Freitag, 22. Januar 2016

Ist der Stierkampf eine nationale Fiesta?

Der Inbegriff des Spanischen: Die Fiesta Nacional
Was verbirgt sich dahinter? Ist diese noch zeitgemäss?
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von Philip de Málaga


Um nicht in bestimmte Dogmen oder politischen Konfessionalisierungen zu flüchten, doch bis jetzt wurde es in politisch bis kulturell-historisch Sichtweise stets so interpretiert, dass sich in der fiesta nacional der Inbegriff des Spanischen verbirgt. Etwas was unweigerlich zu Spanien gehört. Mit dem sich die iberische Mentalität in ihren kulturell veranlagten Wurzeln identifiziert. 

Da gehören gewiss nicht nur die toros dazu. Die spanische Gitarre zum Beispiel, der Flamenco, die Paella, viele Dinge die sich damit verbinden lassen. Aber nichts scheint so tief verwurzelt wie die mundo de los toros. und bei 23.000 Jahren Tauromachie scheint dieser Grundgedanke nicht einmal ungerechtfertigt.

Umso erstaunlicher, dass nun die Madrider Bürgermeisterin Doña Manuela Carmena Castrillo mit einer neuen Offensive gegen die tauromaquia mobil macht, und die Präsenz der toros auf der öffentlichen Webseite der Rathauses von Madrid für den Tourismus streichen lässt. 

ABC - Madrid, vom 19.01.2016
Las Ventas von Madrid gehört mit knapp 24.000 Zuschauern nicht nur zur grössten plaza de toros von Europa, sondern hier finden auch die meisten festejos taurinos statt. Allein im Jahr 2015 waren es 62 corridas, welche von gut  einer Million Zuschauer besucht worden sind. Auch im museo taurino ist das Interesse in den letzten beiden Jahren ungemein gestiegen. Etwas,  die mundo taurinowelche schon seit Jahrtausenden zur Tradition gehört, wird nun per Tastendruck aus dem Kulturteil entfernt.

Das soll es nicht mehr auf der offiziellen Seiten für den Tourismus geben.
Obwohl Las Ventas sich regelmässig füllt, es soll dafür nicht mehr geworben werden.
Die Frage scheint gar nicht mal so weit her geholt. Ist es überhaupt gerechtfertigt, dass die spanische Hauptstadt etwas aus ihrem Kulturteil verbannt, was in Spanien selbst zum Kulturerbe deklariert worden ist? Darf eine Hauptstadt so etwas tun? Zum einen, zu bestimmen, was zur Kultur zählt oder was nicht und zum anderen, die Entscheidung für oder gegen die tauromaquia schon im Vorfeld negativ zu beeinflussen? Sollten das die Besucher von Madrid nicht selbst entscheiden können?

Gewiss, die Titulierung "national" stellt nicht unbedingt einen Anspruch an die Massen. Da würde mit Sicherheit der König Fußball vorne anstehen. Nein, vielmehr verkörpert sie einen nationalen Charakter, gewisse Werte, oder einen bestimmten Individualismus, welchen wir dann jedoch in anderen Bereichen wie dem Fussball wiederfinden, wenn die Spieler als toreros angefeuert werden, oder man im allgemeinen Leben durch Gesten der suertes den Stolz, die Ehre oder ähnliche Gefühle zu Ausdruck bringen will.

Der aficionado de toros und Fussballprofi Sergio Ramos mit einer capa schwingend 
und lauten olés in den Rängen eines Fussballstadiums
Da kann jeder sich drehen, wenden oder argumentieren wie er will, es ist und bleibt eine Tatsache, der Stierkampf, die fiesta de los toros mit ihren verschiedenen Formen der festejos taurinos wurde und wird in erster Linie mit Spanien in Verbindung gesetzt. Nicht nur weil sie hier tief verwurzelt ist, sondern wohl auch deswegen, weil die Hauptakteure, die toros wie toreros hauptsächlich aus Spanien, kommen. Die fiesta ist somit sehr wohl eine spanische Angelegenheit, ein vorwiegend national orientiertes Fest. Oftmals mit lokalen Wurzeln und Eigenarten. Eben eine Fiesta Nacional. Die toros gehören zu Spanien, wie der Sherry, der Flamenco, die Paella, das kam man eben nicht so einfach aus der Kultur radieren, und schon gar nicht per Tastendruck?

