Dienstag, 4. Februar 2014

Espontáneos (1. Teil)

Über Menschen die den Ablauf einer corrida störten
um selbst ins Rampenlicht zu gelangen
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von Colin Ernst 


Ein espontáneo, was ist das? Schon beim Lesen dämmert es einem, etwas Spontanes. In der Welt der toreros ist es Mythos und gefürchtet zugleich. Die sogenannten espontáneos, waren junge Männer, die unbedingt Stierkämpfer werden wollten. Sie sprangen während einer corrida ins ruedo und lenkten so Aufmerksamkeit auf sich. Den Glücklichen gelangen ein paar pases mit ihrer mitgebrachten muleta oder ihrer Jacke und dann wurden sie verhaftet und abgeführt. Den weniger Glücklichen nahm dieser spontane Sprung in die Arena das Leben. Ich möchte über drei espontáneos berichten, die Geschichte machten. 

El Cordobés wird verhaftet.
(Foto: Toros y Toreros)
Der uns wohl bekannteste Glückssucher, um eine oportunidad zu bekommen, um eine Chance zu erkämpfen war damals der junge Mann mit dem Namen Manuel Benitez. aus dem andalusischen Dorf Palma del Río. Ihm gelang es, mit seinen lebensgefährlichen Aktionen, die Aufmerksamkeit zu erringen, um die ihn bis heute wohl jeder, hinter vorgehaltener Hand, beneidet. Mehrmals hatte sich der Junge aus Palma del Rio, unerlaubt in die, damals größtenteils aus zusammengestellten Heuwagen bestehenden plazas portátiles, geschlichen. Weniger das er dort mit seiner Kunst brillierte, mehr mit seinen teilweise akrobatischen volteretas. Oft befand er sich mehr in der Luft, dorthin befördert mittels der Hörner des Tieres, als vor dem Stier oder der Kuh. Aber er fiel auf. Einige Gefängnisstrafen bescherte ihm seine Passion. Aber am Ende wurde er entdeckt, gefördert und vom Publikum gehasst und geliebt, wie es sich für den bekanntesten torero des Landes gehört. 

Vom espontaneo zum Superstar unter den toreros: Manuel Benitez "El Cordobés
(Foto: mundotoro)
Manuel Benitez „El Cordobés“ wurde international bekannt, und damit auch sein Land. Neben Anfeindungen aus Reihen der toreros, hatte er auch selbst unter den espontáneos zu leiden. So bekam der maestro aus Córdoba seine eigene Medizin zu schlucken.

Fortsetzung folgt.
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Literaturhinweis:
... oder du wirst Trauer tragen, Larry Collins und Dominique Lapierre
Über das phantastische Leben des El Cordobés
C, Bertelsmannverlag, München, 1986

Montag, 3. Februar 2014

Amerika lädt zu Begnadigungen ein





von Philip de Málaga


Gleich zwei indultos bei einer corrida in Kolumbien
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Die indultos, also jene Begnadigungen von toros gehörten in der Vergangenheit, besonders im letzten Jahrhundert, eher der Seltenheit an. Doch in diesem Jahr geht es in Amerika auffallend munter los. In der 25.000 Seelengemeinde im kolumbianischen Lenguazaque errungen gleich zwei toros an einem tarde den Weg zurück in die Freiheit.

Matías Tejela, Manuel Libardo und Leandro de Andalucía (Fotos: mundotoro

Der Züchter
Vor vollen tendidos gelang es der ganadería Juan Bernado Caicedo mit ihren toros durch und durch zu überzeugen. Mit viel nobleza, raza und bravura ausgestattet, beförderte diese corrida die bisher eher als mittelmässig bekannte ganadería in den Himmel der Apotheose. Und schliesslich waren es die beiden matadores de toros Matías Tejela und Manuel Libardo denen es gelang mit ihren künstlerisch anspruchvollen Manövern mit temple die nobleza der toros vorzuführen und die Emotionen in die tendidos zu übertragen. Zwei indultos an einem Tage.

Aber auch der dritte matador im Bunde, Leandro de Andalucía verstand es zu überzeugen, denn sein letzter toro erreichte eine vuelta al ruedo. Was für ein Tag für eine ganadería. Der ganadero Don Juan Bernardo Caicedo verliess mit den drei matadores ebenfalls die plaza auf den Schultern durch die puerta grande.

