Sonntag, 8. Dezember 2013

Keine Stiersymbole mehr in Frankreich?




von Philip de Málaga


Weil die französischen antiraurinos nicht auf normalem Wege Terrain gewinnen
versuchen sie nun spanischen Schinken zu boykottieren.
_____________________________________________________________________

Unglaublich, aber wahr. Die Allianz Anticorida in Frankreich hat erreicht, dass die Supermarktkette Carrefour gezwungen ist die Stierkampfsymbole auf ihren spanischen Schinken, den so genannten jamón seranos, zu entfernen. Französische antitaurinos versuchen derzeit in allen Bereichen aggressiv vorzugehen, obwohl sie sich seit jüngster Gesetzgebung nicht mehr nähr als 400 Meter einer plaza de toros nähern dürfen, um ihren Standpunkt des antitaurismo zu präsentieren.

(Foto: mundotoro)
Antitaurinos ziehen mittlerweile alle Register um ihre Interessen zu vertreten. Mit Tierschutz hat das gewiss nichts mehr zu tun. Das sie auf legalem Wege kaum noch etwas erreichen können ist ihnen wahrscheinlich allen bestens bewusst. Na ja, und das der toro auf dem iberischen Schinken eigentlich nichts zu suchen hat, das verstehen auch alle, selbst die aficionados.

22.371 Euro für einen wohltätigen Zweck




von Philip de Málaga


Wenn toreros für einen wohltätigen Zweck ihr Leben riskieren
wir das gerne von der Szene den antitauristas verschwiegen.
___________________________________________________________________

Der matador de toros Morante de la Puebla (Foto: mundotoro)
Am 13. Oktober fand in der Gemeinde La Puebla del Río, bei Sevilla, ein festejo taurino der beneficencia statt. Das Kuriose bei diesem Benefizstierkampf, die matadores de toros traten als rejoneadores an, also als Reiter, und die rejoneadores mussten sich zu Fuss dem toro gegenüberstellen. SfA hat über jenes festejo am 14. Oktober berichtet: Ein Dorf, mehrere tausend Zuschauer und der Wahnsinn! Nun überreichte am letzten Donnerstag der matador de toros und Organisator dieser Veranstaltung Morante de la Puebla der Organisation ANEF, der Caritas der Kirchengemeinde sowie der Stiftung Borja Cabello einen Scheck in Höhe von 22.371 Euro. 

Javier Castaño: 10 Fragen 10




mit Javier Castaño
(Fotos: mundotoro)


Schon Ursula Herzog hat bei SfA über diesen torero berichtet, vor allem über die klasse Leistung seiner cuadrilla. Javier Castaño, geboren 1980 in Cistierna (León), konnte in dieser temporada in allen tercios überzeugen. Nur seine schwache Leistung mit dem espada verhinderte den Weg um einer der wirklich grossen figuras zu werden. Trotzdem gelang es dem matador der toros in Nîmes, Castellón und Béziers wie Gijón zu triumphieren. Auch in Málaga, Madrid, Sevilla und Salamanca konnte er die tendidos überzeugen. In diesem Jahr bestritt er 42 festejos taurinos und bekam 30 orejas. Dabei gab es 8 faenas mit dos orejas. Javier Castaño stellt sich den 10 Fragen 10 von mundotoro:


1.Wie würdest Du am besten die derzeitige Krise geradebiegen?

Dafür habe ich nicht die Kraft es zu tun. Das überlasse ich anderen.

2. Dein Lieblingsrezept?

Paella.


3. Dein Traum-cartel?

El Viti, Manolete ... das würde mich begeistern dabei zu sein.

4. Bist Du ein Freak von etwas?

Eigentlich nicht richtig von irgend etwas. Vielleicht ein Fan von Atlético de Madrid.


5. Was stört Dich am meisten?

Heuchelei.

6. Welche Zeichentrickfilme gefallen Dir am besten?

Da kann ich eigentlich keinen nennen, obwohl ich gesehen haben und jetzt mit meiner Tochter mehr (ein Lachen begleitet diesen Kommentar)


7. Ein Bekenntnis?

Eigentlich keine, weil ich es nicht gewohnt bin zu schweigen.

8. Was scheint Dir lächerlich?

Um ehrlich zu sein, dafür habe ich keine Antwort.


9. Wie rufen sie Dich?

Nein, ich habe keinen Spitznamen.