Schwieriger wird die nationale Betrachtungsweise,wirft man einen Blick auf lokale Gegebenheiten. Für viele ist es ja nicht so, dass die mundo de los toros ausschlich in Andalusien oder Kastilien beheimatet sei.  Auch in anderen geografischen Lagen wie dem Baskenland, Navarra und immer noch in Katalonien (!) finden sich taurinische Wurzeln wieder. Nicht selten unterscheiden diese sich von der klassischen corrida, und sind als festejos populares auch des öfteren an Brutalität und Willkürlichkeit nicht zu überbieten. 

Wie auch immer, eine fiesta ist es auf jeden Fall. Und eins steht fest. Erst wer sich die Mühe macht, bei diesem ohne Frage sehr diskutiertem Thema auch mal in die Tiefe zu gehen, wird erkennen und selbst urteilen können, wie viel fiesta nacional wirklich in der mundo taurino steckt. 

Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway sah das 1932 mit der fiesta nacional ein wenig anders. Eher negativ befleckt: "Von Schriftstellern spöttisch verwendet, welche gegen den Stierkampf sind - als andeutendes Symbol von Spaniens Rückständigkeit unter den europäischen Völkern." (1) Eine höchst eigenartige Interpretation, welche sich auf den Seiten der antitaurinos auch noch nicht widerspiegeln konnte. Wer käme schon auf die Idee Hemingways Argumente gegen die toros aufzubringen? Der COSSÍO, das klassische Nachschlagewerk (2) zu den toros hält sich zurück. Spricht erst gar nicht davon. Für ihn scheint es eine klare Angelegenheit zu sein.
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Quellennachweise:

(1) Death in the Afternoon, Ernest Hemingway, Charles Scribner`s Sons, New York, 1932
(2) COSSÍO - LOS TOROS, Espasa Calpe S. A., 2007

Donnerstag, 21. Januar 2016

Der Künstler Antonio Capel





mit Antonio Capel
von Ursula Herzog

Der zeitgenössische spanische Maler Antonio Guzman Capel ist am 19. Januar 1960 im marokkanischen Tetuán geboren. Ein Jahr später wechselte seine Familie nach Palencia in der Region Kastilien León


Capel gilt ein Vertreter des Hyperrealismus und hatte schon mit elf Jahren seine erste Ausstellung. Von da an begleiteten seinen Weg viele Ausstellungen in Museen und Galerien sowie zahlreichen Auszeichnungen und Prämien. Auch im Ausland, wie in den Vereinigten Staaten, Mexiko, Equador, Venezuela, Schweiz, Deutschland, Frankreich ist er ein gern gesehener Künstler. Es versteht sich von selbst, dass mit seinem Sinn für alles Spanische und den Realismus auch die tauromaquia von ihm ins Visier genommen worden ist.





Mittwoch, 20. Januar 2016

Wenn Toreros in der Küche stehen

Über eine andere Herausforderung für Toreros
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von Philip de Málaga

Schon seit geraumer Zeit gehört es zum Trend, sich als Berühmtheit in Kochsendungen oder Büchern zu präsentieren. So war es nur eine Frage der Zeit, wann denn die caballeros der Lichteranzüge ihre kulinarischen Gedanken freigeben. So haben die beiden Journalistinnen Pilar und Susana Carrizosa, bekannt durch das spanische Fernsehen (Madrid hoy und informe semanal) schon Ende 2006 ein Buch zu diesem Thema herausgegeben:  TOREROS EN LA COCINA

Siebzehn matadores de toros tauschten die traje de luces gegen Kochschürze und den espada gegen Küchenmesser ein und präsentierten 35 Speisen. Meistens im Rahmen eines eleganten Restaurants oder auf der eigenen Hacienda sprachen sie jene aficionados de toros an, welche sich in den tendidos genauso wohlfühlen wie in der afición der kulinarischen Tempel. Warum soll man nicht die Möglichkeit haben, gleich mehreren Leidenschaften nachzugehen? Begleitet werden einige von dem katalanischen Zwei-Sterne-Starkoch Sergio Arola.

Der torero Javier Vazquez aus Madrid beginnt mit den Worten Genauso wie in der plaza de toros fühlt sich einer in der Küche alleine. Das stellt sich zunächst die Frage, wie man denn seine Arbeit am besten beginnt? Nun, genauso wie im ruedo einer plaza de toros  Denn das erste was man anstrebt ist es, sich vorzubereiten, Und eines haben der torero und der Koch gemeinsam, am Ende wollen sie, dass es dem Publikum gefällt”.