Sonntag, 2. Februar 2014

Ich war kein tollkühner Idiot




mit Juan Belmonte


Der spanische Schriftsteller Antonio Gala schrieb die Drehbücher zur Serie Paisaje de figuras, wo er sich 39 spanischen Persönlichkeiten zuwendete, zum Beispiel Francisco Goya, dem Gaudi oder auch El Greco, und in einer Art Selbstgespräche diese zu Wort kommen liess. Darunter auch zwei toreros. Pedro Romero (1754 bis 1839) und Juan Belmonte (1882 bis 1962). Letzterer wurde im Oktober 1984 ausgestrahlt und der matador Belmonte wurde durch den Schauspieler Paco Rabal dargestellt.

Juan Belmonte
"Nein, 
ich war kein tollkühner Idiot. 
Ich spielte die Karten aus, 
die ich hatte.
Die corrida ist eine Kunst, 
die Nachdenken 
und Bewusstsein verlangt.
Sie ist kein Heldenstück 
und nicht nur 
körperliche Geistigkeit; 
sie ist vor allem eine Geistesübung.

Gegen einen toro anzutreten 
ist ihn nach und nach auf den Tod vorzubereiten,
damit er weniger leidet, 
wenn der Tod kommt.

Im Grunde genommen 
machen wir bei einer corrida mit dem toro genau das, 
was das Leben mit uns macht."

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Quellennachweis:
Paisaje con figuras, Kapitel 2 der zweiten Staffel
Drehbuch Antonio Gala, Regie Antonio Betancor
Erstaustrahlung: 18. 10. 1984 um 22:35 Uhr
Ist auch als Buch erschienen
Antonio Gala


Orejas und rabos, was hat es eigentlich damit auf sich?


von Colin Ernst und Philip de Málaga

Natürlich fragt sich hier ein jeder, was hat das Abschneiden eines orejas mit der arte de torear zu tun? Die Antwort ist einfach. Zwar handelt es sich dabei definitiv nicht um Kunst, sondern um die Bewertung der künstlerischen Leistung durch die toreros. Mit anderen Worten, das cortar una oreja ist die Messlatte der erbrachten Leistung eines matadores.

Ein jeder Besucher einer corrida, wo die matadores mit trofeos ausgezeichnet worden sind hat es schon gesehen. Doch kaum einer kennt den geschichtlichen Hintergrund, kaum einer weiss wie es dazu gekommen ist. Woher kommt eigentlich dieser Brauch? 

Seinen Anfang hatte dies in den Maestranzas von Ronda und Sevilla. Wir gehen zurück in 18. Jahrhundert. Dort wurde der Stier nach der corrida der erfolgreichen cuadrilla geschenkt, nicht nur zum Selbstverzehr und um Freunde und Bekannte damit zu einem Festmahl einzuladen. Es war auch Bestandteil der Bezahlung einer cuadrilla, die das Fleisch auch oft an Bedürftige verteilte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich allerdings zum Fleischereigeschäft und die Metzger wollten auf den Umsatz nicht mehr verzichten und man begann die toros nicht mehr komplett zu verschenken. Für ein oreja gab es einen viertel toro, für zwei orejas einen halben toro und für dos orejas y rabo ein ganzer toro.

Es gab auch mal den Brauch, dass die empresarios die toreros statt mit orejas mit Goldmünzen belohnten. Die matadores jedoch lehnten diese ab, empfanden sie es doch wie Almosen. 
Ein oreja für Sebastián Castella aus Frankreich (Foto: mundotoro)
So wurde das Ohr, „la oreja“, zum Symbol, dass die cuadrilla mit ihrem torero so gut war, das man ihnen den Stier für ihre Leistung zusprach. Ein oreja stand damals für einen Stier. Jetzt nicht mehr und lediglich der matador erhielt ein oreja als Auszeichnung.

Erst viel später, als der Ursprung dieses trofeos in Vergessenheit geriet, wurden von den begeisterten aficionados zwei Ohren, also zwei Stiere vergeben. Für die maximalen Trophäen, die zu Mitte des letzten Jahrhunderts zwei orejas, den rabo (Schwanz) und einen Huf des Tieres, betrugen, hätte der torero und seine Mannschaft also gut vier Stiere verdient. Heute bekommt der torero, der eine gute Arbeit abgeliefert hat, gut tötet, meist ein oreja. War die Arbeit sehr gut, gibt es zwei. Zwei orejas und den Schwanz gibt es bei exzellenter Arbeit, was in wenigen Fällen mit einem indulto des Stieres endet. Diese Begnadigung, seitens des toreros, des Publikums, des ganaderos, des Präsidenten und des Züchters, wird mit den symbolischen trofeos belohnt. Den Brauch auch noch den Fuss eines Tieres zu gewähren, habe wir selbst in der Neuzeit noch nie gesehen. 