10. Was hat Dir selbst in dieser temporada gefehlt?

Der Umgang mit dem espada. Da habe ich zahlreiche trofeos verloren.

Was für ein Wahnsinn



von Andrés Amorós


"Er ist ein Held, 
weil er genau das tut 
was ein normaler Mensch 
nicht tun könnte. 
Er begegnet, 
mit nicht mehr 
als mit Tüchern ausgestattet 
einem der 
gefährlichsten Raubtiere 
aus der Welt der Tiere. 
Was für ein Wahnsinn!"

________________________________________________
Quellennachweis:
Aphorismen zur Tauromachie, Augenblicke der Wahrheit
Torodora Gorges, www.torodora.de


Samstag, 7. Dezember 2013

Never change a winning team!




von Ursula Herzog



Javier Castaño behält seine cuadrilla
_____________________________________________________________

Der 1980 in Cistierna (León) geborene matador de toros Javier Castaño verkündete, dass er seine cuadrilla für die nächste temporada beibehalten werde. Also kein Wechsel. Picadores: Tito Sandoval und Fernando Sánchez. Banderilleros: David Adalid, Fernando Sánchez und Marco Galán. Wir erinnern uns an den 1. Juni dieses Jahres wo vier Mitglieder der cuadrilla für ihre Arbeit in Las Ventas in Madrid nach dem zweiten tercio eine geradezu triumphale vuelta al ruedo antraten. Was in der Geschichte der tauromaquia gewiss ein seltenes Ereignis war. 

Die cuadrilla bei ihrer vuelta al ruedo in Madrid
Schon im Juli 2001 unter dem matador de toros Luis Francisco Esplá kam der picador Anderson Morillo in den Genuss einer vuelta al ruedo. Für Castaño war der Auftritt in Madrid wohl auch ein Grund dafür seine cuadrilla nicht zu wechseln. In diesem Jahr bestritt er 42 festejos taurinos und bekam 30 orejas. Dabei gab es 8 faenas mit dos orejas. Auch in der mundo de los toros gilt "Never change a winning team!".

Es sei noch angemerkt, dass Javier Castaño sehr oft auf den carteles von corridas duras zu finden ist. Schon im letzten Jahr trat er als espada unico in Nîmes gegen sechs Miura toros an. Jener Stierzucht, wo die meistens toreros ums Leben kamen. Zum Beispiel der matador de toros Manolete.

Hier ein Video aus Nîmes:

El Juli: 10 Fragen 10





mit El Juli


Der 1982 in Madrid geborene matador de toros Julián López Escobar mit dem Künstlernamen El Juli gehört in den vergangenen Jahren nicht nur zu den führenden figuras, sondern auch zu der Gruppe jener toreros, welche sich massiv für die tauromaquia auch politisch einsetzen. Unter anderem in der G 10. Bekannt wurde er vor allem deswegen weil er im Jahr 1998 mit sechzehn Jahren in Nîmes zum jüngsten spanischen matador de toros mutierte. Und seitdem gelang es dem torero immer wieder die tendidos zu überzeugen und mit seinem souveränen toreo spricht er auch einen grossen Teil der afición an. So gelang es in diesem Jahr auch in der Real Maestranza de Sevilla mit der salida auf den hombros durch die Puerta del Príncipe zu triumphieren. 49 festejos mit 105 reses, 81 orejas, einem rabo und zwei indultos. Bei 23 faenas gelang es ihm dos orejas als trofeos zu erlangen. Eine wirklich beeindruckende Bilanz. El Juli stellt sich den 10 Fragen 10 von mundotoro:


1. Wie würdest Du am besten die derzeitige Krise geradebiegen?

Ich denke dass ist zunächst eine Frage an die Politiker. Aber ich stelle mir vor, dass man alles ein wenig neu strukturieren sollten um vor allem Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten zu schaffen.

2. Dein Lieblingsrezept?

Ein Kartoffelomelett.


3. Dein Traum-cartel?

Joselito, Belmonte und Manolete.

4. Bist Du ein Freak von etwas?

Die Form des embestir, und die Nuancen des toreos.


5. Was stört Dich am meisten?

Wenn etwas nicht der Wahrheit entspricht ... ganz unwichtig ob gut oder böse.

6. Welche Zeichentrickfilme gefallen Dir am besten?

Captain Tsubasa.


7. Ein Bekenntnis?

Ich bin verrückt nach gutem Essen und Chocolade.