Der Zwei-Sternekoch Sergi Arola
Der aus der andalusischen Hauptstadt Sevilla stammendemaestro Julio Aparicio erkennt als Gemeinsamkeit den Wunsch, die Lust, die Einfachheit sowie eine jede Illusion. Und fügt hinzu: Ob man nun einem toro gegenüber steht oder an der Herdplatte, muss vorbereitet, intelligent wie wachsam sein, und vor allem, vor einer jeden guten faena viel Gefühl einbringen”. Auf den Nenner bringt es der Sternekoch Sergi Arola Es ist eine Form etwas Wertvolles zu teilen, ob als Mann oder Frau. Ich kann mir ein Leben ohne Sensibilität nicht vorstellen, und das ist das Besondere in der Kochkunst. Darum gefällt mir auch der Stierkampf, wegen seiner besonders magischen Sensibilität”. Und er fügt hinzu, dass man wie beim Stierkampf die nötige Eingebung benötigt.


Bei so viel Sensibilität kann man sich eigentlich nur voller Spannung auf diese tauro-kulinarische Lektüre freuen. Und ein erster Blick über die Seiten verrät, hier geht es nicht nur um Rezepte, sondern die matadores de toros geben hier auch Privates von sich. Aber natürlich stehen ihre lukullischen Erlebnisse, ihre feinschmeckerische Erziehung und nicht zuletzt auch nicht unbedingt so kulinarische „Köstlichkeiten“ im Zentrum der Lektüre.

Jaime Ostos vor dem Feuer stehend,
ist auch ein Meister auf dem Feuer,
in der Küche.
So „erfreute“ sich, der mittlerweile 85-jährige Jaime Ostos in Kolumbien an „gerösteten Köstlichkeiten“, welche er geradezu verschlang, bis er so langsam erfuhr, um welche Delikatesse es sich handeln würde, welche er da so genussvoll und massenweise zu sich nahm: Geröstete Ameisen: „Allein schon der Gedanke, dass ich den kompletten Ameisenhaufen fast allein verspeist habe, löste bei mir … den Rest erspare ich Euch“. Der aus Cádiz stammende torero José Antonio Canales Rivera kam bei einer Überlebenssendung im spanischen Fernsehen in den Genuss eines Mischgetränkes aus Echsenaugen, Würmern, Heuschrecken, Affenhirn und weiteren Delikatessen. Und er verkündete nach mehreren Tagen des Hungern, zwar schmeckte es „fatal, aber ich fühlte mich fabelhaft, und ich glaube kaum einer kann dieses Gefühl nachvollziehen!

Im Grossen und Ganzen handelte es sich meistens um einfache, eher ländliche Rezepte, die nicht selten aus Mutters Kochstube stammen. So finden wir ein SALMOREJO von José Antonio Canales Rivera und MIGAS a la Victor Puerto oder MIGAS AL ESTILO CAMPUZANO. Und Tomás Campuzano aus Écija bei Sevilla erklärt uns, was es genau ist: „Wenn diese (gemeint sind die Brotkrumen) schön knusprig sind, gibt man ein Spiegelei darüber. Das ist der entscheiden Campuzano Geschmack“. Der aus Valencia kommende Vicente Barrera bereitet, wie zu vermuten ist natürlich eine PAELLA VALENCIANA DE POLLO Y CONEJO. Mittlerweile hat der torero aus Valencia herausgefunden, die arte der tauromaquia mit der arte der PAELLA zu verbinden. In beiden Fällen kommt der Künstler aus Valencia:

Mittlerweile haben die Paellas von Vicente Barrera einen gewissen Ruf
und werden auch gerne in anderen Medien zur Schau gestellt.
Carolina Adriana Herrera und Miguel Báez Litri junior,
dort wo es Bohnen mit Ketschup gibt.
Richtig erstaunt wird der Leser über die Kochkünste der Litri-Dynastie. Vater wie Sohn haben nicht nur Stierblut in den Adern, sondern beherrschen auch ihr Handwerk in der Küche. Miguel Báez y Espuny „Litri“ erlernte die Kochkunst sozusagen nebenher. Bei seinen Reisen zu den verschiedenen corridas de toros war er von der Zubereitung der Speisen so begeistert, dass er mit den einzelnen Köchen einen Deal machte: „Ihr zeigt mir wie es geht, und ich besorge euch Eintrittskarten für den Stierkampf”. Nun versteht er sich in der Küche bestens zu bewegen, und er hat es gar nicht gerne, wenn man ihm Verbesserungsvorschläge unterbreitet oder gar es wagt ihn zu kritisieren. Köstlich seine etwas unfeine Ausdrucksweise: „Mujé, má vino, cao en la puta!“ Natürlich trat bezüglich der Kochkunst sein Sohn in dieselben Fussstapfen, der über eine andere Delikatessen zu berichten wusste. Miguel Báez Litri Junior heirate Carolina Adriana Herrera, Tochter der bekannten Modedesignerin Carolina Herrera. Und eben seine Schwiegermutter liebte es in der Küche, genauso wie in der Mode, die Geschmäcker ordentlich zu vermischen. So gab es unter anderem BOHNEN MIT KETSCHUP.

