von Philip de Málaga
Mittlerweile wird der toro bravo
auch in der Gastronomie hoch angesehen.
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Für viele gewiss eine erstaunliche Erkenntnis. Das Fleisch des
toro bravo ist gastronomisch gesehen ein Schatz, so verkündete der Gastronomiekritiker der Tageszeitung
EL PAÍS und Präsident der Gastronomiemesse
Madrid Fusion,
Don José Carlos Capel. Im Blog der Zeitschrift
EL PAÍS beschreibt der Autor den höhengastronomischen Stellenwert des natürlichen Produktes von den
dehesas.

Der Chefkoch des Restaurants
Coque (welches 2013 mit dem Nationalen Gastronomiepreis ausgezeichnet worden ist)
Mario Sandoval kann dieses nur bestätigen: "
Wir sprechen hier von Tieren, welche in absoluter Freiheit leben, welche für vier bis fünf Jahre auf saftigen Weiden grasen, sich auf den dehesas bewegen, und somit gutes Fleisch mit wenig Fett produzieren. Ein Rasse die den gleichen Lebensraum wie das Iberische Schwein teilt. Sein Fleisch ist weniger rötlich und von feiner Textur." Der Koch versteht sich aber nicht als ein
aficionado und bevorzugt den Weg der Tiere direkt in den
matadero. Trotzdem erkennen immer mehr Köche im
toro bravo ein Fleischprodukt von hoher Qualität mit zahlreichen nutritiven Werten. Der Meisterkoch fährt fort: "
Diesen genetischen Schatz sollten wir uns erhalten und die Erhaltung der ganaderías unterstützen, wo die Gefahr vor allem darin besteht, dass mit dem Verschwinden der festejos taurinos auch sie ihre Zucht aufgeben müssen."
Solch eine Köstlichkeit der
toro bravo auch sein mag, seine Aufzucht ist recht teuer. Ohne die Zucht für die
plaza de toros könnte ihn sich kaum ein Endabnehmer leisten und die weit über eintausend
ganaderías nicht überleben.
Nun hat die grösste Vereinigung der Stierzüchter die
UTCL einige Grafiken veröffentlicht, die ziemlich den Beginn darstellen worauf es hinauslaufen könnte:
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Hier ein zwei grafische Darstellungen, welche dieses veranschaulichen. Zunächst die Entwicklung des
toro bravo: Es werden weniger. Wobei der Trend der letzten beiden Jahre wieder für einen leichten Aufwind sorgt. Aber es macht deutlich, wie das Leben der
ganaderías von den
corridas abhängt.
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| Bei den Farben handelt es sich um die jeweiligen Stierzuchtorganisationen |
In der folgenden Grafik werden die geborenen Tiere dargestellt. In blau die
toros in rosa die
vacas:
Es ist nicht schwer zu erkennen, die Zahlen gehen in den Keller, gelingt es der
tauromaquia nicht weiterhin sich auf dem positiven Kurs zu bewegen, auf dem sie sich derzeit befindet. Dabei spielen
Katalonien und
Mallorca gewiss kaum eine tragende Rolle.
Um zur Gastronomie zurückzukommen, sollten die
corridas in der Tat verboten werden, werden die
toros bravos auf dem Teller zum wahren Luxus-Delikatessen-Produkt, welche sich nur wenige leisten können.