"Chicorro" erwarb 1876 das erste oreja
Das erste oreja in Spanien wurde in Madrid, an den matador Jose Lara "Chicorro" (1839 bis 1911) vergeben. Alfonso XII sass auf dem königlichen Balkon, an diesem historischen 29. Oktober 1876. Das zweite oreja gab es erst 1910, also 34 Jahre später, an den matador Vicente Pastor al toro "Carbonero". In Sevilla bekam erst 1915 ein torero das erste oreja. Kein geringerer als José Gómez Ortega "Joselito" (1895 bis  1920) bei seinem encierro mit sechs Santa Coloma Stieren. Der Name des toros war der legendäre Cantinero.

Bis 1942 gab es in Spanien lediglich 10 rabos. Den ersten erhielt 1918 in Las Ventas der novillero José Rogers "Valencia I". Zwei Monate später gelang es mit Joselito dem ersten matador in Sevilla einen rabo zu erobern.

Man fordert ein oreja
Wie viele trofeos dem matador für seine lidia zustehen und wer dieses heute zu entscheiden hat, bestimmt das reglamento taurino in Artikel 82, Absatz 2: Die Entscheidung des ersten orejas liegt beim Publikum, welches durch das Schwenken mit weißen Taschentüchern, die trofeo fordern kann. Die Verantwortung für das zweite oreja liegt exklusiv in den Händen des Präsidenten der corrida. Der rabo kann laut reglamento taurino (Artikel 83, 2) nur bei einem indulto gewährleistet werden, was aber nicht immer sein muss, da sich gerade dörfliche plaza de toros gelegentlich über das reglamento hinwegsetzen.

Samstag, 1. Februar 2014

Joselito betritt wieder die Bühne

Der grosse maestro kleidet sich wieder für die toros
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von Philip de Málaga


Keine Frage, es ist die erste grosse Nachricht in dieser temporada in Spanien. Der maestro José Miguel Arroyo "Joselito" kleidet sich wieder im traje de luces um sich den toros der ganadería Garcigrande gegenüber zu stellen. Genau darauf hat die wahre afición gewartet. SfA hat im November letzten Jahres darüber berichtet: Joselito, alle würden ihn gerne wieder sehen.

José Miguel Arroyo ist am 1. Mai 1969 in Madrid geboren. Nach einer schwierigen Kindheit, sein Vater war in der Drogenszene involviert, trat er der escuela taurina von Madrid bei. Er selbst sagte dazu, "Ohne die toros wäre ich heute im Gefängnis oder tot". Seinen erste öffentlichen Auftritt hatte er mit 13 Jahren bei einer becerrada in Sangüesa (Navarra), wo er sein erstes oreja erlangte. Nur ein Jahr später gelang ihm dasselbe resultado artístico in der wichtigsten plaza de toros von Spanien, in Las Ventas. Seine alternativa trat er vor 14.000 Zuschauern in der Malagueta von Málaga am 20. April 1986 an. Sein padrino war Damaso González und sein testigo Juan Mora. Sein resultado artístico war ein oreja

Von da an begann eine einzigartige Karriere. Mit der capa gelang es ihm nicht selten die Emotionen noch vor dem ersten tercio in die tendidos zu übermitteln. Seine quites versetzten das Publikum in einen Rausch. Auch die muleta beherrschte er mit dem notwendigen temple. Sich zu viel oder gar zu hektisch zu bewegen lag "Joselito" sowieso gar nicht. Und kaum ein maestro verstand es mit solch einer Kontinuität seiner lidia einen krönenden Abschluss zu verleihen. Wenn ein torero den Titel matador de toros wirklich verdient hat, dann er. Fast alle estocadas sassen perfekt und führten schon beim ersten Ansatz zum Tod des toros. Keine Frage, "Joselito" war im letzten Jahrhundert einer der wahren grossen maestros mit dem estoque.

Und trotz all dieser so hoch anerkennenswerten Leistung gab sich der maestro stets bescheiden. Den Medien ging er meistens aus dem Weg, er gehörte zu den stillen Stars in der Szene taurina. Trotzdem kannten und verehrten sie ihn alle. Er gehört auch zu den ganz wenigen toreros, welche nie beim Publikum in Ungnade gefallen sind. Pitos oder broncas gab es einfach nicht bei den seriösen Auftritten eines "Joselito".

Nun betritt er wieder die Bühne. Da müsste doch eigentlich Freude aufkommen. Doch jene alegría hält sich in Grenzen, denn der maestro hat beschlossen, in diesem Jahr nur einmal anzutreten, dann hat er sich einen Ort abseits der spanischen afición auserkoren und schliesslich eine plaza wo gerade mal 2.600 Zuschauer in den tendidos Platz finden. Glücklich derjenige der dabei sein darf.