Das klassische Stiergericht ESTOFADO DE RABO DE TORO, der bekannte Ochsenschwein Eintopf, wird von Jaime Ostos zubereitet. Er liebt es zu kochen, bleibt aber bei der alten, sprich traditionellen Küche: „Die neue Küche ist eigentliche eine Bauernfängerei!“

Der Lebemann Fran Rivera Ordoñez "Paquirri"
 ... aber mit dem Kochen selbst hat er es nicht so.
Aber nicht alle torero in diesem Buch, lieben es zu kochen oder sehen sich als werdende Köche. Vicente Barerra stellt trocken fest: „Ich versuch es gar nicht zu verheimlichen! Warum sollte ich lügen? Weder bin ich Koch, noch habe ich Spass daran in der Küche zu stehen. Aber manchmal muss man es halt tun um zu überleben“. Der Medienstar Francisco Rivera Ordoñez benötigt einen Roman, ganze zwanzig Wörter, um seine Speise zu umschreiben: SOLOMILLO DE CEBÓN CON SALSA DE COLMENILLAS, PATATA CREMA, FONDO DE ALCACHOFA CON ESPINACAS, TOMATE CHERRY Y PUNTA DE TRIGUERO. Dahinter ist höchste Kochkunst zu vermuten, doch schnell wird man aufgeklärt: “Ich habe nicht die leiseste Idee, wie man mit dem Küchenherd umgeht. Das einzige was ich wirklich bereiten kann ist ein Spiegelei. Und ich mag noch nicht mal Eier“.

Das es in einem solchen Buch tauro-kulinarische Begriffe gibt ist eigentlich zu erwarten: Die Zubereitung wird allgemein als faena umschrieben und zahlreichen Gerichte erinnern an die tauromaquia: PAVO REAL CON BANDERILLAS AL ESTILO VÁZQUEZ, RUEDO DE VERDURAS, SUERTE DE SOLOMILLO von José Pacheco Rodriguez „El Califa”, oder eine VERÓNICA DE SETAS CAMPERAS, ESTOQUE DE CHULETAS von Julio Aparicio und ob die TROMPETA DE LA MUERTE bei den SARDINAS ASADAS von Miguel Báez Litri jr. auch dazugehört, sei dem Leser selbst überlassen. 

Eine unterhaltsame Lektüre für einen jeden der die tauromaquia mit der kulinarischen Welt verbinden möchte. Sympathisch auch deswegen, weil die Stierkämpfer ein wenig aus ihrem privaten Leben erzählen. Insofern ist dieses Buch in seiner Art bis zu diesem Zeitpunkt einzigartig, sozusagen konkurrenzlos.
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Quellennachweis:

TOREROS EN LA COCINA (in spanischer Sprache) Pilar Carrizosa und Susana Carrizosa Edition: El tercer nombre, S.A. 
ISBN: 84-935102-8-9  Preis: 30,- Euros

Dienstag, 19. Januar 2016

210.000 Euro Strafe für Stierkampfgegner




von Philip de Málaga


Die bis jetzt höchste Strafe für den antitaurinismo
in einem auffallend schnellen Verfahren
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Es kam am Samstag Abend in den Hauptnachrichten aller grossen Fernseh- und Radiosender in Spanien. Der antitaurinismo wurde mit der bis jetzt höchsten Sanktion in Höhe von 210.000 Euro für ihre Aktivitäten abgestraft.

Damit reagierte die Regierung der Region Castellón auf den Einsatz ein Demonstration von antitaurinos und deren aggressiven Aktivitäten um das festival taurino im Rahmen der Fiesta Santa Lucía in der Gemeinde Olocau del Rey zu boykottieren, wo es ihnen schliesslich gelang die eigentliche Veranstaltung des toros embolados zu verhindern. Es ereignete sich am 5. Dezember 2015.


Die nicht genehmigte Manifestation (da es mehr als zwanzig Teilnehmer waren) der antitaurinos erforderte den Einsatz von vier Patrouillen der Guardia Civil, welche hierfür aus verschiedenen Gemeinden extra angefordert worden sind. Die Teilnehmer der antitoristas kamen aus Castellón (6), Barcelona (11), Madrid (4), Alicante (3), Valencia und Murcia (jeweils 2) und aus Gorilla, Zaragoza und Navarra (mit jeweils 1).