8. Was scheint Dir lächerlich?

Das man ständig das toreo anzweifelt obwohl sich dahinter die pure Wahrheit befindet.



9. Wie rufen sie Dich?

Schon seitdem ich klein war, Julito.

10. Was hat Dir selbst in dieser temporada gefehlt?

In Madrid anzutreten ... meine grosse Illusion.

Freitag, 6. Dezember 2013

Espartaco möchte im nächsten Jahr noch einmal padrino sein




von Philip de Málaga


Der populäre es-torero möchte sich im nächsten Jahr 
wenigsten einmal wieder in die traje de luces begeben
_______________________________________________________________

Der 1962 in Espartinas, bei Sevilla, geborene matador de toros Juan Antonio Ruiz Román mit dem Künstlernamen Espartaco hat für das nächste Jahr wieder vor ein ruedo zu betreten. Zumindest für ein Mal, um als padrino für den novillero Javier Jiménez anzutreten.

Links der matador de toros Espartaco, rechts der novillero Javier Jiménez. (Fotos: mundotoro)
Espartaco selbst gehörte vor allem in den Jahren 1985 bis 1995 zu den grossen figuras. Allein in der andalusischen Hauptstadt Sevilla verliess er auf hombros drei Mal durch die Puerta del Príncipe das ruedo. 2001 hat er sich zurückgezogen. Übrigens sein padrino war der legendäre Manuel Benítez "El Cordobés" 1979 in Huelva. Derzeit versucht sich der maestro bei verschiedenen tentaderos wieder in Form zu bringen.

Stierkampfverbot im mexikanischen San Luis Potosí abgelehnt




von Philip de Málaga


Mehrheit in Zentralmexiko entscheidet sich für den Erhalt der toros
Antitaurinische Initiative vom März 2013 wurde abgewiesen
______________________________________________________________

Im Staatskongress von San Luis Potosí wurde gestern darüber abgestimmt, ob die mundo de los toros dem zentralmexikanischen Bundesstaat weiterhin erhalten bleiben soll. Das Ergebnis war eindeutig. 67 Prozent stimmten dafür und 30 Prozent dagegen. Besonders viel Aufsehen erregte diese Abstimmung weil zahlreiche internationale Organisationen, welche sich dem antitaurinismo verschrieben haben, darunter auch deutsche, versuchten einen besonderen Druck auf die mexikanischen Politiker auszuüben. Der Vorgang zog sich länger hin als geplant, weil im Antrag der Initiative Formfehler entdeckt worden sind. Aber letztendlich hat es nicht gereicht und so konnte die tauromaquia wieder einmal mehr einen politischen Triumph davontragen. 

(Foto: mundotoro)
In der Hauptstadt San Luis Petosí gibt es immerhin zwei plaza de toros, die eine für 7.500 Zuschauer (feria im August) und El Domo für 10.000 Besucher (feria im November).

Miguel Ángel Perera: 10 Fragen 10




mit Miguel Ángel Perera
(Fotos: mundotoro)


Ohne Frage gehört diese matador de toros zu den grossen figuras des toreo. 1983 in der Provinz Badajoz geboren gelang es diesem torero, besonders in diesem Jahr zu einem der besten toreros zu werden. Unter anderem in Madrid, Alicante, Bilbao, Santander und in Albacete konnte der maestro bestens beweisen, wie er versteht mit den toros umzugehen. Eine durchaus gute temporada hat der diestro aus Badajoz demonstriert. 43 festejos mit 87 reses, 47 orejas und einem indulto. Bei neun faenas gelang es ihm dos orejas als trofeos zu erlangen. Miguel Ángel Perera stellt sich den 10 Fragen 10 von mundotoro:


1. Wie würdest Du am besten die derzeitige Krise geradebiegen?

Um ehrlich zu sein, keine Ahnung. Was ich jedoch weiss, es gilt Arbeitsplätze zu schaffen um die Wirtschaft zu aktivieren. Aber welchen Weg man diesbezüglich gehen muss, da habe ich keine Idee.

2. Dein Lieblingsrezept?

Etwas ganz einfaches. Zwei frische Spiegeleier von Land mit geröstetem Knobloch und Pommes. Das schmeckt mir ungemein gut.


3. Dein Traum-cartel?

Da könnte ich zahlreiche toreros nennen. Ich würde vor allem mit all denjenigen antreten die ich bewundere. Mit Persönlichkeiten wie Manolete oder Luis Miguel. Aber auch mit Ordoñez, Camino und Él Viti. Und bezüglich der toreros welche es verstehen in bestimmten terrenos zu agieren, da denke ich an Dámaso González und Paco Ojeda.

