"Wenn man Las Fallas sagt, sagt man Enrique Ponce!"

mundotoro -
___________________________________________________

Seit seiner alternativa im Jahr 1990, welche life im Fernsehen übertragen worden war, hat der maestro aus Chiva es nicht einmal versäumt in Valencia zu den Las Fallas anzutreten. So kam er auf 55 paseillos wobei er als Trophäen 61 orejas erhielt. Eine grossartige Leistung, welche die afición zu schätzen und zu würdigen weiss. Und jeder aficionado ist dankbar ihn auf dem cartel de toros zu sehen. Und die toros auch. Denn immerhin haben 26 Tiere mit einer faena von Enrique Ponce und einem indulto ihre Freiheit zurückerlangt. Der diestro aus Chiva, 2007 Träger der Goldmedaille der Schönen Künste, kennt sich halt mit den toros bestens aus, ist er auch als ganadero aktiv tätig.

Donnerstag, 10. März 2016

Jerez de la Frontera: Komplett ausverkauft




von Philip de Málaga



Wie in Jerez de la Frontera zu erwarten war, 
verkauften sich alle Eintrittskarten binnen 24 Stunden
__________________________________________________________

Drei corridas, mal drei no hay billetes ergibt 33.500 Zuschauer in den tendidos der plaza de toros im andalusischen Jerez de la Frontera.  Eigentlich ist es die Feria del Caballo, die grosse fiesta der Pferde, doch diesmal ist es ein Mensch, ein torero der die Massen anlockt. Da kann sich der empresario gewiss freuen. Auch die weltweite Presse der mundo de los toros wird kommen, um zu sehen, was der maestro aus Galapager, der matador de toros José Tomás im ruedo zeigen wird. Kaum öffneten sich die offiziellen taquillas wurden die entradas, also die abonos direkt, per Telefon oder online innerhalb eines Tages verkauft. 
Noch müssen die 11.500 Sitzplätze bis Mai warten.
Den Blick nach oben gerichtet.
Dort will er wieder hin.
Schon früh morgens standen die Leute an, um sich ein abono zu sichern. Jeder will gerne bei der Wiederauferstehung des Menschen José Tomás dabei sein. Bei seiner taurinischen Wiedergutmachung.Wie man es auch immer sehen will, ein Highlight im toreo wird es in jedes in diesem Jahr schon werden. Denn das Rahmenprogramm, wenn man es denn so bezeichnen darf, besteht ja ebenfalls aus figuras, wie Morante de la Puebla, Alejandro Talavante, López Simón, Juan José Padilla, und José María Manzanares. Hinzu kommen am Vortag die sechs caballeros die zur Feria del Caballo ihre Künste beim rejoneo zeigen.

Bei so viel Glanz und Gloria aus der mundo taurino, ist es doch ein wenig bedauerlich, dass hier den Verantwortlichen ein wenig der Blick in die Zukunft zu fehlen scheint. Zwar haben sie jetzt ihre figuras und auch das Interesse, aber wird das immer so sein? Warum konnte man in diese kleine feria taurina nicht ein festival für den Nachwuchs mit einbinden, zum Beispiel in Form eines Certamen de Escuelas Taurinas, auf nationaler oder gar internationaler Ebene, so wie es in Málaga jedes Jahr, sogar recht erfolgreich praktiziert wird? Ein Weitblick, der leider noch in vielen plazas fehlt. 

Mittwoch, 9. März 2016

In México sind Kinder im Publikum erwünscht




von Philip de Málaga


Im mexikanischen Bundesstaat San Luis Potosi 
dürfen Kinder weiterhin Stierkämpfe besuchen.
____________________________________________________________

Dulcelina Sánchez (PRD)
Auch in México ist das Thema der toros ein Thema. Auch hier gibt es Gruppierungen, welche eineabolición de los toros fordern, wobei México politisch betrachtet sicherlich mit anderen Dingen zu kämpfen hat. Trotzdem versuchen es die antitaurinos immer wieder. Wie in der letzten Woche im Bundesstaat San Luis Potosi mit seinen 2,8 Millionen Einwohnern. Unter Führung der Abgeordneten Dulcelina Sánchez von der PRD, der Partei der Demokratischen Revolution wurde beim Kongress des Staates ein Antrag eingereicht, den Kindern im gesamten Bundesstaat den Zutritt zu den festejos taurino zu verwehren.