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Siehe auch:
Ich wäre im Gefängnis oder tot, SfA Reportage vom 23. Mai 2012

Joselito in Istres




von Colin Ernst


José Miguel Arroyo"Joselito" betritt wieder das ruedo ... für einen Auftritt
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Die erste Sensation des Jahres ist perfekt!  Der matador de toros José Miguel Arroyo"Joselito" kehrt nach gut zehn jähriger Abwesenheit ins ruedo zurück. So zumindest berichten die spanischen Medien (mundotoro und Aplausos). Allerdings findet die vielleicht einzige Aktuation des maestros und Leiter der escuela taurina von Madrid, im französischen Istres statt. Der empresario der plaza, kann es selbst nicht recht glauben. Man hatte sich unterhalten, im letzten Jahr nach dem Triumph von Morante, dass Istres genau die Kulisse sei, die den beiden maestros gefalle ... Nun sind die carteles geschrieben und Istres hat eine feria, die nichts zu wünschen übrig lässt. Enrique Ponce ist zum ersten Mal in Istres, die alternativa für Cayetano Ortiz, eine große Ehre, mit Joselito und Morante als Paten und Zeugen. Zwei Nachmittage mit Morante. Lieber Gott, schenk mir einen Lottogewinn, damit ich nach Istres reisen kann - dachte ich, angesichts der Nachricht.

Das Cartel von Istres im Juni: 
  • Freitag, 13.6: Ponce, Morante und Juan Bautista (El Tajo und La Reina
  • Samstag, 14.6: Escribano, Joselito Adame und Paco Ureña (La Quinta
  • Sonntag, 15.6 : Joselito, Morante und Cayetano Ortiz (alternativa!) (Garcigrande)

Freitag, 31. Januar 2014

Stierkampf und die Moral

Über die moralischen Tugenden in der mundo de los toros
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von Philip de Málaga



Unter Moral verstehen wir im Allgemeinen verschiedene Handlungsmuster, welche gewissen Prinzipien unterstehen. Dabei spielen gewissen Werte, Pflichten sowie ethische Ansätze eine fundamentale Rolle. Eigentlich eine klare Angelegenheit. Doch wie lässt sich die Moral in Sachen toros interpretieren?

Ernest Hemingway
Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway stellte zwar klar, ohne es aber zu rechtfertigen, dass es moralisch sei, wonach man sich wohl fühle. Und das es unmoralisch sei, wonach man sich nicht wohl fühle. Eine einfache Interpretation. Demnach ist die corrida für ihn etwas Moralisches, weil er sich sehr wohl fühle während diese stattfinde. Wohl auch deswegen weil es bei ihm ein Gefühl für Leben, Tod, Sterblichkeit und Unsterblichkeit auslöse. Und am Ende fühlte er sich stets traurig aber auch sehr wohl.

Francis Wolff
Der französische Philosoph Francis Wolff bewundert die moralischen Tugenden der toreros. Die corrida sei keineswegs lediglich Technik oder Kunst, nein, sie sei vielmehr eine suerte der "Kunst des Lebens" wobei gewisse moralische Prinzipien befolgt werden müssen:
  • Man muss diesem ohne Frage gefährlichem toro gegenübertreten und seinen Mut und auch die Kaltblütigkeit demonstrieren.
  • Und jene Begegnung findet vor einem Publikum statt, wo es heisst, nicht sein Gesicht zu verlieren; und das mit Würde und wie ein caballero.
  • Es verlangt den toro zu dominieren. Und die Vorraussetzung dafür sei, dass man sich selbst, seinen eigenen Körper, Instinkte und Emotionen beherrsche.
  • Es gilt den toro zu töten. Um dieses zu tun ist der matador gezwungen, sein eigenes Leben zu riskieren. Das verlangt Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sowie ein Kompromiss mit den eigen physischen wie moralischen Konditionen.
  • Schliesslich spielt da noch eine tragende Rolle, dass der matador zunächst dem toro alleine entgegentritt, mit der späteren Hilfe seiner banderilleros. Auch und gerade hier setzt der torero sein Leben aufs Spiel.
Auch für Wolff reflektiert sich bei den toros ein authentisches Gefühl des sich Wohlfühlens. Ein Modell der Wahrhaftigkeit.

Mit anderen Worten, als moralisch vertretbar wird angesehen, was zum einen erwartet und zum anderen für richtig gehalten wird. Und dabei handelt es sich keineswegs um moraltheoretische Rechtfertigung sondern schlichtweg um eine Interpretation von Werten für die Umsetzung einer Zweckmässigkeit. Für taurinos und aficionados eine klare Angelegenheit.


