Sonntag, 17. April 2016

Der Himmel über Sevilla, und mit dem Toreo ihm so nahe!




von Phillip de Málaga
(Photos: mundotoro, SfA, Cultoro)


Morante kommt ... 
und nur wenige Sekunden setzen die königliche Maestranza 
in einen Rausch des unnachahmlichen toreo eines Genies
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Wenn eine plaza de toros wie die Real Maestranza de Sevilla sich hasta la bandera mit Rang und Namen aus der andalusischen Hauptstadt füllt, wenn unter den toreros beim paseillo nur einer ist, der einen Namen eines Genies, eines, nein, des Boheme der tauromaquia trägt, wenn die Sonne mit ihren Strahlen den maestros beim paseillo in das Gesicht leuchtet und der Wind die Gegenwart spüren lässt, dann ist er gekommen, der Moment der Erwartung. Der Puls bleibt stehen und wartet auf seinen Einsatz. Die Brust ist angespannt, das Herz erfreut sich dabei zu sein, diesen Moment mitzuerleben können. Es ist soweit. Die Maestranza ist vorbereitet.
Der paseillo, dem Licht entgegen um den Himmel zu erobern.
Und die 13.000 aficionados de toros in den tendidos des ausverkauften coso von Sevilla sollten nicht enttäuscht werden.

Morante de la Puebla, der andalusische torero, der erste matador de toros, dem es gelungen ist, das toreo in diesem modernen Zeitalter, fern ab seiner mittelalterlichen Entstehung und den Wurzeln in der archaischen Distanz, als Selbstverständlichkeit im Bereich der Kunst, dem kreativen Schaffen neuer Inspirationen, zu integrieren. Wegen ihm sind sie gekommen. Sie kamen um den morantismo zu spüren, zu sehen und zu erleben, selbst wenn es nur für wenige Minuten ist. Nach dem historischen indulto vom vergangenen Mittwoch wollte man mehr, man hoffte dem Himmel der toreros noch einmal näher zu kommen. Noch einmal in diesen Tagen an der Geschichte der tauromaquia teilnehmen zu können.

Dann kam er, nach einem silencio, einer ovación und einem oreja, der vierte toro des Tages. Sein Name Dudosito von der ganadería Nuñez de Cuvillo. In der Feria de Abril der achte toro von Morante. Seine letze Möglichkeit die Himmelspforte zu öffnen. Und was da durch das toril ins ruedo stürmte zeigte Klasse, bravura, ein toro zu Verlieben. So sah es auch der Künstler. Das Kinn an die Brust gepresst, den capote führend, beobachtet er den vorbei gleitenden toro, variierte und bestimmte das Tempo, kontrollierte das Geschehen und der Puls der Tausenden um das Rund verteilt begann zu beschleunigen.

Ein verónica mit der capa.
Der capote von Morante, wenn der toro mitspielt, bezaubert. Und Dudosito tat ihm den Gefallen. Galoppierend nahm er die Manöver der chicuelinas und andere an, während der diestro ihn mit  geschlossen Beinen empfing und ihn mit seiner typischen media verónica in das Leere laufen liess.


Bei so viel Euphorie und Begeisterung kam die Wahrheit vor dem abschliessenden momento de  verdad. Jenes Drittel, was entscheiden wird über Niederlage und Triumph oder gar einem peinlich anmutendem silencio im Publikum. Der toro kam und Morante war schon da. Stand sicher auf dem Sand im ruedo und nahm in aller Ruhe seinen Angriff entgegen. Der Zeitlupenmodus sprang an. Mit der tiefgeführten muleta erreichten Anfänge emotionaler Strömungen die tendidos. Bién hörte man von den Plätzen. Erneut passiert der Stier, mit der rechten Hand langsame derechazos. Da steht der diestro fest auf seinen Beinen, mit aufrechter Haltung, mit tiefem Einblick in die Gestaltung und Durchführung seiner Manöver, die natural, so langsam, welch eine Langsamkeit, so tief, das man die Luft anhält, ai, que profundo, und das Publikum beginnt zu träumen. Träume die wahr werden. Da ist sie, die Realität, die man sich wünscht. Genau jene Momente warum es in der Real Maestranza de Sevilla ein No hay billetes gab, und vielen der Zutritt versagt worden ist. Ein gesellschaftlicher Highlight in Andalusien in dem die mundo taurino triumphiert. Der temple den Atem des Windes anhalten lässt. Und da sitzt nun der Morantista, der aficionado, der taurino auf seinem asiento, schaut auf das Erlebte und kann es kaum fassen. Was hat er da nur gesehen? ¡Madre mía, que torero, que Morante! Die schleichende Ruhe im torero, das rasante Tempo im eigenen Puls. ¡Que fiesta! 