4. Bist Du ein Freak von etwas?

Auf dem Land zu sein. Das erregt mich leidenschaftlich. Und dort läuft mir ständig die Zeit davon.


5. Was stört Dich am meisten?

Wenn man mich auf den Arm nimmt, wenn man versucht mich zu betrügen. Oder aber auch diejenigen die sich für besonders schlau halten.

6. Welche Zeichentrickfilme gefallen Dir am besten?

Als ich noch klein war habe ich immer gerne solche Filme gesehen. Aber an die meisten Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Lediglich der Rosarote Panther und Inspektor Gadget.


7. Ein Bekenntnis?

Ich liebe es unheimlich ausser Haus zu frühstücken. Und ich bestelle immer dasselbe: Ein halbes Toast mit Olivenöl, auch mal mit Tomate, einen Kaffee mit wenig Milch sowie einen frisch ausgepressten Orangensaft.

8. Was scheint Dir lächerlich?

Falschheit wie Heuchelei, der man leider zu oft begegnet. Und das Klischee, welches wir vor allem in unserer Berufsbranche zu viel sehen.


9. Wie rufen sie Dich?

Ich diesbezüglich hatte ich stets viel Glück. In der Schule nannte man mich stets bei dem Nachnamen.

10. Was hat Dir selbst in dieser temporada gefehlt?

Eigentlich nichts! Was mir fehlte lag in meinen Händen und das war recht wenig. Was mir fehlte war salir por los hombros in Madrid, Bilbao und Sevilla. Schuld daran war mein Versagen bei der estocada.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

PP verklagt die Bildu




von Philip de Málaga


Die Partido Popular klagt gegen das Verbot der Stiere in San Sebastian
_______________________________________________________________

Die sechs Stadträte der Partido Popular von San Sebastian haben beim dortigen ersten Verwaltungsgericht nun eine Klage eingereicht, dass die Minderheitsregierung auf eigene Initiative die espectáculos taurinos verboten habe, obwohl es an der nötigen Mehrheit der Stimmen gefehlt habe. "Bei dem Verbot handele es sich um einen groben Missbrauch, Betrug und Rechtsverletzung von verschiedenen verfassungsmässigen Grundlagen." Weiter heisst es, "die Veranstaltungen der toros unterstehen ausschliesslich den Landtagen und könnte von Verwaltungsbehörden nicht ausser Kraft gesetzt werden." 

Die plaza de toros Illumbre von San Sebastian (Foto: mundotoro)
Seit dem 27. März diesen Jahres, hat das Rathaus unter Juan Karlos Izagirre beschlossen die plaza de toros der baskischen Küstenstadt für verschiedene Zwecke zu nutzen, wobei die Ausführung von corridas ausdrücklich verboten wurde. Für die Ankläger ist es eine klare Angelegenheit. Eine Minderheit hat mit dieser Entscheidung das Recht einer Mehrheit beeinflusst und somit auch die Freiheit der individuellen Gedanken. Auch der finanzielle Faktor wird von der PP ebenfalls angesprochen, verliert die Stadt doch einige Euro, weil es keine corridas mehr gibt. Und mit Schachturnieren oder ähnlichem lassen sich halt nicht gerade grosse Summen verdienen.

Somit fordert die PP dieses Verbot zu annullieren, damit wieder der Mehrheit Recht gesprochen wird.


José Tomás wieder in Form




von Philip de Málaga


Der spanische torero aus Galapagar scheint medizinisch gesehen 
sich wieder erholt zu haben.
_________________________________________________________________

(Foto: mundotoro / Anya Bartels)
Wie Doktor Rogelio Pérez Cano bestätigte, scheint der matador de toros José Tomás sich wieder in einem optimalen gesundheitlich Zustand zu befinden. Schon am letzten Wochenende auf der aztekischen ganadería von Teófilo Gómez, konnte der maestro mit seinen lances überzeugen. "Seine lesión gehöre nun der Vergangenheit an. Ab Januar könnte die afición darauf warten, wann der maestro wieder antreten, denn vom medizinischen Standpunkt her, befinde er sich in einem sehr guten Zustand. Genau wie nach seiner schweren Verletzung in Aguacalientes haben wir beschlossen ihn mit einer aktiven Therapie Schritt für Schritt wieder an das toreo heranzuführen."