Die Politikerin wählte erst diesen demokratischen Weg, um zu sehen wie die Stimmung diesbezüglich ist um dann gegebenenfalls juristische Schritte in die Wege zu leiten.  Mit einer Niederlage hatte sie gerechnet, doch dieses geradezu erdrückende Ergebnis kam für die junge Politikerin doch etwas überraschend. Der Untergang einer Initiative. Da kann man auch juristisch wenig ändern.


Insider sehen in diesem Wahlergebnis den allgemeinen Trend in México. Überhaupt ist hier auch zu beobachten, dass man das toreo immer häufiger in legislative Aktivitäten mit einbinden will. Das wiederum ruft die antitaurinos auf den Plan, um politische Gruppierungen für ihre Konzepte gegen die tauromaquia mit einzubinden. Aber derzeit sieht die Realität anders aus. Die Kinder gehören zu den toros dazu. Ganze Familien gehen dort hin, erfreuen sich gemeinsam am tarde de toros, und da kann man dann nicht die Kleinen einfach zu Hause lassen. Besonders und vor allem auf dem Lande.

Dienstag, 8. März 2016

Eigentlich wollen sie nur den Tod - oder sie wissen es nicht

Was antitaurinos wollen, ist nicht den edlen Stier am Leben zu erhalten,
sondern was sie verlangen ist ein schnelles Todesurteil.
Wenn Politiker über die Tauromachie debattieren,
geht es um viel, nur nicht um die Stiere.
___________________________________________________________________






von Philip de Málaga



Schon seit Jahren wird darüber diskutiert, ob die toros verboten werden sollen oder nicht. Spätestens seit 2007 ist es auch hier in Spanien zu einem Politikum geworden. abolición de los toros hätte zur Folge, zum einen das etwas mehr als 230.000 reses getötet werden müssen, weil die ganaderías die Kosten nicht mehr tragen können und diese Tiere einfach nicht zur kostendeckenden Fleischzucht geeignet sind. Vor allem sind es die an die 120.000 toros bravos, welche direkt den Weg ins Schlachthaus antreten müssten. Schon im letzten Jahr mussten ganaderías ihren Betrieb vollkommen einstellen, oder einen grossen Teil ihrer Herde der Schlachtung freigeben, weil sie finanziell nicht mehr tragbar waren.

Mit gesenkten Köpfen ergeben sich die toros ihrem Schicksal.
Es ist nicht erwünscht dass sie das Leben eines toro bravo führen dürfen.

Zum anderen würde es das Ende des noblen toro bravo bedeuten. Der toro der es liebt seinem Instinkt des Angriffes zu folgen, der toro der mehrere Jahre in wunderbaren dehesas auf einem bis zwei Hektar grossen Land nur für ihn leben darf, von den Menschen unbelästigt, der toro der in der plaza de toros mit seiner bravura sogar ein indulto, eine Begnadigung erwirken kann und letztendlich der toro der relativ viel durch sein Umfeld zur spanischen Ökologie beiträgt.

Solche Bilder soll es laut den antitaurinos in Spanien nicht mehr geben.
(Foto: mundotoro)
Denn ein Punkt sollte mal klar festgehalten werden. Die antitaurinos setzten all ihre Kräfte, all ihre Beleidigungen, all ihre Hetzkampagnen, all ihren Lobbyismus ein, um ein Verbot der toros zu erwirken. Sie haben aber bis jetzt noch nichts, absolut gar nichts unternommen, um auch nur einem toro bravo das Leben zu retten, und noch viel weniger um das Überleben der Rasse des toro bravo durchzusetzen.