Nah am toro und in aller Ruhe, ganz langsam, eine natural.
Und dann? Dudosito wehrte sich. Ja, er griff stets die muleta an und entwaffnete den torero. Das rote Tuch glitt zu Boden und der hölzerne Stab, der estaquillador zerbricht. Da stand er nun, der matador ohne seine Bewaffnung, ohne Schutz, ohne Ablenkung. Die banderilleros strebten an, ihm zur Hilfe zu eilen, den toro abzulenken, eine zweite muleta zu bringen, doch der maestro Boheme entschied mit genialer Inspiration anders. Er nahm die ein wenig zweckentfremdete muleta wieder auf, ergriff sie mit seinen beiden Händen wie eine capa, rechts und links vom roten Tuch, stellte sich erneut dem toro, liess ihn angreifen und schwenkte die muleta wie ein capote, eine media verónica, oléque bonita, que belmontina, que pureza, der pure toreo war wieder neu geboren, er war einfach wieder da. 
... und eine media verónica mit der muleta.
Da stand er nun, der neugeborene Morante, voll und ganz auf das Wohl des toros seines Dudosito konzentriert. Belmonte war wieder erschienen. Er war dort. Sein Herz schlug einfach so plötzlich in den tendidos, in den Herzen der aficionados.  

Morante hat es geschafft. Ob eine Zigarre rauchend an der barrera sitzend oder im ruedo, der toreo ist arte, ist Kunst. Er hat es soeben bewiesen. Demonstriert. Mehr noch. Das Herz angesprochen. Eine Explosion der taurinischen Gefühle verursacht. Man ist wieder da. Man versteht, wonach man gesucht hat. Wie kann man da aufatmen, wenn man soeben gespürt hat, was man nie für möglich gehalten hat? 

Die puerta grande hat sich für den torero aus Andalusien geöffnet. Der paso doble erklingt. Die Himmelspforten sind gnädig mit der afición und breiten weit auf ihre Tore für neue Inspirationen.  Und um den Himmel zu erreichen, mussten wir schon sehr weit zurück blicken. Ganze 25 Jahre ist das her, wo der berühmte Ausspruch über den kolumbianischen diestro César Rincón in allen Medien zu lesen war, als er 1991 in einem Jahr vier mal die puerta grande in Las Ventas öffnete: "Cesar Rincón in Madrid kämpfen zu sehen, ist wie Gott etwas zu fragen und er antwortet dir". An diesem tarde de toros in Sevilla, in der königlichen plaza de toros der andalusischen Hauptstadt, waren wir genau dort wieder angelangt. 
Dos orejas!
Danke an Morante, Danke dass wir diesen Moment noch einmal erleben durften. Muchas gracias, maestro de la Puebla.

Samstag, 16. April 2016

Noch auf ein Wort zum "Indulto"





Ein Kommentar von mundotoro C.R.V.


Ist das Wort des indultos, der Begnadigung zeitgerecht?
Ist die Sprache der Tauromachie noch zeitgemäss?
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Ich glaube nicht an das indulto! Ich glaube nicht an diesen mittelalterlichen Begriff, wo einem Häftling die Todesstrafe vergeben wird. Ich verstehe, dass diese Praxis mit dem toro in die heutige Zeit übertragen worden ist, wo ein Begriff zunächst einmal bestätigt, dass dort jemand bestraft und zu Tode verurteilt worden ist. Laut Definition wird nur derjenige begnadigt, der auch verurteilt worden ist. Und das toreo ist keine Kunst die jemanden verurteilt, und schon gar nicht zum Tode. Zu sterben bedeutet nicht auch dazu verurteilt zu sein.  Ein toro wird nicht getötet, weil er schuldig ist, und deswegen kann er auch nicht begnadigt werden. Daher sollte man diesen mittelalterlichen Begriff im Jahr 2016 nicht mehr verwenden.
Der in Sevilla begnadigte toro Cobradiezmos auf dem Weg ins campo.
(Foto: Ganadería Victorino Martín)
Nein. Es ist eine semantische Bewertung, unwichtig oder ohne Idee. Es geht dabei um zwei Punkte: Erstens, das Leben des toros wertzuschätzen, welches das Ende in sich selbst in der tauromaquia darstellt,  und der Botschaft über Jahrhunderte: Die toros leben für immer. Und ausserdem muss die Botschaft des toreo bis hin zur Gesellschaft vermittelt werden, einer Gesellschaft in der ich lebe, welche Nachrichten des Todes und der Vergebung des Todes zurückweist, und die aus Überzeugung Bestrafung ohne Schuld ablehnt. Ein aficionado des toreo oder jemand der davon etwas versteht,  unterstützt die Natürlichkeit des Wortes indulto. Aber die Pflicht von uns allen, der Verständigen des toreo, ist es die fiesta in dieser Gesellschaft zu legitimieren, sie in ihrer Sprache und Gefühlen zu erklären, und dieses sollte nicht mit Ausdrücken geschehen, welche man nicht nur nicht versteht sondern auch abgelehnt werden. So sollte man nicht den Begriff matador de toros (Töter der Stiere) verwenden, sondern torero.

