Dienstag, 12. Mai 2015

Mit Kinderschutz gegen den Stierkampf - Reaktionen

Der SfA-Artikel von gestern hat einige Reaktionen hervorgerufen
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von Philip de Málaga


Zum gestrigen SfA-Beitrag hat es einige Reaktionen gegeben, welche ich hier wiedergeben möchte:
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Den Artikel über den Kinderschutz finde ich interessant. Vor allem deswegen, da wird die junge Generation im Fernsehen, in Comic oder im Internet mit dermaßen viel Gewalt konfrontiert und nichts geschieht. Und das ist richtige Gewalt gegen Menschen. In Spielen werden massenhaft menschliche Leben ausradiert, im TV haufenweise getötet und alle schauen zu.

Horst. G. aus Deutschland
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Wie Du weißt verhalte ich mich dem Thema Stierkampf weiterhin neutral gegenüber. Dank den guten Berichten in Stierkampf für Alle. 

Deinen letzten Beitrag habe ich soeben gelesen. Wenn ich mich recht entsinne hast Du über Kinder und Stierkampf schon öfters berichtet. Trotzdem ist mir etwas aufgefallen. Du berichtest von einer neuen internationalen, also weltweiten Kampagne (so steht es zumindest auf deren Webseite). Damit kann doch neben den drei europäischen Ländern doch nur Süd- und Mittelamerika gemeint sein. Eine Zone, in der die Gewalt von und durch Kinder doch recht hoch anzusetzen ist. Einer der Ursachen dafür dem Stierkampf zuzuordnen scheint mir wirklich sehr weit hergeholt zu sein. Somit kann man diese "weltweite" Kampagne durchaus als eine Farce ansehen.

Im letzten Jahr lernten wir in Marbella einen Torero-Schüler aus Malaga kennen. Er machte auf uns einen sehr disziplinierten Eindruck. Hörte aufmerksam zu, sah einem tief in die Augen, antwortete ruhig und wirkte sehr gut erzogen. Wir hatten nicht das Gefühl uns mit einem angehenden Tierkiller zu unterhalten. Sondern mit einem jungen Menschen, der mit aller Seriosität versucht einen Beruf zu erlernen.

Petra B. aus Andalusien

ANMERKUNG VON SfA:

Folgende Beiträge sind bei SfA über Kinder und Stierkampf schon erschienen:
Und wenn die Zuschauer Kinder sind (2. Teil)
Die oben genannten zwei Beiträge sind damals vorerst im Andalusienforum veröffentlicht worden
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Mir ist eigentlich nicht so ganz klar, was diese Organisation will. In der Regel werden doch die Kinder von schon bestehenden Stierkampfanhängern zum Stierkampf mitgenommen. Diese Eltern wird man wohl kaum umerziehen können, sind sie doch selbst sich bekennende Aficionados. Und das sich Kinder auf die Seiten von Stierkampfgegner verirren halte ich eher für unwahrscheinlich.

Und selbst die angehenden Toreros aus den Stierkampfschulen halten sich in der Regel in einem Freundeskreis auf, der sich ebenfalls für die Stierkämpfe begeistert.

Rüdiger M. aus Alicante
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Hallo Philip, bei deinem Bericht über Kinderschutz gegen den Stierkampf hast du über Drogen geschrieben. Gab es da nicht mal einen Bericht über einen Torero der gerade wegen dem Stierkampf es aus der Drogenzone schaffte? Ich kann ihn  nicht finden. Wäre für einen Link dankbar. Ist doch sicherlich für andere auch interessant.

Peter aus Marbella

ANMERKUNG VON SfA:

Bei dem torero handelt es sich um den matador de toros José Miguel Arroyo Delgado "Joselito". Hier der Link zum gewünschten Beitrag: 
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Ich finde das ist ein guter Artikel. 

Du sprichst das an, auf was es ankommt. Gut finde ich, dass du das mit der Rechtsanwaltskanzlei ansprichst. Diese 300.000 € könnte man besser für not leidende Kinder in aller Welt einsetzen. Aber das wollen die doch gar nicht. Benefizveranstaltungen sind denen doch auch ein Dorn im Auge.