Der Wunschgedanke vieler Politiker und antitaurinos.
Nur kaum einer hat eine Vorstellung über die Umsetzung.
Nicht anders sieht es in den politischen Lagern aus. Vor allem jene Parteien, welche versuchen sich von allem typisch spanischen zu distanzieren. Besonders wenn es aus der spanischen Hauptstadt kommt und vorgeschrieben wird. Sich gegen den toro auszusprechen, gleicht der Feststellung, dass man diesen hier nicht benötigt. Und somit auch nicht seine Tradition. Und so sieht man ebenfalls in seiner Zucht keinen Sinn, und erst recht nicht in der Erhaltung der viel noch lebenden Tiere. Denn der Steuerzahler will dafür bestimmt nicht einkommen.

In der Kultur, in der gesamten Bannbreite der Wirtschaft, in der Politik, in der Kunst,
im sozialen Leben, ist die mundo de los toros voll integriert und von dem sector antitaurino kommen keine vernünftigen Ansätze über die Umsetzung eines möglichen Verbotes der toros.
Weder politische Gruppierungen noch Tierschutzorganisationen konnten bis jetzt dazu noch kein akzeptables, bzw. annehmbares Konzept vorschlagen. Noch irgendeinen Lösungsansatz für den entsprechenden Arbeitsmarkt, für die finanziellen Löcher die nicht nur bei der Branche zu finden sind, sondern auch bei den Gemeinden, Provinzen und dem Staat, durch die fehlenden Steuereinnahmen, und nicht zuletzt für den toro de lidia präsentieren. Auch die Antworten auf die Anfragen durch SfA, selbst beim Europäischen Parlament, fielen recht bescheiden bis nichts sagend aus. 

Mit anderen Worten, da gibt es nicht wenige, welche eine abolición de los toros fordern, aber selbst über den Bereich über doch eher bescheidene Informationen verfügen, und schon gar keine Idee über eine mögliche Umsetzung haben. 

Eine Demo von antitaurinos im letzten Sommer in Málaga: Und seien wir mal ehrlich,
die sehen nicht gerade so aus, als ob sie in der Lage wären, irgendetwas bewirken zu können,
ausser mit einem Megaphon zu hantieren.

Montag, 7. März 2016

Olivenza: Ausverkauft!




von Philip de Málaga



Das sind Bilder, welche die Antitaurinos nicht so gerne zeigen
________________________________________________________

Da beginnt die temporada taurina in Spanien und schon zeigen sich die ersten No hay billetes. Ausverkauft hasta la bandera, bis unter die obere Fahnenstange. Eine klare Ansage, an die, welche die Meinung vertreten, das Interesse an den toros würde es kaum noch geben.

"Es gibt keine entradas für die corrida an diesem Nachmittag"
Wir sind in Olivenza in der Extremadura. Eine Gemeinde, welche sich durch und durch für die tauromaquia einsetzt. Ein wahrer Botschafter für die mundo de los toros, die sich auch nicht scheut auf Messen dafür zu werben. Und so kam es, dass sich bei der corrida de toros am letzten Samstag alle tendidos füllten. Stolze 5.440 aficionados in einer plaza de toros mit historischer Vergangenheit, welche bis zurück in das Jahr 1854 reicht. Und viele mussten draussen bleiben und sind umsonst angereist, denn das festejo taurino war schon seit längerem ausverkauft.

Ausverkaufte plaza de toros in der Extremadura
______________________________________

Toros von der ganadería Garcigrande
Für die maestros
Diego Urdiales: oreja und ovación tras aviso
Miguel Ángel Perera: oreja tras aviso und ovación
und Alejandro Talavante: dos orejas und oreja, puerta grande

Sonntag, 6. März 2016

Stierkampf auf dem Vulkan

Eine Plaza de Toros auf der Inselgruppe der Azoren
erobert die Sozialen Netzwerke
___________________________________________________________________







von Philip de Málaga


Es war Anfang Februar, als in den Sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram ein Photo veröffentlicht worden ist mit dem Titel "Volcán de Toros" (Vulkan der Stiere). Auf dieser Aufnahme ist eine plaza de toros zu sehen, welche sich im Krater eines Vulkans auf der Insel Graciosa der Azorengruppe befindet. Bei den Usern kam das Photo an. Allein bei Facebook gab es zwischen aficionados und solchen die zu den toros keine Beziehung haben gleich in der ersten Woche ein "Gefällt mir". 