Die arena ist keine Zirkus mit einem von vornherein Verurteilten, sondern das Ende eines Lebens als Teil eines Rituals, einer Tradition, einer natürlichen Beziehung und dem Respekt zwischen dem Menschen und dem toro. Der Tod in der plaza ist der natürliche Tod, die Ursache für alle Menschen sterben zu wollen: Wenn unser Leben auf natürliche Weise endet. Ein anderer Tod, welcher  diesem nicht gleicht ist nicht der Tod eines toro bravo, sondern eines Tieres mit einer anderen Kondition, mit anderen Werten, welchem man einen anderen Respekt entgegenbringt. Nur der Tod in einer plaza ist der natürliche Tod eines toro bravo. Warum reden wir dann von indultos. Von Begnadigungen?

Nein, wir gehören nicht zu denjenigen mit der absoluten Macht in unseren Händen, die ihren Daumen vom palco aus nach oben oder unten zeigen, je nachdem wie der Pöbel es wünscht. Nein, wir sind nicht ein König, der aus Barmherzigkeit zu Füssen einer Guillotine begnadigt. Nein, wir gehören nicht zu dieser unzeitgemässen Macht, welche über Leben und Tod entscheidet. Ein toter toro der aus der plaza gezogen wird, hat den selben Tod wie ein toro, der wieder auf das campo kann. Denn er kehrt wieder zurück, weil er unter seinen Brüdern, besser war, oder besser behandelt wurde, oder bessere Tugenden hatte, oder einfach nur deswegen, weil seine bravura noch nicht zu Ende war. Darum kehrt er auf das campo zurück. Um dort sein leben fortzuführen.

Miguel Hidalgo (1753 -1811)
Die tauromaquia hat die Gabe der Wahrnehmung von dem, was noch nicht fertig oder verbraucht ist,  von dem, welches keine lidia erschöpfen kann. Und ein toro wie Cobradiezmos verschleisst sich nicht in der plaza.  Seine bravura ist unendlich. Und genau aus diesem Grund kehrt er auf das campo zurück. Wir sollten uns lieben von der Rede über das Leben an bis hin zur heutigen Gesellschaft, fernab von der Vergebung für die Verurteilten. Verstehen Sie, dass jemand sagt, dass dieses nicht notwendig ist? Denn es war schon immer so. Miguel Hidalgo, der mexikanische Revolutionär für die Unabhängigkeit, sagte dem Vize-König bezüglich seiner Begnadigung: "Der indulto ist für Kriminelle, nicht für Patrioten!" Und der toro bravo ist der treuste Patriot den die tauromaquia hat.

Ich fordere nicht ein indulto, ich schreie "Al campo!"

Freitag, 15. April 2016

Auf dem Weg in die Freiheit: Sevilla begnadigt einen Stier




von Philip de Málaga


Wenn Träume wahr werden ... wenn Sevilla beginnt zu träumen
In der andalusischen Hauptstadt wurde Geschichte geschrieben
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Wenn die andalusische Metropole anfängt zu träumen, bekommt man es in Spanien erst am nächsten Tag mit. Die Medien waren voll davon. 

Die spanischen Medien waren voll davon. Wenn Sevilla seine Gefühle zeigt.
Der toro Nummer "37" der ganadería Victorino Martín mit dem Namen "Cobradiezmos" und einem Gewicht von 562 Kilo, wurde am Mittwoch in der Real Maestranza de Sevilla vor gut 7.000 Zuschauern begnadigt. Der matador de toros Manuel Escribano kooperierte feinfühlig bei der Vergebung seines Lebens, weil es ihm gelang die Tugenden des toros im ruedo in Szene zu setzen. Die plaza im Rausch, Emotionen in den tendidos, als ob sie einen solchen toro schon seit Jahren nicht mehr gesehen hätten. Ein toro bravo auf dem Weg zur Freiheit. Vibrationen in den Herzen und Seelen des Publikums, und im Zentrum ein torero mit seinem Stier, der ihn laufen liess, obwohl dieser schon nach dem Tod verlangte. Der Tod war so nah, doch die Zuschauer wedelten mit den weissen Tüchern, immer energischer, immer wilder und immer stärker. Und Cobradiezmos folgte weiter der sich stets nach vorne flüchtenden muleta. Drehte sich um, erfasste das rote Tuch erneut und griff wieder an. Mehr pañuelos in den Rängen, im palco presidencial kaum Bewegung, Verärgerung in den tendidos. Ein Rausch zwischen Tod und Freiheit, zwischen Traum und Wahrheit. Sekunden die zu Minuten werden. Der toro läuft immer noch, passiert immer wieder muleta und torero. Auch die weissen Tücher im Publikum, noch kräftiger, noch energischer, ja sogar zorniger. Doch dann nach einer Ewigkeit erscheint es, ein kleines eher belanglos aussehendes Tüchlein, mit der Farbe der Freiheit. Das rote Blut des toros mischt sich mit dem gelben Licht der Sonne zur additiven Farbmischung eines Orange. Ein leuchtendes Orange, welches den Weg in die Freiheit, zu den grünen dehesas öffnet. Der aplausos dröhnt durch die Maestranza, Erleichterung in den Rängen, den Tod überwunden, die Freiheit erlangt. Cobradiezmos hat Geschichte geschrieben.