Ja, wenn man die Startseite jener Red Internacional Antitaurina anschaut, kommt man wie du richtig sagst, ins Staunen. Ich hätte vielleicht noch die Scheinheiligkeit der Antis, welche immer ihre Friedfertigkeit hervorheben, angesprochen. Wir wissen doch, dass das nicht der Fall ist.

Kurz und knapp. Du hast es in deinem letzten Beitrag auf den Punkt gebracht. Als letzten Ausweg schieben die Antis jetzt schon die Kinder vor.

Deine diversen Artikel über Kinder und Stierkampf kenne ich.

Und das sie immer so friedlich demonstrieren, glauben sie doch selbst nicht. In Palevas in Frankreich wurde am Wochenende das Pferd des Rejoneadores Andy Cartagena mit roter Farbe besprüht. Die Augen, die Nase und das Maul wurden in Mitleidenschaft gezogen.

V.H.B. (SPANIENFORUM: Neues von den Stieren)

ANMERKUNG VON SfA:

V.H.B. berichtet regelmässig im Spanienforum unter der Rubrik Stierkampf beim Thema Neues von den Stieren über Aktuelles aus der mundo de los toros.

Hier einige Links zu dem Thema von Benefizstierkämpfen:
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Montag, 11. Mai 2015

Mit Kinderschutz gegen den Stierkampf

Mit Kindern gegen die Welt der Stiere - ein neuer Versuch
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von Philip de Málaga


Um es gleich vorweg zu nehmen, ob sich jemand für die mundo de los toros, bzw. den Besuch einer corrida mit einer eventuellen sich anschließenden afición a los toros entscheidet, liegt bei einem jeden selbst. Es ist in keinster Weise das Ziel von SfA, noch seiner Mitarbeiter, den Leser davon zu überzeugen aficionado zu werden. Lediglich versuchen wir Informationen weiter zu geben, die schlicht und einfach der Realität entsprechen. Wir versuch zu erklären, warum weltweit mehr als 65 Millionen sich zu den aficionados de los toros bekennen.

Bei den von antitaurinos geprägten Seiten verhält sich die Lage ein wenig anders. Nicht nur wollen sie beeinflussen, den Besuch von festejos taurinos zu verhindern, ebenfalls versuchen sie die taurinos nicht zu zu beleidigen bzw. menschlich gesehen abzuwerten sondern auch noch geradezu zu kriminalisieren. Ihr endgültiges Ziel ist es die toros und ihr Umfeld komplett weltweit zu verbieten.

Dabei stossen sie vorwiegend auf zwei Probleme. Zunächst einmal gehen ihnen sachlich wie logisch betrachtete die Argumente aus. So kommt es zu Wiederholungen, und die werden in der Regel ausfallender und lauter. Zum anderen, gerade in den letzten Jahren zu beobachten, nimmt die Zahl der aficionados wieder zu. In Spanien ist die statistische Erfassung der afición von 27 Prozent auf 33 Prozent gestiegen. Also knapp 16 Millionen Einwohner! Allein Andalusien, SfA hat darüber berichtet, zählte 2014 lediglich bei den corridas fast eine Million Besucher. Das ist Realität! Eine Tatsache. 

Und so sucht der antitaurinismo stets nach neuen Wegen. Da wird zum Beispiel eine Rechtsanwaltskanzlei für Brüssel eingesetzt um über Europa Einfluss für ihre Verbotsinteressen zu nehmen. Ein Interesse, dass immerhin 300.000 Euros im Jahr verschlingt. Und dabei benutzen sie einen Namen, den sie meistens in negativer Form für einflussreiche taurinos einsetzen: Lobby. Sie reden gerne von der Stierkampflobby, welche nach angeblich korrupten Methoden Einfluss auf nationale wie internationale Politiker und Brüssel ausübt. Kurios: Sie führen einen Namen, der eher für die mundo de los toros spricht als dagegen: TOROLOBBY.