In einem auffallend schnellen Verfahren, man hätte normalerweise dafür von sechs Monaten bis zu einem Jahr Zeit angesetzt, wurden die 35 Aktivisten zu Geldstrafen von 600 Euro bis 30.600 Euro verurteilt. Man wollte ein Zeichen setzen, dass man solch illegalen Vorgehensweisen in Zukunft nicht mehr tolerieren werde.
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Mit einer Gesamtsumme von über 200.000 Euro, 
bisher die höchste Geldstrafe 
für den spanischen antitaurinismo.
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Vor allem hätten die Demonstranten in zwei Punkten illegal agiert. Zum einen war ihre Manifestation nicht genehmigt und zum anderen gefährdeten sie laut Artikel 37.1 der aktuellen Gesetzgebung die öffentliche Sicherheit bei einer sportlichen bzw. kulturellen Veranstaltung. Als Beweisgrundlage galten unter anderem die Videoaufzeichnungen des Fernsehsenders LA SEXTA.  Hier wurde vor allem festgehalten, wie die antitaurinos mit Menschenkette die Anfahrt des toros zum Festgelände verhinderten.

Sollten die Verurteilten die Strafe zeitgemäss leisten, wird ihnen ein Nachlass von bis zu fünfzig Prozent gewährt. Auch steht ihnen noch die Möglichkeit offen, in Berufung zu gehen.

Montag, 18. Januar 2016

Über die Subventionen der Stiere





von Carlos Herrera


Bei Carlos Herrera Crusset handelt es sich um einen bekannten spanischen Journalisten, welcher mit einem Lizenziat für Medizin sich vor allem für das Radio begeistern konnte. Für die Moderation der Morgenprogramme im Radio gelang er zu grosser Bekanntheit und wurde mit weit aus mehr als 25 Preisen für seine Arbeit und Moderation prämiert. Seine besondere Leidenschaft gilt drei Gebieten: Dem Fussballverein Real Betis der andalusischen Hauptstadt Sevilla,  den Bruderschaften und den Prozessionen der Semana Santa und der mundo de los toros, der tauromaquia im Allgemeinen.


"Das espectáculo taurino ist nach dem ausländischen Kino,
die am meisten besuchte kulturelle Veranstaltung
(den Sport nicht inbegriffen),
und wird am wenigsten subventioniert!"

"Es kann doch nicht angehen, 
dass das spanische Kino 1.835 Mal mehr subventioniert wird 
als die fiesta
obwohl diese drei Mal so viele Besucher anzieht."

"Das Theater wird 1.230 Mal mehr subventioniert,
nimmt aber letztendlich 24 Prozent weniger ein."

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Quellennachweis:

El impacto económico de la tauromaquia, Carlos Herrera, XL Semanal, Januar 2016

Sonntag, 17. Januar 2016

Wenn über die Stiere geschmunzelt wird

Es gibt sie auch in der mundo de los toros. Die Witze, Cartoons und ein wenig Sarkasmus:

"So ein Mist! Da sitzen unter den Touristen auch welche, die sich auskennen."
Warum die muleta nicht rot sein muss.
"Ob der wohl weiss, um was es hier geht?"
Ungewöhnlich: Matador für Tauben und Kaninchen
(Foto: Dr. Andreas Krumbein)

Samstag, 16. Januar 2016

Mallorca: Jetzt erst recht!

Auf Mallorca will man die Stiere verbieten!
Doch eine Alte-Herren-Liga hat etwas dagegen 
und organisiert trotzdem einen Stierkampf
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von Philip de Málaga

Sein Name ist José Barcélo Alomar mit dem Künstlernamen taurino "Campanilla". 1957 in der mallorquinischen Gemeinde Haro geboren war in Spanien in den Jahren zwischen 1977 bis 1995 als torero tätig. 

Seine alternativa hatte er 1987 in seinem Geburtsort Muro mit dem immerhin sehr bekannten maestro Luis Francisco Espla als padrino, wo es ihm immerhin gelang drei orejas als trofeos zu ergattern. Als frisch gebackener matador de toros beschränkten sich jedoch fast all seine wenigen Auftritte auf die Balearen. Seine letzten grossen Auftritte hatte er 1993 im Coliseo Balear in Palma de Mallorca ohne jedoch nennenswerte Ergebnisse. Eine schwere lesión im Knie zwang ihn 1995 sich ganz zurückzuziehen.