Der presidente zeigt mit dem orangen Taschentuch die Begnadigung von Cobradiezmos an.
Cobradiezmos auf dem Weg in die Freiheit
Ein intensiver und wichtiger Moment auch im Leben des matadores de toros Manuel Escribano, der im Anschluss sagte: "Ein historischer Moment. Es ist schwer, dass Geschehen zu assimilieren. Ich bin glücklich, ich bin der reichste in Freundschaft, Zuneigung und Liebe für die ganze Welt, vor allem zu sehen wie die Menschen es begeistert aufgenommen haben und auf mich setzten. Zu sehen, wie Menschen weinen, für das, was du im ruedo machst ist unglaublich. etwas was ich dem aficionado nie zurück geben kann, und da ist so ein indulto das beste was ich tun kann.

Mit bravura gegen den picador.



"Es war ein grossartiger toro, von beginn an. Anspruchsvoll aber bravo und ich musste mich sehr auf ihn fixieren um auf seiner Höhe zu sein. Gute toros durchschauen schnell den torero, aber Gott sei Dank konnte ich ihn phänomenal führen und so erreichte ich einen traumhaften toreo, tief unten, langsam geführt, ausgeglichen, es war eine pure Freude. Das gehört jetzt zur Geschichte und wird mir mein ganzes Leben in Erinnerung bleiben."

Erst der muleta folgen ...
... und dann dem cabestro in die Freiheit!
In der Real Maestranza de Sevilla hat es bis heute drei indultos gegeben. Die erste Begnadigung erhielt am 12. Oktober 1965 ein novillo der ganadería Marques de Albaserrada. Der novillero war Rafael Astola. Und zwischen dem vor 51 Jahren begnadigten novillo und dem am Mittwoch freigesprochenen toro Cobradiezmos gibt es eine genetische Verbindung.  Blutsverwandte! Beide aus der Erblinie von A Coronada. Das zweite begnadigte Tier kam von der ganadería Nuñez del Cuvillo und die symbolischen trofeos erhielt, am 30. April 2011 der matador de toros José María Manzanares.

Die Freiheit ruft: Cobradiezmos, der dritte indulto in Sevilla
Bei so viel Schönheit, Eleganz, temple und Berauschendes im ruedo der Real Maestranza de Sevilla stösst man beim Portal mundotoro über den Begriff des indultos. Indultar sei eigentlich ein hässliches Wort. Regierungen indultan ständig irgendwelche Diebe oder Verbrecher. Das sei auf keinen Fall vergleichbar.  Nein, das sei kein indulto. Wer benötigt Vergebung wenn so lebt wie dieser toro? Nein, es ist weder Vergebung noch Barmherzigkeit! Es ist die Zustimmung zum Leben! Es ist, einfach gesagt, etwas zu belohnen was das Leben lebenswert macht. Genau das ist das toreo


Donnerstag, 14. April 2016

Stierkämpfe in Cáceres, auch ohne Subventionen




von Philip de Málaga


Und wieder wurden die Stiere zu einem Politikum
Die sozialistische Opposition 
will mit einer 170-jährigen Tradition brechen
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Eigentlich kam die Nachricht am Montag nicht überraschend. Im Rathaus von Cáceres in der Region Extremadura hat man darüber abgestimmt, ob die plaza de toros mit ihren festejos taurinos weiterhin mit 25.000 bis zu 40.000 Euro subventioniert werden soll. Schon lange gäbe es eine tradición taurina, schliesslich wurde der coso Era de los Martires schon im Jahr 1846 eingeweiht.  