Und so brodelt es in der Gerüchteküche. Wann und wo bekommt man den maestro zu sehen. Aber seien wir doch ehrlich, zu oft wird er mit Sicherheit nicht im ruedo zu sehen sein. Genau wie in den vergangenen temporadas wir er seine Auftritte auf ein Minimum beschränken. Mexiko, Spanien und Frankreich, überall ein Mal und das war es auch schon. Mal sehen.

Wenn Toreros helfen





von Philip de Málaga


Zu Weihnachten werden auch die toreros caritativ
___________________________________________________________________

Am 6. Dezember versteigern der matador de toros Morante de la Puebla und die rejoneadores Diego Ventura wie Ángel Peralta einige Utensilien, welche sie für das toreo benutzen. So zum Beispiel eine capa von Morante oder jeweils einen Sattel von Peralta und Ventura. Die Einnahmen in La Puebla del Río  (Sevilla) kommen der Organisation Cáritas zugute. 


In Andújar (Jaen / Andalusien) nehmen verschiedene toreros ebenfalls an einem Fussballspiel am 15. Dezember für einen wohltätigen Zweck teil. Antreten werden unter anderem die maestros Espartaco, Morante de la Puebla, El Fundi, El Cid, Pepín Liria, Miguel Abellán, Curro Díaz, Esaú Fernández, Carnicerito de Ùbeda, Antonio Barera, Lama de Gongora und Daniel Luque, sowie einige lokale toreros. Zu erwähnen sei, dass Morante bevor er sich entschied den Weg eines matador de toros zu gehen sich mit dem Gedanken befasste die professionelle Laufbahn eines Fussballspielers anzutreten. Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 5 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Auch diese Einnahmen sollen Cáritas gespendet werden.

Sie alle spielen für einen guten Zweck. (Fotos: mundtoro & tauromaquia.de)

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Gericht verurteilt Manuel Leira Martín zur Zahlung für TV-Rechte an Toreros




von Philip de Málaga


Die erste Instanz in Salamanca verurteilt einen empresario, 
dass er alle toreros für die TV-Übertragung auszahlt.
________________________________________________________________


Die erste Instanz von Salamanca verurteilte den empresario Don Manuel Leira Martín zu einer Zahlung von 16.676,33 Euro an die Unión de Picadores y Banderilleros españoles. Diese Zahlung sei gerechtfertigt, weil drei corridas (21/8, 28/8 und 2/9) im Pay-TV Canal+toros übertragen worden seien und der empresario dementsprechend vom Fernsehsender ausgezahlt worden sei. Die Hauptschuld bei dieser Zahlungsverweigerung wird eindeutig dem empresario und nicht dem Unternehmen vorgeworfen. Krise hin oder her, auch toreros haben ein Recht darauf etwas zu verdienen. Und empresarios sollten stets bedenken, ohne toreros läuft gar nichts für sie. Eine plaza de toros ohne toros und toreros ist einfach nichts wert. Das müssen auch mal diese Herrschaften jener empresas verstehen.

Filmprojekt über Morante




von Philip de Málaga


Der Regisseur Juan Lebrón plant 
mit dem matador de toros Morante de la Puebla einen Film zu drehen
____________________________________________________________________

Der Professor und Stierkampfexperte Víctor J. Vázquez bezeichnete der matador de toros Morante de la Puebla als barrocken torero mit genetischer wie klassischer Veranlagung. Wenn er agiere sei es eher rauschhaft, dionysisch als apollinisch. Sein Stiel mit den toros zu arbeiten pendelt zwischen einem El Gallo und Belmonte. Ein torero, der während der lidia seinen Körper vergisst und ein wahrer Manierist sei.

Morante de la Puebla zwischen Belmonte und El Gallo
Ein Grund mehr für den Regisseur Juan Lebrón sich diesem Ausnahmetorero zu nähern. Schon bei ihrer ersten Begegnung in Sevilla waren sie sich einig. Es würde definitiv zu einer Zusammenarbeit kommen. Was Lebrón besonders an Morante gefiel war seine pureza. Der Regisseur, der vor allem mit seine künstlerischen Dokumentarfilmen über Flamenco, Sevillanas und die Karwoche sich einen Ruf verschaffte, verkündete: "Als ich ihn traf hatte ich wieder dieses einzigartige Gefühl wie vor 25 Jahren, als ich diesen grossartigen wie puren Künstler und Flamencosänger Cameron interviewte." Es sei ein optimaler Moment für eine solche Dokumentation, wo sich die tauromaquia zu einer wahren Legende entwickelt. Ziel sei es die arte del toreo als einen wunderbaren Traum und als Abstraktion unserer Kultur darzustellen.