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Quellennachweise:
Ernest Hemingway, Death in the Afternoon, Charles Scribener`s Sons, New York, 1932
Francis Wolff, 50 raisons de defendre la corrida, Mille et une nuits, 2011

Donnerstag, 30. Januar 2014

Über den Tod des Stieres

Warum der Stier eigentlich sterben sollte
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von Philip de Málaga



Am meisten ärgert die Nichtkenner der Szene taurino, dass die toros öffentlich getötet werden. Antitaurinos prangern dieses an und bezeichnen es als eine Hinrichtung bis hin zum Mord. Die Frage ist, muss der toro wirklich getötet werden? 

Es sei mal festgestellt, Stiere werden grundsätzlich nicht für die Haltung als Haustiere gezüchtet. Der Zweck liegt ohne Frage in der Fleischgewinnung. Bei den corridas ist das Hauptmotiv ein wenig anders. Zwar werden auch die toros im Nachhinein verspeist, aber der entscheidende Faktor ist, dass so ein res während der zwanzigminütigen lidia mehr lernt als im ganzen Leben. Der toro beginnt zu begreifen, dass es weder die capa noch die muleta ist von der die Bedrohung ausgeht und kommt langsam drauf,  den torero ins Visier zu nehmen. Mit anderen Worten er ist nicht mehr toreable. Er wird für den Menschen zu einer Lebensgefahr. Dies ist einer der Gründe, warum es vollkommen untersagt ist, sich bis zum Beginn einer corrida einem toro zu Fuss zu nähern.

Der französische Philosoph Francis Wolff betritt mit seinen Erklärungen eine kultivierte Ebene. Er führt drei Punkte an, welche den Tod eines toros rechtfertigen. Da wäre zunächst die symbolische Deutung: Eine corrida ist die Erzählung eines heldenhaften Kampfes mit dem tragischen Tod des Tieres, eben jenes toros. Dann kommt der ethische Moment, der "Augenblick der Wahrheit", wo sich der matador mit voller Risikobereitschaft ungeschützt zwischen die Hörner des toros wirft um den Todesstoss mit dem estoque auszuführen. In der estocada reflektiert auch der dritte und letzte Punkt des Philosophen. Die Ästhetik. Denn erst eine perfekt ausgeführte und vor allem todbringende estocada ist in der Lage das Kunstwerk einer gelungenen lidia vorbildlich, meisterhaft wie geradezu virtuos abzurunden. Die arte del toreo verlangt eben einen perfekten Abschluss.

Estocada - der Moment der Wahrheit
Abschliessend sei noch erwähnt, dass auch in Portugal die toros getötet werden. Nur geschieht dieses nicht im Rahmen einer corrida, sondern die ebenfalls verwundeten toros werden erst später ausserhalb in einem matadero getötet.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Menschlichkeit contra Animalidad

Wie steht es eigentlich um die animalische Gleichberechtigung?
Ein Blick aus der taurinischen Sichtweise.
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von Philip de Málaga


Ohne Frage eine schwierige Frage. Tierschützer, und im Falle von SfA die Szene der antitaurinos sind dazu geneigt, alle Lebewesen als Tiere zu bezeichnen. Mehr noch, jene Tiere, eben jene Art die wir als Tiere verstehen, sollten genauso behandelt werden wie Menschen. Die Gleichung des antitaurinismo ist einfach: Menschen = toros oder umgekehrt. Ist das wirklich so?

Wohl kaum. Zwischen dem Menschen und den Tieren gibt es zunächst einen entscheidenden Unterschied. Die Menschheit hat Pflichten und Verantwortung zu übernehmen. Wohl auch deswegen weil sie geistig überlegen ist. Und das Töten der Tiere wurde vor ungefähr 200.000 Jahren zur Notwendigkeit des Überlebens der menschlichen Rasse. Und durch die Jagd, durch das Töten der Tiere, wobei damals die Empfindung vorherrschte "Mitmenschen" zu töten, entstand das Gefühl der eigenen Sterblichkeit und somit bekam das Leben einen neuen Sinn, eine neue Bedeutung. Man lernte mit der Zukunft umzugehen, sie zu planen. Tiere dagegen leben im "Hier", "Heute" und "Jetzt". Die Konfrontation mit dem Tod, dem Ende eines Lebens ist ihnen unbekannt, sie spüren lediglich eine unbekannte Bedrohung ohne deren Ausgang auch nur zu erahnen. 