"Campanilla" als aktiver matador de toros vor über 25 Jahren.
Doch nun gute zwanzig Jahre später meldet er sich wieder zu Wort. Lange genug habe er den antitaurinos zugehört, deren Gerede ertragen, doch nun sei auch die hiesige Regierung definitiv zu weit gegangen.
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"Es könnte doch nicht sein, dass man als Mörder hingestellt wird, 
nur weil man zur Jagd gehe oder zu den toros
Ich kann da nur sagen: 
Wenn es einem nicht gefällt, er brauch da ja nicht hingehen!"
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Vor allem von dem Verbot der tauromaquia auf den Balearen angestachelt will er es wieder wissen und macht mobil. Schon seit zwei Jahren ärgern ihn diese kleinen Gruppen, die immer gegen die mundo de los toros wettern. So hat er beschlossen als empresario und torero zugleich  in diesem Jahr wieder einzusteigen. Ganz unter dem Motto, wenn der Staat nicht will, machen wir es halt privat. Und so soll es geschehen. Einen Termin gibt es schon: Den 2. April 2016. Einen Ort auch, und was ist naheliegender als die plaza de toros seines Geburtsortes Muro.

Plaza de toros in Muro für immerhin 7.000 Zuschauer.
Und damit er dort die tauromaquia nicht so ganz alleine verteidigt hat er einige bekannte maestros vergangener Zeiten und Gegenwart um sich gesammelt. 

Victor Mendez, Juan José Padilla, "El Soro" und Dámaso González
Absolute Persönlichkeiten aus der mundo taurino, die in Spanien auch diejenigen kennen, die mit den toros weniger zu tun haben: 6toros6 für die diestros Victor Mendez aus Portugal, der "Piraten" Juan José Padilla, Vicente Ruíz "El Soro", Dámaso González  ein noch nicht genannten novillero und natürlich für "Campanilla". Letzterer ist schon eifrig am trainieren und abnehmen, damit er am Tage seines Comebacks sich mit seinen  immerhin schon 59 Jahren in guter Form präsentieren kann.

Cartel der alternativa von Campanilla
Finanziert wird das festejo taurino mit 50.000 Euro von José Barcélo selbst und dem zahlendem Publikum in den tendidos. Die Preise halten sich mit 20 bis 25 Euro in einem sehr populärem Rahmen. Jedoch damit sich die puertas zu diesem festejo überhaupt öffnen können, müssen mindestens 2.000 entradas verkauft werden. Die Gemeinde in Muro auf jeden Fall hat dieser Veranstaltung schon zugestimmt und die Papiere dafür seien alle ordnungsgemäss geregelt.

Der Tag der corrida soll ein grosses Volksfest werden. Denn fiesta nacional beginnt vor dem Rathaus. In einem grossen Zug ziehen dann die toreros, alle in trajes cortos, mit der banda taurina, welche laut die Paso Dobles erklingen lässt, allen anderen Beteiligten und dem Publikum zur plaza de toros um dort dann die fiesta taurina geradezu zu zelebrieren. Damit will man ein Zeichen setzen. Vivan los toros! Es lebe der Stierkampf.

José Barcélo geht von einem Erfolg aus, denn die afición auf Mallorca sei ein wenig eingeschlafen.  Man muss sie nur wieder aufwecken, so der matador de toros, und sie wieder auf die Ursprünge ihrer Kultur zurückführen. Viel zu viele seien von dem Tourismus geblendet und hätte ihre kulturellen Wurzeln einfach verdrängt. Man muss sie halt mal wieder darin erinnern.

Und dieses sei nur der Anfang. Denn sollte das festejo taurino erfolgreich gewesen sein gibt es schon Pläne für eine nächste corrida auf Mallorca. Im Visier hat José Barcélo die plaza in Inca. Ein plaza de toros mit Tradition, wo es auch schon seit über einhundert Jahren toros gibt.
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"Und dann gibt es da ja auch noch diejenigen die sagen,
dass wir kein Fleisch mehr essen dürfen.
Das kann doch nicht wahr sein.
Da habe ich mir gedacht, dass jetzt etwas geschehen muss.
Das hat mich motiviert."
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Für "Campanilla" ist die tauromaquia leider viel zu sehr zu einer politischen Kontroverse thematisiert worden. Menschlichkeit und kulturelle Werte kämen dabei viel zu kurz. Es wird langsam Zeit diesem entgegen zu steuern.