Ohne Frage, eine in der Welt einzigartige Lage für einen coso taurino. Ebenso einzigartig wäre ein mögliches Hinweisschild, welches ankündigt: "Wegen Aktivitäten des Vulkans muss das festejo taurino abgesagt werden."


Ein ohne Frage religiöser Ort. Allein schon der Name: Nosa Senhora da ajuda, der Berg unserer helfenden Jungfrau. Und so schmücken den Weg auf den 405 Meter hohen Vulkan verschiedene Kapellen, wo die toreros vor ihrem Auftritt im ruedo einkehren können um für ihre lidias zu beten. Und am Ende des Weges befindet sich ein Heiligtum der tauromaquia, die plaza de toros  oder wie die Einwohner es nennen der cráter de toros von Santa Cruz da Graciosa. Gleich einem Olymp des toreos.

Der Grundgedanke zur Konstruktion war einfach. Das Rund eines ruedos war schon vorgegeben. Der Boden flach und die Basis für die nach oben gehenden tendidos war auch schon vorhanden. So entstand die Idee, in der Wildheit der Natur die Wildheit einer corrida de toros zu präsentieren.  Und auch das ist noch eine Seltenheit. Die Gemeinde zählt gerade mal um die einhundert Einwohner und deren einmalige plaza verfügt über ein um ein vielfaches grösseres aforo.

Samstag, 5. März 2016

2015: 25.000 Besucher im Stierkampf-Museum von Córdoba




von Philip de Málaga


Immer mehr Museen der toros öffnen erfolgreich ihre Tore
_____________________________________________________________

Ob Madrid, Valencia, Málaga oder wie jetzt im andalusischen Córdoba, die museos taurinos erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Mittlerweile gehört in zahlreichen Orten der Besuch der mundo de los toros mit zum Programm der Reisenden. Ob eine plaza de toros, eine ganadería oder eben ein Museum, man will mehr über die toros erfahren. Für viele ein erster Schritt in die mundo taurino. Und die Museen haben einen Vorteil. Sie sind in der Regel das ganze Jahr über geöffnet und somit nicht an die temporada taurina gebunden. 


Das Museum für Stierkampf in Córdoba wurde im April 2014 eingeweiht und zählte im vergangenen Jahr 24.876 Besucher. Den grössten Andrang gab es im Mai mit 3.203 Interessierten. Im Vergleich zum Vorjahr zählte das museos taurino 5 Prozent mehr Besucher für den gleichen Zeitraum.


Begleitet wurde es durch die Ausstellung "Der erste Kalif des Toreo - Der matador de toros Largatijo und seine Epoche", welche vor allem einheimische Bevölkerung ins Museum zog.


Öffnungszeiten:

SOMMER: 
  • Dienstag bis Freitags 8:30 - 20:45
  • Samstags: 8:30 - 16:30
  • Sonn- und Feiertage: 8:30 - 14:30
WINTER:
  • Dienstag bis Samstags: 8:30 - 15:00
  • Sonn- und Feiertage: 8:30 - 14:30
Eintrittspreise:

  • Normal: 4,- €
  • Schüler und Studenten: 2,- €
Adresse:

MUSEO TAURINO DE CÓRDOBA

Plaza de Maimónides s/n
E 14004 Córdoba

Telefon: +34 957 201 056

Freitag, 4. März 2016

Mundotoro: Das führende Portal der Tauromachie




von Philip de Málaga


Das spanische Portal Mundotoro 
mit über 2,7 Millionen Hits im Februar!
________________________________________________________________

Es steht ausser Frage, das Medium Internet hilft auch der tauromaquia bei der Internationalisierung. So hat man man die Möglichkeiten von der ganzen Welt aus das Geschehen in der mundo de los toros zu verfolgen. In in den Ländern ohne tradición taurina gibt es die Möglichkeit auf Portale zu stossen, wo man in deren Sprache über die toros berichtet. Wie zum Beispiel hier in Deutschland die Seiten Stierkampf - Corrida de toros von Dr. Andreas Krumbein oder torodoro von Torodora Gorges. Selbstredend werde die nur von einem kleinen Kreis gelesen, eben der deutschsprachigen afición a los toros. Aber mit steigendem Interesse.