Tierliebhaber beziehen sich in erster Linie auf die eigenen Tiere - Haustiere. Animalische Lebewesen, welche in erster Linie zur Begleitung gezüchtet und gehalten werden. Nicht selten überzüchtet, zur Unfähigkeit erzogen alleine überleben zu können. 

Auf der anderen Seite finden sich die Tiere in der freien Natur. Auch Wildtiere soll es geben, denen viele Menschen lieber nicht in Freiheit begegnen wollen, schliesslich bekämpfen jene sich auch untereinander, töten und verspeisen Lebensgenossen und warum sollten sie den Menschen verschonen, der Instinkt überragt in diesem Fall den menschlichen Intellekt. 

Und was ist mit jenen Tieren welche gehalten, gezüchtet und getötet werden um menschliche Bedürfnisse, wie Fleisch, Milch, Leder und anderes abzudecken. Hier ist kaum von unmoralischer Vorgehensweise die Rede, und Tierschützer gehen dort längst nicht so aggressiv vor wie antitaurinos beim Thema der tauromaquia. Was wiederum die Frage aufwirft, woher diese Aggressionen gegen die mundo de los toros herkommen. Vielleicht nur deswegen, weil diese sich marketingtechnisch besser verwerten lassen?

Ein toro bravo (Foto: mundotoro)
Kommen wir also zu den Stieren. Zu den toros bravos. Und da gilt es in erster Linie festzustellen, bei den toros handelt es sich weder um Haustiere noch um Wildtiere. Die Frage scheint nicht unberechtigt. Wozu sind sie denn da? Gleich in den Schlachthof, nach einem Jahr in fleischgewinnender Zucht? Oder ihnen in freier Naturlaufbahn in bis zu fünf Jahren absoluter Freiheit, denn es ist den Menschen verboten diesen sich zu Fuss zu nähern und schon gar nicht sie zu belästigen, ihr Leben geniessen zu lassen? Um dann in einer einer plaza de toros ehrenvoll zu sterben (dafür werden sie ja gezüchtet) mit der Chance sogar überleben zu können wenn sie mit ihrer bravura ein indulto, den Weg in die Freiheit zu erreichen.

Und das ist einzigartig. Kein Schlachtvieh hat definitiv nie die Möglichkeit zu überleben. Sie sind dazu verdammt getötet zu werden. Ohne Ausnahme, und dies nach einer auffallend kurzen Lebenszeit!
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"Der toro wird aus kulturellen Motiven gehalten,
um auf eine bestimmte Weise getötet zu werden,
d. h. er wird nicht getötet, um verspeist zu werden,
sondern getötet und zudem verzehrt.
Das macht den Stierkampf angreifbar."

Lorenz Rollhäuser
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Toro indultado (Foto: mundotoro)
Genau in dieser Erkenntnis findet sich ein unbewusstes Drama. Der toro hat die Möglichkeit zu überleben, nur er weiss es nicht. Da könnte man doch mal darüber nachdenken, wie würde sich wohl ein toro verhalten, wenn er ein ruedo betritt und wüsste dass es von seiner bravura, seiner embestida abhing, ob er als lebendes Wesen durch das toril die plaza de toros wieder verlassen könnte. Aber leider, er weiss es nicht.

Und wenn wir die Möglichkeit hätten für unsere zukünftige Existenz zu wählen, zwischen Mastvieh oder toro bravo, ich denke vielen fällt in diesem Falle eine Entscheidung nicht schwer.
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Quellennachweis:
Lorenz Rollhäuser: Toros, Toreros; Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek bei Hamburg, 1990


Dienstag, 28. Januar 2014

Ein guter Torero zu sein . . .

. . . will erst einmal erlernt werden!
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von Philip de Málaga


Um ein erfolgreicher matador de toros zu werden bedarf es einer recht langen Vorbereitungszeit. Dabei gilt es nicht nur die Techniken des toreo mit muleta, capa und vielleicht auch mit banderillas theoretisch wie praktisch zu erlernen, sondern es ist von viel grösserer Bedeutung die toros selbst zu verstehen. Sie lesen zu können heisst es im Fachjargon. Zu begreifen warum sie so agieren, wo liegen ihre Stärken und ihre Schwächen. Der toro ist keine berechenbare Maschine sondern ein Lebewesen mit einer persönlichen Note. Nicht selten unkalkulierbar und manchmal verschlossen in der querencia, jene Zone wo sich ein toro zurückzieht und gar nicht daran denkt anzugreifen. Doch dann gibt es jene mit viel embestida, dem Wunsch stets den Aufforderungen des matadores zu folgen, temple zu demonstrieren, und wird dieses zum Dauerzustand ist das indulto, die Glück bringende Begnadigung nicht fern.