Freitag, 15. Januar 2016

Stierfeste in Indien doch wieder verboten




von Philip de Málaga


Nach nur wenigen Tagen wird der Regierungsbeschluss gekippt
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Wie SfA diese Tage in Stierkampf in Indien berichtet hatte, wurde von der indischen Regierung in der letzten Woche die indische Variante des Stierkampfs, dem Jallikutta, nachdem es 2014 vom Obersten Landesgericht verboten worden war, laut Gesetz wieder zum Leben erweckt. Doch Gerharde am letzten Dienstag hat das indische Verfassungsgericht diesen Regierungsbeschluss für nichtig erklärt, und somit ist das Jallikutta nach nur wenigen Tagen auf dem asiatischen Kontinent auch schon wieder verboten. Wie fast überall, der Stierkampf entwickelt sich auch in Neu Delhi zum politisch-juristisches Tauziehen.


Wie örtliche Medien berichten, gibt es in Indien Felszeichnungen, welche diese Art von festejo taurino darstellen die 3.500 Jahre zurückgehen. Ursprünglich handelt es sich dabei um einen Wettlauf mit den toros. Doch irgendwann reichte diese Art von Wettkampf nicht mehr aus und man suchte den direkten Kräftevergleich. So entstand dann das Jallikutta. wo das Tier mit aller menschlicher Kraft zu Boden gebracht werden musste.

Auf jeden Fall waren mit diesem Jallikutta viele Traditionen verbunden. So wurde dem tapfersten Burschen eines Dorfes die Tochter des Besitzer von dem wilden Bullen versprochen. Oder sonstige ehrenvolle Auszeichnungen. Für die vor allem jungen Teilnehmer stets eine grosse Motivation zur Teilnahme. Von dem Nebeneffekt der Volksbelustigung ganz zu schweigen.

Ob sich das Urteil der Verfassungsgerichtes wirklich dem Tierschutz zuwendet sei mal dahingestellt. Es richtet sich auch gegen die Gefahr dieser Veranstaltungen aus, bei der in den letzten drei bis vier Jahren hunderte von Personen schwer verletzt und gar siebzehn Personen getötet worden sind. 

Donnerstag, 14. Januar 2016

Es sind noch viele, welche den Stierkampf zu schätzen wissen





von Robin Irvine

Der Anthropologe Robin Irvin brachte die tauromaquia an die Universität von Schottland. Im Portal THE CONVERSATION  bezieht er sich auf nicht wenige Punkte, welche die wirtschaftlichen Aspekte der mundo de los toros betreffen.


"Es ist nach wie vor ein ziemlich grosses Publikum da draussen, welche die toros und die corridas de toros zu schätzen wissen: 9,5 Prozent der Spanier nahmen an festejos mit toros 1014 - 2015 teil. Und diese Menschen leben in dem gleichen modernen Europa wie der Rest von uns. Jeder welcher den Stierkampf als barbarisch sieht, sollte es nicht vorher urteilen, bis er das Geschehen in einer plaza de toros nicht ausserhalb in der mundo de los los toros gesehen hat."

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Quellennachweis:
Robin Irvine,  THE CONSERVATION , 22.12.2015


Mittwoch, 13. Januar 2016

Pin-up im Torero-Stil




von Ursula Herzog


In der ersten (und einzigen) Nummer ihrer Revue “Sangre Nueva“  in der Mitte der 80iger Jahre hatten Dan & Tony Iacoponelli und Francis "Shock Corridor" Vadillo (alle drei heute verschwunden oder gestorben???) die Idee, das Bild einer pin-up-torera wiederzugeben.

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Quellennachweis:


Dienstag, 12. Januar 2016

REUTERS widmet sich den Stieren




von Philip de Málaga


Eine Bildreportage "Tod am Nachmittag" aus Sevilla
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Das die weltweit grösste internationale Nachrichtenagentur Reuters mit Hauptsitz in NewYork, öfters mal Neuigkeiten aus der mundo de los toros bringt scheint normal. Vor allem wenn es um populäre Feste wie San Fermín in Pamplona geht, wenn toreros lebensgefährlich verletzt worden sind, die antitaurinos mit illegalen Methoden auf sich aufmerksam machen oder wenn es in einer Region gar zu einem Verbot der toros kommt, wie in Katalonien oder Mallorca.


Marcelo del Pozo
Doch diesmal geht die Gruppe Reuters einen Schritt weiter. "Reuters macht die Feria de Abril im andalusischen Sevilla unsterblich" heisst es in verschiedenen spanischen Medien. Gemeint ist damit die photographische Präsentation von Reuters in THE WIDER IMAGE mit dem Titel "Tod am Nachmittag". Dabei bringen zwei Videos, eine Slideshow mit zwölf Photos und eine Audiodatei, ausgewählt und zusammengestellt von Marcelo del Pozo, einem internationalen Publikum den tarde de toros aus der La Real Maestranza de Sevilla näher.