Obwohl in der Gemeinde mit knapp 100.000 Einwohnern die konservative PP mit Doña Elena Nevado del Campo die Bürgermeisterin stellt, reichte es nicht, um die tauromaquia auch weiterhin zu unterstützen. Nachdem schon eine Abstimmung am 17. März diesen Jahres scheiterte, wollte die PP es in einer ausserordentlichen Sitzung am vergangen Montag wieder herstellen. Zwar stellt die PP die stärkste Partei, aber es reichte nicht aus. 




Elena Nevado del Campo
Die Bürgermeisterin Elena Nevado del Campo hat für die Vorgehensweise der Opposition kein Verständnis. Cáceres sei ein Ort mit taurinischen Wurzeln, und hier versucht man doch lediglich mit politischen Spielereien eigene parteipolitische Interessen zu vertreten. Man werde das Ergebnis nicht so einfach hinnehmen und juristische Schritte in die Wege leiten, denn hier mische sich die Opposition in den Befugnisbereich des Bürgermeisters ein, wozu die Handhabung der plaza de toros eindeutig gehöre. 

Obwohl ausser der PP alle gegen die Subventionen stimmten, bedeutete dies nicht, wie auch von der Bürgermeisterin angedeutet, dass sich auch alle gegen die toros aussprachen. Bei den Sozialisten sah man in den festejo taurinos eine Propagandaveranstaltung der PP, denn in Cáceres würden relativ viele aficionados leben. Dies bewies unter anderem eine Manifestation am vergangenen 23. März, wo zahlreiche Bürger für die toros auf die Strasse gingen um für die kulturelle Freiheit zu demonstrieren und gegen die politischen Allüren des Rathauses.

Auch bei der neuen politischen Kraft in Spanien, Ciudanos, sieht man es differenziert. Man sei grundsätzlich nicht gegen die toros, aber um corridas zu veranstalten, müssten die empresas mehr arbeiten um alles dran zu setzen es selbst finanzieren zu können.

Der coso Era de los Martires aus dem Jahr 1846, damals und heute.
Gesagt, getan, im sector taurino wurde man hörig und die empresa Tauroemoción kam ins Spiel. Unter der Führung ihres empresarios Alberto García hat man der Stadt angeboten, die nächste feria taurina auszurichten, ohne Subventionen zu beantragen. Aber nicht irgendein festejo taurino will man anbieten, sondern figuras sollen ein cartel schmücken, wie die maestros Enrique Ponce, Morante de la Puebla oder El Juli.
Schon bald wieder bekannte figuras in Cáceres?
Cáceres war schon immer eine Gemeinde sehr taurino. Die toros spielten hier schon seit 1846 eine besondere Rolle. Das sind stolze 170 Jahre! Sind Teil des Lebens im Herzen der Estremadura. Grund genug von einer Tradition zu sprechen. 

Auch heute noch gibt es viele aficionados und vor allem werden zahlreiche Aktivitäten organisiert, ein junges Publikum an die mundo de los toros heranzuführen. So besuchen toreros einige Schulen um von ihrer Arbeit und Berufung zu erzählen,  in der plaza de toros finden öfters Veranstaltungen statt, wo das toreo del salon präsentiert wird und einigen Instituten stellt man Unterrichtsmaterial zur Verfügung, zu denen unter anderem capa und muleta gehören. Auch im Städtischen Museum finden zahlreiche Dokumente welche die traditionsreiche Geschichte von Cáceres in der tauromaquia repräsentieren.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt auf, dass in Cáceres bis heute die toros fünf Mal ausgesetzt worden sind: In den Jahren 1854 und 1855 aus Gründen der Cholera, 1890 ebenfalls wegen einer Epidemie und schliesslich in den Jahren 1902, 1907 und 1987, weil kein Geld in der Kasse des Rathauses war.

Die toros und Cáceres gehören zusammen und sollten nicht als politischer Spielball missbraucht werden. Da steht eine Gemeinde eindeutig hinter der Tradition. Und die Parteien sollten hier weder gegen das Rathaus noch gegen die Bürger ein Kulturgut abwerten, nur um eigene Interessen durchzusetzen.
Ein cartel aus vergangen Tagen.

Mittwoch, 13. April 2016

Und es gibt sie doch, die Stierkämpfe für Touristen!

Zwar finden die Stierkämpfe nicht für die Touristen statt,
aber trotzdem gibt es welche, 
mit denen man bei den Touristen Geld verdienen will
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von Philip de Málaga

Der Sommer kommt, und mit ihm die Sommerferien, die Hautreisezeit vieler Familien. Und da in diesem Jahr einige Länder ausfallen, hat die Iberische Halbinsel einen kleinen Boom zu verzeichnen. Spanien wird von zahlreichen Touristen anvisiert, und mit diesem wird auch ein gewisses Interesse an der landestypische Kultur offengelegt. Dazu gehören auch die toros. Bei einigen Reisenden steht der Besuch eines festejos taurinos auf dem Programm.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Die Stierkämpfe finden nicht für den Tourismus statt sondern trotz der Touristen. Denn es ist eine Tatsache, dass die Besucher der festejos populares und der corridas zu über 90 Prozent in der Hand der Einheimischen liegt. Die Zahl der Besucher von den klassischen corridas de toros wird mit unter 3 Prozent angegeben. SfA hat darüber schon berichtet: Der grosse Irrglaube: Stierkampf sei für den Tourismus.