Enrique Ponce mit einem indulto (Foto: mundotoro)
Es dauert viele Jahre, bis ein matador jene Reife erreicht hat. Nicht selten liegen zahlreiche Momente des Schreckens auf dem Weg, begleitet von nicht wenigen cornadas. Aber gerade jene gefährlichen Augenblicke sind es, welche den angehenden matador reifen lassen und nicht zuletzt seinen wahren Mut aufzeigen. Torero zu werden geht eben nicht von heute auf morgen. Aber am Ziel angekommen, wie zum Beispiel der maestro Enrique Ponce, dann wird man verstehen, was es bedeutet den toro kennen und verstehen zu lernen. Momente wenn der duende die tendidos erreicht.

Und auf der anderen Seite, welch ein Drama mit anzusehen, einen toro bravo mit viel embestida wie allem Talent zum temple mitzuerleben, um resigniert festzustellen dass der matador hätte doch besser einen anderen Beruf wählen sollen.

Montag, 27. Januar 2014

Torrestrella und die Indultos




von Philip de Málaga


Erneut wurde in San Cristobal ein Stier von Torrestrella begnadigt
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Eigentlich müsste man diesen Beitrag "Torrestrella und San Cristóbal"  nennen. Erneut wurde in der plaza de toros von San Cristóbal (Venezuela) ein toro der ganadería Torrestrella mit einem indulto bedacht. Auffallend dabei, schon wieder ein torero den eigentlich keiner kennt. Zumindest hier in Spanien. Der 31-jährige Julio César Vanegas hatte seine alternativa im Februar 2002 mit dem padrino El Cordobés und dem testigo Rafael de Julia. Seine taurinische Chronik weisst wenig Highlights auf bis zu jenem tarde in San Cristóbal.

Vor fast 18.000 Zuschauern (nahe am "no hay billetes") gab es an jenem sonnigen, heissen  wie schwülen Samstagnachmittag ein corrida mit spanischen toros zu sehen. Vor allem die Miuras sollten überzeugen, aber irgendwie schienen sie die lange Reise über den Atlantik nicht so richtig optimal überstanden zu haben. 

Und dann kam "Fiscal" ein Exemplar von Álvaro Domecq, der ganadería Torrestrella. Was für ein toro bravo! Immer aufgemuntert galoppierte er fröhlich drauf los, folgte stets capa und muleta, liess sich nicht abhalten anzugreifen, geradezu wie ein Wirbelwind. Ein toro der mit seiner embestida, seine unaufhaltsamen Angriffen ein temple geradezu herausforderte. Optimal für einen matador, eben für César Vanegas, dessen physische Konditionen mehr als zu wünschen übrig liessen. Aber mit seiner Variation an Techniken machte er vieles wett, vor allem auch deswegen, weil der toro mitspielte. Ob rechts oder links, Fiscal`s embestida war ungebrochen und das wohlverdiente indulto eine gerechtfertigte trofeo für den toro aus Spanien. Für Vanegas gab es dementsprechend dos orejas simbólicas.

Vuelta al ruedo nach dem indulto von César Vanegas
Jedem seinen Lohn wenn er es denn verdient hat. Das wollen wir keinem verwehren. Doch ist es nun schon das zweite Mal, dass die ganadería Torrestrella im fernen San Cristóbal bei einer feria mehr als einen indulto einheimst. Da fragt sich die afición im fernen Spanien nicht zu unrecht, geht es da wirklich mit rechten Dingen zu? Ins Auge sticht, dass vor allem in diesem Jahr lokale Nobodies jene indultos errungen haben. Keine figuras, die eigentlich eher über das entsprechende Potenzial verfügen müssten. Oder waren die toros schlicht weg zu einfach für einen erfahrenen wie professionellen toreo

Vielleicht sollte man die ganadería umbenennen in Toreostrella oder Torostrella

Sonntag, 26. Januar 2014

Ein Torero erklärt warum er nicht nach Sevilla geht




von Colin Ernst


Miguel Ángel Perera erklärt sich öffentlich über die Differenzen
mit dem empresario aus Sevilla
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Harte Worte fand Miguel Ángel Perera für den empresario der Maestranza de Sevilla, Canorea. Diesen scheint nur der eigene Profit zu interessieren. Aficionados, toreros, ganaderos, alle haben zu Katzbuckeln - Bekommt er nun die rote Karte? Vorher hatte schon der Prinz von Sevilla, José María Manzanares, sein Statement abgegeben, aber nicht so offen und klar, wie Perera, vor dem ich den Hut ziehe. 