Ob nun mit Anwälten oder anderen "Spezialisten", ob mit unter die Gürtellinie gehenden Argumenten in Foren oder anderen Seiten, sie kommen und gehen. Dabei bleibt die Argumentation stets dieselbe. So versucht man nun den Level zu vergrössern. Nachdem das europäische Niveau nicht viel gebracht hat, eher das Gegenteil, den die toros wurden in zahlreichen Gebieten zu unantastbaren Kulturgütern erklärt, versucht man es nun auf weltweiter Ebene. Su sandte uns ein SfA-Leser folgende Seite zu:



Wirft man einen Blick auf die Startseite jener Red Internacional Antitaurina und wirft einen Blick auf die Argumentation kommt man schnell ins Staunen:


Das dort unter anderem von Gewalt gegen Tiere die Rede ist ja noch nachvollziehbar. Aber an erster Stelle wird der Schutz der Kinder genannt. Da ist die Rede von einem Komitee für Kinderechte,  in taurinischen Ländern, wo festejos gesetzlich zugelassen sind, welches in seiner jährlichen Bekanntgabe auffordert, die Gewalt der tauromaquia von den Kindern zu trennen. Da ist die Rede von Gewalt. Das diese sich wiederum im historischen wie sozialen Kontext ändert scheint wohl unbekannt zu sein. Zumindest nicht der genaueren Betrachtung wert.

Rafael Sánchez Ferlosio
Selbst eingefleischte antitaurinos, wie der spanische Schriftsteller Rafael Sánchez Ferlosio, vertreten den Standpunkt, dass der Akt der toros, also von einer corrida de toros keine Gewalt auf das Publikum in den tendidos übertragen wird. Er geht sogar noch weiter: "Bei all den Grausamkeiten bei einer corrida erfreut sich das Publikum in keiner Weise am Leiden des toros" schrieb er in einem Leserbrief an die spanische Tageszeitung EL PAÍS. Aficionados seien keine Sadisten, von denen eine gewisse Gewalt ausgehe. Zumindest nicht bei dem Thema der toros. Und auch nicht bei Kindern oder Jugendlichen. 

Im Gegenteil, für jene Kinder, die sich selbst mal als ein matador de toros sehen wollen, wird in den escuelas taurinas schon von Beginn an auf ein ethisches Leben bestanden. So sind Themen wie Alkohol oder Drogen von Anfang an verboten. Respekt und Ehrfurcht den Tieren gegenüber absolute Pflicht. Wer diesem nicht glauben will, sollte mal eine ganadería besuchen und wird erkennen, was es wirklich bedeutet, mit Tieren respektvoll umzugehen.

Ein  Standpunkt, der im europäischen Parlament ähnlich gesehen wurde. Bei der letzten Schriftlichen Erklärung im Jahr 2007, stimmten von den Abgeordneten für Landwirtschaft lediglich 51 Prozent für ein europaweites Verbot. Nichts zeigt eindeutiger auf, wie selbst unter Kreisen von Tierkennern, dieses Thema sehr wohl differenziert angesehen wird. 
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Quellennachweis:

Rafael Sánchez Ferlosio, Leserbrief, EL PAÍS vom 25.06.1985

Sonntag, 10. Mai 2015

Was ist eigentlich Tauromaquia?

Auf dem Weg durch Spanien, die Tauromachie ist immer präsent!
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von Philip de Málaga

Immer wieder erreichen SfA Anfragen nach dem Hintergrund und der Entstehungsgeschichte der tauromaquia. Was ist das eigentlich genau, die Tuaromachie, wie sie im Deutschen genannt wird, und seit wann gibt es sie?

Die aktuelle dreißigbändige Ausgabe des Cossíos, mit immerhin 21.000 Seiten, verwendet gerade mal vier Worte zur Erklärung: Arte de lidiar toros, also die Kunst mit den Stieren zu kämpfen. Fertig! Nicht mehr und nicht weniger. Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway bezeichnet es 1932 als Kunst, Stiere zu Fuss oder zu Pferd zu bekämpfen. Lorenz Rollhäuser spricht von künstlerischen Regeln bei der Lehre vom Stierkampf und Rolf Neuhaus benötigt in seinem Buch gar nur ein Wort: Stierkämpferkunst. Und für den chilenischen Dichter und Schriftsteller Pablo Neruda war die corrida , dabei geht er auch schon mehr in das Detail der tauromaquia als eine Veranstaltung mit toros, ein Fest, Kunst und ein metaphysischer Schrei des Volkes.