Trotzdem gibt es Regionen, welche neben ihrer temporada taurina für die richtigen aficionados auch festejos organisieren, welche sich in erster Linie an die ausländischen Touristen richten. Zu überteuren Preisen wird in der Regel eine festejo taurino mit Flamenco angeboten und lediglich zwei bis maximal vier kleinen novillos. In der  Reportage vom Mai letzten Jahres Der Sommer kommt ... die Touristen auch, informiert SfA die Leser über solche Veranstaltungen. Nun erreichte am Montag SfA von Carla S. aus Frankfurt am letzten Montag folgende Mail:

  • "... Im Juni fliegen wir nach Málaga und würden uns gerne einen richtigen Stierkampf ansehen. Auf Ihrer Seite haben wir lesen können, dass es Stierkämpfe gibt, die eher eine Touristenfalle sind. Nun habe ich gerade im Spanienforum gelesen, dass jeder Stierkampf auch ein richtiger Stierkampf ist. Also als Tourispass abgewertete Stierkämpfe gäbe es nicht, da jeder Torero sein Leben aufs Spiel setze. Was denn nun? Ich hatte das Gefühl, dass der Schreiber sich im Stierkampf auskennt. Und hat sich selbst auch als Aficionado betitelt, .so glaube ich, nennt man die Kenner von Stierkämpfen. ..." 

Da haben wir von SfA natürlich erst einmal im Spanienforum nachgeschaut, sind dementsprechend auch fündig geworden und haben zwei Einträge von einem und demselben Verfasser orten können:

  • ... was ist eine, auf Touristen "zugeschnittene" Corrida? Haben die Toros die Hörner gestutzt, keine Varas, keine Banderillas und am Ende wird der Stier auf den Schultern der Toreros aus der Plaza getragen? Eine Corrida ist eine Corrida.
  • ... Zum Thema Touri-Corridas, hast Du dich nicht erklärt - mir, als Aficionado stößt dieses Wort sauer auf, Stierkampf ist keine Tourianimation, sondern eine ernste Sache, so oder so. Da kämpfen Menschen und Tier um ihr Leben... Tourispass? Daher weht der Wind - Touricorridas - meinst Du die, in denen Padilla, El Cordober & Co., sich mit Vergnügen von Hörnern durchbohren lassen. Un poco max respeto, Sr.

Überrascht nehmen wir hier zur Kenntnis, dass der Verfasser der o.g. Zeilen wohl die Existenz solcher festejos taurinos für ausländische Touristen in Frage stellt. Um so erstaunlicher, da im damaligen Andalusienforum und später in besagtem Spanienforum schon seit Juli 2008 in dem Thema Vorsicht vor solchen Veranstaltungen darauf aufmerksam gemacht worden ist. Also, man kann erzählen was man will, es ist eine Tatsache, es gibt solche "Touricorridas":
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Die festejos taurinos für Touristen gibt es wirklich!
Sie sind keine Erfindung von SfA!
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Zum Beispiel an der Costa del Sol gibt es bestimmte plaza de toros, wie Mijas Pueblo und Benalmádena Pueblo, welche sich auf solche festejos vorzugsweise für Touristen konzentrieren. Manchmal auch grössere plaza de toros wie Torremolinos, Estepona oder Marbella, welche auch mal ähnlich festejos veranstalten.

Mijas Pueblo: Stierkampf für Touristen
Selbst in taurinischen Kreisen werden solche festejos taurinos relativ kritisch beurteilt. Für Miguel Sánchez, ex-torero und Direktor des museos taurinos in Málaga eine klare Angelegenheit: "Eine Peinlichkeit für die tauromaquia!". Auch Juan Carlos Estrada, Manager der Malagueta wünschte sich sehr, dass der verantwortliche Kreistag von Málaga diesbezüglich mehr durchgreife und es strenger kontrolliere. Aber letztendlich ginge es leider nur um Geld zu verdienen.