Den Link zu diese Präsentation finden die SfA-Leser hier: Death in the afternoon

Montag, 11. Januar 2016

Auch in Portugal leichter Anstieg der Besucher




von Philip de Málaga


Im spanischen Nachbarland zählte man im Jahr 2015 
fast eine halbe Million Zuschauer bei 233 Stierkämpfen
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Wie das Portal La economía del toro berichtete besuchten im Jahr 2015 in Portugal 462.000 Zuschauer die festejos taurinos. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 1,8 Prozent mehr. Durchschnittlich zählten die Veranstaltungen der toros an die 2.415 Besucher in den tendidos.  

Die positive Entwicklung der durchschnittlichen Besucherzahlen
Das grösste Interesse für die toros gab es in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Die plaza de toros Campo Pequeño füllte sich mit ihren 33 corridas regelmässig mehr als 75 Prozent. Dabei gilt das besondere Interesse dem rejoneo. Überhaupt liegt das zentrale Interesse mit über 70 Prozent für die mundo de los toros im Zentrum des Landes wie im Norden von Portugal.

Laut dem portugiesischen Fernsehen RTP verfolgten sieben corridas an die drei Millionen Zuschauer die toros am Bildschirm.

Im letzten Jahr wurden in Portugal 233 espectáculos taurinos organisiert. 17 weniger als im Vorjahr.
Im- und Export von toros. Portugiesische Stiere werden beliebter.
Zum Exportschlager entwickelte sich überraschenderweise der portugiesische toro bravo. Mit einer Steigerungsrate von 62 Prozent wurden im letzten Jahr 335 reses nach Spanien und Frankreich exportiert.

Im Grunde genommen verhalten sich die statistischen Auswertungen auf der Iberischen Halbinsel relativ identisch. Ob Spanien oder Portugal, die Anzahl der festejos taurinos ist leicht zurückgegangen, aber die Gesamtzahl der Besucher hat definitiv zugenommen. Und das nun schon im zweiten Jahr in Folge. Das sind Tatsachen. Fakten die man nicht verleugnen und auch nicht wegdiskutieren kann. Es scheint offensichtlich zu sein, die mundo taurino scheint ihre siebenjährige Talfahrt abgefangen zu haben und beginnt sich allmählich auf vielseitige Art und Weise zu stabilisieren.

Sonntag, 10. Januar 2016

Stierkampf in Indien




von Philip de Málaga


Nach einem zweijährigen Verbot
wird eine alte Tradition des Stierkampfes wieder zugelassen
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Wenn etwas über zweitausend Jahre alt ist, dann hat es schon seine Rechtfertigung von einer Tradition zu sprechen. Die Rede ist hier vom Stierkampf in Indien. Besonders im Süden des asiatischen Staates in Tamil Nadu begegnet man dieser Begegnung des Menschen mit den Stieren. Allerdings wird hier der Stier nicht getötet, sondern ähnlich wie bei den forcados, werfen sich jungen Menschen wie beim Ringkampf auf den toro um ihn zum Fall auf den Boden zu bringen.


Dieses festejo taurino nennt sich Jallikutta, Eruthazhuvuthal oder Manu Virattu und wird an wenigen Tagen zum Erntefest des tamilischen Jahresbeginn veranstaltet. Keine ungefährliche Angelegenheit, seien bei diesem traditionsreichen Wettbewerb schon zahlreichen Teilnehmer gestorben, viele mit cornadas und sogar einige Stiere seien schwer verletzt worden. Was nicht erstaunlich ist, stürzen sich oft mehr als einhundert Personen auf das Tier. Um es den Teilnehmern etwas zu erleichtern füllte man die Stiere vorher mit Alkohol ab und sprühte ihnen Chili-Pfeffer oder ähnliches in die Augen. So wurde dieses Fest im Jahr 2014 vom Obersten Landesgericht in Indien erst einmal verboten.


Doch nun stehen in Indien Wahlen an. Und um die Popularität dieses Volksfestes auszunutzen ging die rechtskonservative Regierungspartei Bharatiya Janata Party (BJP) dazu über, dieses Verbot wieder auszusetzen. um so auf Stimmenfang zu gehen. Einer der regierenden Minister für das Transportwesen Pon Radhakrishnan (siehe Photo links) rechtfertigte die Entscheidung damit, dass es sich eben um eine zweitausendjährige Tradition handle und sich vor allem bei der tamilischen Jugend sehr grosser Beliebtheit erfreue.


Da erkennt man, wie auch im fernen Asien, die Stiere zum Politikum werden.