Tauromaquia und Kunst, zwei Begriffe die vereint zu sein scheinen. Und so lässt sich die Frage, seit wann der Stierkampf als Kunst zu bezeichnen ist leicht beantworten: Solange es die tauromaquia gibt! Aber … die tauromaquia gibt es noch nicht so lange wie die Stierfeste. Also stellt sich diesbezüglich eine weitere Frage:

Seit wann gibt es eigentlich die tauromaquia?

Bis weit in das 18. Jahrhundert waren die Stierfeste ein unorganisiertes Durcheinander. Ursprünglich durften fast alle teilnehmen und jeder konnte mit den Stieren treiben wozu er Lust und Laune hatte. Ob Bauernjungen aus Andalusien, Schlachterssöhne aus Madrid, Akrobaten aus Navarra oder edle Ritter, die sich hoch zu Ross mit Lanzen im Kriegsspiel übten, es war stets eine heillose Unordnung. Gäbe es heute noch diese Art von Stierfesten, der Stierkampf, die mundo de los toros wär mit Sicherheit schon längst abgeschafft worden. Zwar gab es schon im 13. Jahrhundert Gesetzblätter zur Organisation von Stiergefechten, jedoch bezogen diese sich nicht auf den Ablauf selbst, sondern mehr mit der Veranstaltung im allgemeinen.

Doch das sollte sich ändern. Am 20. Juli 1729 erblickte in Sevilla das Licht der Welt jemand, welcher der erste berühmte torero der tauromaquia werden sollte: Joaquín Rodríguez, bekannt unter dem Namen Costillares. Um 1750 wurde er zum matador de toros, und war der erste bekannte Stierkämpfer, der mit dem Umhang, der so genannten capa und der heute roten muleta kunstvolle Manöver vollführte. Vor allem wird ihm die Erfindung des volapié zugeschrieben, eine Tötungsart, bei der der torero von vorne auf den Stier zugeht. In seinem Schatten eroberte ein weiterer den Torerohimmel: Der ebenfalls in Sevilla am 14. März 1754 geborene José Delgado, genannt Pepe-Hillo. Unter seinem Namen wurde 1796 in Cádiz die erste Tauromaquia o Arte de torear veröffentlicht. Dabei handelte es sich um die erste Systematisierung des Stierkampfs. Der Pöbel wurde aus der plaza de toros entfernt, und professionelle Stierkämpfer übernahmen das Zepter im Rahmen einer klar strukturierten Ordnung, die noch heute grösstenteils ihre Gültigkeit hat. Doch Pepe-Hillo hat das Buch nicht selbst geschrieben, konnte er doch gerade mal, kunstvoll seine Unterschrift auf das Papier bringen. Somit wird als Verfasser der ersten Tauromaquia der Freund des maestrosJosé de la Tixera gesehen. Dass Pepe-Hillo es damit auch nicht so ernst nahm, zeigt die Tatsache, dass er selbst sich des Öfteren nicht an die Regeln hielt, sobald er die Möglichkeit hatte, auf andere Weise zu Ruhm zu gelangen. Erst der am 19. November 1754 in Ronda geborene Pedro Romero perfektionierte die Tauromaquia und schuf sogar eine eigene Stilrichtung, den schnörkellosen Ronda-Stil, im Gegensatz zur verspielten sevillanischen Schule.

Die toreros Costillares, Pepe-Hillo und Pepe Romero
Fazit: Wie weit man auch immer die kunstvollen Formen dem Stierkampf, insbesondere der tauromaquia, zuordnen kann, die Anfänge, welche sich in den heutigen corridas widerspiegeln finden sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Verbindung mit den drei toreros CostillaresPepe-Hillo und Pedro Romero.