In einem hat der Verfasser der kritischen Zeilen aus dem Spanienforum jedoch recht. Auch bei solchen Veranstaltungen geht es um Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Ein torero steht einem jedoch sehr, sehr kleinem Stier gegenüber um ihn dann letztendlich auch zu töten. Allerdings kämpfen die Menschen da nicht um ihr Leben.  Meistens sind es relativ junge novilleros, die das erste Mal in der Öffentlichkeit üben dürfen und hoffen dabei einen kleinen Erfolg vorweisen zu können, eventuell weil zufällig auch jemand im callejón sich befindet, der in der mundo taurino etwas zu sagen hat. Aber sie wissen, in den tendidos sitzen meistens nur zahlende Touristen, welche vom toreo kaum eine Ahnung haben.

Saúl Jiménez Fortes bei einer becerrada in Benalmádena
Wer Glück hat, erlebt vielleicht einen jungen torero der irgendwann mal in der Zukunft ein grosser matador de toros werden könnte. Aber das von den Sitzplätzen aus zu erkennen, wird jedem Neueinsteiger verwehrt bleiben. Zum Beispiel der seit zwei Jahren recht mutige matador de toros Saúl Jiménez Fortes war öfters bei jenen corridas für Touristen in Benalmádena zu sehen.  Der Grund hierfür war einfach, sein Vater war damals der empresario dieser plaza de toros und wollte seinem Sohn so viele Möglichkeiten geben sich als torero weiter zu entwickeln. Die Touristen haben es finanziert. Mit Erfolg. Denn aktuell steht er im escalafón der populärsten toreros auf Platz Sieben.

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Quellennachweis:

Das erste Mal bei einem Stierkampf, Spanienforum

Dienstag, 12. April 2016

Mehr als 1,4 Millionen Besucher bei Stierkämpfen im letzten Jahr in Madrid




von Philip de Málaga


Die spanische Hauptstadt
erfreute sich bei den Stierkämpfen eines grossen Interesses
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Obwohl das Rathaus und der Kreistag der Gemeinde Madrid mit ihrer sozialistischen Regierung eher dazu tendieren, die mundo de los toros zu boykottieren (wohlgemerkt aus politischer Berechnung und nicht aus Gründen des Tierschutzes) erfreute sich die spanische eines grossen Interesses bei den festejos taurinos in der spanischen Hauptstadt.  

Mehr als ¼ Millionen Zuschauer in der spanischen Metropole Madrid
Insgesamt wurden in 166 (von 179) Gemeinden 942 festejos taurinos veranstaltet, welche 1,4 Millionen Zuschauer in ihren Bann zogen. Dabei gab es 277 corridas und 665 festejos populares.
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885.000 verkaufte Eintrittskarten
in Las Ventas von Madrid
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Besonders grossen Andrang gab es bei Las Ventas, der grössten plaza de toros von Europa. Hier zählte man im letzen Jahr 884.432 verkaufte entradas für die Veranstaltungen wo die toros im Mittelpunkt standen. 
Wer die Stiere sehen wollte fuhr gerne nach Madrid
In Las Ventas gab es 62 festejos taurinos. Davon 38 corridas de torros, 21 novilladas und 3 rejoneos.  Die lidiadores erlangten dabei 46 orejas als trofeos. Durchschnittlich besuchten während des Jahres die 62 corridas 6.663 Zuschauer. Während San Isidro (Mai/Juni) erhöhte sich die Zuschauerzahl auf 21.000. Und bis zum Ende der temporada taurina (Oktober) waren es an die 22.000.
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Quellennachweis:

Asociación Nacional de Organizadores de Espectáculos Taurinos (ANOET)

Montag, 11. April 2016

Stierkampf am Himmel





von Isidro Carnicero


Der aus Valladolid stammende Maler und Bildhauer Isidro Carnicero  (1736 bis1804) studierte Kunst an der Königlichen Akademie von San Fernando. Dann begab er sich 1757 nach Rom, wo er sich auf das Kopieren von bekannten Werken konzentrierte. Verständlich, dass sich der Künstler auch mit biblischen Themen auseinandersetzte. Als er nach Spanien zurückkehrte wendete er sich vor allem dekorativen Werken in den Kirchen von Madrid zu. In der spanischen Hauptstadt wurde er auch mit den festejos taurinos konfrontiert, welches ihn im Jahr 1784 zu einem Werk veranlasste, mit dem er nicht nur die mundo de los toros überraschte:  Fiesta de Toros en el Aire (Stierkampf in der Luft). Dabei schweben hoch oben am Himmel, unter zwei grossen Ballons ein Lanzenreiter und ein toro. Dass der toro hier seine bravura nicht unter Beweis stellen kann, versteht sich von selbst, werden ja beide Akteure, gleich wie Marionetten, vom Boden aus gesteuert. 



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Die Zeichnung Fiesta de toros en el aire gibt es unter anderem zu sehen im Centro de Arte de la Tauromaquia in Málaga.