(Foto: mundotoro)
Perera schildert das Benehmen des empresarios wie folgt: "Nach der guten Saison, die ich 2008 hatte, in Sevilla zwei Trophäen und die Auszeichnung für die beste faena der feria, rechneten wir mit der erneuten Präsens 2009. Resultat - man hatte schon andere Kollegen verpflichtet, ohne meine Leistung im Vorjahr zu berücksichtigen. So waren wir 2009 nicht in Sevilla. 2010 arbeitete ich hart, um zu demonstrieren, das ich in die carteles von Sevilla gehöre. 2011 unterschrieb mein apoderado zwei Nachmittage in der Feria de Abril und einen für San Miguel, konkret, für die corrida mit den Stieren von Torrealta. Zwei Tage vor der Vorstellung des carteles, bekamen wir mit, das mit den Torrealtas andere toreros annonciert wurden. Wir waren wie vor den Kopf geschlagen und mein Manager wollte, das ich unter diesen Umständen gar nicht in Sevilla auftrete. Aber der empresario bat uns, trotzdem teil zu nehmen, es täte ihm leid, es hätte viele Probleme gegeben. Man hätte die carteles verbilligen müssen, am Vortag und man würde dies im nächsten Jahr berücksichtigen, wenn wir ihm den Gefallen täten. Ich bin also in Sevilla aufgetreten, unter Bedingungen, die so, nicht vereinbart waren - Alles um in der Real Maestranza de Sevilla präsent zu sein. Aber das war noch nicht alles. Als der Moment der Bezahlung kam, forderte man uns auf, einen geringeren Betrag zu akzeptieren, weil die Feria nicht so gut gelaufen wäre... Auch dies akzeptierten wir. Für diesen Gefallen würde man uns in der nächsten Saison bevorzugt behandeln, wurde uns versichert. (Las palabras de Eduardo Canorea fueron: "Yo soy una persona agradecida y no olvido a los que tienen esos detalles conmigo".) Im nächsten Jahr hat Canorea uns nicht ein mal angerufen! Im gleichen Jahr haben wir toreros den G-10 gegründet und ich galt als einer der führenden Köpfe, und wurde von den empresarios deswegen abgestraft. (palabras de Ramón Valencia, "se tenían que defender", dejando fuera de la Feria a algunos componentes del grupo. Y a mí me consideraron uno de los “cabecillas”.) So habe ich auch in diesem Jahr nicht in Sevilla torerieren können. Am Jahresende sagte ich zu meinem Manager, das wir das Vergangene vergessen, und wenn Sevilla uns ruft, werden wir so agieren, als ob nichts vorgefallen wäre. Und so verpflichteten sie uns für drei Nachmittage. Und wieder ergab sich das gleiche Spiel, als es um das Bezahlen ging. Man bat uns den Lohn zu senken, denn die feria wäre ein Desaster gewesen. Auch diesmal haben wir akzeptiert. Ich war sehr überrascht, als ich die Deklarationen des empresarios las, der uns die Schuld an allem gibt. Agiert so ein fairer Manager? Agiert so ein verantwortungsvoller Manager? Ist dieser Manager ehrlich zu uns toreros? Ich glaube nicht, daher unterstütze ich meine Kollegen, und werde nicht in Sevilla auftreten, so weh es auch tut. Es ist bedauerlich, das es soweit kommen musste, denn die afición von Sevilla, die wunderschöne plaza, all dies, bedeutet uns viel. Aber genau aus diesem Grund, weil es für jeden torero ein Traum ist in Sevilla anzutreten, kann der empresario dies ausnutzen. Aber Alles hat einmal ein Ende!

Eine lange Rede für einen torero, der es vorzieht, in der plaza mit dem Stier zu kommunizieren. Aber die von Perera geschilderte Szene, die ich nicht hinterfrage, spielt sich mit den novilleros genauso ab.Wie viel zahlst du für das Privileg? Mit den ganaderías, wenn die Stiere nicht so eingeschlagen haben, spielt sich das Gleiche ab. Gezeter und Gejammer, Seitens der Manager der plaza, um den versprochenen Preis zu drücken, denn immerhin waren die toros in der prestigeträchtigen plaza und nächstes Jahr ordern wir wieder. Ein Haifischbecken ist nichts dagegen! Grade die großen empresarios, die die plazas der 1. Kategorie managen und mehrere plazas regieren, können sich viel erlauben, während die kleinen plazas meist ihre Pflichten erfüllen. Ich stelle mich entschieden auf die Seite der toreros und der ganaderías.