Lorenz Rollhäuser hat es so beschrieben, dass ab diesem Zeitpunkt die toreros mit der Würde einer wissenschaftlich-künstlerischen Disziplin auftraten.
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Quellennachweise:

COSSÍO, Espasa, Calpe 2007, Band 1
EL COSSÍO, Espasa, Calpe 1996, Band 5
Ernest Hemingway, Tod am Nachmittag, Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek bei Hamburg 1957
Lorenz Rollhäuser, Toros, Toreros, Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek bei Hamburg 1990
Rolf Neuhaus, Der Stierkampf, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 2007
Pierre Imhasly, Corrida, Edition Erpf, Bern 1982

Samstag, 9. Mai 2015

Der spanische König als Überraschungsgast beim Stierkampf




von Philip de Málaga


König Felipe VI besucht eine corrida de toros in der spanischen Hauptstadt
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Wie zu vermuten war steht auch der neue Monarch von Spanien Felipe VI zu der mundo de los toros. So besuchte gestern der königliche aficionado als Überraschungsgast mit weiteren 18.000 Zuschauern die erste corrida de toros der feria taurina von San Isidro in der plaza de toros  Las Ventas von Madrid. Ein königliches wie eindeutiges Zeichen für die tauromaquia. Begleitet wurde er in der barrera sitzend von den matadores de toros Dávila Miura und Sebastián Palomo Linares

(Foto: mundotoro)
Alle drei espadas, die maestros Joselito Adame (silencio tras aviso, silencio), Pepe Moral (silencio tras aviso, silencio) und Juan de Álamo (oreja und silencio tras aviso) widmeten während der eher bescheidenen corrida de toros seiner königlichen Hoheit mit einem brindis ihren jeweils ersten toro.

Freitag, 8. Mai 2015

Es lebe der Stierkampf!




von Philip de Málaga


Lobeshymnen des bekannten spanischen Liedermachers Joaquín Sabina
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Anlässlich der Initiative Estrellas de quite (Sterne der quite, dem Manöver, bei dem die toros mit der capa weggeführt werden, zum Beispiel vom picador oder einem hingefallenen torero), welche gestern im Tendido 7 in der plaza de toros Las Ventas der spanischen Hauptstadt Madrid vorgestellt wurde, hat der bekannte Liedermacher und Autor Joaquín Sabina ein capote des matadores de toros Morante de la Puebla mit einer Widmung versehen:

Capa mit Widmung (Foto: mundotoro)
¡Viva Morante! Vivan los toros! ¡Viva el toreo! ¡Es lebe Morante! Es leben die Stiere! Es lebe der Stierkampf! Und unter den Hut schrieb er: ¡Con mi bombín por montera!  Mit meiner Melone für die montera

Der matador de toros Morante de la Puebla gilt als ein Meister der quite. Der Umgang mit der capa macht ihn zu einem wahren Künstler, wenn es der toro zulässt. Besonders populär seine media veronica

Der populäre Joaquín Sabinas versteht sich als ein grosser aficionado de toros und ist häufig, besonders mit seinen Freunden Miguel Bose und Juan Manuel Serrat an der barrera von verschiedenen corridas de toros zu sehen. Er selbst unterhält einige freundschaftliche Beziehungen zu bekannten toreros und anderen Persönlichkeiten aus der mundo de los toros.


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Siehe auch: 

Wenn der Moment zur Ekstase wird, SfA-TAURONEWS vom 24.3.2013

Donnerstag, 7. Mai 2015

Matador: Eine taurinische Pizza




von Philip de Málaga


Über die Alternativa einer Gourmetpizza in Madrid
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Das Restaurant in Madrid Kilometros de Pizza hat diesen Vormittag seine Pizza taurina vorgestellt. Anlässlich der feria taurina San Isidro in der spanischen Hauptstadt Madrid (Avenida de Brasil 6) hat Küchenchef Jesús Marquina eine Pizza kreiert, welche nun in einem Akt einer alternativa mit dem Namen Matador getauft wurde. 

Jesús Marquina
Nicht nur irgendeine italienische Pizza sondern eine regelrechte Gourmetspeise, deren Zubereitung mehr als drei Tage dauert. Allein der Teig benötigt eine Gärungszeit von 60 Stunden. Belegt wird dieser, wie kann es anders sein, mit einem klassischen rabo de toro. Der mit dem Ochsenschwanz belegte Teig wird dann für weitere zehn Stunden in de Ofen bei niedriger Temperatur geschoben. Das ganze wird mit einem Airbag aus Kartoffeln abgerundet und erinnert an die Kindheit, wenn man bei den Volksfesten die süsse Watte bestellt. Eine authentische Gourmetpizza, so verlautet der Küchenchef.