Sonntag, 10. April 2016

Baja California lehnt Verbot von Stierkämpfen ab




von Philip de Málaga


Der nördliche Bundestaat von México sagt "Ja" zu den Stierkämpfen
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Am vergangenen Freitag, den 8. April 2016 lehnte der Kongress des nordmexikanischen Bundesstaates Baja California mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern jegliche Aktivitäten für eine prohibición de los toros, also ein Verbot aller festejos taurinos ab. Das Ergebnis fiel eindeutig wie mehrheitlich aus und somit positioniert sich die mexikanische Legislative hinter der mundo de los toros. Damit werden die antitaurinischen Anträge auf Null gesetzt, und diese müssen ihre Kampagnen wieder von vorne beginnen. Was bedeutet, dass vorerst eine Initiative der antitaurinos erneut viel Zeit in Anspruch nehmen wird.


Das eigentlich erstaunliche bei dieser Abstimmung ist, dass die Anträge auf ein Verbot der toros in Baja California von Europa aus gesteuert worden sind.  Vor allem aus den Niederlanden. Denn in der Tat versuchte man einige Abgeordnete davon zu überzeugen, ein Verbot der tauromaquia mit zu unterstützen. Denn in México gibt es auf politischer Ebene kaum aktive antitaurinos und wenn, dann sind sie der Partei der Grünen zugeordnet. Und auch in México, wenn's in den Regierungen um die toros geht, ist es meistens ein handelt es sich in erster Linie um oppositionelle Aktivitäten, und hat wenig mit dem eigentlichen Tierschutz gemein.

Im Kongress von Baja California stiess die Einmischung aus Europa nicht gerade
auf Begeisterung. (Foto: mundotoro)
Um aber dem Thema Pro und Contra ein Ende zu setzen, ist man nun bestrebt, die toros in Baja California zum regionalen Kulturerbe zu deklarieren. Damit würde man die fiesta endgültig mit einem Schutz zur Aufhebung versehen. Im Zweifelsfall würde man sich auch nicht scheuen den Weg über den obersten Gerichtshof zu gehen.

Tijuana, die viertgrösste plaza de toros der Welt
Wie dem auch immer sei. Jetzt wird erst einmal das Abstimmungsergebnis gefeiert und heute findet im coso von Tijuana, der immerhin viertgrössten plaza de toros der Welt, mit einem aforo für 22.000 Zuschauer, ein festejo mixto statt, bei dem der mexikanische maestro Zotoluco seine vorerst letzte corrida de toros bestreiten wird. Begleitet wird er von dem spanischen rejoneador Pablo Hermosa de Mendoza und dem mexikanischen matador de toros José Mauricio.

Heute in Baja California: Pablo Hermosa de Mendoza, Zotoluco und José Mauricio

Samstag, 9. April 2016

Wenn die Eleganz eines Toreros von innen kommt





mit Saúl Jiménez Fortes



Der matador de toros Saúl Jiménez Fortes aus Málaga hatte am letzten Montag seinen Auftritt in der Real Maestranza de Sevilla. Bei strömendem Regen war nicht allzu viel möglich, trotzdem sah der maestro, der mit einem silencio und einer ovación die plaza verliess, es positiv.

(Foto: Maurice Berho, mundotoro)
"Naja, es war nicht unbedingt das, wozu ich gekommen war. Aber mit dem Tag, so wie er verlief, mit der corrida und den ganzen Umständen, bin ich eigentlich zufrieden. Und es freute mich zu sehen, wie das Publikum meine Arbeit bewerten konnte, so gut ich sie tun konnte."

"Ich weiss dass es mit ein wenig mehr Autorität besser um an Verträge zu kommen. Aber ich bin ein torero, um die Empfindungen zu erleben von dem "Sein" vor einem Tier. Sei es in Sevilla oder in einem anderen coso."
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"Um bis hierher zu kommen steckt viel Arbeit, 
was die meisten Menschen nicht wissen. 
Aber  sicher ist, das Beste wird noch kommen."
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"Ich versuche mich ständig weiter zu entwickeln, und genau das ist es, was mir viel bedeutet. Zum Beispiel konnte ich so gar nicht meine ersten festejos geniessen - Vistalegre und Valencia -. Aber in Málaga und Sevilla konnte ich schon an ein paar Momenten erfreuen. Bleibt also, mein bestes Niveau zu erreichen, das Ziel, welches wir toreros vom campo alle haben."

"Ich hoffe dass es mir wieder gelingt zu überraschen. Es wird in diesem Jahr grosse tardes geben , denn mit dem toreo wächst man, denn die Reife kommt mit dem Fortschritt auf dem Weg. Dieses suche ich vorzugsweise, als Triumphe ohne Inhalte, welche mir nichts bedeuten."