Auf dem Weg ins Kino?
Zwar sei die Finanzierung noch nicht gesichert, aber man arbeite daran. Denn Lebrón möchte mit zahlreichen Kameras arbeiten und ein hohe Bildqualität abliefern. Dabei möchte er den matador de toros die gesamte nächste temporada begleiten. Gerade in diesen Zeiten, wo Morante in Lateinamerika triumphiert hat der Regisseur nicht nur die spanischen aficionados im Visier, es soll ein Dokumentarfilm entstehen, der ein internationales Publikum anspricht. So kann er sich auch vorstellen, diesen Film in der grössten plaza de toros der Welt in der Monumental de México uraufzuführen.

Wenn Antitaurinos über die Toros berichten

Das Portal SOS Galgos will es wohl besser wissen
______________________________________________________________________







von Colin Ernst 


Von dem Portal SOS-Galgos wurde dem Beitrag "Tercio de varas" - oder wie man dem Stier den Schädel bricht ein Artikel von mir, über die Verbesserung des tercios de varas kritisiert… Abgesehen davon, das sich ein Pro-Stierkampf Mensch darüber Gedanken macht, wie man unnötigen Schmerz für das Tier vermeiden kann, war ihre vermeintliche Kritik einmal mehr etwas haltlos. Das viele toros sich Schädelfissuren zuziehen, liegt in ihrer Natur, denn mit dem, mit den Hörnern bewaffneten Schädel, gehen sie auf ihre Gegner los. Nach drei bis vier Jahren im campo, verschiedenen peleas mit ihren Artgenossen, kann so etwas vorkommen. Der eiserne Steigbügel, der nicht mehr wie fünf bis sechs Kilo wiegt, wenn überhaupt, kann wenig mehr Schaden anrichten, als der Stierkollege mit seinen 500 Kilo Kampfgewicht beim Aufprall. Würde ein picador gezielt nach dem Kopf des toros treten, um ihn ernsthaft zu verletzen, müsste er die knapp ein Euro große Stelle an der Stirn treffen und der Stier würde auf der Stelle tot umfallen. Beobachtet man den Angriff des Stiers auf das Pferd, geht der toro auf die Schulter des Pferdes los – da ist kein Steigbügel weit und breit. Misslingt das perfekte Heranführen des toros ans Pferd und der Stier nähert sich der Breitseite in Rippenhöhe, zieht der picador seinen Eisenstiefel zurück und hoch, damit ihn der Stier nicht am Bein trifft, was mitunter zur Folge hat, das der Steigbügel lose am Sattel herunter baumelt. Nicht mehr und nicht weniger. Abgesehen davon, greift ein „wohlerzogener Stier“ an, indem er den Kopf senkt. In diesem Moment befinden sich Kopf und Hörner außerhalb jeglicher Reichweite des „bösen“ Steigbügels. Schaden wird dem Stier durch den falschen oder schlechten Gebrauch der vara zugefügt, über den Steigbügel würde der toro bravo lachen.

(Foto: Boris Kahl)

Dienstag, 3. Dezember 2013

El Cid prämiert von ABC




von Philip de Málaga


Die konservative Zeitung zeichnet den matador de toros El Cid aus
_____________________________________________________________

(Foto: mundotoro)
Der matador de toros Manuel Jesús Sid Sala "El Cid, geboren 1974 in Salteras in der Provinz Sevilla, wurde von der konservativen Zeitung ABC in Madrid mit einem Ehrenpreis für die tauromaquia ausgezeichnet. Er sei einer der wichtigsten und überzeugendsten Protagonisten dieser temporada gewesen. Eines der Hauptmotive für diese positive Bewertung sei die faena in Madrid gewesen, wo der matador es verstanden hat mit der muleta zu arbeiten, den toro zu verstehen, obwohl er letztendlich mit der estocada versagt hatte. Bei der Entscheidung überzeugte vor allem die Übertragung des toreo in die tendidos.

Nach diestro Miguel Ángel Perera, dem französischen matador de toros Sebastian Castella, den maestros Enrique Ponce und José María Manzanares und dem ganadero Victorino Martín ist El Cid der sechste Preisträger aus der Szene taurino.