Kommen wir wieder zurück in die Heimat der toros, nach Spanien. Denn dort hat sich neben den zahlreichen Onlineangeboten, wie Aplausos, Portal Taurino, Cultoro, burladero TV, Avance Taurino und anderen vor allem ein Portal als der Spitzenreiter abgehoben: Das in Madrid ansässige Mundotoro.

Das führende Portal in Sachen "Stierkampf"
Im Februar diesen Jahres wurden bei diesem Onlineauftritt 2.757. 006 Seiten angeklickt. Dabei zählte man mehr als 630.000 Besucher.  Im Vergleich zum Vorjahr sind das 13 Prozent mehr. Überhaupt zeigt sich mundotoro schon im dritten Jahr mit steigender Tendenz. Ein klares Indiz, das Interesse sich über die mundo de los toros zu informieren steigt kontinuierlich. Ein Trend, den man auch bei SfA beobachten kann.
Das Interesse für die toros ist weiterhin am steigen.
Überhaupt konnte mundtot im letzten Jahr mit über 40 Millionen Hits ein gutes Ergebnisausweisen. 

Einen grossen Beitrag kommt dabei sicherlich von den beiden bekannten sozialen Netzwerken. Denn auch dort ist mundotoro recht aktiv. Auf facebook kam das Portal mit vielen Kommentaren und Beiträgen auf 88.800 "Gefällt mir". 

Und auch bei der Konkurrenz twitter können sich die Experten taurino nicht beklagen, verfolgen doch immerhin mehr als 56.300 Personen den Informationen aus der mundo taurino

Bei Twitter 3.03.2016
Nun kann man das taurinischen Geschehen bewerten wie man will, seine Urteile aus den Statistiken von den festejos taurinos selbst interpretieren, oder politische Aktivitäten, für wie gegen die tauromaquia beobachten, eines kann man auf jeden Fall feststellen, beim Interesse für die mundo de los toros ist eine steigende Tendenz zu beobachten, und dies zwar schon seit Jahren. Immer mehr Menschen wollen mehr über die toros erfahren. Erst ist es die Neugier, dann möchte man mehr Hintergrundwissen erfahren und schliesslich möchte man gerne auch eine Idee mitreden können. 

Danke dem Medium Internet beschränkt sich die mundo de los toros nicht nur auf die Länder, wo es festejos taurinos gibt, sondern kann weltweit verfolgt werden. Und das Portal mundotoro ist in Sachen Aktualität zum einen und statistischem Wissen, wie auch einem Nachschlagewerk und Informationen über toreros, ganaderías, plaza de toros, Chroniken und sonstigen Reportagen mit Sicherheit federführend.

SfA gratuliert mundotoro für seine hervorragende Leistungen und dankt für die Zusammenarbeit.

Donnerstag, 3. März 2016

Mallorca: Kampf der Kleinigkeiten




von Philip de Málaga


Auf den Balearen hat man die toros zwar verboten, 
aber es wird weiterhin darum gestritten
______________________________________________________________

Irgendwie scheint das Thema der Tauromachie auf der Insel der Deutschen kein Ende zu nehmen. Zwar hat man die toros mittlerweile auf den Balearen verboten,  aber nichts desto trotz melden sich immer wieder weitere taurinos zu Wort, um die fiesta nacional auch weiterhin zu fördern. So einfach will sich die afición a los toros, so klein sie auch sein mag, nicht abspeisen lassen. Aber auch die Gemüter der Gewinnerseite können sich noch nicht beruhigen.