Pizza "Matador" (Foto: mundotoro)
Eine solche Pizza will nicht nur einfach vorgestellt werden. Gleich ihrem Namen Matador, wurde sie heute von dem matador de toros Óscar Higares auf ihren Namen getauft. Sozusagen eine Pizza mit  alternativa und einem padrino taurino.

Guten Appetit!

SfA auf Smartphones und anderen mobilen Geräten

Knapp zehn Prozent der SfA-Besucher betrachten sich die mundo de los toros auf einem Smartphone oder Tablet. Auf jenen Geräten wird die Seite von Stierkampf für Alle in einer speziellen mobilen Version angezeigt (Siehe links). Nun erreichten SfA gelegentlich Anfragen, ob es nicht möglich sei, SfA auch in der entsprechenden Webversion (HTML) auf den Geräten zu betrachten.


Die Antwort ist einfach: Ja! Scrollen Sie dazu bitte nach ganz unten. Dort finden Sie den Hinweis Web-Version anzeigen. Einfach anklicken und schon können Sie sich die Leser an der Originalseite von SfA und den Themen der tauromaquia erfreuen.


Nebenbei bemerkt, bei den Computern benutzen 70 Prozent Windows, 12 Prozent Mac und 5 Prozent Linux. Als Browser wird Firefox mit 42 Prozent bevorzugt. Es folgen der Internet Explorer (23%), Chrome (18%) und Safari (11%).

Mittwoch, 6. Mai 2015

Andalusien: 12 Prozent mehr Zuschauer




von Philip de Málaga


2014: Fast eine Million Besucher bei den Stierkampfveranstaltungen in Andalusien
Das Interesse steigt wieder
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Wie die Andalusische Landesregierung mitteilte, gab es in der südspanischen Region bei den festejos taurinos fast eine Million Zuschauer. Das entspricht einer Steigerung von 12 Prozent! Erklären lässt sich dieser Boom zum einen mit den attraktiven carteles wie in der Malagueta von Málaga, wo es mehrmals ein "No hay billetes" zu sehen gab, und zum anderen mit dem Engagement der empresarios in Kombination mit den Politikern, wie der Delegación de Málaga (Kreistag).


Es sollte erwähnt werden, dass es sich hierbei lediglich um die corridas (corridas de toros, novilladas und rejoneos), wo entradas verkauft worden sind, handelt. Capeas und andere ländliche festejos taurinos und encierros sind nicht inbegriffen.

Ebenfalls die Preispolitik hatte einen bedeutenden Einfluss auf diese positive Entwicklung. So wurden novilladas der escuelas taurinos oder certamen unter anderem auch mal kostenlos angeboten und für carteles de lujo, wie zum Beispiel am Ostersamstag in Málaga mit den matadores de toros Morante de la Puebla, Julián López "El Juli", Miguel Ángel Perera und Alejandro Talavante mit toros der ganaderías Jandilla und Daniel Ruiz konnte man entradas schon ab 7 Euros erwerben. Nur verständlich, dass eine solche corrida hasta la bandera ausverkauft ist.

"AUSVERKAUFT" in Málaga hasta la bandera
Die am meisten besuchten plaza de toros in 2014 zählte man in:

248.292 Zuschauer in Sevilla
163.241 Zuschauer in Málaga
157.997 Zuschauer in Jaén
144.108 Zuschauer in Granada
109.910 Zuschauer in Cádiz

Fazit, die toros in Andalusien sind wieder im kommen. Das Interesse steigt und somit auch die Zuschauerzahlen. Das spiegelt sich auch in den Besucherzahlen der plaza de toros und der museos taurinos wieder. Einige plaza de toros wie Las Ventas oder die Malagueta sind gerade dabei sich auch auf ein internationales Publikum vorzubereiten.