Da gibt es den matador de toros José Barcélo Alomar "Camilla", der jetzt so ziemlich kurz entschlossen, sein eigenes festejo taurino organisiert, wo selbst bekannte figuras wie den Piraten Juán José Padilla, den Portugiesen Victor Mendez, das Idol der banderillas aus Valencia "El Soro" und der maestro Dámaso González, von Festland angereist kommen um ihn zu unterstützen (SfA hat darüber berichtet: Mallorca: Jetzt erst recht!). Der veranstaltende torero kommt aus der Gemeinde Muro, und dort findet auch seine corrida statt. Die entsprechenden Genehmigungen seien allesamt schon eingeholt worden, hiess es an offizieller Stelle.

Muro: Für eine Gemeinde, welche die toros abschaffen will gut besucht.
Doch das Rathaus reagierte prompt und hat die empresa einer corrida de toros aus dem letzten Jahr mit einer Geldstrafe belegt, weil dieser Jugendlichen unter 16 Jahren zu dem festejo taurino den Zutritt zu den tendidos nicht verwehrt hatte. Pro Minderjährigen waren das 60 Euro, bei zwanzig Kindern also die Gesamtsumme von 1.200 Euro. Nichts besonderes, aber schon die höchste Geldstrafe, welche die Stadtverwaltung jemals der lokalen tauromaquia auferlegt hatte. Mehr ein Zeichen, mehr spektakulär, mehr Fronten klärend. 

Erstaunlich bei Muro ist wohl, dass die Gemeinde zwar offiziell ihrer politischen Verpflichtung nachgeht, aber so richtig überzeugend tun sie es nicht gerade. So wirbt das Rathaus von Muro auf ihrer offiziellen Internetseite optisch weiterhin für die mundo de los toros:

Aktueller Screenshot vom 3.03.2016
In das politische Treiben mischt sich nun die Opposition ein. Eigentlich schon zwei Wochen nach dem balearischen Beschluss. Denn nun halten die Politiker der konservativen PP dagegen. Sie berufen sich auf die Werte der Tradition bei den toros, und stellten diesbezüglich einen Antrag, dass in der Gemeinde Fornalutx die bekannten encierros zum Kulturgut der Balearen deklariert werden sollen. Ob sie damit durchkommen bleibt offen, denn zumindest in Fornalutx hält die PP stets die Mehrheit.

Mittwoch, 2. März 2016

Grosser Andrang beim Vorverkauf




von Philip de Málaga


Zu Beginn der Saison richten sich alle Augen auf den Vorverkauf
_______________________________________________________________

Nun kommt sie so langsam ins Rollen. Die temporada taurina in Spanien. Und es ist natürlich naheliegend, dass man ein Blick auf den Vorverkauf wirft, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, über einen möglichen Trend.  Wie ist denn das erste Interesse für die toros  Die Antwort fällt einfach. Das Interesse ist da mit steigender Tendenz.


Und da steht demnächst die Feria de Magdalena in Castellón in der Region Valencia. Und die 170.000 Einwohner-Gemeinde kann sich in ihrem Herzen sehr wohl taurino fühlen, denn sie kann auf eine lange tradición mit den toros zurückblicken. Denn schon am 3. Juni 1887 wurde dort die plaza de toros mit einem aforo für 13.000 Zuschauer eingeweiht. Damals stellten sich einem No hay billetes die beiden berühmten matadores de toros Largatijo und Frascuelo in dem 50 Meter grossen ruedo.
Eine plaza de toros mit Geschichte und Tradition.
Und nun füllt sich dieses historische coso nach 129 Jahren immer noch. Und wie es scheint sogar erneut recht gut. Denn im dritten Jahr in Folge, so berichtet das Portal La economía del toro, verbuchen die Veranstalter eine erneute starke Steigerung. 5 Prozent mehr Dauerkarten wurden verkauft, und an einzelnen entradas gar 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine durchaus positive Bilanz. Und dabei hat die empresa in diesem Jahr sogar ein festejo taurino mehr zu bieten: Zwei novilladas, ein rejoneo und vier corridas de toros.
Noch ist es leer hier. Aber mit den toros werden sich die tendidos schnell füllen.