Dienstag, 5. Mai 2015

Maikreuz in Málaga




von Philip de Málaga


In der Malagueta findet sich ein Kreuz des Mais
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In der plaza de toros in der südspanischen Metropole Málaga, der Malagueta wurde zu Beginn des Monats Mai ein Maikreuz aufgestellt. Gleich dem Maibaum in deutschen Ländern leitet er den Beginn zu Pfingsten ein. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass eine plaza sich mit einem cruz de mayo schmückt. Im katholischen Spanien fand dieser Vorgang schon des öfteren statt.


In einer puerta erkennt man das cruz de mayo im Hintergrund das ruedo der Malagueta. Die traje de luces und die capa untermauern die Bedeutung der mundo taurino und die Verbindung zur Kirche und Glauben.

SfA wird wieder berichten











von Philip de Málaga


Nach einer längeren Pause wird SfA wieder über die Welt der Stiere berichten

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Aus gesundheitlichen Gründen war es mir unmöglich, den verehrten SfA-Leser über einen längeren Zeitraum hin über die mundo de los toros zu informieren. Mehrere Krankenhausaufenthalte und ärztliche Beschränkungen verhinderten eine entsprechende Berichterstattung. Erst vor einer Woche erhielt ich den entsprechenden ärztlichen Freibrief wieder meinen beruflichen wie privaten Interessen nachgehen zu können. 

So möchte ich es nicht versäumen, mich auf diesem Wege bei den zahlreichen Mails bedanken, welche mich in dieser Zeit erreichten. Zeigen sie doch auf, dass das Interesse der deutschsprachigen afición nach wie vor besteht.

Zahlreiche aficionados hatten ja auch die Möglichkeit sich über das Spanienforum in der Rubrik Stierkampf wo man in dem Thema Neues von den Stieren den Leser mit Aktuellem aus der mundo de los toros versorgte zu informieren. Und auch die Seite Toros y Toreros von Colin Ernst brachte mit viel Kompetenz und einer gewissen Nähe zu den toros und toreros dem aficionado die toros näher.

Und nun liegt es an der Zeit, dass sich SfA daran wieder ein wenig  beteiligen wird. Jedoch wird die Berichterstattung hier bei SfA zu Beginn eher sporadisch stattfinden, und sich vorerst an einigen bestimmten Themen orientieren, wie zum Beispiel Málaga. Vielen Dank für Ihr und Euer Verständnis.

Dienstag, 11. November 2014

Auch andere Künstler setzten sich für die Tauromachie in Kolumbien ein




von Philip de Málaga


Auch Vargas Llosa, Joaquín Sabinas und Fernando Botero für Bogotá
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Spektakel oder Flop? Überzeugung oder Vergessenheit? Fragen die wir morgen in der kolumbianischen Hauptstadt beantwortet bekommen. Das erste Mal in der Geschichte der tauromaquia wird eine solch grosse Manifestation für die mundo de los toros organisiert. Und wenn in dieser gigantischen Metropole nur ein Prozent sich zeigen, dann sind das bei knapp acht Millionen Einwohner nicht wenige, welche sich zur tauromaquia bekennen. Das wäre ein klares Zeichen. Aber so weit wird es wohl nicht kommen. Zwar findet hier ein Schaulaufen der grossen figuras aus der mmm statt, aber ob es ausreicht?

Auch aus dem Ausland bekommt man Unterstützung. Wie SfA berichtet hat, findet in der spanischen Hauptstadt ebenfalls eine Manifestation für Bogotá statt.

Sabina, Serrat und Bosé bei den toros
Um es nicht nur den puren taurinos zu überlassen, hat man auch Personen aus anderen Bereichen mit ins Boot genommen. Namenhafte Künstlers werden sich ebenfalls an dem Bogotá-Projekt beteiligen. Da wären zunächst der spanische Liedermacher Joaquín Sabinas (1949 in Úbeda). Als wohl einer der führenden Vertreter zeitgenössischer Musik war er vollem mit seinem katalanischen (!) Freund Juan Manuel Serrat und Miguel Bosé ziemlich häufig in den tendidos zu sehen.

Dann haben wir den kolumbianischen Maler und Bildhauer Fernando Botero (1932 in Medellín), der wohl als einer der bekanntesten Vertreter der Bildenden Kunst Lateinamerikas zählt. Seine Skulpturen verteilen sich auf der ganzen Welt, sei es in Berlin, München oder im fernen Singapore. Als Kolumbianer liegt es ihm besonders am Herz die toros in seinem Land zum Kulturerbe zu erklären, und für ihn ist es keine Frage, die tauromaquia versteht es als pure Kunst. Und sie sei Tradition und somit ein Teil der kolumbianischen Kultur.

Und die wortgewaltige Stimme kommt aus Peru. Mario Vargas Llosa (1936 in Arequipa). Als Schriftsteller mit politischen Ambitionen und Fähigkeiten gehört er wohl zu den eindrucksvollsten Befürwortern der tauromaquia. Wenn er zum taurinischen Dialog ansetzt bleibt dem antitaurinismo die Sprache weg. Der Nobelpreisträger gilt als einer der kämpferischsten Vertreter der toros und sein Vokabular lässt oft keine Zweifel offen. Auch für ihn eine Selbstverständlichkeit die mundo de los toros in allen Gebieten mit der entsprechenden Tradition zum Patrimonio Cultural deklarieren zu lassen.

Bleibt abzuwarten, was morgen in der kolumbianischen Hauptstadt geschehen wird. Werden sich die puertas in der plaza de toros Santa María wieder öffnen? Werden weitere Schritte zum Kulturerbe in die Wege geleitet? Denn ein Interesse daran wurde ja schon von Seiten der Regierung geäussert. 

Montag, 10. November 2014

Toros in New York



von Ursula Herzog
und Philip de Málaga


Ausstellung über einen Stierkämpfer in der amerikanischen Metropole
Ein schräger Blick auf den Stierkampf
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Die Amerikaner sind so weit entfernt von der mundo de los toros nicht. Schliesslich haben sie selbst corridas de toros in Las Vegas und Denver organisiert, reisen zahlreiche aficionados in das benachbarte Mexiko und in New York selbst befindet sich der New York City Club Taurino (NCCT), bei dem bekannte figuras sich ein Stell-Dich-ein gegeben haben.

Nun hat es die toros wieder nach New York gezogen. Der in Palma de Mallorca 1974 geborene amerikanische Künstler Domingo Zapata stellt in der Galerie C24 verschiedene Objekte unter dem Titel A bullfighter in New York aus. Zu sehen sind zwölf chaquetillas, vier burladeros und verschiedene Motive mit toreros. Leichte Paso-Doble-Musik ertönte überall in den Ausstellungsräumen, der Klang der ruedos erfüllte die Räumlichkeiten, die sich schnell mit einem interessierten Publikum füllte. Besucher, welche die Ausstellung unterhielt, aber auch jener, welche eher darüber verärgert waren.

Grosser Andrang bei der Vernissage
"Ein Stierkämpfer in New York" versteht sich nicht nur als eine Ausstellung moderner Kunst, sondern die Besucher haben auch die Möglichkeit die taurinischen Objekte der Begierde zu erwerben. Und so wurden allein schon am Abend der Vernissage zwei künstlerische Elemente erworben. Eine chaquetilla mit dem Namen "Dress to kill" für 40.000 Dollar und einige Gemälde für je 60.000 Dollar. Ein grosser Verehrer des Künstlers von den Balearen ist der Schauspieler Jonny Depp. Überhaupt ist die Fangemeinde von Domingo Zapata von seiner künstlerischen Darstellung zwischen Ironie und dem Respekt den toreros gegenüber angetan. So lässt er auch einen matador in der Wall Street mit einem toro kämpfen. Wahrhaftig, ein torero in New York. Wenn sich die Moderne mit spanischer Tradition vereinigt.


Besonders beliebt war die Sammlung der chaquetillas, welche vor allem an die Farbvielfalt des 18. Jahrhunderts erinnern soll.

Lunch bei Cipriani wurde noch am Abend der Eröffnung für 60.000 Dollar verkauft. 
Cipriani ist der Eigentümer von Harry’s Bar in Venedig
Die aficionados Ernest Hemingway und Orsen Welles waren dort häufig Gäste. 
Das Getränk „Bellini“ ist das Markenzeichen von Harry’s Bar.
Ein burladero.
Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Dezember zu sehen.